Kolumbien stand bei der Planung unserer Großen Reise schon von Anfang an hoch im Kurs. Das Land in Südamerika ist noch nicht sehr lange auf den Reiserouten der meisten Backpacker vorhanden (anders als z.B. Costa Rica), da es vor nicht allzu langer Zeit nicht ungefährlich zu bereisen war. Nichtsdestotrotz gibt es in Kolumbien unglaubliche Natur, einsame Karibikinseln und pulsierende Städte. Da wir nur 3 Wochen Zeit hatten um das Land zu bereisen haben wir uns die Highlights vom Nord-Kolumbien rausgesucht. Man glaubt es ja wirklich nicht, aber Kolumbien ist flächenmäßig ein riesiges Land und man würde bestimmt 2 Monate brauchen, um nur die ganzen Highlights abzuklappern.

Und da wir es zum Abschluss unserer 111 Tage durch Lateinamerika etwas ruhiger angehen lassen wollten, haben wir nicht zu viele Sachen in unsere Reiseroute durch Kolumbien gepackt. Wir wollten keinen Stress, sondern dieses besondere Land richtig erleben.

Da Sabrina Urlaub am Strand und Meer liebt, haben wir uns die Karibikküste Kolumbiens ausgesucht und dort die schönsten Städte und Inseln besucht. Euch wollen wir unsere Reiseroute durch Kolumbien vorstellen und, falls möglich, auch optionale bzw. zusätzliche Städte beschreiben. Diese könntet ihr zusätzlich bereisen, falls ihr 3 oder mehr Wochen Zeit habt.

Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen unseres Kolumbien Reiseberichts.

Infos zu Kolumbien als Reiseland

Kolumbien ist noch nicht lange auf der touristischen Landkarte der meisten Backpacker zu finden. Das wundert einen nicht, da vor nicht allzu langer Zeit Bedrohungen durch Entführungen und Drogenhandel in Kolumbien an der Tagesordnung waren. Seit einigen Jahren gibt es jedoch erfolgreiche Friedensverhandlungen der Guerilla-Gruppe FARC mit der Regierung, was den Frieden im Land entschieden voran getrieben hat.

Somit ist Kolumbien schon seit vielen Jahren ein sehr beliebtes Reiseland, nicht nur für jung gebliebene Backpacker, sondern durchaus auch für Familien mit kleinen Kindern oder allein Reisende. Das ist durchaus verständlich, denn obwohl Kolumbien noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist, gibt es hier landschaftliche und kulturelle Highlights zu sehen, die sich nicht vor anderen Ländern Südamerikas verstecken müssen.

Tayrona Nationalpark, Kolumbien
Tayrona Nationalpark

Die Landschaftliche Vielfalt

Weiße Sandstrände an der Karibik, schwarze Strände an der Pazifikküste, insgesamt fast 3000 Kilometer Küstenlinie. Es gibt die Anden mit verschneiten Gipfeln und immer noch aktiven Vulkanen, die bis zu 6000 Meter erreichen können. Dazu noch die Kaffeeanbauregionen in den immergrünen Bergen und  den Dschungel am Amazonas. Das Land, immerhin dreimal größer als Deutschland mit halb soviel Einwohnern, bietet vielfältige Aktivitäten und Landschaften für Strandliebhaber, Wanderer, Bergsteiger und Abenteurer.

Man kann an unverbauten Karibikstränden in der Sonne braten und nach nur einer Stunde Busfahrt in den Bergen auf 1000 Meter (z.B. in Minca) in einem deutlichen angenehmeren Klima die üppige Vegetation genießen.

In Kolumbien gibt es eigentlich alles: Von den Anden zu den Tropen, von den Bergen in den Dschungel. Hier gibt es chaotische Metropolen und blühende Landschaften, komplett untouristische Karibikinseln und wunderschöne Kolonialstädte.

Unserer Reiseroute durch Kolumbien

In knapp 3 Wochen haben wir auf unserer Reiseroute die Westküste Kolumbiens bereist und haben uns dabei – abgesehen von Medellin – immer an der Karibikküste aufgehalten. Wir fanden die Zeit für diese Strecke mehr als ausreichend und haben uns absichtlich mal nicht gestresst und sind auch mal ein paar Tage länger an einem Ort geblieben. Auf Providencia waren wir z.B. fast eine Woche. Man könnte die Reiseroute natürlich noch etwas reduzieren und die Strecke auch in knapp 2 Wochen schaffen. Oder noch ein paar andere Orte im Inneren des Landes hinzunehmen.

Das hört sich jetzt gar nicht mal viel an für 3 Wochen, aber wenn man es entspannt angehen lässt und die einzelnen Orte richtig genießt, dann ist das eine gut gewählte Zeit. Aber wie gesagt, könnt ihr diese Rundreise auch in 2 Wochen schaffen.

