Ein Roadtrip in Argentinien liegt ziemlich nahe, wenn man die Größe des südamerikanischen Lands betrachtet. Von Patagonien im Süden über die Region Buenos Aires bis hin zum hohen Norden mit der Region Salta und der Puna de Atacama. Es gibt viele Gründe per Mietwagen einen Roadtrip durch Argentinien zu unternehmen. Am liebsten hätten wir eine Rundreise von den Gletschern in Patagonien bis zu den Vulkanen Nord-Argentinien gemacht. Aber dazu fehlte uns leider die Zeit.

Da wir aber eh im Norden Chiles – in der Atacama-Wüste – unterwegs waren, hat sich eine Rundreise durch den Norden Argentiniens angeboten. Wir sind zwar von San Pedro de Atacama in Chile gestartet, aber von dort direkt nach Salta in Argentinien gefahren. Von dort könnt ihr Euren Roadtrip auch starten, wenn ihr nur in Argentinien unterwegs sein wollt.

Wir stellen Euch hier die Reiseroute unseres Roadtrips durch Argentinien, die man gut in 2 Wochen fahren kann, vor und geben Euch in unserem Reisebericht auch einige Tipps, wo ihr am besten einen Wagen herbekommt und wo ihr am besten übernachtet, wenn ihr keinen Campervan mit Dachzelt habt.

Den richtigen Mietwagen für den Argentinien Roadtrip finden

Einen Mietwagen in Argentinien zu finden ist gar nicht so schwer. Es gibt zumindest in der Provinzhauptstadt Salta zahlreiche Anbieter (Europcar, Avis etc.), die man auch aus Europa kennt. Normale Mietwagen zu mieten ist dort auch gar nicht mal teuer. Auf asphaltierten Straßen hat man damit auch keine Probleme, aber was wenn man auch in die Pampa möchte? Dann braucht man schon einen Allradwagen. Im Folgenden wollen wir Euch ein paar Informationen geben, um den richtigen Mietwagenanbieter zu finden.

Argentinien

Einen normalen Mietwagen in Argentinien mieten

Wenn ihr unsere oben angegebene Reiseroute etwas abkürzt und nur auf der Hauptstraße N68 bzw. N9 zwischen Cafayate im Süden und Salta bzw. Humahuaca im hohen Norden Argentiniens bleibt, dann braucht ihr auch keinen Geländewagen. Die Straßen sind überall in gutem Zustand und auch mit einem kleineren Wagen kommt ihr super durch.

Wollt ihr also keinen Abenteuertrip aus Eurem Argentinien Roadtrip machen, dann schaut Euch einfach hier die verfügbaren Mietwagenanbieter an und wählt einen Wagen, der preislich in Euer Budget passt:

Mietwagen finden in Salta

Campervan mit Dachzelt

Da wir einen Großteil der Nächte in der Puna de Atacama nicht in Hotels verbringen wollten und auch durch Gegenden fahren wollten in denen es keine asphaltierten Straßen gibt, haben wir uns für einen Campervan entschieden. In unserem Fall ein offroadfähiger Geländewagen mit Dachzelt. So konnten wir unser Zelt aufschlagen wo wir es wollten und konnten uns mit unserem kleinen Campingkocher mitten in der Natur was leckeres zu Essen machen. Einfach phantastisch!

Unser Campervan für unseren Roadtrip durch Argentinien
Unser Campervan für unseren Roadtrip durch Argentinien

Unsere Wahl bei der Suche nach einem Mietwagen-Anbieter für die Atacama-Wüste fiel dabei auf die Firma Wicked Camper. Diese gibt es schon in den USA und Australien und seit einigen Jahren auch in Chile. Wicked bietet kleine Campervans, aber auch große geländegängige Allradwagen an. Meistens mit knalligen und auffälligen Designs. Die Zielgruppe sind also eher jüngere Leute, was man wegen der relativ hohen Preise zuerst gar nicht glauben würde. Aber teuer ist in Chile eh das meiste.

Die Standard Mietwagen bei Wicked sind kleine Minibusse, die eher weniger für schroffe Gelände geeignet sind, wie wir sie auf unserer Rundreise vorfinden würden. Für etwas mehr Geld haben wir daher einen geländegängigen Allradwagen genommen, bei dem wir sicher sein konnten, dass unser Wagen bei den krassen Straßenbedingungen in der Einöde Argentiniens nicht schlapp macht.

Das Problem hierbei ist, dass Wicked seine Wagen nur in San Pedro de Atacama in Chile vermietet und nicht in Argentinien! Ihr müsst die Strecke also dann in Chile starten und auch beenden. Das ist aber kein großes Problem. Wie dann Eure Reiseroute aussehen könnte und was ihr alles beachten müsst, haben wir in einen eignen Artikel zusammengeschrieben.

Campervan vs. normaler Mietwagen

Mit einem normalen Mietwagen meine ich einen nicht per Allrad angetriebenen Wagen. Das sind hier in der Gegend meistens trotzdem größere Geländewagen z.b. in Form eines Toyota Pickups. Ein normaler Mietwagen, wie man ihn sich auch in Europa ausleihen würde, ist hier zwar auch zu bekommen, aber wir würden ihn nur empfehlen, wenn man wirklich nur auf befestigten Straßen (z.B. zwischen Salta und Cafayate) unterwegs ist. Ansonsten sind solche Autos den Straßenbedingungen nicht gewachsen. Die wenigstens Straßen in dieser Region sind geteert.

