Schöne Straßen sind nicht das erste was man auf Madeira erwarten würde. Madeira ist eine wunderbare Insel voll spektakulärer Landschaften, unberührter tropischer Natur und herausfordernden Wanderwegen. Es gibt hier Wasserfälle, Berge, Täler und natürlich auch spektakuläre Straßen. Autofahren auf Madeira ist eine Liga für sich. Durch die besondere Topologie der portugiesischen Atlantikinsel mit vielen Höhenunterschieden, Bergen und Tälern gibt es extrem steile Straßen auf Madeira, wie wir sie noch nirgendwo auf der Welt erlebt haben. Autofahren auf Madeira kann schon eine Herausforderung sein.

Auch gibt es hier viele wunderschöne und landschaftlich unheimlich attraktive Panoramastraßen, die teilweise direkt an der Steilküste entlang führen, durch tropische Wälder oder Serpentinen und die sich auf die höchsten Berge Madeiras schlängeln. Was aber sind die schönsten Straßen auf Madeira, die ihr auf gar keinen Fall verpassen solltet?

Falls ihr einen Roadtrip auf Madeira plant, wollen wir euch hier die schönsten Straßen auf Madeira vorstellen. Viel Spaß beim Nachfahren!

Hey Leute

Wir sind Sabrina und Andreas, zwei abenteuerlustige Reisende, die keine Gelegenheit auslassen, um die Welt zu entdecken. Ob per Flugzeug in ferne Länder oder mit unserem Campervan Bruno, wir lieben es einfach zu reisen. 
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Autofahren in Madeira | Tipps für Euren Roadtrip

Zuerst noch mal ein paar wichtige Tipps für Euch. Autofahren auf Madeira ist schon eine Sache für sich. Viele Straßen – vor allem die Nebenstraßen – sind so steil, kurvig und eng, dass man schon ein geübter Autofahrer sein muss, um hier klar zu kommen. Besonders das Anfahren am Berg sollte man hier beherrschen. Wenn man einige Tage auf Madeira unterwegs gewesen ist, dann hat man sich daran gewöhnt. Aber die ersten Tage sind schon gewöhnungsbedürftig.

Während die Nebenstraßen also fast immer sehr kurvig und mega steil sind, so sind die Hauptstraßen meistens schnurgerade. Das liegt daran, dass die meisten Hauptstraßen (oder Schnellstraßen) in oft kilometerlangen Tunneln durch die Berge führen. Diese werden dann kurz durch einen Kreisverkehr an der frischen Luft unterbrochen bevor es in den nächsten Tunnel geht. Besonders im Süden der Insel verläuft das Autofahren so, wenn man die Schnellstraßen (erkennbar an der Abkürzung VE) benutzt.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren
Ponta de São Lourenço, Madeira

Unterschied zwischen ER und VE Straßen

Wenn man sich auf Google Maps die Straßen auf Madeira so ansieht, dann fallen einem direkt die Unterschiede zwischen den oft schnurgeraden VE-Straßen und den meistens sehr kurvigen ER-Straßen auf. VE sind die Schnellstraßen (oder auch Autobahnen) auf Madeira. Diese verlaufen oft durch endlos lange Tunnel und bringen Euch schnellstmöglich ans Ziel. Die Straßen mit der Abkürzung ER ähneln eher Landstraßen und schlängeln sich ohne Tunnel teilweise über enge Serpentinen über Berg und Tal.

Hier kann man also zusammenfassen, wenn ihr schnell irgendwo hin wollt, dann nehmt die schnellen VE-Straßen. Wollt ihr Madeira erleben und auch Spaß beim Fahren über kurvige Straßen haben, dann nehmt lieber die ER-Straßen. Ihr braucht zwar viel länger, aber werdet auch viel mehr sehen und erleben auf der Strecke.

Gibt es Blitzer auf Madeira?

Es gibt zwar ein paar Blitzer auf Madeira, aber wenn dann werden sie vorher angekündigt. Gesehen haben wir Blitzer – und die dazugehörigen Schilder – aber nur in der Nähe der Hauptstadt Funchal und dem Flughafen. Auf der restlichen Insel haben wir weder fest installierte noch mobile Blitzer entdecken können. Ihr solltet Euch natürlich trotzdem immer an die angezeigte Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Wie schnell darf ich auf Madeira fahren?

Die Höchstgeschwindigkeit auf den Schnellstraßen (VE) beträgt in der Regel 90km/h. Innerorts dürft ihr meistens nur 50 km/h fahren. Außerorts sind je nach Straßenbeschaffenheit auch mehr erlaubt. Achtet hier einfach auf die Beschilderung. Teilweise gibt es außerorts auch Hinweisschilder, die eine 10 km/h höhere Geschwindigkeit erlauben, wenn die Sonne scheint. Bei Regen muss sich dann an die ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten werden. Eine sehr faire Regelung wie wir finden.

