Ein Lofoten Roadtrip stand schon lange auf unserer Reiseliste. Bisher hatten wir uns das aber nicht zugetraut, da die Anreise auf die Lofoten sehr lang und anstrengend ist. Mehr als 2500 km sind es bis man die Inselkette der Lofoten erreicht, je nachdem von wo ihr in Deutschland startet.
Nachdem wir uns aber endlich den Traum eines eigenen Campervans erfüllt hatten machten wir uns schnell an die Planung unserer ersten Lofoten Reise. Insbesondere die Anreise auf die Lofoten war dabei ein großes Thema.
Wie kommt man am besten auf die Lofoten? Nehmen wir die Fähre von Hirtshals oder fahren wir über die Mautbrücken nach Schweden? Und sollte man bei der Anreise auf die Lofoten durch Norwegen oder durch Schweden fahren? Welche Strecke ist schneller und besser zu fahren?

In unserem Guide erzählen wir Euch welche Route ihr wählen solltet und wie ihr die Anreise auf die Lofoten am besten plant.

Lofoten Anreise

Da wir aus dem Ruhrgebiet mit unserem eigenen Campervan anreisen wollten, sind es zwischen 2500 und 2700 km bis zu den Lofoten, je nachdem welche Reiseroute man wählt. Laut Google Maps benötigt man für diese Strecke locker 32 Stunden reine Fahrtzeit.

Anreise Lofoten per Wohnmobil | beste Reiseroute & schönste Stellplätze

Das bedeutet selbst wenn man 6 Stunden pro Tag fährt und das jeden Tag, braucht man mindestens 5 Tage. Und das ist schon ein ziemlicher Stress, besonders wenn man mit Kindern oder einem Hund auf die Reise gehen will.

Selbst von der Grenze zu Dänemark (ab Flensburg) sind es noch 2000 km und 27 Stunden bis ihr die Lofoten erreicht.

Anreise Lofoten per Wohnmobil | beste Reiseroute & schönste Stellplätze

Wir haben uns vom Ruhrgebiet knapp eine Woche für die Anreise auf die Lofoten gelassen, um ohne viel Stress anzukommen.

Aber selbst wenn ihr von morgens bis abends durchfahrt, dann benötigt ihr von der Grenze zu Dänemark noch mindestens 3 Tage (bei ca. 9h Fahrt pro Tag). Das würden wir aber nicht empfehlen, es sei denn ihr habt nur sehr wenig Zeit für die gesamte Lofoten-Reise.

Lofoten Anreise | Erläuterung zu den Routen-Varianten

Grob lassen sich die Möglichkeiten auf die Lofoten zu kommen unterteilen in

  • die Anreise durch Norwegen (blaue Route) und
  • die Anreise durch Schweden (rote Route).

Natürlich gibt es es noch viele weitere Anreisemöglichkeiten, aber wir werden uns hier auf die zwei gängigsten konzentrieren.

Ein großer Unterschied zwischen den Routen darin, wie man von Deutschland bzw. Dänemark über die Nordsee nach Norwegen bzw. Schweden kommt. Hier gibt es die Möglichkeit per Fähre z.B. von Hirtshals in Dänemark nach Kristiansand bzw. Larvik zu kommen.

Alternativ kann man von Dänemark über 2 lange Mautbrücken über Kopenhagen nach Schweden gelangen und von dort weiter nach Norden fahren.

Anreise Lofoten
Lofoten-Anreise: Routenvarianten | Quelle: https://d-maps.com/carte.php?num_car=96516&lang=de

In den nächsten Abschnitten werden wir auf die beiden Varianten detailliert eingehen und die von uns gewählte Reiseroute auf die Lofoten beschreiben, damit ihr wisst welche Route ihr wählen solltet und was Euch auf der Route erwartet.

Zusätzlich stellen wir Euch auch unsere Stellplätze auf der Route zu den Lofoten vor, die teilweise wirklich einzigartig und wunderschön waren.