Tag 1-3: Medellin | Fußgängerfreundliche Metropole

Medellin war das erste Ziel auf unserer Backpacking-Reise durch Kolumbien und zugleich die schönste Großstadt, die wir auf unserer Großen Reise durch Lateinamerika bisher gesehen haben. Zwar ist Medellin eine Millionenstadt und die zweitgrößte Stadt Kolumbiens, aber wir haben uns trotzdem sehr wohl gefühlt. Und das obwohl wir Großstädte eigentlich nicht mögen. Zu laut, zu voll und zu dreckig sind die meisten Großstädte, die wir auf unseren Reisen kennen lernen. Aber Medellin ist anders, irgendwie Fußgänger-freundlicher und total schön zu erkunden mit seinen vielen Highlights wie der Comuna 13 oder der, über der Stadt schwebenden, Seilbahn.

Medellin Highlights, Kolumbien
Palast der Kulturen, Medellin

Es gibt viel zu entdecken in der Stadt und das Beste ist, man muss gar keinen Touristen-Bus nehmen (den es auch gar nicht gibt) oder auch nicht großartig hin und her fahren um alles zu sehen. Man kann auch einfach mal einen Tag durch die Stadt bummeln und dabei viele tolle Dinge entdecken.

Es gibt viele schöne, alte Gebäude und natürlich die Seilbahn mit der man über die Stadt schweben kann und dabei eine ungewöhnliche Vogelperspektive einnimmt. Mit ihr kann man z.B. direkt zum Parque Arvi fahren, einem nicht weit von der Innenstadt entfernten Naturpark in dem man wandern und Fahrrad fahren kann.

Parque Arvi

Wir hätten niemals gedacht, dass sich mitten in Medellin so eine heftige Natur befindet. Na gut, es ist natürlich nicht mitten in Medellin, sondern ihr müsst ganz schön lange mit der Seilbahn den Berg hinauf fahren. Aber der Weg ist dabei auf jeden Fall schon das Ziel.

Diese letzte Fahrt mit der Seilbahn dauert fast 20 Minuten und ihr schwebt schier endlos über den Nationalpark Arvi und habt einen wunderbaren Blick über die Baumwipfel, den ihr sonst nirgendwo habt. Einfach phänomenal. Allein für dieses Schweben über den Wald lohnt sich das Ticket und die relativ lange Anreise schon.

Oben angekommen erwartet euch ein kleiner Farmers-Markt und nach einigen hundert Metern dann auch der erste Wanderweg. Da Sabrina leider krank war, konnten wir keinen der Wanderwege ausprobieren, aber wir hätten es super gerne getan. Denn auch das Klima war dort oben viel kühler und angenehmer als in Medellin selbst.

Die Comuna 13 in Medellin

Die Comuna 13 war noch vor 20 Jahren der gefährlichste Ort von Medellin, wenn nicht sogar von ganz Kolumbien (siehe dazu den Abschnitt zur Geschichte ganz unten). Es gab tägliche Morde und die Bewohner konnten sich ihres Lebens nicht sicher sein. Daran, als Tourist (und sogar auf eigene Faust ohne Tour-Guide) durch dieses Viertel zu schlendern, war gar nicht zu denken.

Und heute? Streifen massenhaft Touristen in FlipFlops und Sonnenbrille durch die Comuna 13 und schießen Fotos von den zahlreichen Graffiti, die über das gesamte Viertel verteilt sind. Was ein Wandel der Zeit.

Comuna 13, Medellin
Comuna 13, Medellin

Für uns war die Comuna 13 (ausgesprochen: trece) eines der Highlights Medellins. Die bunten Häuser, die Wellblechdächer, die engen Gassen. Und die Zuversicht in den Gesichtern der Menschen, dass trotz der schlimmen Vergangenheit eine bessere Zukunft vor ihnen liegt.

Die Comuna 13 ist an einem steilen Hügel gebaut. Um vom unteren Ende des Viertels bis zum oberen zu kommen, musste man viele Treppen steigen. Durch die neu gebaute Rolltreppe waren die Bewohner viel agiler und konnten einfacher in die Innenstadt gelangen. Auch die Wirtschaft und das Zusammenleben in der Comuna 13 wurden so enorm verbessert.

Was ihr genau in der Comuna 13 machen könnt und wie ihr da hin kommt könnt ihr in unserem separaten Reisebericht lesen:

Ausflug nach Guatape

Nur etwa 2 Stunden Busfahrt von Medellin entfernt ist ein weiteres Highlight zu finden. Viel haben wir schon vor unserer Kolumbien-Rundreise über Guatape und den geheimnisvollen Felsen gelesen, der sich aus einem wunderschönen Stausee empor streckt. Es sah einfach zu phantastisch aus, um nicht dorthin zu fahren.

Guatape Stausee, Kolumbien
Guatape Stausee

Guatape bietet euch Dreierlei Highlights: Einmal das Dorf selbst, was aber ziemlich touristisch ist und daher unserer Meinung nach gar nicht so toll war. Dann gibt es natürlich den berühmten Felsen El Peñol in unmittelbarer Nähe zum Dorf. Und zu guter letzt die unfassbar schöne Seenlandschaft, die beide Orte verbindet. Dieser Stausee sieht besonders vom Felsen El Peñol beeindruckend aus und wäre für uns auch der Grund gewesen, warum wir gerne in der Gegend eine Übernachtung dran gehangen hätten. Morgens in so einer Umgebung mit so einem Ausblick aufzuwachen muss grandios sein.

