Als zweiten Stopp auf unserer Rundreise durch Belize haben wir uns den kleinen Ort Placencia ausgesucht, um mal wieder etwas Meeresluft zu schnuppern. Placencia liegt malerisch vom Meer eingerahmt auf einer Halbinsel im Süden Belizes. Wenn ihr Euch fragt: Was kann man eigentlich auf Placencia machen? Welche Sehenswürdigkeiten und Highlights hat Placencia zu bieten? Wie kommt man dort hin? Und lohnt sich der Besuch überhaupt? Dann haben wir hier hoffentlich ein paar Antworten auf Eure Fragen.

Die Halbinsel Placencia

Placencia ist ein sehr entspanntes Dorf auf einer kleinen Halbinsel im Süden von Belize. Wir hatten länger überlegt, ob wir überhaupt nach Placencia fahren sollten. Auch unser erster Blick auf den Strand in Placencia hat uns eher etwas schockiert, da der Strand voll war mit angespültem Seegras, der in Haufen über den kompletten Strand verteilt aufgetürmt war.

Unsere anfänglich negative Meinung hat sich aber sehr schnell ins Gegenteil verkehrt und wir haben uns in Placencia doch sehr wohl gefühlt. Das mag aber natürlich auch an dem fabelhaften Wetter und unserer echt gemütlichen Unterkunft in Strandnähe gelegen haben.

Das Dorf Placencia erstreckt sich über wenige Kilometer an der Spitze einer 25km langen Halbinsel und hat auf der einen Seite eigentlich durchgängig Sandstrand und auf der anderen Seite Mangrovenwälder und Yachthäfen.

Der Beach-Sidewalk
Die Besucher Placencias sind eher älteren Semesters und es gibt viele schicke und auch eher teure Strandhotels. Das besondere an den Hotels in Placencia ist, dass die meisten nicht direkt an der Straße liegen, sondern etwas abseits. Verbunden sind die Hotels über einen sogenannten Sidewalk, einem kleinen asphaltierten Weg der nur für Fußgänger reserviert ist. An diesem kann man schön von Strandabschnitt zu Strandabschnitt und von einem Souvenirstand zum nächsten schlendern. Und das ganz ohne Straßenlärm oder der Angst über den Haufen gefahren zu werden.

Der Strand
Der Sandstrand in Placencia hat, wie viele Strände in Belize, mit Seegras zu kämpfen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern trübt natürlich auch den Badespaß. Es wird aber auch was dagegen unternommen. Das Seegras wird regelmäßig zusammengekehrt und per Traktor vom Strand geräumt. Ansonsten ist der Strand sehr schön und ist komplett öffentlich. Zwar hat fast jedes Hotel einen privaten Strandabschnitt, aber dieser befindet sich immer etwas weiter hinten am Strand, so dass man den kompletten Strand ablaufen kann ohne auf Privatgelände zu treten.

Der Sand in Placencia ist nicht so fein, wie an anderen Stränden und auch die Wellen sind etwas rauer. Das Wasser ist dafür schön türkisblau und wunderbar klar. Wenn ihr ganz ruhiges Wasser ohne Wellen, dafür aber mit mehr Menschen, haben wollt, dann müsst ihr zum kleinen Hafen am Ende der Halbinsel laufen. Dort ist kaum Wellengang und bei unserem Besuch auch nur wenig mehr Touristen als an den anderen Abschnitten.

Um 17 Uhr machen die Läden zu
Das gilt zumindest für die Souvenirläden und Touranbieter. Um 17 Uhr oder spätestens 18 Uhr ist hier alles dicht. Wenn ihr also am späten Nachmittag noch eine Tour für den nächsten Tag klar machen wollt oder nach einem langen Tag am Strand Souvenirs shoppen möchtet, dann könnte das zeitlich knapp werden. Restaurants und Supermärkte haben natürlich noch länger auf.