Variante 1 (rot) | Anreise Lofoten über Schweden (empfohlen)

Kurzinfo: Lofoten-Anreise | Variante 1

  • Streckenführung: Deutschland -> Dänemark -> Kopenhagen -> Göteborg -> Östersund -> Trondheim -> Bognes -> Lodingen (Route bei Google Maps)
  • Kilometer: 2350 km (ab Grenze Dänemark)
  • Empfohlene Reisedauer: 5-7 Tage
  • Routenfarbe in der Karte: Rot

Da wir unseren genauen Abreisetag recht flexibel halten, wollten haben wir die Anreise über Mautbrücken durch Dänemark und Schweden gewählt und haben keine Fähre benutzt. Innerhalb von 7 Tagen ging es für uns bis auf die Lofoten im Norden Norwegens. Während dieser Zeit haben wir immer wieder Pausen und Übernachtungen an tollen Orten eingelegt, sind aber auch an Regentagen einfach mal durchgefahren.

Da die Anreise zu Beginn individuell verläuft, je nachdem aus welchem Teil von Deutschland ihr kommt beschreiben wir die Anreise erst ab Dänemark.


Info für die Anreise aus dem Nordosten Deutschlands: Ihr habt alternativ die Möglichkeit die Fähre von Rostock oder Fehmarn zu nehmen, um nach Schweden zu kommen. Ihr landet dann direkt in der Region um Kopenhagen. Da diese Route für uns nicht in Betracht kommt, haben wir diese nicht weiter betrachtet.


Von Dänemark über Kopenhagen nach Schweden

Bei den Lofoten Anreise durch Dänemark folgt ihr zu Beginn der E45 bis Kolding und dann der E20 in Richtung Kopenhagen. Leider ist die Anfahrt über Dänemark aber nicht kostenlos, denn ihr müsst hier zwei kostenpflichtige Mautbrücken überqueren. Nachdem ihr bereits ca. 2 Stunden durch Dänemark gefahren seid erreicht ihr als erstes die Storebælt Brücke. Diese ist 18 km lang und kostet ca. 33 Euro Maut.

Nach der Brücke geht es noch ca. 110 km weiter bis ihr an Kopenhagen vorbeifahrt und die Öresundbrücke erreicht. Diese ist  7,8 km lang und kostet nochmal ca. 63 Euro Maut. Ganz schön happig, aber ihr spart Euch hiermit Kosten für die Fähre und seid zeitlich komplett flexibel.

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Nach dem Überqueren der Brücke ist es auch schon so weit: Ihr seid in Schweden. Nach der Grenzüberquerung solltet ihr Euch an der Küste halten und an Göteborg vorbei fahren. Google Maps schlägt zwar noch andere Optionen vor, aber wenn ihr unsere Route wählt, dann kommt ihr an einem Highlight von Schweden vorbei: Dem Mellbystrand, einem der schönsten Strände Schwedens.

Der Strand ist kilometerlang und besteht aus Puderzucker-Sand. Direkt dahinter befinden sich wunderschöne Dünen und ein dichter Wald mit vielen Wanderwegen.

Zudem könnt ihr hier nicht nur eine Pause am Meer einlegen, ihr könnt hier auch kostenlos übernachten. Wie & Wo & überhaupt, das verraten wir Euch in unserem Reisebericht zum Mellbystrand:

Mellbystrand I Schwedens schönster Strand

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Auf der E45 nach Norden zum Badespaß-See

Am nächsten Tag der Lofoten Anreise geht es weiter über die E45 in Richtung Norden. Am besten macht ihr den Tempomat an und genießt während der Fahrt einfach die Ausblicke auf die vorbeiziehenden Wälder und Seenlandschaften.

Das war vor der Reise auch exakt unsere Vorstellung von Schweden, die sich dann auch so bestätigt hat: Schweden besteht größtenteils aus riesigen Waldlandschaften und tausenden großen und kleinen Seen.

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Da das Wetter während unserer Reise einfach perfekt war, haben wir uns bei jedem See vorgestellt einfach mal ins kühle Nass zu springen. Und genau diese Vorstellung sollte am Abend wahr werden.

Der heutige Stellplatz ist genau so wie man sich einen Stellplatz in Schweden vorstellt. Ein wunderschöner großer See mit Sandstrand umgeben von einem riesigen, dichten Wald. Tatsächlich war es dort so schön, dass wir am nächsten Tag erst am Nachmittag losgefahren sind. Wir haben die Zeit hier einfach viel zu sehr genossen.

Den Badesee findet ihr hier bei Google Maps.