Wie ihr nach Guatape kommt und was ihr da alles machen könnt haben wir in einem eigenen Reisebericht zusammen geschrieben:

Optional: Wale gucken in der Region Chocó

Das ist ein Programmpunkt in Kolumbien, den wir uns eigentlich fest vorgenommen hatten, denn wir wollten endlich in unserem Leben Wale sehen. Diese kann man dort zu bestimmten Zeiten des Jahres sehen. Choco ist zusätzlich der einzige Bundesstaat Kolumbiens der sowohl am karibischen als auch am pazifischen Meer liegt. Im Ort El Valle kann man besonders gut Wale beobachten, teilweise sogar direkt vom Strand aus.

Zusätzlich ist die Region total ursprünglich und auch von dichtem Urwald bedeckt, so dass man hier Wanderungen durch den Dschungel und Bootsfahrten über Urwaldflüsse unternehmen kann.

Die beste Zeit um hier Wale zu beobachten sind übrigens die Monate Juli bis November. Günstige Flüge gibt es von Medellin und Cartagena.

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🏨 Übernachtung
Übernachtet haben wir in Medellin im zentrumsnahen Hotel Casa Natura, weit weg von den Vierteln wo die Touris sonst übernachten.
Kosten für ein Doppelzimmer: ab 11 €

🚌 Transport
Von Medellin sind wir per Latam Airlines nach San Andres geflogen. Von dort ging es direkt weiter mit San German Express nach Providencia.
Kosten: ca. 100 € pro Person

Tag 5-12: Providencia | paradiesische Trauminsel

Providencia liegt weit draußen im karibischen Meer und liegt viel näher an Costa Rica oder Nicaragua als an Kolumbien, zu dem es aber politisch gehört.

Auf der Karibikinsel Providencia waren wir insgesamt eine Woche unterwegs. Und wir können mit Fug und Recht behaupten, dass Providencia von allen Orten und Inseln, auf denen wir auf unserer 111-tägigen Großen Reise durch Lateinamerika waren, am schönsten war und dem Paradies am nächsten kam. Um euch einen Überblick zu verschaffen, findet ihr hier unseren kompletten Reisebericht zu Providencia.

Wir haben anfangs etwas gezögert, da die Anreise nach Providencia nicht ganz einfach ist… aber gerade das macht wohl den Charme der Insel aus. Auch die Preise auf der Insel für Übernachtungen, Lebensmittel usw. sind etwas höher als auf dem Festland. Aber das ist unserer Meinung nach gerechtfertigt, denn Providencia liegt weit draußen im karibischen Meer.

Providencia mit der Drohne, Kolumbien
Providencia mit der Drohne

Providencia ist das Paradies

Man liest folgende Aussagen in vielen Blogs und über viele Inseln oder Strände auf der Welt: Das Paradies! Aber was heißt das schon, wenn es so inflationär benutzt wird wie heutzutage? Wahrscheinlich benutzen wir selbst diesen Begriff auch zu häufig. Aber zumindest war Providencia der einzige Ort auf unserer gesamten fast 4-monatigen Reise, für den wir diesen Begriff wirklich in den Mund nehmen würden.

Auf Providencia haben wir viel an den traumhaften Stränden gelegen, waren aber auch Tauchen, Schnorcheln und sind auf den höchsten Berg der Insel gewandert, The Peak. Auf Providencia kann man sich einen Roller oder ein Golfcart mieten und damit die Insel unsicher machen. Bei einer Rundfahrt um die Insel, die nur maximal 45 Minuten dauert, trifft man auch nicht auf viele andere Touristen. Und wenn, dann immer auf die gleichen.

Providencia ist herrlich untouristisch. Die meisten Touristen, die sich in diese Region aufmachen, bleiben schon auf der Hauptinsel San Andres hängen. Diese ist ja viel einfacher und günstiger zu erreichen. Dafür ist dort auch eine komplett andere Stimmung vorzufinden, die nicht zu vergleichen ist mit Providencia. Es gibt auf Providencia keine Souvenirläden, keine Touristen-Restaurants und auch nur eine “große” Straße, die einmal um die Insel herum führt.

Wenn ihr ein paar Tage ausspannen und auf einer paradiesisch schönen Insel in der Karibik tauchen, wandern, Kanu fahren und am Strand liegen wollt, dann solltet ihr nach Providencia fliegen.