Parken auf Madeira

Wie auch in Deutschland gibt es auf Madeira Parkbuchten und meistens ist auch das Parken am Straßenrand erlaubt. Hier müsst ihr auf die Farbe der Linien am Straßenrand achten. Bei blauen Linien müsst ihr ein Parkticket kaufen. Bei weißen Linien kostet das Parken nichts.

Braucht man einen Mietwagen auf Madeira?

Es gibt viele, die nach Madeira fliegen und dort auf einen Mietwagen verzichten. Das ist auch problemlos möglich, denn es gibt ein gut ausgebautes Busnetz auf Madeira. Insgesamt gibt es fünf Buslinien auf Madeira, die teilweise nur in Funchal verkehren (Horários do Funchal. Busplan als PDF) oder jeweils einen anderen Teil der Insel bedienen. Überlandverbindungen bieten die folgenden Gesellschaften an: Rodoeste BusSAM Bus und Canico Bus. Dann gibt es noch den Aerobus, der den Flughafen mit Funchal verbindet.

Für jede Busfahrt braucht ihr ein eigenes neues Ticket, das etwa 1,50 Euro kostet. Einen Verkehrsverbund gibt es leider nicht auf Madeira, so dass ihr für jeden Bus ein neues Ticket braucht.

Empfehlen würden wir Euch aber einen Mietwagen zu mieten. Damit seid ihr viel flexibler und kommt auch sehr schnell in entlegenere Gegenden der Insel.

Die schönsten Straßen auf Madeira

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil dieses Artikels. Die Highlights beim Autofahren auf Madeira. Hier unsere ganz persönliche Top-Liste der schönsten Panorama-Straßen auf Madeira.

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Serpentinen hoch zum Pico do Areiro

Die Wanderung vom Pico do Ariero zum Pico Ruivo ist schon eine der krassesten Wanderungen, die man auf Madeira machen kann. Und ebenso cool ist die Auffahrt auf den 1818 Meter hohen Pico do Arieiro. Diese führt erst durch dichten Nadelwald und später über enge Kurven und Serpentinen bis hoch auf einen der höchsten Berge Madeiras.

Wenn ihr, was sehr zu empfehlen ist, noch vor Sonnenaufgang hoch fahrt, dann werdet ihr hoffentlich das Glück haben wenige Kilometer vor dem Ziel durch dichten Nebel bzw. Wolken zu fahren. Bald durchbrecht ihr dann aber die Nebeldecke und seid auf der Spitze des Arieiro über den Wolken und habt einen spektakulären Blick über die Bergwelt und auf die aufgehende Sonne. Ein absolutes Highlight auf Madeira.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

ER101 am Ribeira do Inferno

Bevor die vielen Tunnel in die Felsen gehauen wurden führten die Küstenstraßen direkt an der Steilklippe entlang. Viele von diesen Küstenstraßen gibt es heute noch und ganz wenige davon kann man mit dem Auto auch noch befahren. Die allermeisten sind aber gesperrt bzw. mit dem Auto unbefahrbar. Eine ganz besondere Küstenstraße solltet ihr aber besuchen, obwohl diese für den Autoverkehr gesperrt ist und durch mehrere herabgefallene Felsen auch nicht so einfach zu begehen ist.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

Diese Küstenstraße liegt zwischen São Vicente und Seixal und beginnt an dem kleinen Wasserfall Cascata Água d’Alto direkt an der Schnellstraße. Genau hier (Google Maps Link) könnt ihr Euren Wagen abstellen und müsst dann nur über die Schnellstraße laufen (Vorsicht!), um zur Küstenstraße zu kommen.

An zwei größeren Haufen Geröll müsst ihr vorbei laufen und habt dann schon einen tollen Blick auf die Küste bis hin nach São Vicente. Wenn ihr weiter bis zum Tunnel lauft dann habt ihr noch einen super Blick in eine grüne Schlucht, die von einen Tunnel der Schnellstraße gequert wird. Ihr könnt dann noch weiter laufen bis die Küstenstraße wieder zur Schnellstraße trifft oder ihr lauft zurück und kehrt zum Auto zurück.

Dieser wunderschöne Flecken von Madeira ist wirklich total untouristisch und ihr werdet hier vermutlich total alleine sein. Allein das macht schon den Reiz dieser wunderschönen Straße auf Madeira aus.