Die besten Restaurants
Ein Highlight in dem kleinen, beschaulichen Ort sind die Restaurants. Denn Placencia soll die besten Restaurants im südlichen Belize haben und es gibt wirklich verdammt viele an der Hauptstraße oder auch am Strand. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 25 und 50 Bz$ pro Gericht, je nach Restaurant. Wir haben in dem Bereich eher weniger Erfahrung, da wir aus Kostengründen lieber selbst kochen. Von anderen haben wir jedoch nur gutes über die zahlreichen Restaurants in Placencia gehört.

Wir haben aber die Bekanntschaft mit einer verdammt leckeren Eisdiele vor Ort gemacht. Tutti Frutti heißt diese und wird von waschechten Italienern geführt. Dort gibt es echt superleckeres Eis.

Wie kommt man am besten nach Placencia?

Placencia ist ziemlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln per Bus aus jedem Tail von Belize zu erreichen. Es gibt also keinen Grund für ein teures Shuttle oder einen Mietwagen.

Wenn ihr genauere Infos zu den Busverbindungen in Belize haben wollt, dann schaut euch doch unseren separaten Artikel zum Busfahren in Belize an.

Was kann man auf Placencia unternehmen?

Placencia ist ein sehr entspannter und relaxter Ort und das ist es auch, was man am besten hier macht. Entspannen! Aber natürlich gibt es auch andere Sachen und Sehenswürdigkeiten, die man hier unternehmen kann.

Am Strand liegen

Zu allererst natürlich entspannen, am Strand liegen oder im Meer schwimmen. Zu unserer Überraschung waren die Strände hier Anfang Juli menschenleer. Und das kann nicht nur an den Tonnen von Seegras liegen, dass regelmäßig an Land gespült wird.

Aber umso besser für uns. Wir haben die Zeit und die Ruhe sehr genossen und hatten trotz der etwas raueren See eine tolle Zeit am Meer.

Ausflug mit einem Segel-Catamaran

Das war wirklich das Highlight unseres Placencia Aufenthaltes. Eigentlich wollten wir uns die berühmten Silk Cayes (siehe weiter unten) anschauen und dorthin einen Ausflug machen, aber als wir von dieser Tour mit einem Segel-Catamaran gehört hatten, wussten wir, dass wir das machen wollen.

Der Anbieter Daytripper Catamaran Tours in Placencia bietet Ausflüge auf einem mega coolen Segel Katamaran an. Auf dem Katamaran kann man vorne auf einer Art Netz liegen kann, mit dem Boot über das Meer schwingen und wird dabei von unten immer leicht nass gespritzt wird. Dabei wird man komplett verpflegt mit leckerem Mittagessen, allen möglichen Getränken (inkl. Rumpunsch) und einer verdammt netten Crew.

Auf der Katamaran Tour fährt man zwei verschiedene Schnorchel-Spots an und kann sogar an einer kleinen und traumhaften Insel an Land gehen.

Bei dieser Tour war die Fahrt gewissermaßen schon das Ziel, denn wir hatten so eine coole Zeit auf dem Boot, dass wir das total gerne nochmal machen wollen. Das Wetter war traumhaft, die Korallen beim Schnorcheln super farbenfroh und die Zeit auf dem Katamaran einfach total entspannt. Wenn ihr in Placencia seid solltet ihr euch dieses Highlight nicht entgehen lassen.

Schnorchel-Ausflug zu den Silk Cayes

Das ist eines der Standard-Programme, wenn man in Placencia ist. Ein Ausflug zu der kleinen, traumhaften Insel Silk-Caye und zu weiteren Schnorchel-Spots in der Umgebung. Die Ausflüge kosten meist ca. 90 US$ pro Person und beinhalten Lunch, Getränke und einen ganzen Tag auf See.

Wir haben diesen Ausflug aber zugunsten des oben erwähnten Ausflugs mit dem Segel-Catamaran ausgelassen.

