Endlich führte unsere Reiseroute uns in das immergrüne Costa Rica. Nachdem unsere 100-tägige Reise durch Lateinamerika mit einem Roadtrip durch die entlegensten Ecken Argentiniens und Chile startete, hieß unser nächstes Ziel Costa Rica. Größer hätte der Kontrast für uns nicht sein können. Es ging von stetig über 2500-4000 Höhenmetern runter auf Meereshöhe, von der staubtrockenen Wüste in den feuchten, tropischen Dschungel und von Süd- nach Mittelamerika. Knapp einen Monat verbrachten wir in dem zentralamerikanischen Land und haben es in dieser Zeit auf unserer Reiseroute durch Costa Rica fast einmal umrundet. Auf unserem Roadtrip haben wir die entspannte Karibikküste, die Regenwälder, die Surferstrände an der Pazifikküste, Vulkane und zahlreiche Nationalparks gesehen.

Reiseroute durch Costa Rica

Costa Rica hat verdammt viele Sehenswürdigkeiten und Highlights zu bieten, von denen wir natürlich nur einen kleinen Teil auf unserem Roadtrip gesehen haben. Unsere Reiseroute für 4 Wochen durch Costa Rica sowie unsere Erlebnisse, Tipps und Highlights für eine Rundreise durch das feucht-grüne Land in Lateinamerika haben wir in diesem Artikel für Euch zusammengefasst.

Unsere Reiseroute durch Costa Rica umfasste die folgenden Orte bzw. Regionen:

  • San Jose
  • Corcovado Nationalpark
  • Dominical
  • Samara
  • Tamarindo
  • Monteverde
  • Fortuna
  • Tortuguero
  • Puerto Viejo
  • Bocas del Toro (Panama)

Costa Rica Reiseroute für 2-3 Wochen

Wenn ihr aber nur 2 oder 3 Wochen Zeit habt dann, könnt ihr unserer Route trotzdem folgen und einfach nur einige Stopps auslassen. Wir würden Euch empfehlen die Nicoya-Halbinsel mit den Stopps Samara und Tamarindo auszulassen. Die Nicoya-Halbinsel ist zwar sehr schön und voller rauer Natur, aber leider auch schwerer zu bereisen, weil die Straßen nicht alle in gutem Zustand sind.

Zusätzlich könntet ihr den Nordosten der Reiseroute durch Costa Rica, mit Puerto Viejo und dem Abstecher nach Panama (Bocas del Toro) auslassen. Denn obwohl es dort auch wunderschön ist, sind die Entfernungen von den anderen Punkten der Reiseroute (San Jose bzw. Tortuguero) nicht zu unterschätzen. Und so könnte ihr einige Tage bis zu einer Woche einsparen.

Unsere Must-Do’s für eine Reiseroute durch Costa Rica sind daher wie folgt:

  • Corcovado / Bolita Rainforest Hostel
  • Monteverde
  • Fortuna
  • Tortuguero

Alle oben genannten Stationen unserer Costa Rica Reiseroute sind in den folgenden Kapiteln detailliert beschrieben.

Unterschied zwischen Pazifikküste und Karibik

Wir hatte vor unserer Reise schon Bedenken, dass Costa Rica zu westlich bzw. zu amerikanisiert sein könnte. Und teilweise stimmt das auch. Als wir in San Jose ankamen, waren wir erschrocken über die zahlreichen amerikanischen Fast Food-Läden (Taco Bell McDonalds usw.) und über den allgemein sehr US-amerikanischen Stil der Straßen, Gebäude und Geschäfte. Natürlich spielt hier auch eine Rolle, dass wir Großstädte generell nicht so mögen wie die Natur, aber San Jose ist natürlich auch ein sehr krasses Beispiel, was Lärm, Gestank und Verkehr angeht.

Aber es liegt auch am generellen Unterschied zwischen dem südlichen Costa Rica, wo ich jetzt auch mal die Hauptstadt hinzuzähle und dem nördlichen Costa Rica mit seiner Karibikküste. Im Süden bzw. an der Atlantikküste ist Costa Rica generell eher westlicher und vielleicht auch touristischer orientiert.

Ganz im Gegenteil zur Karibikküste im Norden Costa Ricas. Dort ist der karibische Einfluss mit Rastalocken, etwas Gras und einer überall zur Schau gestellten Gelassenheit sehr stark zu spüren. In den karibischen Orten wie Tortuguero, Puerto Viejo oder Cahuita ist der Lifestyle und die Atmosphäre total anders als zum Beispiel in den südlichen Orten Dominical oder Tamarindo. Alles ist hier lässig, entspannt, easy. Keiner hat es eilig.

Pura Vida gilt in ganz Costa Rica, aber an der Karibikküste wird dies unserer Meinung nach richtig ausgelebt. Das ist auch der Grund warum uns die Karibikküste in Costa Rica viel besser gefallen hat als die Pazifikküste.

Tag 1: San José

Unsere Anreise erfolgte über San Josés riesigen Flughafen. San José liegt ziemlich genau in der Mitte von Costa Rica und war für uns daher einen guter Ausgangspunkt, um die verschiedenen Ziele unserer Reise anzusteuern. Dass wir nicht nur einmal, wie geplant, in San José sein würden, wussten wir damals noch nicht. San José selbst ist eine riesige Großstadt die unserer Meinung nach eher wenig zu bieten hat (Nachtrag: Auch dieser Eindruck hat sich von Besuch zu Besuch ins Positive verändert). Da wir geplant hatten am zweiten Tag in den Dschungel zu reisen, haben wir unseren Aufenthalt in San José genutzt, um unsere Vorräte aufzufüllen und alles nötige an Lebensmitteln einzukaufen.