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🏨 Übernachtung
Übernachtet haben wir in der Nähe der Southwest Bay bei Miss Portia. Dort hatten wir ein klimatisiertes Zimmer (ein Muss!) eine Gemeinschaftsküche mit Wasserspender und konnten zu Fuß zum Strand laufen.
Kosten für ein Doppelzimmer: ab 50 €

🚌 Transport
Von Providencia sind wir per San German Express nach San Andres geflogen und von dort direkt weiter mit Latam nach Cartagena.
Kosten: ca. 100 € pro Person

Tag 13-16: Cartagena | touristische Kolonialstadt

Sie gilt als die schönste Stadt Kolumbiens mit ihren fast 400 Jahre alten Kolonialbauten in pastelligen Farben, mit bunten Blumen, die sich bis zu den zahlreichen Balkonen hochranken, ihren perfekt erhaltenen Kirchen und Kathedralen.

Cartagena de Indias in Kolumbien ist eines der Highlights des südamerikanischen Landes und wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht. Die Stadt ist wahrscheinlich auch die bekannteste ganz Kolumbiens, sowohl unter Backpackern als auch unter Pauschaltouristen. Und das hat natürlich einen Grund: Die Altstadt von Cartagena gehört zu den schönsten in Kolumbien. Aber die Stadt am karibischen Meer hat noch mehr zu bieten, z.B. das Studentenviertel Getsemani. All das führt dazu, dass man natürlich nie alleine durch die engen Gassen schlendern kann. Ob das so schlimm ist und warum die Stadt trotzdem einen Besuch wert ist, wollen wir Euch nun verraten.

Cartagena, Kolumbien
Die Altstadt von Cartagena

Die Altstadt von Cartagena ist das Schmuckstück der Küstenmetropole. Wenn man von Cartagena spricht, dann meint man landläufig die Altstadt (Centro Historico) und nicht die gesamte Stadt… und besonders nicht das neue Zentrum mit seinen modernen Wolkenkratzern. Die Altstadt ist komplett mit einer 13 Kilometer langen Stadtmauer (Las Murallas) umgeben, die im 16. Jahrhundert zum Schutz vor dem berühmten Piraten Sir Francis Drake gebaut wurde. Bis die Stadtmauer fertig gestellt wurde sind allerdings 200 Jahre vergangen.

Die Altstadt von Cartagena ist UNESCO-Weltkulturerbe und besteht aus vielen kleinen Gassen mit bunt angestrichenen Fassaden und Kopfsteinpflaster. Uns hat es zwar sehr gut in der Altstadt von Cartagena gefallen und man kann hier wirklich sehr schöne Fotos machen. Aber nach einem Tag war uns das dann doch alles etwas zu viel. Zu viele Touristen, zu viele Souvenirs, einfach zu viel Trubel.

Das Studentenviertel Getsemani fanden wir um einiges cooler als die Altstadt. Hier gibt es genauso bunte, restaurierte Fassaden mit riesigen, farbenfrohen Pflanzen, die halbe Hauswände bedecken. An jeder zweiten Ecke werden Wände bestrichen oder Fensterrahmen neu angemalt. Das Viertel putzt sich heraus für die Touristen. Das merkt man überall.

Wollt ihr mehr Infos, dann lest doch unseren eigenen Reisebericht zu Cartagena:

In Cartagena gibt es eine Vielzahl von günstigen Hotels und auch Restaurants für jeden Geschmack. Wir haben unsere Zeit in Cartagena sehr genossen, waren nach einigen Tagen aber froh wieder weiter in Richtung Natur und Ruhe unterwegs zu sein.

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🏨 Übernachtung
Wir haben im coolen Viertel Getsemani übernachtet, waren mitten im Trubel und konnten auch bis in die nahe Altstadt laufen. Unser Hotel (das Evenlight House) fanden wir nicht so toll, aber hier bei Booking.com findet ihr andere günstige Zimmer.
Kosten für ein Doppelzimmer (oft mit Dachterrasse): ab 20 €

🚌 Transport
Von Cartagena sind wir per Bus über Santa Marta direkt bis nach Palomino gefahren. Wie genau ihr nach Santa Marta kommt lest ihr in diesem Artikel: Von der gleichen Haltestelle, von der ihr auch nach Minca fahren würdet, kommt ihr auch nach Palomino.
Kosten: ca. 12 € pro Person bis nach Santa Marta und dann noch 2 Euro bis nach Palomino

Tag 17- 19: Palomino | River Tubing zwischen Dschungel und Meer

Palomino ist ein kleines Dorf im Norden von Kolumbien auf der Halbinsel La Guajira. Das Dorf ist ca. 90 Kilometer von Santa Marta entfernt und hat knapp 2.000 Einwohner. Besonders Backpacker verschlägt es hierhin und wenn ihr in den nahe gelegenen Tayrona Nationalpark gehen wollt, ist Palomino ein guter Ausgangspunkt. Aber auch für das River Tubing ist Palomino sehr bekannt.

River Tubing

River Tubing ist definitiv die Hauptattraktion und das Highlight in Palomino. Beim River Tubing treibt ihr auf alten Gummireifen den Fluss entlang bis zu Meer. Wir hatten dies schon in Semuc Champey in Guatemala gemacht und wussten daher ungefähr was auf uns zukommt.