Bei einem Campervan hat man den Vorteil, dass man in ihm oder auf ihm schlafen kann. Also auf einer Matratze im Wagen oder in einem Dachzelt. Man kann damit also relativ problemlos wild campen. Wann und wo man will. Und das ist in Chile und Argentinien überall erlaubt, außer auf Privatgelände natürlich. Man spart damit also nicht nur Geld gegenüber einer Hotelübernachtung, sondern hat auch einzigartige Naturerlebnisse sicher.

Vanlife Puna de Atacama
Vanlife in der Puna de Atacama

In Gegenden, wo es nachts sehr kalt wird, ist es natürlich weniger angenehm im Zelt oder auch im Auto zu übernachten. Vielleicht sind wir auch einfach nicht hartgesotten genug, aber bei über 3500 Meter über dem Meeresspiegel wird es sehr leicht nachts unter Null Grad. Und der starke Wind tut dann sein übriges. Für solche Fälle kann auf Herbergen (Hospedajes) zurück gegriffen werden, die fast überall zu finden sind.

Hotels gibt es in den großen Städten wie San Pedro de Atacama (Chile), Salta und Cafayate genügend. Aber auch in den einsamen Gegenden der Puna de Atacama gibt es einige wenige Unterkünfte, in die man sich vor der Kälte in der Nacht flüchten kann. Die Preise für einfache Unterkünfte (die man auch nicht im Internet findet) liegen bei ca. 15-25 Euro für ein Doppelzimmer. Wenn man auf mehr Komfort wert legt, muss man mindestens 50 Euro pro Nacht investieren.

Wo könnt ihr auf der Reiseroute campen?

Die einzigen Orte in denen ihr auf Eurer Route durch den Norden Argentiniens wirklich im Dachzelt (oder Auto) schlafen könnt ohne zu erfrieren, liegen zwischen Hualfin im Süden und Humahuaca im Norden. Nur diese Region Argentiniens liegt bei knapp 1000 Meter über Null und hat damit auch Nachts angenehme Temperaturen zu bieten. Alle anderen Orte in der Puna de Atacama (z.B. Antofagasta de la Sierra) liegen so hoch, dass es sich Nachts schnell auf unter Null Grad abkühlt. Hier solltet ihr also auf eine der überall vorhandenen Hospedajes (einfache private Unterkünfte) zurückgreifen.

 

Die Reiseroute unseres Argentinien Roadtrips

Unsere Reiseroute durch Argentinien führte uns im Uhrzeigersinn durch den Nordwesten des Landes (und dabei auch durch die Puna de Atacama) und kann grob in die folgenden Stopps eingeteilt werden:

  1. Salta
  2. Quebreda de las Conchas
  3. Cafayate
  4. El Penon
  5. Campo de Piedra Pomez
  6. Der Vulkan Cono Arita
  7. Ojos del Mar und Desierto del Diabolo
  8. San Antonio del Cobres

Wenn man sich viel Zeit lässt, dann kann man auf dieser Reiseroute 2 Wochen verbringen. Ihr könnt diese Strecke aber auch in 8-10 Tagen schaffen, wenn ihr weniger Zeit habt.

Zusätzliche Ziele mit normalem Mietwagen

Falls ihr die unwirtlichen und schwer zu befahrenen Landschaften in der Puna de Atacama (der Bereich zwischen der Ruta Nacional 40 und der chilenischen Grenze) auslassen wollt, dann reicht Euch ein einfacher Mietwagen mit Vorderradantrieb. Wir haben Euch hierfür ein paar zusätzliche Ziele aufgeschrieben, damit ihr auch Eure 2 Wochen voll kriegt.

Diese Ziele befinden sich alle nördlich von Salta und können nur sehr schwer als Rundreise mit aufgenommen werden ohne über Sandpisten zu fahren. Ihr müsst also von Salta aus über die RN9 in Richtung Norden fahren und vom nördlichsten Ort dann wieder zurück über die gleiche Strecke.

Tag 1 | Salta

In Salta haben wir uns nicht lange aufgehalten. Euch würden wir es auch nicht empfehlen. Falls ihr am gleichen Tag weiterfahren könnt, dann solltet ihr das auch tun.

Die Stadt hat nicht viel zu bieten und ist eher grau und unattraktiv. Der einzige schöne Aussichtspunkt ist unserer Meinung nach der Hausberg San Bernardo. Diesen könnt ihr problemlos mit dem Auto besuchen (alternativ auch per Gondel oder zu Fuß) und müsst auch keinen Eintritt oder Parkgebühren bezahlen.