Tipp zum Einkaufen in Costa Rica:

  • Günstige Supermärkte: Pali oder Maxipali (Der Aldi von Costa Rica)
  • Teurer aber mit guten Fertigsalaten/-mahlzeiten: AM/PM (kleiner und schicker, eher der Rewe City von Costa Rica)

Tag 2-5: Bolita Rainforest Hostel

Um uns ein wenig von den Anstrengungen der zurückliegenden Wochen zu erholen, wählten wir als erstes Ziel auf unserer Reiseroute durch Costa Rica das Bolita Rainforest Hostel aus. Wir wollten uns ein paar Tage abseits der Zivilisation, mitten im Dschungel entspannen und wandern gehen. Das Bolita Rainforest Hostel war dafür genau die richtige Adresse und zugleich eine günstige Alternative zum Corcovado Nationalpark. Alle Infos dazu findet ihr im separaten Artikel zu unserem Dschungelabenteuer.

Lest unseren Artikel:

★ Die günstige Alternative zum Corcovado Nationalpark ★

Blick aufs Bolita Rainforest Hostel per Drohne

Tag 6: Anreise Dominical

Nach unserem wundervollen Aufenthalt im Dschungel ging es für uns zurück in die Zivilisation und somit weiter nach Dominical an der Pazifikküste Costa Ricas. Auch wenn Costa Rica ein gut ausgebautes Busnetz besitzt, haben wir hier gemerkt wie aufwändig und eigentlich auch kostenintensiv die Reise mit dem Bus ist. Dadurch kamen erste Überlegungen in uns auf, einen Mietwagen für die weitere Reiseroute durch Costa Rica zu buchen.

Wir hatten aber noch eine größere Busreise vor uns, bevor wir uns um einen Mietwagen kümmern wollten. Von unserem Dschungelparadies in der Nähe des Corcovado Nationalparks fuhren wir ca. 170 Kilometer weiter, aber weniger um genau in diesen Ort zu kommen als mehr, um einfach etwas Strecke zu machen. Wir wollten eigentlich zuerst nach Uvita fahren, um uns dort den wie eine Walfischflosse geformten Strand anzusehen. Aber nachdem uns unser Gastgeber im Bolita Hostel erzählte, dass die Stadt Uvita zum Übernachten eigentlich nicht sehr gut geeignet ist und Dominical viel schöner wäre, entschieden wir uns ein paar Kilometer weiter zu fahren.

Sonnenuntergang am Playa Dominical

Die Entscheidung für einen Mietwagen

Im Endeffekt hat uns die Anreise also knapp 7 Stunden und insgesamt 39 Euro gekostet. Dazu kommen die Kosten für die Weiterreise ab der Busstation zum Hotel, dem Nationalpark oder wo man sonst so gerade hin möchte. Da unsere nächsten Ziele jeweils weiter voneinander entfernt lagen und wir flexibler sein wollten, wurden kurzerhand die Mietwagenpreise recherchiert. Und siehe da… einen Mietwagen mit gutem Versicherungspaket bekommt man schon für ca. 30 Euro am Tag.

Da mussten wir nicht mehr lange überlegen und haben für den nächsten Tag einen kleinen Suzuki SUV mit Vierradantrieb gemietet. In Dominical sowie den meisten anderen touristischen Orten unserer Reiseroute durch Costa Rica gibt es Alamo Stationen an denen man die Wagen abholen kann. Unseren Wagen haben wir dabei über billiger-Mietwagen.de gebucht und somit auch das volle Versicherungspaket aus Deutschland bekommen.

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Den Abend ausklingen lassen

Nachdem das erledigt war verbrachten wir den restlichen Abend am eher für Surfer geeigneten Strand und recherchierten unsere nächsten Ziele. Dominical besteht eigentlich nur aus einer langen Hauptstraße mit vielen Geschäften, Touranbietern und Hotels. Die Stimmung ist hier ziemlich gechillt, die Nähe zum Strand (übrigens mit einem verdammt tollen Sonnenuntergang) erzeugt hier eine tolle Atmosphäre und man kann es hier gut aushalten. Die Nähe zu einigen Sehenswürdigkeiten, wie dem Manuel Antonio Nationalpark oder dem Rainmaker Forest, machen Dominical zu einem guten Ausgangspunkt für weitere Touren. Insbesondere Surfer kommen hier auf ihre Kosten und für diese ist dieser Ort auch wie geschaffen.

Die Nacht haben wir im sehr empfehlenswerten Cool Vibes Hostel in fußläufiger Nähe zum Strand verbracht. Ein richtiges Surferhotel mit entsprechender Klientel.

Unser Hostel Cool Vibes in Dominical

Tag 7: Rainmaker Forest

Am siebten Tag auf unserer Costa Rica Reiseroute startete endlich unser Roadtrip (Wobei wir bisher im Bus ja auch auf der Straße unterwegs waren). Wir übernahmen unseren kleinen SUV und wollten eigentlich zum Manuel Antonio Nationalpark. Eigentlich, da wir kurz vor der Ankunft feststellen mussten, dass der Park Montags geschlossen ist… und jetzt ratet mal welchen Tag wir hatten. 🙁

Also schauten wir kurzerhand, welche anderen Möglichkeiten wir in der Nähe noch hätten. Vor unserer Reise hatte ich schon ein paar Infos zum Rainmaker Forest, einem kleinem privat geführten Park recherchiert, so dass wir diesen als spontanes Ausflugsziel für den Tag ansteuerten.

Schwarz-Grüner Goldbaumsteiger im Rainmaker Forest. Vorsicht Giftig!

Der Rainmaker Forest liegt ca. 30 km vom Manuel Antonio Nationalpark entfernt. In den Bewertungen liest man immer wieder, dass der Rainmaker eine gute Alternative zum Manuel Antonio ist. Dem können wir jedoch absolut nicht zustimmen, weil beide Parks komplett unterschiedlich sind. Wir sind daher froh beide besucht zu haben, auch wenn die Eintritte jeweils sehr teuer sind. Der Rainmaker Forest kostet 20 $ Eintritt pro Person, der Parkplatz kann dafür kostenlos genutzt werden. Die Anfahrt führt von der Hauptstraße ca. 7 Kilometer über eine sehr holprige Straße, die kurz vor dem Ziel fast nur noch im Schritttempo befahren werden kann.