River Tubing in Palomino, Kolumbien
Rio Palomino

Diesen Trip könnt ihr überall in Palomino buchen und auch direkt in Eurem Hotel. Die Anbieter bzw. Preise unterscheiden sich nicht wirklich. Der einzige Unterschied könnte sein, ob ihr in einer Gruppe oder z.B. nur als Pärchen unterwegs seid. Wenn ihr alleine (mit einem Guide) auf dem Fluss treiben wollt, dann solltet ihr das vorher abklären und entsprechend Euren Anbieter auswählen. Sonst kann es sein, dass ihr in einer Gruppe von 4-8 Leuten unterwegs seid.

Palomino war einfach eine herrlich ruhige Oase und wir haben viel Zeit auf der Terrasse unseres tollen Hotelzimmers verbracht und haben einfach die Natur beobachtet. Es geht hier sehr untouristisch zu und man merkt, dass die Zeit hier etwas langsamer läuft als woanders.

Ein großes Highlight in der Region ist der Tayrona Nationalpark. Er ist gut eine Stunde Busfahrt entfernt von Palomino und bietet herrliche Strände und tolle Wanderwege durch den Dschungel. Ihr könnt diesen Park super als Tagesausflug von Palomino aus besuchen und Euch danach wieder in Hotel entspannen.

Der Strand von Palomino

Der Strand in Palomino soll angeblich einer der schönsten von ganz Kolumbien sein, aber wir können dies nicht ganz bestätigen. Er ist zwar kilometerlang,  mit Palmen gesäumt und im Hintergrund sieht man die Berge der Sierra Nevada. Aber die Wellen am Strand sind extrem stark und machen so das Schwimmen im Meer unmöglich. Es wäre fast schon lebensgefährlich hier schwimmen zu gehen. Aber für Strandspaziergänge ist der Strand in Palomino sehr gut geeignet.

Wollt ihr Schwimmen gehen, dann würden wir Euch den Rio Palomino empfehlen. Dieser ist zwar nicht sehr tief, aber zum Planschen reicht er durchaus aus.

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🏨 Übernachtung
Übernachtet haben wir in einem brandneuen Zimmer mit einer riesigen Terrasse etwas außerhalb von Palomino. So waren wir weit weg von der Straße und direkt in der Natur. Das Hotel Sexto Sentido wird von 2 freundlichen Franzosen betrieben und einen super süßen Hund haben sie auch noch.
Kosten für ein Doppelzimmer: ab 20 €

🚌 Transport
Von Palomino sind wir per Bus zurück nach Santa Marta gefahren und von dort per Minibus in die Berge nach Minca. Das hat insgesamt ca. 4 Stunden gedauert.
Kosten: ca. 5 € pro Person für beide Busse bis nach Minca

Tag 20-22: Minca | Entspannen in den Bergen

Minca in Kolumbien war der letzte Stopp auf unserer Großen Reise durch Lateinamerika. Das kleine Örtchen liegt versteckt in den Bergen der Sierra Nevada in einiger Entfernung der quirligen Küstenstadt Santa Marta. Als wir uns unsere Reiseroute durch Kolumbien zusammengestellt haben, kam dieser Ort fast schon zwangsläufig auf unsere Highlight-Liste. Denn Minca liegt sehr verkehrsgünstig an der Karibikküste neben 2 der größten Highlights von Kolumbien, dem Tayrona Nationalpark und der bunten Kolonialstadt Cartagena.

Wir waren sehr froh, dass wir uns Minca als Abschluss unserer Reise durch Kolumbien ausgesucht hatten, denn wir haben uns in dem kleinen Ort herrlich erholt und haben einfach mal die Seele baumeln lassen. Etwas das man normalerweise am Strand macht. Aber von dem hatten wir auf unserer Reise reichlich, und so tat die Naturerfahrung einfach nur gut.

Sonnenuntergang un Minca, Kolumbien
Sonnenuntergang in den Bergen von Minca

Minca ist einfach ein kompletter Kontrast zur restlichen touristisch erschlossen Umgebung, die meistens in der Nähe des Meeres oder zumindest im Flachland liegt. Minca selbst liegt auf knapp 650 Meter Höhe (die höher gelegenen Unterkünfte liegen sogar auf 1000 Meter! ) nur 45 Kilometer von der Küste entfernt. Die höchsten Gipfel der Sierra Nevada de Santa Marta erreichen sogar fast 6000 Meter Höhe und sind damit auch die höchsten Berge ganz Kolumbiens.

Ihr könnt in Minca nach Herzenslust wandern, die Seele baumeln lassen und die Natur genießen. Minca ist auch das Einfallstor für Wanderungen in die Ciudad Perdida. Wir hatten die Verlorene Stadt (Lost CIty) zwar nicht auf unserer Reiseroute, aber falls mehrtägige Wanderungen durch den Urwald was für Euch sind, dann solltet ihr euch hierzu weiter informieren.

