Der Diamond Beach im Süden Islands direkt am gigantischen Vatnajökull Gletscher ist eines der Top Highlights von ganz Island und eine Sehenswürdigkeit, die auf keinem Island Roadtrip fehlen darf. Es ist zwar nicht der einzige schwarze Sandstrand in Island (es gibt da z.B. noch Stokksness), aber zusammen mit den Eisbrocken aus der benachbarten Gletscherlagune Jökulsárlón ist diese Landschaft absoluteinzigartig.

Was du hier machen kannst, wo du am besten deinen Mietwagen parkst und welches Hotel in der Nähe wir empfehlen, liest du jetzt in unserem Reisebericht zum Diamond Beach. Falls ihr noch einen Mietwagen für Island benötigt schaut doch bei dem, unserer Meinung nach, besten Mietwagenanbieter Northbound* nach.

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Diamondbeach

Der Diamond Beach (oder auch Diamant Strand) ist ein Strand direkt gegenüber der Jökulsárlón Gletscherlagune in Island. Die besondere Sehenswürdigkeit dieses Strandes ist einmal der perfekt schwarze Sand und die zahlreichen Eisbrocken, die von der nahen Lagune hier angetrieben werden.

Der Ort ist ziemlich touristisch, denn jeder Besucher, der die Ringstraße entlang fährt hält auch hier. Aber da das Areal so groß ist, verläuft es sich ganz gut.

Das Besondere an diesem Strand ist auch, dass er keinen Tag so aussieht wie zuvor. Alles hängt vom Wind, den Gezeiten und der Sonne ab, und natürlich auch vom Gletscher. Trotzdem sieht es jeden Tag einfach nur spektakulär aus, als wenn diesen Strand jemand geplant hätte. Aber die Natur ist immer noch der beste Baumeister!

Diamond Beach Island I pechschwarzer Sand und kristallklare Eisbrocken

Warum heißt er Diamond Beach?

Der Diamond Beach heißt so wegen der vielen Eisbrocken, die im Meer treiben und auf dem Strand selbst liegen. Im Sonnenlicht glitzern sie häufig wie kleine Diamanten.

In Wirklichkeit heißt der Strand übrigens Breidamerkursandur oder Fellsfjar. Oft wird er auch einfach Jökulsárlón Strand genannt.

Was erwartet Dich hier?

Direkt wenn du deinen Wagen am nahen Parkplatz abgestellt hast bist du in wenigen Minuten am pechschwarzen Sandstrand wo – im besten Fall – hunderte wenn nicht sogar tausende kleine und größere Eisbrocken am Strand liegen oder im Wasser umher schwimmen. Du kannst mehrere Kilometer am Strand entlang laufen, aber meistens ist das nicht nötig, denn direkt neben der Meeresenge, die Lagune und Strand verbinden, sind am meisten Eisberge zu sehen.

Diamond Beach Island I pechschwarzer Sand und kristallklare Eisbrocken

Die Wellen peitschen hier gegen die Eisbrocken und wenn das Wetter gut ist, dann kann man hier verdammt tolle Fotos machen.

Nachdem du dich satt gesehen hast, solltest du auf jeden Fall noch zur benachbarten Gletscherlagune hinüberlaufen

Entstehungsgeschichte

Das Eis, dass hier an den schwarzen Lava-Sandstrand geschwemmt wird kommt von der benachbarten Gletscherzunge Breiðamerkurjökull. Diese ist ein Ausläufer des gigantischen Vatnajökull Gletschers, welches der größte Gletscher nicht nur Islands sondern auch ganz Europas ist.

Die Eisbrocken – sehr große wie auch winzig kleine – brechen vom großen Gletscher ab (man sagt auch sie kalben) und treiben dann über die Gletscherlagune aufs Meer und werden von der Strömung an den Diamondbeach geschwemmt. Der gesamte Vorgang kann schon mal Jahre dauern, je nach Größe und Form des Eisbrockens.

Die Verbindung der Lagune zum Meer ist natürlichen Ursprungs und war früher noch viel größer. Ab 1950 wurde dann die Meerenge verkleinert und später auch die heutige Brücke gebaut. Würde man diesen natürlichen Zugang zum Meer verschließen wäre die Lagune wohl sehr schnell zugefroren, denn nur durch den Zustrom des warmen Meerwassers bleibt sie auch im Winter warm genug, um nicht zuzufrieren.

Die benachbarte Gletscherlagune ist übrigens mit seinen 248 Metern der tiefste See Islands und mittlerweile über 23 km² groß und bis zu 5 km breit.

Der schwarze Sandstrand des Diamond Beach ist aus vulkanischen Gestein entstanden. Sand und Kieselsteine sind winzige Fragmente der Basalt-Lava, die das Gebiet bedeckt hat. Noch feiner ist der schwarze Sand nur in Stokksness.


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Weiße und blaue Eisberge

Am Diamond Beach wie auch in der Lagune gibt es sowohl ganz klare (transparente) und auch blau gefärbte Eisbrocken.

Der Unterschied ist, dass die transparenten Eisberge eher die “normalen” Eisberge sind, da hier Schnee und Eis über lange Zeit komprimiert wurde wodurch im Eisbrocken eine Struktur entsteht, die sämtliche Lichtwellen gleichermaßen reflektiert.