Vom Eingangshäuschen des Rainmaker Forest geht es links einen kurzen Weg entlang, bis man plötzlich in das dunkle Blätterdach des Regenwaldes eingehüllt wird. Kurz nach dem Eingang machten wir auch direkt die erste tolle Entdeckung. Ein kleiner schwarz-grüner Frosch hüpfte am Wegesrand vorbei und wurde unser tierisches Fotomotiv des Tages.

Von hier aus führte der Weg weiter bis zu einer Weggabelung. Hier mussten wir uns entscheiden, ob wir den feuchtgrünen Dschungel zuerst vom Boden, am Fluss entlang, bewundern wollten oder über die im Blätterdach der Bäumen verankerten Hängebrücken laufen wollten.

Wir entschieden uns, erst den River Hike zu machen. Der Weg führte kontinuierlich am rauschenden Fluss vorbei. An insgesamt vier Stellen gibt es die Möglichkeit im klaren, kalten Wasser des Flusses zu baden. Der langsam einsetzende Regen während unseres Besuchs sorgte jedoch dafür das wir uns gegen eine Abkühlung entschieden haben. Mit jedem Schritt prasselten die Regentropfen stärker auf uns herab und das schmatzende Geräusch unserer Wanderschuhe auf der Erde nahm zu. Um nicht komplett pitschnass zu werden, suchten wir unter ein paar größeren Blättern Schutz und legten eine kleine Mittagspause ein.

Die Hängebrücken

Nach der Pause folgten wir dem Weg bis zu Ende des River Hikes. Am Ende der Wanderung entlang des Flusses ging es für uns steil bergauf… und das nicht ohne Grund. Der weitere Weg führte über wackelige, schmale Hängebrücken durch die von grünen Blättern gesäumten Baumkronen. Tatsächlich sehen die Hängebrücken nicht besonders Vertrauen erweckend aus. Die Holzplanken sind durchnässt und morsch und immer wieder gibt es Löcher in den Brettern. Ganz vorsichtig setzten wir einen Fuß vor der anderen, immer bedacht darauf uns mit beiden Händen rechts und links an den feucht-glitschigen Seilen festzuhalten.

Während man am Anfang der Brücke noch das Gefühl hat, dass diese recht stabil ist, wird es zur Mitte hin immer wackeliger und die Brücke beginnt zu schwanken. Der Blick in den Abgrund bestärkte uns nochmals darin uns gut festzuhalten. Noch ein paar Meter und wir hatten es geschafft. Wir hatten wieder mehr oder weniger festen Boden unter den Füßen. Die Hängebrücken sind zwischen Holzplattformen in den Bäumen gespannt. Und diese sind in genau dem gleichen Zustand wie die Brücken.

Es gab kein zurück mehr

Aber es gab kein zurück mehr. Also ging es vorsichtig von Plattform zu Plattform, stetig umringt von saftigen Grün des Blätterdachs um uns herum. Wir konnten den Regenwald aus einer ganz neuen Perspektive bestaunen…. bis plötzlich wieder der Regen einsetzte. Der Rainmaker Forest machte seinem Name alle Ehre. So stellten wir uns kurzerhand unter, nutzten den Regenschauer für eine weitere Pause, bis wir uns langsam in Richtung Ende des Hikes aufmachten.

Für uns war der Besuch des Rainmaker Forest eine tolle und aufregende Erfahrung. Die Hängebrücken und die Tatsache dass wir nicht eine einzige, andere Person getroffen haben machte den Besuch zu einem wunderbaren Erlebnis.

Den Abend verbrachten wir in dem empfehlenswerten Hostel Plinio, genossen die Aussicht auf das Meer am Horizont und nahmen noch ein kurzes Bad im Pool.

Unser Hostel Plinio in der Nähe des Manuel Antonio Parks

Tag 8: Manuel Antonio Nationalpark

An Tag 8 unseres Roadtrips durch Costa Rica ging es nun aber wirklich in den Manuel Antonio Nationalpark. Alle Infos zu unserem Besuch findet ihr in unserem separaten Artikel. Eines vorab, der Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Lest unseren Artikel zum Manuel Antonio Park:

★ Unser Artikel zum Manuel Antonio Nationalpark ★

Nach unserem Besuch ging es noch eine Stunde weiter, wieder um auf unserer Reiseroute etwas Strecke zu machen, bis zum Örtchen Jaco, wo wir in das Buddha House Hostel eincheckten. Das Hostel gab es gerade im Angebot bei Booking.com und ist auch durchaus zu empfehlen.

Das empfehlenswerte Hotel Buddha House in Jaco

Tag 9: Samara auf der Nicoya-Halbinsel

Kurz nach der Abreise legten wir auf unserer Reiseroute noch einen kleinen Zwischenstopp auf der Crocodile Bridge in der Nähe von Jaco ein. Unter der Brücke verläuft ein brauner, breiter Fluss, der von riesigen Krokodilen bewohnt wird. Um die Krokodile zu bestaunen, kann man einfach vor oder hinter der Brücke parken und dann am Rand entlang bis ca. zur Mitte der Brücke laufen. Und da waren sie… 10 riesige Krokodile lagen an Land und im seichten Wasser des Ufers. Eines sperrte sein riesiges Maul auf und zeigte uns seine zerstörerischen Zähne. Ansonsten passierte… nichts. Die Tiere lagen regungslos herum, so dass man fast meinen könnte sie wären nicht echt.

Nach diesem kleinen Zwischenstopp fuhren wir weiter zu unserem eigentlichen Ziel von Tag 9 unserer Reiseroute: Sámara auf der Nicoya Halbinsel. Wir hatten uns zuvor viel informiert, ob wir nach Sámara oder besser nach Tamarindo fahren sollten. Aufgrund der positiven Berichte und Bewertungen, die wir online gelesen hatten, fiel unsere Wahl auf Sámara.