Mincas Tourismus boomt! Hier gibt es nicht nur die größte Hängematte der Welt, sondern auch tolle Wanderungen, Kaffeefarmen, Wasserfälle und Mototaxi-Fahrten über Buckelpisten durch den Dschungel.

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🏨 Übernachtung
Im Colores de la Sierra kann man herrlich entspannen. Das Hostel liegt in den Bergen, umgeben vom satten Grün des Dschungels. Es gibt zahlreiche Hängematten, einen super Aussichtspunkt und genügend Gesellschaftsspiele, um sich die Zeit zu vertreiben.
Kosten für ein Doppelzimmer: ab 20 €

🚌 Transport
Von Minca sind wir per Taxi direkt zum Flughafen Santa Marta gefahren und von dort nachhause geflogen.
Kosten: ca. 5 € pro Person für beide Busse bis nach Minca

Wie könnte es von hier aus für Euch weitergehen?

Wir hatten leider nur 3 Wochen Zeit, aber wenn ihr mehr Zeit habt dann haben wir hier noch ein paar Vorschläge für Euch.
Ihr könntet von der Region Santa Marta entweder weiter Richtung Norden zu der La Guajira Halbinsel fahren, z.B. nach Punta Gallinas. Dort erlebt ihr den menschenleeren Norden Kolumbiens mit viel Wüste und Dünen. Oder ihr macht Euch auf in Richtung Anden zum Outdoor-Hotspot San Gil und dann weiter nach Bogota.

Weitere Highlights in Kolumbien, für die wir leider keine Zeit mehr auf unserer Rundreise hatten, sind wie folgt (im Uhrzeigersinn gesehen):

  • San Gil: Hier könnt ihr vielen Sportarten nachgehen wie z.B.: Paragliding, Rafting, Abseilen usw.
  • Sierra Nevada del Cocuy: Wandern in wundervoller Natur
  • Villa de Leyva: Ein ursprüngliches Dorf das von Tourismus noch verschont ist
  • Bogota: die pulsierende Hauptstadt.
  • Cocora Valley: Das Tal der 60 Meter hohen Wachspalmen
  • Tatacoa-Wüste: Rotbraune Wüstenlandschaft im Hinterland von Bogota
  • Caño Cristales: Fluss in Regenbogenfarben
  • Leticia: An der Grenze zu Brasilien könnt ihr eine Amazonas-Tour unternehmen
  • San Cipriano: Kleines Dorf, das nur per Draisine erreicht werden kann
  • Nuquí: von hier könnt ihr Wale beobachten und auf einem Fluss durch den Dschungel treiben.

Ist Kolumbien gefährlich?

Viele denken bei Kolumbien natürlich direkt an Drogen, Kokain, Pablo Escobar und Entführungen. So auch unserer Eltern, als wir ihnen von unseren Reiseplänen berichteten. Und es stimmt natürlich, noch vor wenigen Jahren war Kolumbien beherrscht von Bandenkriegen und Morde waren, besonders in Medellin, an der Tagesordnung.

Die Geschichte des Drogen-Kartells

Besonders in Medellins Stadtbezirk Comuna 13 gab es in den 90ern statistisch gesehen fast einen Mord pro Tag. Medellin war noch 1991 angeblich die Stadt mit der höchsten Mordrate weltweit und musste insgesamt 7000 Morde verzeichnen.

Kolumbien, und besonders Medellin, war vollständig in der Hand des Medellin-Kartells. Ständige, tödliche Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden, Paramilitärs und Sicherheitskräften, die sozialen Spannungen und hohe Arbeitslosigkeit brachten Kolumbien in einen extrem desolaten Zustand.

Auch nach dem Tod von Pablo Escobar im Jahr 1993 und der damit verbundenen Auflösung des Medellin-Kartells ging die Kriminalität nicht zurück. Die arbeitslosen Auftragskiller lieferten sich u.a. in Medellin blutige Kämpfe mit der kommunistischen Stadtguerilla. Auch Jahre nach dem Ende des Kartells war Medellin immer noch die Stadt mit der höchsten Mordrate weltweit.

Die Situation in Kolumbien heute

Erst nach und nach beruhigte sich die Lage in Kolumbien (und insbesondere in Medellin) ging die Mordrate nach der Jahrtausendwende signifikant zurück. Mit einem neuen Bürgermeister wurde viel in Medellin (und auch im restlichen Kolumbien) investiert und es ging langsam bergauf. Sprichwörtlich auch in der Comuna 13 in Medellin, denn im Jahr 2011 wurde in der Comuna 13 die berühmte Rolltreppe eingeweiht. Seitdem haben sich die Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen enorm verbessert. Nach 50 Jahren Drogen- und Guerillakrieg stehen die Zeichen in Kolumbien nun endlich auf Frieden

Heute ist Kolumbien zu einer touristischen Destination geworden, die nicht nur für Backpacker, sondern auch für Familien mit Kindern aus den USA und Europa sehr interessant ist. Aber natürlich gibt es immer noch gefährliche Regionen, die nicht achtlos von Backpackern bereist werden sollten. Hier wäre z.B. die Grenzregion zu Panama zu nennen, weswegen es bis heute immer noch nicht möglich ist gefahrlos mit dem Auto oder Bus die Grenze nach Panama zu überqueren.