Salta San Bernado Berg
Aus Blick vom Berg San Bernado in Salta

Ihr könnt bis ganz nach oben auf den Gipfel fahren und die tolle Aussicht über Salta genießen. Der 360°-Blick von oben zeigt einem die riesigen Ausmaße dieser Großstadt, und ist ein krasser Kontrast zu den restlichen Städten auf dieser Reiseroute. Oben gibt es auch ein Restaurant und Toiletten. Die Argentinier nutzen den Berg übrigens auch als Möglichkeit Morgensport zu betreiben. Wir haben viele Jogger oder auch Hundebesitzer unterwegs getroffen, die die kilometerlange Straße hochspaziert oder gejoggt sind.

Mehr als eine Stunde muss man aber auch nicht oben verbringen und so könnt ihr den ersten Tag Eures Roadtrips eher damit verbringen Euren Mietwagen zu packen oder Euch im Hotel von Eurer Anreise zu erholen. Am nächsten Morgen solltet ihr dann frühzeitig los fahren.

Tag 2 + 3 | Quebreda de las Conchas

Die Strecke zwischen Salta und Cafayate über die RN68 (auch Quebrada de las Conchas genannt) gehört zu einer der schönsten Strecken Argentiniens, liest man überall… und ja, wir können dem nur zustimmen. Die ca. 200 km lange Strecke lässt einen kontinuierlich staunen über die Wunderwerke der Natur. Die Farben in der Quebrada de las Conchas tendieren ins rotbraun-lehmige und bilden immer neue Formen links und rechts der Straße. Dazu fließt in der Mitte der Schlucht der – je nach Wasserstand – mehr oder weniger reißende Rio las Conchas und gibt der Quebrada de las Conchas nochmal eine ganz besondere Atmosphäre.

Auf der Strecke zwischen Salta im Norden und Cafayate im Süden kann man auch immer wieder gut abseits der Straße wild campen. Der schöne Teil der Strecke beginnt knapp 1 Stunde Fahrt südlich von Salta und endet kurz vor Cafayate. Wobei wir Cafayate an sich auch total schön und – obwohl relativ touristisch – auch sehr entspannt fanden.

Quebreda de los Conchas Straßen
Quebreda de los Conchas

Wir haben insgesamt 2 Tage und 2 Nächte auf der Strecke verbracht, für die man eigentlich nur 3-4 Stunden braucht, wenn man wenig Zeit hat. Es werden auch von Salta und Cafayate aus geführte Touren angeboten, bei denen man innerhalb eines Tages durch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten geschleust wird. Die Straßen sind aber in einem super Zustand und daher auch mit einem kleinen Mietwagen gut zu fahren. Unterwegs gibt es wunderbare Aussichtspunkte, besondere Sehenswürdigkeiten und auch kleinere Wandermöglichkeiten. Und wenn ihr auf dieser Route auch übernachtet, könnt ihr auch die tollen Sonnenauf- und untergänge dieser Region in völliger Einsamkeit und Ruhe anschauen.

Mehr Infos zu dieser argentinischen Panoramastraße erfahrt ihr in unserem separaten Reisebericht:

Tag 4-5 | Cafayate

Am Ende der wunderbaren Quebreda de las Conchas liegt die kleine Stadt Cafayate, welche deswegen natürlich touristisch, aber trotzdem total sehenswert ist. Sie dient als Ausgangspunkt für die Weinregion um Cafayate und und ist beliebt bei Wanderern und Mountainbikern.

Hier gibt es ein schönes Stadtzentrum mit einem gemütlichen Zócalo (Hauptplatz) und auch einigen Kolonialbauten. Zudem gibt es viele Souvenirläden diverse Restaurants, die leckere Empanadas anbieten.

Man kann hier sehr gut 2-3 Tage mit Souvenirshopping, Ausflügen und Bummeln in der Stadt verbringen. Dafür ist Cafayate wirklich hervorragend geeignet. Die Stadt schafft es einen tollen Mix aus Tourismus und Ursprünglichkeit zu erzeugen, ohne dabei zu hektisch oder zu ausgestorben zu wirken. Wir haben uns in den 3 Tagen, die wir insgesamt hier waren, echt sehr wohl gefühlt und es ist unsere Lieblingsstadt geworden auf unserer Rundreise durch Chile und Argentinien.

Geld abheben in Cafayate

Das gestaltet sich in Argentinien, aber besonders in Cafayate, immer etwas schwierig. Es gibt 2 Banken in der Stadt, von denen eine während unseres Aufenthalts gar kein Bargeld mehr hatte und die andere dafür ständig eine riesige Schlange vor der Tür.

Etwa eine halbe Stunde standen wir an, bis wir dran kamen und in der Zeit sank die Anzahl der Automaten in der Bank, die noch Geld ausspuckten, von 4 auf nur noch einen einzigen.

Ich hatte schon Sorge, dass wir an kein Bargeld mehr kommen würden, was schlimm wäre, da die meisten Sachen, wie z.b. Tankstellen, nur mit Bargeld zu bezahlen sind.
Am Ende hat es dann Gottseidank noch geklappt. Man sollte aber in dieser Region immer soviel Geld abheben wie möglich ist, da man besonders in den einsamen Dörfern der Puna de Atacama nur bar bezahlen kann.

Tag 6 | Wanderung zum Rio Colorado (Cafayate)

Nachdem man sich einen Tag in Cafayate ausgeruht hat, ist es an der Zeit wieder etwas abenteuerliches zu unternehmen. Nach einer kurzen Recherche in unserem Reiseführer fanden wir die Wanderung zum Rio Colorado.