Sámara wird überall als kleiner, entspannter Ort mit wenig Touristen und einem chilligen Vibe beschrieben. Leider war unsere Wahrnehmung eine komplett andere. Wir haben uns hier überhaupt nicht wohlgefühlt. Allerdings kann das auch an den Umständen und daran wie der Tag für uns gelaufen ist, liegen.

Sámara erwartete uns mit strömenden Regen, was unsere Laune jedoch erstmal nicht zu viel beeinflussen sollte. Nachdem wir allerdings unser Auto für eine kurze Erkundung am Straßenrand parkten, sprang der Wagen plötzlich nicht mehr an. Irgendwas mit der Batterie stimmte anscheinend nicht. Glücklicherweise halfen ein paar freundliche Einheimische beim Anschieben, so dass der Wagen kurzzeitig wieder ansprang und wir zur Alamo Station im Ort fahren konnten, die lustigerweise nur 200 Meter entfernt lag.

Da sehr schnell klar war, dass wir die Batterie austauschen lassen mussten, mieteten wir uns in ein kleines Hostel (Hostal El Dorado) ein, was eigentlich sehr gute Bewertungen bei Booking.com hatte. Obwohl die Besitzer sehr freundlich waren, war das Hostel ziemlich muffig und abgewohnt. Wir haben uns dermaßen unwohl gefühlt, dass für uns klar war, dass wir den Ort am nächsten Tag so früh wir möglich verlassen und weiter ziehen würden.

Tag 10 + 11: Tamarindo

Bevor es auf unserem Costa Rica Roadtrip nach Tamarindo ging, wollten wir einige der umliegenden Strände erkunden. Nachdem wir bereits einige Tage in Costa Rica waren ohne wirklich Zeit am Strand zu verbringen und schwimmen zu können, wählten wir für unseren ersten Strandtag den Playa Flamingo in der Nähe von Tamarindo. Auch wenn es immer noch ziemlich bewölkt war, konnten wir am Playa Flamingo zum ersten Mal das kühle Nass genießen und fröhlich durch die Wellen hüpfen. Wir haben wie Kinder im Wasser herumgealbert und die Anspannung des vergangenen Tages fiel endlich von uns ab.

Sabrina am Strand von Tamarindo

Auch hatten wir uns, nach dem etwas muffigen Hostel in Samara, in Tamarindo für eine etwas schickere Unterkunft entschieden. Ein gemütliches, kleines Apartment im Hotel Gardenia Tamarindo wartete auf uns. Hier würden wir uns die nächsten zwei Tage auf jeden Fall wohlfühlen. Nachdem wir uns im Hotel häuslich eingerichtet hatten ging es an den örtlichen Playa Tamarindo.

Der Playa Tamarindo ist ein langgezogener, breiter Strand, der als guter Surfspot bekannt ist. Im Norden endet der Playa Tamarindo an einem Fluss. Auf der anderen Flussseite beginnt der Playa Grande. Der Fluss selbst kann für kleines Geld mit dem Wassertaxi überquert werden.

Unser großes Luxus-Apartment mit Pool in Tamarindo
Tamarindo Strand
Tamarindo Strand

Am Playa Tamarindo gibt es einerseits im rechten Bereich die sehr belebte Zone mit vielen Surfern, Restaurants usw. Auf der linken Seite geht es deutlich ruhiger zu. Nur einige wenige Surfschulen gibt es hier. Wir haben uns bei unserem ersten Strandbesuch für die ruhige Seite entschieden und wollten am Ende den Aussichtspunkt am Strand besuchen.

Der schwarze Strand

Dazu folgt man am Ende des Strandes den Schildern und dem kleinen Trampelpfad. Dann geht es links einen kleinen Hügel hoch und man folgt weiter dem Pfad. Dann kommt man zu einer kleinen Gabelung, wo man entweder zum kleinen Aussichtspunkt gehen kann oder runter zum Strand. Am Ende wartete ein kleiner Strandabschnitt mit komplett schwarzen Lavasand. Wir waren völlig geflasht davon. Wir beide hatten bisher noch nie richtig schwarzen Strand gesehen. Den perfekten Kontrast gab der direkt angrenzende helle Sand.

Glücklicherweise hatten wir die Kamera dabei und konnten ein paar Fotos an diesem coolen Spot schießen. Von hier aus ging es dann weiter zum Aussichtspunkt. An dieser Stellen klatschen die Wellen mit voller Wucht gegen die Felsen und die weiße aufschäumende Gischt spritzte empor. Der Strandspaziergang war ein schöner und entspannter Einstieg in unsere Zeit in Tamarindo.

Der Tamarindo Nachtmarkt

Für den Abend gab es jedoch noch ein weiteres Highlight. Jeden Donnerstag findet in Tamarindo von 18-21 Uhr ein kleiner Nachtmarkt statt. Kleine Stände mit Lichterketten beleuchtet, bieten lokalen Köstlichkeiten und handgefertigten Schmuck, Kunst und Kosmetik an. Dazu gibt es Livemusik und bei unserem Besuch performte auch eine Tänzerin.

Der Duft nach all den angebotenen Köstlichkeiten, der Klang der Musik und die vielen angenehmen Leute lassen den entspannten Vibe direkt auf einen übergeben und zauberten uns ein Lächeln aufs Gesicht. Der Besuch war ein perfekter Abschluss für den ersten Tag in Tamarindo. Hier hatten wir endlich die entspannte Atmosphäre gefunden, die wir uns von Sámara erhofft haben.