Informiert Euch auf jeden Fall vorher auf den Seiten des Auswärtigen Amts nach den aktuellen Reisehinweisen.

Taschendiebstähle in Kolumbien

Natürlich gibt es in den größeren Städten Taschendiebstähle bzw. Räubereien. Man sollte daher seine Wertsachen (Handy, Schmuck) nicht unbedingt offen herum zeigen, wenn man durch die Straßen läuft. Aber das gilt ja eigentlich für die meisten Großstädte auf dieser Welt.

In Medellin wurde ich aber z.B. von einer Einheimischen darauf hingewiesen, mein Handy nicht so offen zu zeigen, da sowas hier gefährlich wäre. Und das während ich gerade auf einem großen Platz in der Innenstadt mit meinem Handy Fotos machte. Natürlich habe ich mein Handy direkt weg gepackt und mich erstmal erschrocken umgesehen.

Man muss aber erwähnen, dass uns auf unserer gesamten Reise durch Kolumbien nicht einmal etwas passiert ist und wir auch in keine brenzlichen Situationen gekommen sind.

Infos & Tipps fürs Backpacking durch Kolumbien

Die beste Reisezeit für Kolumbien

Da der Äquator durch Kolumbien läuft, liegt das Land in der tropischen Klimazone und weist nur geringe Temperaturschwankungen auf. Auch gibt es hier keine Jahreszeiten, sondern nur die Regenzeit (April bis Juni & Oktober bis November) und die Trockenzeit (Dezember bis März). Während der Regenzeit kann es zu Starkregen und sogar Erdrutschen kommen. Zudem können an der Karibikküste zwischen Juni und Dezember Wirbelstürmen auftreten.

Die Luftfeuchtigkeit ist in Kolumbien natürlich entsprechend hoch und nur in den bergigen Höhenlagen (z.B. in der Sierra Neva de Santa Marta) erträglicher.

Wann solltet ihr also nach Kolumbien reisen? Die Hauptreisezeit liegt sicherlich in den Monaten Dezember bis März. Aber auch die Preise sind hier entsprechend. In der Regenzeit gibt es aber auch zwei Monate (Juli & August) die sehr trocken und sonnig sind und etwas günstiger als die Monate um den Jahresanfang.

Durch die Lage am Äquator sind die Tage in Kolumbien alle relativ gleich lang. Die Sonne geht meistens zwischen 6-7 Uhr auf und verschwindet zwischen 18 und 19 Uhr wieder hinterm Horizont.

Welche Impfungen brauche ich für Kolumbien?

Es sind keine Impfungen explizit für die Einreise vorgeschrieben, aber eine Gelbfieberimpfung wird in vielen Gebieten des Landes empfohlen. Darüber hinaus solltet ihr alle möglichen Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Hepatitis etc.) haben, die ihr auch für viele andere Regionen dieser Erde benötigt.

Ein sehr gefährlicher Virus in Kolumbien – wie auch in vielen anderen Ländern der Welt – ist der Zika Virus. Dieser kann sehr gefährlich sein für Frauen die schwanger sind oder schwanger werden wollen. Es gibt gegen den Zika-Virus keine Impfung oder Schutz. Ihr könnt Euch nur vor Moskitobissen schützen so gut es geht. Nehmt also genügend gutes Anti-Moskito Spray mit nach Kolumbien.

Vor Eurer Reise solltet ihr aber auf jeden Fall auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachlesen, ob es aktuelle Hinweise gibt.

Kann man in Kolumbien ohne Probleme backpacken?

Besonders für Backpacker ist Kolumbien wegen der vielen Hostels und der – im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern – günstigen Preise ein Traum. In Ländern wie Chile oder auch Costa Rica geht es deutlich teurer zu. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind meistens sicher und z.B. die Reisebusse auch recht komfortabel. Wenn man die nötige Vor-, Um- und Rücksicht walten lässt, dann kann man Kolumbien als Mann oder auch als Frau problemlos alleine bereisen. Auch wir als Pärchen hatten auf unserer Backpacking-Reise durch Kolumbien nie eine Situation in der wir uns unsicher oder unwohl gefühlt haben.

Die Kolumbianer sind meistens sehr freundlich und wenn man ein wenig Spanisch spricht, dann kommt man mit ihnen schnell in Kontakt. Hotels muss man nicht lange im Voraus und Aktivitäten nicht im Internet buchen, sondern tut dies am besten bei den lokalen Anbietern vor Ort.

Kann man auch ohne Spanisch zu sprechen durch Kolumbien reisen?