 

Wer den Rio Colorado bewandern möchte muss nur einige Kilometer aus der Stadt raus fahren und den Wagen in der Nähe eines Campingplatzes abstellen. Die Wanderung selbst führt durch eine wunderbar grüne Schlucht an einem kleinen Fluss entlang und endet an einem netten und gar nicht mal so kleinen Wasserfall. Man sollte hier schon Vormittags starten, da sonst die Sonne einfach zu früh hinter den Bergen verschwindet.

Zur Wanderung zum Rio Colorado haben wir übrigens auch einen eigenen Reisebericht geschrieben:

Tag 7 | Fahrt nach El Penon

Der siebteTag der Reiseroute durch Argentinien ist leider ein Fahrtag. Wir mussten etwas Strecke machen, um nach unserem zusätzlichen Tag in Cafayate (wir versuchten unseren Geländewagen von Wicked Camper reparieren lassen, da der Allradantrieb nicht funktionierte) wieder etwas aufzuholen und in die Puna de Atacama zu gelangen.

So sind wir also nach dem Frühstück schnell zum Bäcker, haben versucht noch etwas Geld abzuholen und unsere beiden Benzinkanister, die wir vom Mechaniker bekommen haben, voll zu machen. Ich schreibe bewusst versucht, da beides leider nicht geklappt hat. Die Bank hatte leider kein Geld und der Tankwart wollte leider unsere Kanister nicht befüllen. Seine auf spanisch dahin genuschelte Erklärung habe ich leider nicht verstanden. So mussten wir unsere Not-Kanister eben an einer anderen Tankstelle auf dem Weg auffüllen.

Die RN40 zwischen Cafayate und Hualfin ist viel flacher und weiter als die RN68 zwischen Cafayate und Salta. Es ist in großen Teilen eine Straße über eine weite, flache Steppe, die umsäumt ist von hohen Bergmassiven. Bedeckt mit Sand und Flächen von blassgrünen Sträuchern aus der ab und an ein einzelner Baum hervorragt. Hält man hier an, wird die Totenstille nur durch das gelegentliche Schnaufen der Esel oder von klappernden Geräuschen aus dem Gebüsch unterbrochen (gibt es hier eigentlich Klapperschlangen? Wir wissen es nicht.)

Die Straßen, die wir auf unserem Fahrtag durchqueren sind häufig kilometerweite, schnurgerade Straßen, die bis zum Horizont zu reichen scheinen. Unser Verständnis von Weite und Ferne wird hier neu geeicht.

Auf dem Weg passieren wir die Stadt Santa Maria, welche etwas größer ist als Cafayate, dafür aber komplett untouristisch und auch nicht so eine schöne Atmosphäre zu bieten hat. Dafür kann man hier gut seine Lebensmittelvorräte auffüllen, tanken (auch Benzinkanister werden hier an der örtlichen Perisol Tankstelle befüllt) und Geld abheben.

Nochmal Volltanken in Hualfin

Auf unsere Rundreise durch Argentinien geht es weiter bis nach Hualfin, wo wir erneut in den beschaulichen Ort abbiegen und an der top modernen Tankstelle volltanken. Dies geht übrigens, wie an den meisten Tankstellen, nur mit Bargeld.

Kurz nach Hualfin biegt die RP43 nach Antofagasta de la Sierra ab, der wir heute nur bis nach El Penon folgen wollen.

Wir dachten eigentlich, dass ab hier wieder die Schotterpiste beginnen sollte. Aber Pustekuchen, es geht schön asphaltiert weiter und es gibt nur kurze Stücke welche als Schotterpiste zu bezeichnen sind. Nichtsdestotrotz geht es von Anfang an schon sehr steil bergauf und unser armer Geländewagen hat ordentlich zu kämpfen, um die Steigungen zu erklimmen. Gelegentlich muss ich sogar in den zweiten oder sogar ersten Gang schalten, obwohl es für mich gar nicht so steil aussieht. Aber die dünne Luft, wir befinden uns mittlerweile wieder auf fast 4000 Meter Höhe, hat wahrscheinlich auch ihren Anteil daran.

Die phantastische Landschaft beginnt

Nach ca. 1.5 Stunden beginnt dann doch eine durchgängige Schotterpiste, die aber relativ gerade und leicht zu fahren ist. Es gibt kaum Schlaglöcher und nur einige, kleine Flussläufe sind mit geringer Geschwindigkeit zu durchqueren. Wer Spaß am Autofahren hat kommt hier voll auf seine Kosten. Mir (Andreas) hat die Strecke sehr viel Spaß gemacht. Deswegen haben wir generell bei uns die Aufteilung, dass Sabrina die “langweiligen” Asphaltpisten fährt und ich die “aufregenden” Schotterpisten.

Die Landschaft während der Fahrt ist wieder extrem phantastisch. Endlose Weiten, viele Guanacos, vereinzelte Esel und sogar Strauße haben wir hier gesehen. Man kann hier wieder fast bis zum Horizont gucken und wenn man denkt die Straße kann doch nicht mehr weiter hoch führen, dann geht es nach dem nächsten Hügel noch mal heftiger bergauf.