Am nächsten Tag wollten wir uns endlich dem Traum vom Surfen erfüllen. Monatelang hatten wir darauf gewartet, nachdem wir aufgrund von Krankheit unsere Surfstunden bei unserem letzten Urlaub in Indonesien absagen mussten. Am Vortag hatten wir schon die Preise für die Surfstunden (30$ pP in der Nebensaison) abgeklärt und jetzt sollte soweit sein…. aber wie immer kommt es anders als man denkt. Ich hatte inzwischen einige fiese Moskitostiche an dem Füßen, die immer schlimmer wurden. Alles war ganz schön rot und geschwollen und der Juckreiz hat mich wahnsinnig gemacht.

Aus dem ersten Verschieben auf die Mittagszeit wurde eine komplette Absage. Stattdessen ging es zur Apotheke, um dort eine Salbe zu holen, die endlich Abhilfe schaffen sollte (die hat natürlich nicht geholfen. 2 Tage später ging es daher zum Arzt, wo ich eine ordentliche Ladung Antibiotika bekam, wodurch es dann endlich besser wurde). Den angebrochenen Tag verbrachten wir dann letztendlich mit leckerem Essen und Netflix während ich versuchte nicht allzu sehr an den Füßen zu kratzen.

Tag 12 + 13: Monteverde

Da auch das Wetter in Tamarindo eher grau und verregnet war, ging es an Tag 12 unserer Reiseroute durch Costa Rica weiter nach Monteverde in den Nebelwald in der Zentralregion von Costa Rica. Der Nebelwald sollte nochmal ein ganz eigenes Erlebnis während unseres Roadtrips werden und sich von den bisher besuchten Regenwäldern Costa Ricas unterscheiden. Auch findet man hier den berühmten, farbenfrohen Quetzal, wobei ich unsere Chance diesen zu sehen eher als gering eingestuft habe. Die Anreise von Tamarindo aus führte uns ca. 160 km über mal mehr und mal weniger gut ausgebaute Straßen in den bergigen Nordwesten Costa Ricas.

Monteverde liegt auf knapp 1500 m Höhe und diese müssen auf dem Weg mit dem Mietwagen auch überwunden werden. In gefühlter Schrittgeschwindigkeit schraubte sich unser kleiner Suzuki SUV die Serpentinen hinauf. Eine tolle Aussicht zu bestaunen gab es dabei leider nicht. Denn wie der Name Nebelwald schon sagt, erwartete uns genau das… jede Menge Nebel.

Nur wenige Meter könnten wir durch die undurchdringbare, graue Suppe sehen. Auch wenn das hier zum typischen Wetter gehörte fragte ich mich, wie wir bei dem Wetter Tiere in den Wäldern entdecken sollten. Aber da wir erst am nächsten Tag in den Park wollten, war dies noch kein Problem.

Neben dem Nebel war auch das Klima ganz anders als zuvor noch an der Pazifikküste. Als wir in unseren kurzen Klamotten in Monteverde ankamen, war uns doch tatsächlich kalt. Ein ziemlich ungewohntes Gefühl auf unserer Reise. Auch hatten wir das erste mal seit Wochen wieder richtige Bettdecken in unserem Hotelzimmer (Montefresco Hotel Boutique – das große Zimmer mit Terasse ist absolut zu empfehlen). Den Nachmittag entspannten wir auf unserer Terasse mit Blick über die Dächer des kleinen Ortes und planten unsere Aktivität für den nächsten Tag.

Selbst wenn man, wie wir, nicht vorhat eine der vielen, teuren Ziplining-Touren (für die Monteverde berühmt ist) zu unternehmen muss man sich noch zwischen den beiden Parks La Reserva Bosque Nuboso Santa Elena und dem biologischen Reservat Monteverde entscheiden.

 

Biologische Reservat Monteverde oder Santa Elena?

Alle sprechen immer von Monteverde. In der Regel ist damit erstmal die Region rund um die Nebelwälder gemeint. Hier gibt es dann zwei Parks im gleichen Naturschutzgebiet, die besucht werden können. Die Natur ist somit in beiden Parks die Gleiche. Trotzdem gibt es ein paar feine Unterschiede die wir euch kurz aufführen wollen.

Monteverde Infos:

  • 13 km Wanderwege
  • Eine kostenlose Hängebrücke
  • Sehr touristisch
  • Bus ab Banco Nacional für 2$, 4x täglich
  • Geöffnet 7-16 Uhr
  • Eintritt: 22$ pP

Santa Elena Infos:

  • 12 km Wanderwege
  • ein Aussichtsturm
  • Kaum touristisch
  • Bus ab Banco Nacional für 2$, 4x täglich
  • Geöffnet 7-16 Uhr
  • Eintritt: 16 $pP

Ich war ja erst ein wenig skeptisch, ob sich der Nebelwald tatsächlich so sehr von den bisherigen Parks unterscheidet. Aber ja, er unterscheidet sich wirklich. Die Bäume und Pflanzen sind alle von einer satten Schicht Moos und Farnen bedeckt. Alles ist noch grüner und der Wald erscheint noch dichter. Hinzu kommen die Nebelschwaden die immer wieder durch die Baumwipfel ziehen und dem ganzen eine magische Atmosphäre geben. Ich fühlte mich fast wie in einem magischen Märchenwald als wir die Wanderwege entlang schlenderten.

Wir trafen auf den Wegen kaum andere Menschen. Und das eine mal als wir welche trafen starrten diese gebannt zu einem Baum hinüber. Da saß er… mit seinem schillernd grünen Federkleid, der roten Brust und seinem langen weißen Schwanzfedern. Der Quetzal. Ich traute meinen Augen kaum das wir so ein Glück hatten und er in ein paar Metern Entfernung vor uns auf einem Ast saß. Wir staunten noch über dieses wundervolle Geschöpf, während er im nächsten Moment schon seine Flügel ausbreitete und in die Höhe verschwand.

So hatten wir schon zu Beginn das Highlight der Wanderung erlebt. Auf den weiteren Wegen begleitete uns noch eine Horde Affen hoch oben in den Bäumen, während auf dem Boden immer wieder die Tausendfüßler unsere Wege kreuzten.