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Vorbei am Hamra Nationalpark bis Östersund

Heute wird viel gefahren, aber es gibt auch einen tollen Zwischenstopp auf der Strecke, den ihr auf jeden Fall einlegen solltet. Fast 6 Stunden Fahrt stehen Euch bevor und wenn ihr so wie wir noch einige Zeit am Badesee verbracht habt werdet ihr euren nächsten Stellplatz erst am späten Abend erreichen.
Ihr folgt heute weiter der E45 bis nach Östersund.

In etwa auf der Hälfte der Strecke könnt ihr eine Pause einlegen und euch die Beine im wunderschönen Hamra Nationalpark vertreten. Der Nationalpark bietet mehrere Wanderwege, die euch durch die eine der ältesten Wald- und Moorlandschaften Schwedens führen. Auch ist dies das bärenreichste Gebiet in Schweden. Aber keine Sorge: Es ist dennoch eher unwahrscheinlich, dass ihr einem echten Bären begegnet.

Alle Infos zum Haar Nationalpark findet ihr hier: Hamra Nationalpark Schweden | Auf der Suche nach den Bären

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Nach dem Besuch des Nationalparks geht es noch ca. 3 Stunden weiter entlang der E45 bis ihr den kleinen Ort Östersund erreicht.

Hier haben wir etwas ausserhalb auf einer kleinen, einsamen Lichtung im Wald mit Blick auf einen reißenden Fluss übernachtet. Den Stellplatz findet ihr hier bei Google Maps.

Entscheidung: Über die Grenze nach Norwegen oder weiter durch Schweden

An diesem Punkt der Anreise müsst ihr euch entscheiden, ob ihr noch weiter durch Schweden in den Norden fahrt um die Grenze bei Mo I Rana (oder sogar noch viel weiter nördlich bei Narvik) zu überqueren oder hier schon über die norwegische Grenze fahrt. Einen großen zeitlichen Unterschied gibt es bei beiden Strecken nicht.

Der Grund warum wir hier schon nach Norwegen gefahren sind war unser Hund. Wenn ihr mit einem Hund nach Norwegen einreist, dann muss er maximal 120 Stunden vorher eine Behandlung gegen Bandwürmer erhalten. Danach ist eine Einreise offiziell nicht mehr möglich.

Wenn wir diese Einschränkung nicht gehabt hätten wären wir vermutlich weiter durch Schweden gefahren, um weiter die wunderbare Natur dieses Landes zu erleben und hätten die Grenze erst in Nordschweden überquert.

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Der Grenzübergang, den wir benutzt haben liegt übrigens in Storlien und ist von 8.00-21.00 Uhr geöffnet. Falls ihr euren Hund oder Waren anmelden müsst, haltet ihr hier einfach an, geht auf der linken Seite ins Zollgebäude, meldet alles an und fahrt dann weiter.

Komischerweise haben wir bei der Anmeldung unseres Hundes keinerlei Bestätigung bekommen und der Grenzbeamte hat sich auch nichts notiert oder sonst etwas ins den Computer eingetragen. Das heißt also wir hätten unseren Hund gar nicht anmelden müssen, da weder wir noch der Grenzbeamte irgendeine Bestätigung für die Anmeldung haben.

Variante 1b: Weiter nach Nord-Schweden und spätere Grenzüberquerung

Wenn ihr nicht wie wir schon bei Östersund nach Norwegen fahren wollt, dann könnt ihr auch auf der E45 bleiben und weiter in Richtung Nordschweden fahren.

Wegen des skandinavische Gebirges (auch Skanden genannt), das über 1700 km Norwegen von Schweden trennt, gibt es nicht viele Verbindungsstraßen zwischen beiden Ländern.

Ihr habt nur noch zwei weitere Möglichkeiten nach Norwegen abzubiegen:

  • Ihr könnt entweder bei Storuman auf die E12 abbiegen und überquert bei Högstaby die Grenze. Ihr stoßt dann in der Stadt Mo i Rana auf die Europastraße E6 und fahrt auf dieser in Richtung Norden (der blauen Route folgend).
  • Alternativ bleibt ihr in Schweden auf der E45 bis Svappavaara und biegt dann auf die E10 ab. Ihr überquert dann bei Riksgränsen die Grenze und stoßt bei Bjerkvik auf die E10, die Euch bis auf die Lofoten führt.