Unterwegs sind wir sogar an einigen Dünen vorbei gefahren, die an den Ausläufern der Berge bis an die Straße reichen. Total krass kam uns das vor, hier in so einer Gegend plötzlich solch riesige Mengen Sand vorzufinden.

El Penon erkennt man schon von weitem, da es einem wie eine grüne Oase in der ansonsten kargen Steppe vorkommt. Überall Bäume und viele Häuser, mehrere Spielplätze und auch einige Hospedajes (Herbergen), so dass man hier nicht im Zelt übernachten muss.

Unsere Unterkunft (Hospedaje Don Carmelo) haben wir schon im Vorhinein in der App iOverlander gefunden und waren sehr zufrieden damit. Wir zahlten 800 ARS (16 Euro) für 2 Personen mit Frühstück.

Frühstück heißt in Argentinien in der Regel Brot, Marmelade und Kaffee. Wir haben einen Fernseher, einen Heizlüfter, enorm viele dicke Decken und auch ein eigenes Bad im Zimmer. Was will man mehr? Nachdem wir uns auf unserem Gaskocher vor der Garage noch was zu Essen gemacht haben, verkriechen wir uns in unser Zimmer und planen die nächsten Tage.

Tag 8 | Wundersame Felsen am Campo de Piedra Pomez

Der siebte Tag unseres Argentinien Roadtrips steht ganz im Zeichen des Offroad-Fahrens. Wir sind von El Penon in ca. 1.5 Stunden bis zu den Campo de Piedra Pomez gefahren. Der Großteil ist dabei (laut Hinweisschild neben der Straße) eine “4×4 only” Strecke. Nachdem wir ja vergeblich in Cafayate versucht hatten unseren Allradantrieb reparieren zu lassen, verursachte das bei mir natürlich einige Schweißperlen auf der Stirn.

Was ist, wenn wir irgendwo steckenbleiben? Wenn ein Sandloch per Allrad spielerisch zu überwinden wäre, und wir nur nicht weiterkommen weil unser Allradantrieb “ein mechanisches Problem” hat? Und überhaupt, was wird das für eine krasse Strecke sein, wenn an der Einfahrt zur Straße ein “Touristic Check” durchgeführt wird, bei dem normalerweise (bei unserer Durchfahrt saß Gottseidank keiner drin) die einfahrenden Autos kontrolliert werden?

Aber es hilft ja nichts. Ohne es auszuprobieren werden wir es nie wissen. Also fuhren wir los.

Die Route zu den Piedra Pomez ist, so kann ich es nach unserer Rückkehr sagen, als sehr anspruchsvoll zu bezeichnen. Mit einem normalen Mietwagen würde ich diese Strecke auf gar keinen Fall fahren. Selbst wenn wir keinen Allradantrieb hatten, so hatten wir dennoch viel Bodenfreiheit, dicke Stollenreifen und allgemein ein sehr robustes Fahrzeug. Am Anfang ist der Weg noch recht einfach zu fahren, auch weil es kontinuierlich bergab geht.

Die Straße wird immer unbefahrbarer

Aber nach einiger Zeit begegnen einem gelegentliche Sandbänke, enge uneinsehbare Kurven und sehr spitz-steiniger Untergrund, bei dem normale Autoreifen wahrscheinlich schon längst geplatzt wären. Aber an sich hat es super Spaß gemacht diese Strecke zu fahren und somit hat es sich einmal mehr bewahrheitet, dass der Weg doch das Ziel ist.

Häufig war eine Straße, oder sagen wir lieber eine Spur, gar nicht mehr auszumachen. Oft war die zu befahrene Spur auch so breit, dass man sich aussuchen konnte, ob man 100 Meter weiter links oder rechts fahren will. Mehr als einmal habe ich zur Sicherheit in der App Maps.me nachgeschaut, um sicher zu gehen, dass wir noch auf der richtigen Route sind.

Da das Auto natürlich die ganze Zeit über heftigst gescheppert hat, gingen während der Fahrt nicht nur unsere Eier in der Kühlbox kaputt (später sollte es dafür ein leckeres Omelett geben), sondern auch einige unserer 5 Liter Wasserflaschen haben das Umherfliegen im Kofferraum satt gehabt und entwickelten dezente Lecks an der einen oder anderen Stelle. Nach einer kleinen Pause mussten wir dann nicht nur Wasser in andere Behältnisse umfüllen, um nicht alles zu verlieren, sondern sind auch generell etwas gemächlicher gefahren.

Endlich angekommen

Angekommen bei den unwirklich symmetrischen Felsformationen von Piedra Pomez, parkten wir den Wagen am “Straßen”rand und betraten das Felsenmeer, das sich vor uns erstreckte. Von weitem schon konnten wir diese endlose weiße Landschaft sehen und fragten uns was das wohl genau sein würde. Erst von Nahem konnte man die 1 bis knapp 10 Meter hohen Felsen erkennen, die alle in hunderten parallelen Linien aufgestellt schienen. Auch waren fast alle an den Außenseiten weiß und oben drauf braun. Ein komischer Anblick. Als hätte jemand diese Felsen per Hand modelliert.