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Die blauen Eisberge sind entstanden, in dem im Eis unter Wasser alle Luftbläschen verdrängt wurden. Wenn dieses Eis von der Sonne angestrahlt wird, werden die längeren Wellenlängen (rote und gelbe) absorbiert und Blau und Grün stärker reflektiert. Daher sehen diese Eisbrocken eher bläulich aus.

Zusätzlich gibt es auch schwarz gefärbte Eisberge. Diese entstehen durch Einschluss von schwarzem Lavasand im Eis.

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Ausflugsmöglichkeiten am Diamond Beach

Neben dem herumspazieren und fotografieren kann man natürlich noch knallharte Action erleben an der benachbarten Gletscherlagune. Man kann mit Booten oder Amphibienfahrzeugen über die Lagune fahren und dabei den Eisbergen ganz nahe kommen. Auch kann man hier im Winter durch Eishöhlen wandern. Alle Infos zu Aktivitäten in der Nähe des Diamond Beach findest du bei unseren Partnern von GetYourGuide.

 

Reisetipps für den Diamond Beach

Beste Reisezeit

Der Diamond Beach ist eigentlich zu jeder Jahreszeit wunderschön und vor allem anders. Manche sagen, dass im Winter hier viel mehr Eisberge unterwegs sind. Im Sommer sollten aber eigentlich viel mehr Eisberge kalben, da die Temperaturen ja höher sind.

Daher gibt es unserer Meinung nach eigentlich gar keine perfekte Reisezeit im Jahr. Auch mit der Tageszeit verhält es sich ähnlich. Ob der Diamant Strand morgens oder abends besser aussieht, ist eher eine Frage des Wetters. Das spielt nämlich auf Island nicht immer mit und das sollte Eure Reise eher beeinflussen. Bei blauem Himmel strahlen die Eisberge nämlich noch ein bisschen mehr.

Und bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ergeben sich nochmal ganz besondere Farbenspiele im Eis.

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Wie lange sollte ich hier bleiben?

Da der Diamond Beach direkt an der Ringstraße liegt, fällt eine lange Anfahrt schon mal raus und man kann die komplette Zeit vor Ort verbringen. Auch wenn viele denken, dass man dort ja nur ein paar Fotos schießen muss und dann direkt wieder weiter fährt, wenn man nicht plant eine Tour-Aktivität* vor Ort zu buchen, wir sehen das anders.

Dieser Ort ist so spektakulär und so weltweit einzigartig, dass man hier mindestens mehrere Stunden verbringen muss. Selbst wenn ihr keine Tour auf der benachbarten Lagune macht, dann sind 2 Stunden das Minimum unserer Meinung nach. Man kann aber auch gut einen halben Tag und mehr hier verbringen, wenn man Diamond Beach und die Gletscherlagune zusammen nimmt. Es lohnt sich auch hier zu übernachten, um diese Highlights Islands z.B. mal Abends und Morgens zu sehen.

Denn auch wenn das Wetter mitspielt kann es sein, dass an einem Tag kaum Eisbrocken am Strand rumliegen und am nächsten dann wieder hunderte.

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Parken am Diamond Beach

Es gibt hier insgesamt 3 gut ausgebaute und kostenlose Parkplätze. Zwei davon direkt am Diamond Beach, jeweils auf einer Seite der Meeresenge zur Lagune. Der östliche Parkplatz ist dabei der höher frequentierte. Auf der westlichen Seite habt ihr meistens weniger andere Touristen, aber nicht weniger Eisbrocken am Strand.

Ein weiterer Parkplatz ist direkt auf der anderen Straßenseite an der Gletscherlagune. Auch von diesem Parkplatz ist man in 5 Minuten am Diamond Beach.

Wenn ihr also beide Sehenswürdigkeiten (Diamond Beach & Jökulsárlón Lagune) besucht – was ihr definitiv solltet – dann ist es eigentlich egal wo ihr parkt.

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Anreise Diamond Beach

Der Diamond Beach befindet sich direkt an der Ringstraße und direkt gegenüber der berühmten Jökulsárlón Gletscherlagune. Wenn ihr einen Roadtrip über die Ringstraße Islands macht, dann kommt ihr also zwangsläufig hier vorbei. Von Reykjavik im Westen benötigt ihr ca. 5h für die 370 km.

Das beschauliche Vik mit seinem wilden Reynisfjara-Strand ist dabei nur 2.5 Stunden und 190 km entfernt. Im Osten liegt der kleine Ort Höfn nur knapp 1 Stunde entfernt.

Als Ort für Eure Übernachtung würden wir Euch aber Hotel empfehlen, das quasi direkt nebenan liegt.

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Übernachten in der Nähe des Diamond Beach

Es gibt nicht viele Hotels in der direkten Umgebung des Diamond Beach, und viele sind auch recht teuer. Wir würden Euch aber auf jeden Fall empfehlen hier einen Übernachtungsstopp einzulegen, da die Gegend einfach zu schön ist und hier auch jeden Tag alles komplett anders aussehen kann. Ihr solltet also die Gelegenheit nutzen und den Diamond Beach an 2 aufeinanderfolgenden Tagen besuchen.

Bei unseren beiden Besuchen am Diamond Beach haben wir jeweils im nur 10 Minuten entfernten Skyrhúsid Guesthouse übernachtet. Ihr seid superschnell am Diamond Beach und schlaft trotzdem etwas entfernt von der Ringstraße.

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