Eine kurze Pause am idyllischsten Rastplatz Norwegens

Wir würden euch unmittelbar nach der Grenze einen Zwischenstopp auf dem wohl schönsten Rastplatz in ganz Norwegen empfehlen. Falls ihr Zeit habt könnt ihr hier auch direkt einen ganzen Tag bleiben. Auf dem Parkplatz selbst gibt es einige Picknickbänke, ein Plumpsklo und genug Platz für 4-5 Wohnwagen. Viel interessanter sind aber die unterschiedlichen Wege die vom Parkplatz wegführen.

Folgt ihr dem Weg rechts könnt ihr an dem tollen Fluss entlang wandern und die tollen Natur genießen. Geht ihr rechts und folgt dann den Schildern zum Grillplatz kommt ihr zum See runter. Hier gibt es eine tolle Terrasse über dem See mit Sitzmöglichkeiten, eine Feuerstelle mit kostenlosen Feuerholz und sogar ein Paddelboot, das ihr kostenlos nutzen könnt. Sowas gibt es wirklich nur in Norwegen.

Folgt ihr dem linken etwas versteckten Weg vom Parkplatz aus kommt ihr noch zu einem Aussichtspunkt mit Sitzgelegenheiten. Von hier aus könnt ihr die Aussicht auf den See und die Umgebung genießen. Einfach ein wunderbarer Ort.

Übernachtet haben wir auf einem gemütlichen Campingplatz direkt an einem großen See unweit der E6. Den empfehlenswerten Stellplatz Vegset Camping findet ihr hier bei Google Maps.

Weiter in Richtung Norden bis zur Fähre in Bognes

Auf dem weiteren Weg in Richtung Norden waren wir auf der E6 unterwegs, der Hauptverkehrsader zwischen Nord- und Südnorwegen. Auf der Strecke haben wir noch 2 Übernachtungsstopps eingelegt in Mo i Rana (hier können wir Euch Røssvoll Camping empfehlen) und knapp 5 Stunden weiter kurz vor der Fähre in Bognes.

Der Stellplatz hier ist extrem empfehlenswert, da wir hier eine einsames Fleckchen direkt an einem wunderschönen Strand hatten. Am nächsten Morgen konnten wir ganz früh zur Fähre fahren, um von dort nach Lodingen überzusetzen. Den Stellplatz findet ihr hier bei Google Maps.

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Ihr habt es geschafft: Ihr seid auf den Lofoten! Sucht ihr noch eine Reiseroute für Eurem Lofoten Roadtrip, dann haben wir hier die wichtigsten Infos für Euch: Lofoten Roadtrip I perfekte Reiseroute für 7 Tage

Variante 2 (blau) | Anreise Lofoten durch Norwegen

Kurzinfo: Lofoten-Anreise | Variante 2

  • Streckenführung: Deutschland -> Hirtshals (Dänemark) -> Kristiansand-> Fjordnorwegen -> Trondheim -> Bognes (Fähre) -> Lodingen: Route bei Google Maps | Alternative Fährverbindung von Bodo nach Moskenes
  • Kilometer: ca. 2300-2600 km (ab Grenze Dänemark, je nachdem welche Route ihr durch Fjordnorwegen nehmt)
  • Empfohlene Reisedauer: 5-7 Tage
  • Routenfarbe in der Karte: Blau

Wollt ihr bei Eurer Anreise auf die Lofoten nicht durch Schweden fahren, da ihr auf dem Hinweg schon die Highlights Norwegens mitnehmen wollt, dann solltet ihr eine andere Reiseroute wählen. Nämlich eine Route wo ihr die ganze Zeit durch Norwegen fahrt. Aber dafür müsst ihr erstmal mit der Fähre übersetzen.

Welche Fähre sollte man nach Norwegen nehmen?

Unsere Empfehlung ist von Hirtshals in Dänemark die Fähre nach Kristiansand in Norwegen zu nehmen. Hier landet ihr in Fjordnorwegen und es gibt hier keine direkte Route nach Norden. Daher macht diese Reiseroute nur Sinn, wenn ihr viel Zeit zur Verfügung habt und viel von Norwegens Süden sehen wollt.

Ihr könnt Euch hier an unserer 2 Wochen Reiseroute durch Südnorwegen orientieren und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Südes erleben.

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Wenn ihr eine kürzere, aber landschaftlich auch weniger ansprechende Route nehmen wollt, dann solltet ihr von Hirtshals nach Larvik übersetzen. Dort könnt ihr direkt auf der Europastraße E6 über Oslo bis in den Norden fahren.