Campo de Piedra Pomez: Das Highlight der Puna de Atacama

Wir sind auf einige Felsen geklettert und haben viele Fotos geschossen. Wir waren auch die meiste Zeit völlig allein in dieser mondartigen Landschaft. Auch kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.

Nachdem wir noch ein kleines Mittagessen zubereitet und verspeist hatten (das Omelett) machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir wollten eigentlich noch einen kurzen Abstecher zur Laguna Carachi Pampa einlegen, die auf dem Rückweg Richtung El Penon an einer Abzweigung liegt. Aber nachdem sich die Wege auf maps.me immer weiter verzweigten und wir nicht wussten, ob wir noch auf dem richtigen Weg waren, entschieden wir uns umzukehren. Sicher ist Sicher. Liegenbleiben wollten wir in dieser einsamen Gegend lieber nicht.

Der Weg nach Antofagasta de la Sierra

Nachdem wir wieder auf der “Hauptstraße” waren, bogen wir Richtung Antofagasta de la Sierra ab. Der Weg war größtenteils (frisch) asphaltiert und damit sehr gut zu fahren. In gut einer Stunde kamen wir bis zum Ort, wo wir übernachten wollten. Auf dem Weg passierten wir noch kurz vor Antofagasta den gleichnamigen Vulkan. Dieser ist eigentlich gar nicht so spektakulär, aber besonders macht ihn das Meer aus schwarzem Lavagestein, das ihn auf einer Fläche von mehreren Quadratkilometern umgibt. Ein phantastischer Anblick, besonders aus der Adlerperspektive meiner Drohne.

Direkt hinter dem Vulkan, den man übrigens auch besteigen kann, machten wir noch eine kleine Rast an der wieder gleichnamigen Lagune von Antofagasta. Diese ist voll mit Vögeln, Schilfgras und sogar einen kleinen Flamingo haben wir gesehen. Eine wirkliche kleine Oase. Kaum zu glauben, dass wir nur eine Stunde zuvor an einem total lebensfremden Ort ohne Pflanzen, Tiere oder Wasser waren.
Gegen 17 Uhr kamen wir dann im kleinen Andenort Antofagasta de la Sierra an und suchten die kleine Herberge auf, die Sabrina schon bei iOverlander herausgesucht hatte.

Antofagasta de la Sierra, Argentinien
Antofagasta de la Sierra

Tipps zu Antofagasta de la Sierra: Hier gibt es eine Tankstelle, einen Geldautomaten und mehrere Kioske und Restaurants, um euren Verpflegungsvorrat aufzustocken.

Tag 9 | Auf zum Vulkan Cono Arita

Der nächste Tag unseres Argentinien Roadtrips ist leider wieder ein anstrengender Fahrtag. Unser eigentliches Ziel war an diesem Tag der Cono Arita. Ein pyramidenartiger Fels mitten in einem riesigen Salar. Die Fahrt dorthin von Antofagasta kann gut als extrem anstrengend und kräftezehrend bezeichnet werden. Die Strecke ist ausschließlich Schotterpiste und teilweise so ruckelig und steil, dass wir uns im ersten Gang die Steigungen hoch gequält haben. Es hat die ganze Zeit nur geschüttelt und gerüttelt. Nur wenige Pisten waren so prepariert, dass man dort über längere Strecken 80 km/h fahren konnte. Dies natürlich auch nur wenn man akribisch die Straßenverhältnisse vor einem begutachtet.

Man überwindet auch enorme Höhenunterschiede und dies teilweise abwechselnd in kurzen Abständen. Um den Salar de Antofalla zu überqueren, fährt man in kürzester Zeit ca. 600 Höhenmeter runter, um sich direkt nach dem Salar diese 600 Meter wieder hochzuarbeiten. Der Salar an sich ist aber sehr schön anzuschauen und man hat auch bei der Abfahrt mehrere Miradors (Aussichtspunkte) von denen man sich der unfassbaren Ausmaße des Salars bewusst wird.

Nach ca. 4.5 Stunden haben wir (mit einigen kleinen Pausen) auf unserer Reiseroute die 150 km von Antofagasta zum Cono Arita endlich hinter uns gebracht. Während der gesamten Fahrt ist uns nur ein einziges Auto entgegen gekommen.

Der Salar de Arizaro

Wir befinden uns nun auf dem Salar de Arizaro, dem drittgrößten Salar (nach dem in Uyuni, Bolivien und dem in der Atacama Wüste, Chile) in den Anden. Man fährt erst einige Kilometer am Rand des Salars entlang, bis man endlich die Umrisse des Cono Aritas sieht. Es fallen einem bei der Fahrt auch schon die vielen LKW auf, die einem hier entgegen kommen. Dementsprechend besser ist die Straße hier auch präpariert. Auf dem Salar werden – aktuell noch im kleinen Stil – Rohstoffe wie Salz und verschiedene Metalle abgebaut.