Quetzal im Santa Elena Nebelwald in Monteverde

Geheimtipp: Der Ficus Tree in Monteverde

Nach dem Besuch des Santa Elena Nationalparks haben wir uns noch auf zu einem weiteren Highlight der Region Monteverde gemacht, dem Fikus Baum, durch den man durchklettern kann. Ihr habt richtig gehört: Ihr klettert nicht auf den Baum, sondern durch den Baum durch. Das ist durch die besondere Form des Baustamms möglich. Der Baum sieht aus wie eine Klettermöglichkeit in einem Abenteuerpark. Aber er ist echt und vollkommen natürlich.

Unten ist der Baum noch recht breit und man kann gut hinein gelangen. Der Baumstamm ist innen hohl und er sieht aus als wäre er von riesigen, hölzernen Schlingpflanzen umwachsen. So ist es auch ziemlich einfach hochzuklettern. Es ist wie ein großes Klettergerüst. Oben in ca. 50 Meter Höhe wird es natürlich ziemlich eng. Man passt dort auch nur noch alleine durch. Wenn man wendig genug ist, dann kann man auch ganz oben aus der Bauspitze seinen Kopf raus stecken und sich die Gegend angucken. Für jeden abenteuerlustigen Menschen (wie mich) ein unfassbares Erlebnis und in Monteverde definitiv ein Must-Do!

Um dort hin zu kommen kann man einfach am Straßenrand parken (Achtung: Wertsachen mitnehmen!) und muss dann ca. 100 Meter durch den Wald laufen. Ihr findet die Stelle zum Parken hier auf Google Maps. Wenn ihr Euren Wagen auf der Straße abgestellt habt, könnt ihr jeden der sichtbaren Trampelpfade in den Wald nehmen. Alle führen runter zu dem Fikus Tree.

Falls ihr noch weitere Tage in der Region verbringen wollt und somit noch Zeit und vor allem Geld übrig habt, dann gibt es in der Region noch viele weitere Aktivitäten, die ihr unternehmen könnt. Die meisten sind ziemlich teuer, was auf der Grund für uns war, diese nicht zu machen. Für Euch haben wir hier aber eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten in der Monteverde Region zusammengestellt.

Mögliche Aktivitäten in der Region Monteverde:

  • Monteverde Butterfly Garden
  • Night Walk
  • Serpentarium
  • Ziplining
  • Kaffeetour
  • Schokoladentour

Tag 14 + 15: La Fortuna

Der Regen der letzten Tage sollte uns auf unserem Costa Rica Roadtrip auch bis nach La Fortuna begleiten. Eigentlich hatten wir uns für den Tag der Anreise schon eine erste Wanderung vorgenommen. Da wir die letzten Tage aber immer im Regen wandern waren, hatten wir auf eine weitere nasse Wanderung keine Lust. Also recherchierten wir am Straßenrand stehend nach möglichen Alternativen und stießen auf ein breites Angebot an Spas und heißen Quellen in der Umgebung. Die Preise waren allerdings nicht ohne. 40-50$ pro Person oder teilweise noch mehr wurden für einen Tageseintritt in solche Thermalbäder aufgerufen.

Günstige Hot Springs in Fortuna

Als wir uns gerade schon damit abfinden wollten den Tag im Hostel zu verbringen, stießen wir auf die Hot Springs des Hotel Los Lagos. Mehrere Becken und Rutschen für gerade mal 17$ pro Person. Da mussten wir nicht mehr lange überlegen.

 

Unser Nachmittag im Los Lagos hat uns wieder in die Kindertage versetzt. Immer und immer wieder rutschten wir die Rutschen entlang hinein in kühle oder zum Teil auch warme Nass. In den Pausen vom Rutschen entspannten wir in den heißen Sprudelbädern und ließen uns vom Wasser den Rücken massieren.

Kostenlose Hot Springs in Fortuna

Wem auch die 17$ zu viel sein sollten der kann auch auf eine kostenlose Alternative zurückgreifen. Neben den Tabacon Hot Springs gibt es die heißen Quellen direkt im Fluss, in dem man ein angenehmes Bad nehmen kann. An der Straße sind zudem einige Parkplätze vorhanden, da die kostenlosen Hot Springs auch bei den Einheimischen sehr beliebt sind. Ihr findet die kostenlosen Hot Springs in Fortuna hier bei Google Maps.

Nach dem entspannten Tag in den heißen Quellen hofften wir auf zumindest trockenes Wetter für den nächsten Tag und hatten Glück. Endlich könnten wir wandern und auch den Vulkan sehen. Dieser hatte sich den Tag zuvor in den Nebelschwaden und Wolken versteckt und kein einziges Mal gezeigt. Da es sich etwas aufgeklärt hatte, war der erste Blick aus dem Fenster unseres Hostels heraus direkt auf den Vulkan Arenal.

Der Arenal Volcano Nationalpark

Das war ein guter Vorgeschmack auf die Wanderung. Nach einem schnellen Frühstück ging es zum Arenal Volcano Nationalpark. Am Haupteingang könnten wir das Ticket für 10$ pro Person erwerben und dann mit dem Auto zum hinteren Parkplatz fahren. Zum Nationalpark gehört zusätzlich ein zweiter Trail der einen Blick auf den See gibt und ca. 2 Kilometer entfernt liegt, die man nach der ersten Wanderung mit dem Auto zurücklegen kann.

Der erste Trail ist ein Rundweg der teilweise über alte Lavafelder führt und verschiedene Aussichtspunkte auf den Vulkan bereithält. Wir fanden die Wanderung eher bescheiden. Der Weg ist nicht besonders abwechslungsreich und auch die Lavafelder haben wir uns wirklich spannender vorgestellt. Was uns jedoch wirklich beeindruckt hat war ein ca. 400 Jahre alter, riesiger Baum. Die riesigen Wurzeln bahnen sich den Weg in die Höhe des mehrere Meter breiten Stammes. Wow… der Anblick ließ uns echt verstummen staunen. Neben dem Vulkan selbst war dieser alte Baum der fantastischste Anblick in Fortuna.