Wenn ihr es auf einer von vielen möglichen Routen durch Fjordnorwegen oder alternativ an Oslo vorbei geschafft habt und ihr bis Trondheim gekommen seid, gibt es nicht mehr viele Streckenalternativen zur Auswahl.

Ab Trondheim geht’s weiter Richtung Norden

Ungefähr ab Trondheim wird Norwegen so schmal, dass es eh nur noch eine wirkliche Hauptstrecke nach Norden gibt: die Europastraße E6. Hier werdet ihr also vermutlich dann bei der Hin- und Rückreise die gleiche Strecke nehmen.

Einzig im hohen Norden (zwischen Saltstraumen und Holm) gibt es eine empfehlenswerte Parallelstrecke zur E6, die ihr – genügend Zeit vorausgesetzt – auf einer Strecke nehmen solltet: Die Norwegische Landschaftsroute Helgelandskysten (Fv17).

Diese spektakuläre Küstenstraße führt über 400 km direkt an der norwegischen Küste entlang und wird Euch einige Tage abverlangen. Die Landschaft ist hier aber wunderschön und ein kompletter Kontrast zur stark befahrenen E6.

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In Nord-Norwegen gibt es übrigens auch direkt viel weniger Highlights als im Süden. So einige coole Sehenswürdigkeiten gibt es aber doch. In Nordnorwegen solltet ihr Euch Euch definitiv den Svartisen Gletscher und den Gezeitenstrom Saltstraumen ansehen, diese liegen übrigens auch auf der phantastischen Küstenstraße Helgelandskysten.

Per Fähre auf die Lofoten

Ihr könnt in Bodø per Fähre auf die Lofoten übersetzen. Die Überfahrt dauert ca. 3-4 Stunden und ihr landet im Süden der Lofoten in Moskenes.

Alternativ fahrt ihr noch ca. 3 Stunden weiter auf der E6 und setzt erst in Bognes über und landet nach ca. einer Stunde Fahrt im Norden der Lofoten in Lodingen.

Die Entscheidung welche Fähre zu nehmen ist wird davon beeinflusst, ob ihr die Lofoten von oben nach unten durchqueren oder eine Rundreise auf der Inselgruppe machen wollt. Natürlich hat auch die Länge der Fährfahrt einen Einfluss, denn 3 Stunden wollten wir unseren Hund Aaro nicht zumuten, besonders da man auf der Fähre nach Moskenes seinen Hund im Auto lassen muss.

Habt ihr aber nur wenig Zeit zur Verfügung, dann solltet ihr die Fähre zwischen Bodo und Moskenes nehmen.

Kurzinfos zu den Lofoten-Fähren

  • Bodo <-> Moskenes: ca. 3-4 Stunden, ca. 100€, fährt zweimal pro Tag
  • Bognes <-> Lodingen: ca 1 Stunde, ca. 25 €, fährt alle 1-2 Stunden
  • Jeweils buchbar über: booking.torghatten-nord.no

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Vor- und Nachteile der beiden Varianten

Wir empfehlen Euch die Variante 1, die wir auch gefahren sind. Die Anfahrt auf die Lofoten geht durch Schweden einfach um einiges schneller. Wer jemals auf norwegischen Straßen gefahren ist weiß warum. In Norwegen gibt es sehr viele Kreisverkehre und kurvenreiche Strecken. Das macht die Fahrt zwar interessant und aufregend, aber auch langwierig.

In Schweden verlaufen die Straßen eher schnurgerade und sind besser zu fahren. Ihr kommt daher schneller voran und habt noch den Vorteil auf Eurem Roadtrip ein zusätzliches Land zu entdecken. Dafür ist Schweden natürlich viel weniger spektakulär als Norwegen und ist unserer Meinung landschaftlich auch gar nicht damit zu vergleichen.

Wir haben für die Rückfahrt dann aber die Route durch Norwegen gewählt, damit wir nicht zweimal die gleiche Strecke fahren und wir noch die spektakulären Highlights von Südnorwegen mitnehmen können.

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Tipps für die Lofoten Anreise

Einreise mit Hund

Wenn ihr wie wir einen Hund dabei habt dann müsst ihr bei der Einreise nach Norwegen, Schweden und auch Dänemark einiges beachten.