Auf einigen Abschnitten des Salars sieht man schon deutlich die Spuren des industriellen Abbaus. Viele Bagger fahren auf dem Salar umher und graben die Erde um. Wir hoffen, dass sich dies nicht noch verstärken wird in den nächsten Jahren, so dass diese einzigartige Landschaft nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Angekommen am Cono Arita

Endlich am Parkplatz des Cono Arita angekommen, stellen wir unseren Wagen neben den einzigen anderen Wagen ab und fangen an zu Staunen. Die Steinpyramide ist ca. 1 km entfernt. Mit dem Auto kommt man nicht näher, wohl aber zu Fuß. Wir ersparen uns aber den langen Marsch über die rasiermesserscharfen Steine des Salars. Besteigen darf man den Cono sowieso nicht. Aus religiösen Gründen, wie wir gelesen haben.

Wir beschränken uns darauf einige Fotos und Drohnenaufnamen zu machen. Dass es an diesem Tag bewölkt ist und es auf der Strecke sogar etwas geregnet hat, tut den Bildern sogar gut, finde ich. Ein einfacher blauer Hintergrund wäre für diese Felsenpyramide auch nicht angemessen. Der dunkelblaue Wolkenhintergrund macht die Fotos noch etwas majestätischer.

Cono Arita

Eigentlich wollten wir nach dem Besuch des Cono Arita noch nach Caipe weiterfahren. Aber wir entschieden uns aus Zeitgründen diesen Umweg auszulassen und direkt ins 1.5 h entfernte Tolar Grande zu fahren. Die Straße dorthin ist wegen der vielen LKW eigentlich gut ausgebaut, trotzdem schüttelt es uns mal wieder kräftig durch und wir kommen völlig fertig um kurz vor 18 Uhr an. Da wir wegen der Höhe und der damit verbundenen Kälte in der Nacht nicht im Dachzelt schlafen wollen, suchen wir uns erneut eine Unterkunft.

Das gestaltet sich diesmal aber etwas schwieriger. Es gibt zwar einige Hospedaje Familiar (Privatzimmer bei Einheimischen) im Ort, aber die meisten sind voll oder machen einfach die Tür nicht auf. Schließlich haben wir aber noch ein Zimmer mit Doppelbett gefunden für 900 ARS (ca. 18 Euro) für uns beide. Es ist zwar nicht super groß oder mega komfortabel, aber immerhin warm in der Nacht und mit einer warmen Dusche am Morgen.

Tag 10 | Ojos del Mar und Desierto del Diabolo

Am frühen Morgen machten wir uns auf zu den Ojos del Mar, die sich nur wenige Kilometer außerhalb von Tolar Grande befinden. Die Ojos del Mar sind tiefe Löcher in einem kleinen Salar, die durch Bakterien eine interessante grüne Färbung am Rand haben. In der Mitte allerdings sind sie, wegen der Tiefe, pechschwarz. Daher auch die Bezeichnung “Augen des Meeres”. Die Farben dieser Augen sehen bei Mittagssonne am eindrucksvollsten aus, da so die Sonne auch die Tiefe der Löcher erreicht und die Farben am besten zur Geltung kommen.

Ojos del Mar, Tolar Grande

Bei unserer Besichtigung waren wir wieder komplett alleine, was die Atmosphäre solch eines Ortes nochmal besonders unterstreicht. Wir schossen viele Fotos und ich flog mit der Drohne umher, um die Ojos von oben betrachten zu können.

Nachdem uns ein Aufpasser bzw. Möchtegern-Ordnungshüter – wo auch immer der so schnell her kam – lautstark darauf aufmerksam machte, dass man hier nicht mit einer Drohne fliegen dürfe, machten wir uns auf die Weiterfahrt.

Da die Straßen schon ab dem Cono Arita – wegen der verkehrenden LKW – in relativ gutem Zustand waren, gestaltete sich die Weiterfahrt ziemlich einfach. Es war zwar immer noch eine unpaved road, aber mit so wenigen Schlaglöchern und Unebenheiten, dass man recht zügig unterwegs sein konnte. Kein Vergleich zu der Strecke zwischen Antofagasta und dem Cono Arita.

Desierto del Diabolo

Unser nächster Stopp war das Desierto del Diabolo. Eine eindrucksvolle, rotbraune Lehmhügelkulisse durch die man mehrere Kilometer lang durchfährt auf dem Weg Richtung Norden.

Zuerst konnte man es nur aus der Ferne ahnen, aber je näher man kam, desto klarer wurde, dass wir bald durch die rotbraunen Hügel der Teufelswüste fahren würden. Wir freuten uns sehr, da wir zuhause schon Fotos von dieser Wüste gesehen hatten, aber nicht genau wussten wo sie sich befindet.

Es war nur knapp eine Stunde Fahrtzeit vergangen seitdem wir Tolar Grande verlassen hatten, aber die Landschaft hatte sich komplett verändert. Statt grauem Fels sah man nur noch rotbraunen Lehm. Wenn man die ausgeschilderte LKW-Route nimmt anstatt die PKW-Route, fährt man wie durch eine enge Schlucht in der sich links und rechts die roten Hügel auftürmen. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel. Man kommt sich vor wie auf dem Mars. Beim Versuch einen der lehmigen Hügel zu erklimmen hatte ich (Andreas) so meine Probleme, da die lehmartige Masse beim klettern immer wieder abbrach.