Golf-Cart ausleihen

Als wir davon gehört haben, wollten wir das auf jeden Fall auch machen. Wir stellten uns das total cool vor mit einem Golf-Cart durch die Gegen zu cruisen und man sieht vor Ort auch einige Leute mit ihren Golf-Caddys durch Placencia düsen.

Der Preis, um so einen Golf-Cart für einen Tag auszuleihen, liegt bei ca. 50-60 €. Als wir uns aber überlegt haben, wo wir mit dem Ding eigentlich hinfahren würden, fiel uns nicht viel ein. Und tatsächlich macht so ein Golf-Cart in Placencia nicht viel Sinn. Denn es gibt nicht wirklich weit entfernte Strände oder sonstige Sehenswürdigkeiten zu denen man fahren könnte.
Man kann höchstens zum Einkaufen oder ins Restaurant fahren und das macht auch nur Sinn, wenn Euer Hotel weiter draußen ist. Also könnt ihr Euch das Geld eigentlich sparen.

Fahrrad ausleihen

Das wäre dann die günstigere Alternative zum teuren Golf-Cart, aber ehrlicherweise ist Placencia so klein, dass man auch Fahrräder nicht wirklich braucht, um von einem zum anderen Ende zu kommen. Zu Fuß gehen reicht hier völlig und auf dem idyllischen Beach Sidewalk darf man kein Fahrrad fahren.

Wenn ihr aber viel unterwegs sein wollt, dann könnte sich das Ausleihen von Fahrrädern lohnen.

Unsere Hotelempfehlung in Placencia

Die Hotels in Placencia sind unserer Recherche nach recht teuer und wir haben daher lange nach einer guten und günstigen Unterkunft gesucht. Die Lage des Hotels ist dabei gar nicht so entscheidend, da Placencia, wie gesagt, sehr klein ist und fast alle Hostels abseits der Straße am Strand liegen. Dabei gibt es aber zwei Reihen von Hotels. Die erste Reihe liegt direkt am Strand und hat meistens sogar einen eigenen Strandabschnitt.

Die zweite Reihe liegt hinter dem Beach Sidewalk und ist immer noch super nah am Strand und abseits der Straße.

Wir haben nach langer Suche das Guesthouse Lydia’s gefunden, was in zweiter Reihe am Strand liegt und mit knapp unter 30 US$ pro Doppelzimmer recht günstig für Placencia ist. Die Zimmer sind nicht wirklich groß, aber sauber und haben Fliegengitter, zwei große Ventilatoren und es gibt 2 Gemeinschafts-Badezimmer für zusammen 6 Doppelzimmer.

Die Besitzer sind dabei nicht gerade die nettesten, was aber nicht schlimm war. Wir waren superschnell am Strand und konnten uns in der Gemeinschaftsküche jeden Tag was leckeres zu Essen kochen.

Lohnt sich der Besuch in Placencia?

Unserer Meinung nach auf jeden Fall. Die Stadt ist zwar komplett auf Touristen eingestellt und besteht fast nur aus Restaurants und Hotels, aber trotzdem ist die Stimmung hier total entspannt und ruhig und wir haben uns wir echt wohl gefühlt.

Da eigentlich alle Hotels abseits der wenig befahrenen Straße liegen, hat man nach Verlassen seiner Unterkunft nur das Zwitschern der Vögel im Ohr und die feine Meeresbrise im Gesicht. Auch das Publikum ist in Placencia ein komplett anderes als z.B. in Caye Caulker. Hier sieht man meistens Familien oder ältere Paare und eigentlich kaum jüngere oder gar Party-suchende Touristen. Eine Party zu finden ist hier eher schwer.

Also zusammengefasst: Fahrt auf jeden Fall nach Placencia, wenn ihr Ruhe und Entspannung sucht und gerne gute Restaurants besucht.


Habt ihr andere Erfahrungen in Placencia gemacht oder Fragen zu dem Ort oder der Umgebung? Dann schreibt uns doch…

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