 

 

Der zweite Teil des Arenal Nationalparks

Von hier aus ging es zurück zum Parkplatz und mit dem Auto zum zweiten Wanderweg am Arenal See. Der Wanderweg am See ist gut ausgebaut (asphaltiert) und bietet mehrere Aussichtspunkte und eine hohen Aussichtsturm. Viel besser als der See gefiel uns allerdings der Nasenbär der am Wegesrand in aller Seeleruhe eine Loch buddelte und sich nicht von und ablenken ließ.

Auch gefiel uns der Teil des Nationalparks am Arenal See besser als der Teil am Vulkan. Generell aber fanden wir, dass man den Nationalpark auch komplett auslassen kann, wenn man nicht genug Zeit oder Geld hat.

Bei unseren zwei Nächten in La Fortuna sind wir übrigens in der Eco Torre Lodge untergekommen. Von dem recht einfachen Zimmern und Holzhütten hat man einen grandioses Ausblick auf den Vulkan.
Auch die wunderschöne große Terasse sowie der kleine, süße Hund der Besitzer haben zu unserem tollen Aufenthalt beigetragen.

Die Eco Torre Lodge mit tollem Ausblick auf den Vulkan

Tag 16: San José

Nach 10 Tagen Costa Rica Roadtrip mussten wir uns von unserem kleinen SUV trennen und machten uns daher wieder auf den Weg nach San José. Da unser nächstes Ziel Tortuguero sein sollte und man für die Anreise per Bus an einem Tag morgens in San José losfahren sollte, entschieden wir uns im Hotel Kekoldi (etwas hellhörig, aber schöne Zimmer mit tollem Frühstück) zu übernachten.
Von dort ging es am nächsten Morgen zum fußläufig erreichbaren Busbahnhof, um von dort nach Tortuguero zu kommen. Wie wir genau nach Tortuguero gekommen sind erfahrt ihr im Artikel des nächsten Tages.

Das zentral gelegene Hotel Kekoldi in San Jose

Tag 17-19: Tortuguero

An siebzehnten Tag unserer Costa Rica Reiseroute ging es endlich an die Karibikküste zum Schildkröten-Hotspot Costa Ricas, dem Tortuguero Nationalpark.

Aber sollte man dem Schildkröten-Paradies in Costa Rica auch in der Nebensaison eine Besuch abstatten? Wir waren im Mai/Juni 2019 im Costa Rica unterwegs und überlegten, ob wir die aufwändige Anreise auf uns nehmen sollen, auch wenn wir außerhalb der Schildkrötensaison gar keine eierlegenden Schildkröten sehen würden.

Denn die Schildkröten, die am Strand ihre Eier ablegen, sind in der Hauptsaison in Tortuguero der Touristenmagnet und der Grund warum die allermeisten Touristen hierhin kommen.

Warum es sich in der Nebensaison auch ohne Schildkröten lohnt zu dieser abgelegenen Sandbank an der Karibikküste zu fahren, erfahrt ihr in diesem Artikel:

★ Tortuguero – Auch in der Nebensaison ein Muss ★

Übernachtet haben wir übrigens in Tortuguero im Hotel La Casona, welches ein einfaches aber trotzdem sehr gemütliches Hostel in Strandnähe ist.

Das in Strandnähe gelegene Hotel La Casona in Tortuguero

Tag 20: San José

Eigentlich hatten wir uns schon endgültig von San José verabschiedet und wollten nicht nochmal zurück in die quirlige Hauptstadt. Da Andreas allerdings Probleme mit seiner Mavic Air Drohne hatte, mussten wir nochmal in die Großstadt reisen, um dort den DJi-Reparaturservice von iCon in Anspruch zu nehmen. Das ging dann Gottseidank auch recht schnell.

Um nach der Reparatur noch einen entspannte Abend zu haben, entschieden wir uns dieses Mal für das Fauna Luxury Hostel. Die Zimmer sind wunderschön und geräumig, es gibt einen Pool, Tischtennis und Billard und ein gutes Frühstück. Das günstige Hostel war früher mal ein Luxus Hotel (daher auch der Name) und bietet heute Mehrbettzimmer und günstige Doppezimmer.

Unser günstiges (ehemalige) Luxus-Hotel in San Jose

Tag 21-24: Puerto Viejo

Nach dem kurzen Abstecher nach San José ging es für uns auf unserer Costa Rica Reiseroute schnell wieder zurück an die Karibikküste. Dieses Mal jedoch weiter in den Süden nach Puerto Viejo. Von San José aus fährt ein Bus vom Terminal Atlantico Norte direkt innerhalb von ca. 4,5 Stunden (für 6.060 Colones pP, ca. 9,30 Euro) bis Puerto Viejo durch.

Puerto Viejo empfing uns mit blauen Himmel, Sonnenschein, weißen Stränden und einem entspannten Lebensgefühl. Hier würden wir definitiv einige Tage verbringen. Immerhin gibt es hier auch einiges zu sehen. In der Nähe befinden sich zwei Nationalparks, der Cahuita Nationalpark und der Manzanillo Nationalpark… eines schon mal vorweg. Obwohl wir insgesamt 5 Tage in Puerto Viejo waren haben wir es nicht geschafft einen der Parks zu besuchen. Wir haben uns zu sehr von der entspannten Atmosphäre und dem Nichtstun anstecken lassen. Ganz untätig waren wir aber trotzdem nicht.

Sonnenaufgang in Puerto Viejo

Übernachtet haben wir die komplette Zeit im Hotel Secluded Beach. Da das Hostel neu renoviert und bei Booking.com neu eingetragen wurde, hatten wir Glück die tollen Zimmer zu einem Schnäppchenpreis zu bekommen. Das Hostel ist etwas außerhalb von Puerto Viejo, bietet aber einen eigenen Zugang zum Strand, viele liebe Hunde und Katzen und das beste Frühstück, was wir in Costa Rica bekommen haben.