Einreise Norwegen mit Hund

Bevor ihr mit Euren Hund nach Norwegen einreisen könnt, sind einige Dinge zu beachten.
Folgende Anforderungen muss Euer kleiner Freund erfüllen:

  • Ihr benötigt einen EU-Heimtierausweis
  • Der Hund muss gechipt sein und die Identitätsnummer muss im Heimtierausweis und in allen Veterinärattesten/Originaldokumenten angegeben sein
  • Das Tier muss eine gültige Tollwutimpfung haben
  • Hunde (einschließlich Welpen) müssen innerhalb der letzten 120 bis 24 Stunden gegen Bandwurmbefall behandelt worden sein
  • Ihr dürft maximal 5 Hunde einführen
  • Nicht erlaubt ist die Einfuhr folgender Hunderassen: Pit Bull Terrier, Amerikanischer Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Tosa, Dogo Argentino, Tschechoslowakischer Wolfhund sowie Mischlinge dieser Rassen und Mischlinge zwischen Hund und Wolf

Bei der Einreise müsst ihr die Dokumente unaufgefordert dem Zoll vorzeigen. Bei unserer Norwegenreise hat dies aber keinen so wirklich interessiert. Der Grenzbeamte hat sich nichts notiert und wir haben auch keine Bescheinigung oder ähnliches bekommen. Wir hätten also auch nicht nachweisen können, dass wir den Hund angemeldet haben.

Einreise Schweden mit Hund

Bei der Einreise nach Schweden mit Hund ist es etwas einfacher als in Norwegen. Ihr müsst die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Dein Hund muss

  • eine ID-Kennzeichnung (Chip) haben.
  • eine gültige Impfung gegen Tollwut haben.
  • einen gültigen EU-Heimtierausweis haben.
  • beim Zoll angemeldet werden.

Diese Anmeldung könnt ihr auch vorher online erledigen. Ihr müsst dann bei der Einreise nach Schweden auch nichts vorzeigen, sondern könnt durch die grüne Spur fahren bei der nichts anzumelden ist.

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Einreise Dänemark mit Hund

In Dänemark ist die Einreise mit Eurem Hund am einfachsten. Ihr braucht den Hund vorher nicht anmelden, sondern müsst nur folgende Dinge beachten:

Dein Hund muss

  • eine ID-Kennzeichnung (Chip) haben.
  • eine gültige Impfung gegen Tollwut haben (mindestens 21 Tage her).
  • einen gültigen EU-Heimtierausweis haben.

Maut in Norwegen

Es gibt auf sehr vielen Straßen in Norwegen Abschnitte die mautpflichtig sind. Man wird per Schild einige hundert Meter vorher darauf hingewiesen, aber hat meistens eh keine andere Wahl und ist daher quasi alternativlos. An der Mautbrücke wird man dann automatisch fotografiert, wovon man aber nichts merkt. Ihr fahrt einfach vorbei und müsst nicht wie in Frankreich oder anderen Ländern anhalten und direkt bezahlen.

Ihr könnt wenn ihr wollt die Mautgebühren an Kiosken oder Supermärkten bezahlen, bzw. könnt Euch dort auch ein Guthaben anlegen. Alternativ kann man dies bei autopass.no auch schon von Deutschland aus tun. Dies ist aber umständlich und wenig komfortabel.

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Wir empfehlen Euch daher gar nichts zu tun, denn die Mautkosten werden bei Ausländern automatisch gesammelt und einige Monate später bekommt ihr einen Brief aus England (von EPC plc – Euro Parking Collection) in dem detailliert die gefahrenen Strecken und die angesammelten Kosten ersichtlich sind. Dies ist auch keinen Cent teurer, als wenn ihr die Mautgebühren direkt in Norwegen bezahlt hättet.

Interessanterweise werden auch manche Fährverbindungen über das Autopass genannte System abgerechnet, und das scheinbar willkürlich. Auf manchen Fährverbindungen haben wir auf der Hinfahrt die Kosten für die Fähre per Kreditkarte auf dem Schiff gezahlt und bei der Rückfahrt wurde einfach unser Nummernschild fotografiert, so dass wir gar nichts vor Ort zahlen mussten. Die Kosten werden dann auf unserer Mautrechnung auftauchen.


Sucht ihr noch eine Reiseroute für die Lofoten?

Lofoten Roadtrip I perfekte Reiseroute für 7 Tage

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