Englisch spricht, wie in den meisten Ländern Südamerikas, fast keiner in Kolumbien. Daher sollte man zumindest ein paar Brocken Spanisch beherrschen. Aber auch die Verständigung mit Händen und Füßen kann Spaß machen. Manche Kolumbianer gestikulieren sehr ausführlich und so kann man oft einiges verstehen, wenn man nur einige Wörter aufschnappt und die Gesten seines Gegenübers genau beobachtet. Die meisten Kolumbianer sind zudem freundlich, hilfsbereit und sehr gastfreundlich. Könnt ihr einfache Sätze auf Spanisch formulieren, dann werdet ihr einigermaßen zurecht kommen.

Wir konnten bei unserer Reise auch nur sehr wenig Spanisch und mussten des Öfteren “Despacio” (Langsam) sagen, damit wir einigermaßen verstehen, was unser Gegenüber uns sagen will. Aber es hat Spaß gemacht und wir sind gut zurecht gekommen.

Aber klar ist auch, mit guten Spanischkenntnissen kommt ihr immer weiter, als wenn ihr ständig den Google Übersetzer fragen müsst.

Braucht man ein Visum für einen Backpacking-Trip durch Kolumbien?

Für die Einreise nach Kolumbien braucht ihr als deutscher Staatsbürger kein Visum, sondern lediglich einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Damit könnt ihr 90 Tage in Kolumbien bleiben und Euren Aufenthalt auch um weitere 90 Tage verlängern.

Es gibt außerdem weder Einreise- noch Ausreisegebühren in Kolumbien.

Was kostet Backpacking in Kolumbien?

Backpacking in Kolumbien kostet Euch um einiges weniger als in anderen Ländern Südamerikas oder in vielen Ländern Mittelamerikas (z.B. Costa Rica). Hotels, Transportmittel und auch Lebensmittel sind vergleichsweise günstig. Einfache Hostels sind schon ab 10 Euro pro Nacht zu kriegen. Die Billigfluglinie VivaColombia macht mit ihren Preisen Ryanair Konkurrenz und Bustickets beginnen schon bei ca. 1 Euro pro Person für eine Stunde Busfahren.

Auf unserer Lateinamerikareise war Kolumbien (neben Guatemala) das günstigste Land und auch Souvenirs konnten wir vergleichsweise preisgünstig ergattern. So konnten wir z.B. in Medellin an einem Straßenstand ein Pablo Escobar T-Shirt für nur 3 Euro kaufen und auch Taxifahrten sind recht erschwinglich.

Eine gute Webseite um die Preise verschiedener Länder miteinander zu vergleichen ist übrigens Precios Mundi. Hier könnt ihr ein beliebiges Land angeben und seht Standardpreise für diverse Dienstleistungen wie Restaurantbesuche, Taxifahrten und Lebensmittel.

Wie reist man am besten innerhalb von Kolumbien?

Per Bus

Eine perfekt ausgebaute Infrastruktur wie in Deutschland darf man in dem riesigen Flächenland Kolumbien natürlich nicht erwarten. Es gibt hier kein Eisenbahnnetz, sondern vor allem Fernbusse, die alle Orte in Kolumbien miteinander verbinden. Diese sind recht bequem und werden auch für Fahrten über Nacht angeboten. Aufgrund der teilweise großen Distanzen dauern die Fahrten aber mitunter sehr lang, weswegen Touristen gerne auf die zahlreichen Fluggesellschaften zurückgreifen.

Busse für kürzere Distanzen (bis ca. 2 Stunden) sind meistens wenig bequem und ihr könnt oft froh sein, wenn ihr einen Sitzplatz ergattert. Dafür seid ihr aber auch mit den Locals unterwegs.

Per Flugzeug

Eine sehr große und günstige Fluggesellschaft ist VivaColumbia (das kolumbianische Ryanair), die wirklich irrwitzig günstige Preise anbietet, aber einen entsprechend schlechten Ruf hat. Aber auch andere Gesellschaften bieten ihre Dienste teilweise sehr günstig an (Vorsicht: Gepäck ist in den meisten Preisen nicht inklusive) und man kommt so schnell und relativ günstig von A nach B.

Per Taxi

Taxis gibt es wie überall auf der Welt natürlich auch in Kolumbien. Und wie fast überall gibt es fast nie Taxameter, so dass ihr den Preis immer vorher verhandeln solltet, um keine böse Überraschung zu erleben.

Per Mototaxis

Für die sprichwörtliche letzte Meile gibt es besonders in den ländlichen Gebieten immer Motorrad Taxis. Ihr könnt einfach an der Straße eines anhalten oder steigt auf eines der überall bereit stehenden Exemplare. Der Preis ist meistens festgelegt, also bringt Handeln eigentlich nichts. Trotzdem solltet ihr Euch natürlich vorher nach dem Preis erkundigen.

Helme gibt es eigentlich nie und manchmal saßen wir auch schon zu dritt auf einem Motorrad. Erfüllt alles keine deutschen Sicherheitsstandards, aber man kommt günstig zum Ziel und Spaß macht es zudem.


Habt ihr noch Fragen zu unserer Backpacking-Reiseroute durch Kolumbien oder würdet etwas zu unserem Reisebericht hinzufügen? Über einen Kommentar würden wir uns sehr freuen.

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