Mit unserem 4-wöchigen Roadtrip durch Costa Rica ging für uns ein Traum in Erfüllung. 4 Wochen lang konnte wir die feuchte Luft des tiefgrünen Dschungels atmen und ein Highlight nach dem anderen erleben. Von einsamen Stunden im Regenwald, über die Pazifik- und Karibikküste, einem Vulkan im Inland und jeder Menge verrückter Tiere. Costa Rica hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass es uns nicht leicht fiel die richtigen für die Reiseroute auszuwählen. Unsere Tipps und Highlights für Costa Rica findet Ihr in der folgenden Liste.

#1 Bolita Rainforest Hostel

Ein Hostel als Highlight und dann auch noch auf dem ersten Platz? Ja, genau! Denn das Bolita Rainforest Hostel ist nicht irgendein Hostel sondern ein ganz besonderes in der Nähe einer der vielen schönen Nationalparks Costa Ricas.

Blick aufs Bolita Rainforest Hostel per DrohneEiner der schönsten Nationalparks Costa Ricas ist ganz klar der Corcovado Nationalpark. Bei unserer Recherche zum Park wurde immer klarer, dass wir dorthin mussten. Abgeschreckt haben uns allerdings die horrenden Preise mit ca. 100 Euro pro Person und Tag. Soviel kostet ungefähr der Eintritt plus ein (obligatorischer) Guide pro Person. Das Geld wollten wir aber nicht ausgeben. Das war uns echt zu viel. Außerdem finden wir es nach unseren Erfahrungen im Dschungel von Sumatra viel cooler alleine durch den Urwald zu laufen.

Wandern am Bolita Rainforest HostelGlücklicherweise bin ich auf das Bolita Rainforest Hostel gestoßen, was eine perfekte Alternative zum Corcovado Nationalpark ist. Das Hostel liegt unmittelbar an der Grenze des Corcovado Nationalparks und bietet auf seinem Grundstück insgesamt 15 Kilometer Wanderwege an, die kostenlos und ohne Guide gelaufen werden können. In den Bewertungen zeigte sich, dass dort alles an Flora und Fauna vertreten ist, was wir uns von unserem Dschungelbesuch erhofften und das für lediglich 30 Euro die Nacht.

Lest mehr über das Bolita Rainforest Hostel in unserem Reisebericht:

#2 Der Ficustree in Monteverde

Nach dem Besuch des Santa Elena Nationalparks haben wir uns noch auf zu einem weiteren Highlight der Region Monteverde gemacht, dem Fikus Baum, durch den man durchklettern kann. Ihr habt richtig gehört: Ihr klettert nicht auf den Baum, sondern durch den Baum durch. Das ist durch die besondere Form des Baustamms möglich. Der Baum sieht aus wie eine Klettermöglichkeit in einem Abenteuerpark. Aber er ist echt und vollkommen natürlich.

Unten ist der Baum noch recht breit und man kann gut hinein gelangen. Der Baumstamm ist innen hohl und er sieht aus als wäre er von riesigen, hölzernen Schlingpflanzen umwachsen. So ist es auch ziemlich einfach hochzuklettern. Es ist wie ein großes Klettergerüst. Oben in ca. 50 Meter Höhe wird es natürlich ziemlich eng. Man passt dort auch nur noch alleine durch. Wenn man wendig genug ist, dann kann man auch ganz oben aus der Bauspitze seinen Kopf raus stecken und sich die Gegend angucken. Für jeden abenteuerlustigen Menschen (wie mich) ein unfassbares Erlebnis und in Monteverde definitiv ein Must-Do!

Ihr findet den Baum 📍 hier bei Google Maps.

#3 Tortuguero Nationalpark

Der Nationalpark Tortuguero umfasst ungefähr 20.000 Hektar, wurde 1975 gegründet und liegt im Nordosten Costa Ricas an der Karibikküste. Seine Kanallandschaft, die von dichtem Regenwald umgeben ist, und die Lage am Meer machen diesen Ort wirklich einzigartig schön.

Hier herrscht eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren, wie sie sonst an nur wenigen anderen Flecken in Costa Rica zu finden ist. Ungefähr die Hälfte der in Costa Rica lebenden Vogel- und Reptilienarten leben hier. Faultiere, Leguane, Kaimane, Tukane, Papageien, viele Affenarten, Krokodile, Seekühe und über 300 Vogelarten kannst du hier entdecken.

Tortuguero von oben - links der Fluss, rechts das Meer

Das gleichnamige Dorf Tortuguero liegt auf einer schmalen Sandbank zwischen dem karibischem Meer und dem Rio Suerte nur 40 km von der Grenze Nicaraguas entfernt. Der Ort und die Unterkünfte sind nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen. Ungefähr 500 Dorfbewohner leben hier hauptsächlich vom Fischfang und natürlich dem Tourismus.