Das super ausgestattete Hotel Secluded Beach in Puerto Viejo

Den ersten Nachmittag verbrachten wir somit am Strand und damit, durch die Wellen im Meer zu hüpfen und die rote Sonne dabei zu beobachten wie sie gemächlich hinter den Palmen unterging.

Schnorcheln in Punta Uva

Am zweiten Tag in Puerto Viejo wollten wir das erste Mal auf unserer Reise Schnorcheln gehen. Ich hatte zuvor gelesen, dass man am Punta Uva gut Schnorcheln gehen kann. Um den ein paar Kilometer entfernten Strand zu erreichen, mieteten wir uns in der Nähe unserer Unterkunft zwei Fahrräder (6.000 Colones für 24 Stunden, ca. 9,00 Euro). Der Strand ist wirklich wunderschön in einer von Palmen gesäumten Bucht gelegen. Aber Schnorcheln konnten wir an diesem Tag dort nicht. Das Meer war sehr aufgewühlt und man hat absolut nichts im Wasser gesehen. Auch eine Bucht weiter hatten wir kein Glück, so dass wir “nur” im herrlich kühlen Meer schwimmen waren.

Unser allererstes Mal Surfen

Da es mit dem Schnorcheln am Vortag nicht geklappt hat, wollten wir zumindest noch unseren Traum vom Surfen in Costa Rica verwirklichen. Also ging es am nächsten Tag zum Playa Cocles, der auch für Anfänger geeignete Strandabschnitte bereithält. Da es unser allererstes Mal war, buchten wir 2 Stunden Surfunterricht mit einem Surflehrer direkt an einem Stand am Strand (40$ pro Person inkl. Surfbretter für 2 Surfstunden plus 2 weitere Stunden Surfboard-Miete zum selbstständigen Üben am gleichen oder nächsten Tag).

Nach einer ca. 20-minütigen Einführung am Strand, bei der wir einige Sicherheitshinweise bekamen sowie die ersten Trockenübungen für das Aufstehen durchliefen, ging es auch schon ins Wasser. Ich war zuerst an der Reihe und stand immerhin für einen kleinen Moment auf dem Brett. Danach ging es für Andreas los und er meisterte den ersten Versuch perfekt. Da macht sich wohl die Erfahrung vom Snowboarden bemerkbar.

Übung macht den Meister

Und so übten wir fleißig 2 Stunden mit dem Surflehrer im Wasser. Immer wieder kämpften wir uns mit den Brettern entgegen der Strömung, die an unseren Füßen zerrte, nach draußen, um einen weiteren Versuch zu wagen. Von mal zu mal klappte es besser. Und von mal zu mal ließen auch die Kräfte nach. Nach 2 Stunden war wir total kaputt, aber auch total glücklich und geflasht.
Wir wollten das auf jeden Fall wiederholen!

Theoretisch wollten wir am nächsten Tag schon wieder surfen (unsere kostenlosen 2 Zusatzstunden einlösen). Allerdings waren wir die einzigen am Strand. Nachdem es den ganzen Morgen wie aus Eimern geschüttet hatte, sind wir am frühen Nachmittag zum Strand, um unsere neu gewonnene Leidenschaft zum Surfen zu vertiefen. Aber kein einziger Surfverleih hatte geöffnet, so dass wir den Tag auf unseren Rädern und an den umliegenden Stränden verbrachten.

Fahrräder ausleihen in Puerto Viejo

Fahrräder sind wirklich eines der Top Fortbewegungsmittel in dem kleinen Karibikort. Man dort überall für knapp 5 USD ein gut gewartetes Fahrrad ausleihen und damit herumfahren. Da unser Hotel knapp 6 Kilometer von der Stadtmitte entfernt lag, war es zwar ein gutes Stück zu fahren, aber mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht und den an einem vorbei sausenden Palmen war das ein tolles Erlebnis. Bis zum “Schnorchel”-Strand Punta Eva waren es von uns nur 2 Kilometer, die wir in wenigen Minuten zurück gelegt haben.

Wir haben auch einige Surfer gesehen, die in einer extra Vorrichtung am Rad ihr Surfbrett transportiert haben. Fahrräder gehören damit hier zwar nicht so zum Stadtbild wie vielleicht in Amsterdam, aber sehr viele Touristen schnappen sich eins und machen damit die Karibikküste unsicher.

Service gehört übrigens bei vielen Anbietern auch dazu. Als Andreas einmal mehrere Kilometer von der Verleihstation mit einem Platten liegen blieb, ist Sabrina alleine vorgefahren, um den Vermieter zu informieren. Dieser kam dann mit einem Ersatzrad per Auto zu mir gefahren und wechselte mein plattes Rad, so dass ich weiter fahren konnte. Klasse Service!

Tag 25: Ausreise nach Panama – Bocas del Toro

An 25. Tag verabschiedeten wir uns vom wunderschönen Costa Rica, um ein paar Tage das in entspannte Inselleben auf den Bocas del Toro einzutauchen. Die Bocas del Toro sind eine kleine Inselgruppe im karibischen Meer vor der Küste Panamas und direkt an der Grenze zu Costa Rica. Sie sind deshalb ein beliebtes Ausflugsziel für Costa Rica Reisende und lassen sich auch sehr leicht von Costa Rica aus erreichen. Wie genau ihr dort hin kommt und was es dort alles zu erleben gibt, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

★ Von Puerto Viejo nach Bocas del Toro, Panama ★


Habt ihr auch einen Roadtrip durch Costa Rica vor und und noch einige Fragen zu Eurer Costa Rica Reiseroute offen? Oder wollt ihr Eure eigenen Erfahrungen loswerden? Wir würden uns über einen Kommentar unter unseren Reisebericht freuen.

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