Nach einigen weiteren Stunden über Buckelpisten erreichten wir endlich die Hauptstraße, die zwischen Salta und dem Paso de Jama (Grenzübergang nach Chile) verkehrt. Dieses letzte Stück war daher asphaltiert und damit wieder sehr einfach zu fahren.

Ausreise nach Chile oder Weiterfahrt nach Salta

Wir sind auf unserer Rundreise weiter nach San Pedro de Atacama in Chile gefahren und haben deswegen am Paso de Jama-Grenzübergang übernachtet.

Direkt vor der Grenze gibt es in einer Tankstelle ein kleines Hotel. Das YPF-Hotel in Jama war nicht so schön modern ausgestattet wie erhofft und leider hatten die Fenster – wie eigentlich überall in Argentinien – keine Dichtung, was dazu führte, dass der unglaublich starke Wind von draußen durch alle Ritzen in das Zimmer drang.

Wenn ihr aber Eure Reiseroute in Salta wieder beenden wollt, dann müsst ihr hier nicht übernachten, sondern in die entgegengesetzte Richtung fahren und erstmal San Antonio del Cobres ansteuern.

Tag 11 | Über San Antonio del Cobres zurück nach Salta

San Antonio del Cobres ist eine kleine (ehemalige) Bergarbeiter-Stadt mit viel Staub und weit weniger Charme. Als die Minen im Umland und die dazugehörige Eisenbahn noch in Betrieb waren, tobte hier wohl das Leben. Aber seit der Stilllegung geht es hier anscheinend viel ruhiger zu. Für die Durchfahrt und zum Auftanken ist der Ort sehr gut geeignet, mehr Zeit muss man aber hier unserer Meinung nach nicht verbringen.

In San Antonio mussten wir auch erstmal Bargeld besorgen, dann gingen wir in ein kleines Restaurant, aßen eine wenig leckere Pizza und nutzen das Internet dort um uns zuhause zu melden. Denn in der Puna de Atacama hatten wir keinen Handyempfang.

Ihr müsst hier nicht viel Zeit verbringen und auch nur im Notfall eine Übernachtung einplanen. Die Stadt hat nicht wirklich viel zu bieten, außerdem kommt man in knapp 2 Stunden bis nach Salta. Die Fahrt ist dabei wieder mal mehr als spektakulär.

Links und rechts der Straße tauchen nach und nach bunte Berge auf. Wenn man weiter bergab fährt (Salta liegt nur bei knapp über 1000 Höhenmeter), kann es richtig bewölkt werden und sogar zu regnen anfangen. Wow, sowas hatten wir seit über einer Woche nicht erlebt. Der Klimawandel tat unseren Körpern aber sehr gut. Endlich konnten wir wieder entspannt durchatmen.

In Salta angekommen kann Euer Argentinien Roadtrip zu Ende sein. Oder ihr baut noch ein paar Ziele nördlich von Salta ein, die wir oben im Kapitel Zusätzliche Ziele mit normalem Mietwagen vorgestellt haben.

Fazit und Tipps

  • Warm halten
    Genügend Decken und einen Schlafsack mitnehmen. Besonders in den Höhenlagen wird es nachts empfindlich kalt. Wir haben aber auch bei Wicked Camper genügend kostenlose Decken und Schlafsäcke gefunden. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht unbedingt.
  • Vorräte
    Kauft genügend Wasser und Gas für unterwegs. Und natürlich auch Lebensmittel auf Vorrat. Es gibt zwar in jedem kleinen Ort Kioske mit dem nötigsten, aber z.B. Gas gibt es nicht überall. Und ihr wollt Euer Essen ja nicht kalt zu euch nehmen. Außerdem will man ja auch für einen Notfall vorbereitet sein, wenn der Wagen kaputt geht und man einige Zeit auf sich allein gestellt ist bis Hilfe kommt.
  • Die Strecken
    Die Strecken auf einem Argentinien Roadtrip sind länger als man glaubt. Die App maps.me hat diese zwar immer relativ genau angegeben, aber da die meisten Strecken echt sehr schwierig zu fahren sind, benötigt man immer mehr Zeit, als man vorher dachte. Fotostops noch nicht mal eingerechnet.
  • Apps
    Super hilfreich bei einem Roadtrip durch Argentinien sind die beiden Apps iOverlander und maps.me. Zweitere ist als offline Navigationsapp genauso zu gebrauchen wie Google Maps. iOverlander dagegen bietet eine schier unendliche Liste an Übernachtungsmöglichkeiten für Camper und Zelte an und zusätzlich noch Infos zu Fotospots und Sehenswürdigkeiten. Teilweise auch mit aktuellen Kommentaren. Leider funktioniert die App nicht komplett offline, man sollte sich also die Karten, die man später benötigen wird, online schon mal durch scrollen, dann sollten diese auch offline noch aus dem Cache des Handys abrufbar sein.

Habt ihr noch Fragen zu unserem Reisebericht über unseren Argentinien Roadtrip oder habt selbst andere Erfahrungen gesammelt? Schreibt uns gerne einen Kommentar.

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