ER228

Die Landstraße ER228 biegt in Serra de Água von der VE4 ab und führt euch in vielen kleinen Serpentinen den Berg hoch, wo sie sich irgendwann mit der ER110 verbindet und dann weiter als ER228 bis zum Ort Vargem führt, wo sie wieder zur VE4 trifft.

Auf dem Weg gibt es sehr viele kleinere und größere Aussichtspunkte und der Weg führt am Anfang noch über offene Straßen, die Euch einen tollen Blick zurück aufs Tal bieten. Im späteren Verlauf geht es dann durch teils dichten Nadelwald und windet sich immer weiter den Berg hinauf bevor es dann genauso wieder hinunter geht. Die Kurven sind teils sehr eng und es macht wirklich Spaß hier zu fahren.

Wenn ihr im Norden der Insel angekommen seid, könnt ihr die Schnellstraße VE4 benutzen, um wieder zurück in den Süden Madeiras zu kommen. Die Aussicht ist hier zwar gleich Null, da diese Strecke durch einen Tunnel führt, dafür geht es aber viel schneller als die Hinfahrt.

ER110 mit Lombo do Mouro

Hoch in den Bergen in der Region Encumeada startet die ER110, die bis in den Nordwesten nach Porto Moniz führt. Der spannendste Teilabschnitt liegt direkt in Encumeada und führt steil nach oben in die Berge und bietet Euch auf dem Weg phänomenale Ausblicke auf Berg- und Tallandschaften. Das besondere Highlight dieser Strecke ist sicherlich die Haarnadelkurve Lombo do Mouro.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

Hier könnt ihr auch Aussteigen und auf den kleinen Hügel zwischen den Straßen klettern und den Blick auf die tolle Landschaft genießen. Fahrt ihr weiter dann geht es nochmal weiter nach oben und ihr fahrt u.a. am Aussichtspunkt Bica da Cana vorbei, von dem ihr bei guten Wetter die höchsten Berge Madeiras (Pico Ruivo & Pico do Areiro) sehen könnt.

Im weiteren Verlauf kommt ihr auch am Startpunkt der beliebten Wanderung zu den 25 Fontes vorbei, die ihr unbedingt wandern solltet.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

ER103

Die ER103 ist eine wunderschöne Nord-Süd-Verbindung zwischen der Region Monte im Süden und Faial im Norden von Madeira. Die Straße schlängelt sich über zahllose Kurven in die Berge in der Mitte von Madeira und führt dabei durch fast schon tropisch-grünen Wald und bietet auch einige Aussichtspunkte und Wanderungen, die entlang des Weges starten.

Eine der berühmtesten Wanderung auf der ER103 ist die sehr touristische, aber auch sehr kurze Wanderung zum Levada dos Balcões. Den Start dieser Wanderung werdet ihr auf keinen Fall verpassen, denn hier parken sehr viele Autos direkt am Straßenrand.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

Etwas unterhalb des Startpunkt zu den Levada dos Balcoes befindet sich die schöne Brücke Ponte Velha (alte Brücke), die ihr auf eurem Weg überquert. Von einer Drohne kann man wirklich sehr schöne Fotos von dieser Brücke machen.

Die ER103 führt Euch dann wieder bergab in den Norden Madeiras und bietet Euch auf der mitunter steilen Abfahrt tolle Ausblicke auf das Meer.

Die schönsten Straßen auf Madeira | Tipps zum Autofahren

ER101 – Die Straße mit dem Wasserfall

Eine sehr touristische, aber super coole, Straße auf Madeira ist die ER101 in der Nähe von Ponta do Sol. Hier befindet sich der schmale, aber recht hohe Wasserfall Cascata dos Anjos. Dieser Wasserfall ergießt sich aus 90 Metern Höhe direkt auf die schmale Küstenstraße und dann weiter ins Meer. So einen coolen Wasserfall haben wir noch nicht mal im von Wasserfällen sehr verwöhnten Island erlebt.

Dies ist wirklich ein besonderes Naturschauspiel und ihr könnt sogar mit dem Auto problemlos unter dem Wasserfall durchfahren und den Wasserfall damit quasi als kostenlose Autowäsche nutzen. Ihr solltet hier aber auch aussteigen und Euch den Wasserfall aus der Nähe angucken.

Tagsüber solltet ihr hier keine Probleme haben ein schönes Foto zu machen, aber Nachmittags und besonders zum auf Madeira immer sehr schönen Sonnenuntergang werdet ihr hier nicht alleine sein. Sehr viele Touristen laufen dann hier herum und versuchen das perfekte Foto zu machen.


Gibt es Eurer Meinung nach noch andere tolle Straßen auf Madeira, die wir hier nicht erwähnt haben? Immer her damit in die Kommentare!

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