Der Grund für die meisten Touristen nach Tortuguero zu kommen ist sicherlich die Beobachtung von Eier ablegenden Schildkröten. Dies ist ein einmaliges Schauspiel, dass man zu den meisten Monaten im Jahr nachts am Strand von Tortuguero sehen kann. Seit einigen Jahren ist dies nur noch mit einem zertifizierten Führer möglich. Man darf während dieser Tour, für die man 25 USD bezahlen muss, keine Fotos oder Videoaufnahmen machen, keine Taschenlampe benutzen und man muss dunkel gekleidet sein. Die Schildkröten sollen nämlich, trotz der vielen Touristen, nicht in der Eiablage gestört werden.

Wollt ihr mehr zu Tortuguero erfahren, dann lest doch unseren separaten Reisebericht:

#4 Manuel Antonio Nationalpark

Beim Manuel Antonio Nationalpark haben wir während unseres Costa Rica Roadtrips immer wieder überlegt, ob wir diesen besuchen sollen oder nicht. Die Bewertungen im Netz sind in Bezug auf die Masse an Menschen oft sehr negativ. Viel zu viele und laute Touristen sollen den Park regelrecht überrennen. Da haben wir eigentlich keinen Bock drauf.

Manuel Antonio Park Strand

Schlussendlich haben wir uns aber doch dazu entschieden (unser Gastgeber Ron im Bolita Rainforest Hostel hatte uns überzeugt) in den Manuel Antonio Nationalpark zu gehen und haben es in keinster Weise bereut. Es waren zwar, trotz Nebensaison, eine größere Anzahl an Touristen im Park. Aber die vielen Tiere, die teilweise direkt neben den Wegen zu sehen waren, und die genialen Strände haben uns dafür definitiv entschädigt.

Der Manuel Antonio Nationalpark ist einer der berühmtesten Nationalparks in ganz Costa Rica. Hier vereint sich der Regenwald mit seiner bunten Tierwelt mit dem Badevergnügen am weißen Sandstrand. Die Infrastruktur am Park und auch im angrenzenden Ort sind gut ausgebaut.

Affe im Manuel Antonio Park

Wenn man sich die Bewertungen bei Google anschaut, liest man immer wieder davon wie überfüllt der Park von Touristen ist. In der Hauptsaison mag das auch der Fall sein, aber in der Nebensaison und unter der Woche kann man einen entspannten Tag im Manuel Antonio Nationalpark verbringen.

Auch wenn wir anfänglich Zweifel hatten, so haben wir den Besuch keines Falls bereut. Es waren zwar recht viele Touristen vor Ort (und in der Hauptsaison werden es noch viel mehr sein), aber die Anzahl der Tiere, die man im Park sieht, sind es definitiv wert. In keinem anderen Park auf unserer Costa Rica Rundreise haben wir so schnell und so nah so viele (größere) Tiere gesehen.

Wenn Euch Menschenmassen nicht abschrecken und ihr viele Tiere sehen wollt, dann solltet ihr diesen Park bei eurem Costa Rica Roadtrip definitiv einplanen.

Mehr Infos zum Manuel Antonio Park in Costa Rica lest ihr im folgenden Reisebericht:

#5 Puerto Viejo

Puerto Viejo empfing uns mit blauen Himmel, Sonnenschein, weißen Stränden und einem entspannten Lebensgefühl. Hier würden wir definitiv einige Tage verbringen. Immerhin gibt es hier auch einiges zu sehen. In der Nähe befinden sich zwei Nationalparks, der Cahuita Nationalpark und der Manzanillo Nationalpark… eines schon mal vorweg. Obwohl wir insgesamt 5 Tage in Puerto Viejo waren haben wir es nicht geschafft einen der Parks zu besuchen. Wir haben uns zu sehr von der entspannten Atmosphäre und dem Nichtstun anstecken lassen. Ganz untätig waren wir aber trotzdem nicht.

Fahrrad fahren in Puerto Viejo

Fahrräder sind eines der Top Fortbewegungsmittel in dem kleinen Karibikort. Man dort überall für knapp 5 USD ein gut gewartetes Fahrrad ausleihen und damit herumfahren. Da unser Hotel knapp 6 Kilometer von der Stadtmitte entfernt lag, war es zwar ein gutes Stück zu fahren, aber mit dem kühlenden Fahrtwind im Gesicht und den an einem vorbei sausenden Palmen war das ein tolles Erlebnis.

Surfen in Puerto Viejo

In Puerto Viejo kann man super Surfen, besonders als Anfänger. Auch zum Schwimmen sind die zahlreichen Strände der Gegend prima geeignet. Aber am besten lässt man hier einfach die Seele baumeln

Der kleine Ort an der Karibik-Küste Costa Ricas hat einfach sein eigenes Flair: Ruhig, entspannt, Lässig. Karibisch eben. Ein wunderbarer Ort, um einen Roadtrip durch Costa Rica zu beenden.


Braucht ihr eine Reiseroute für einen 2 – 4 Wochen Roadtrip durch Costa Rica? Wir haben einen eigenen Reisebericht zu unserer Costa Rica Rundreise geschrieben mit vielen wichtigen Infos und Tipps zu unserer Route und allen Dingen, die wir so unterwegs gesehen haben:


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