Die Eifelwanderung auf dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell kam für uns genau richtig. Uns zieht es nicht nur in die Ferne…. ab und an machen wir auch Ausflüge in der näheren Umgebung, um zumindest für einen Tag vom stressigen Alltag abzuschalten. Zwischen den Jahren hat es uns zum Wandern in die wunderschöne Eifel verschlagen. Hier gibt es viele unterschiedliche und abwechslungsreiche Wanderwege, die das Wanderherz höher schlagen lassen. Der Höhlen- und Schluchtensteig Kell, für den wir uns dieses Mal entschieden haben, gehört zu den Traumpfaden in der Eifel und ist ein ca. 12 km Rundweg über Hügel, Felder, vorbei an Römerbrunnen, durch Höhlen und Schluchten.

Fakten zum Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell

  • Länge: 12,2 km
  • Rundweg: Ja
  • Dauer: ca. 3,5 – 4,0 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Höchster Punkt: 328 m
  • Tiefster Punkt: 116 m

Detaillierte Informationen sowie eine Karte mit allen markierten Highlights des Wanderweges in der Eifel gibt auf der Seite Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel-Land. Den GPS-Track der Wanderung findet ihr hier bei Komoot.

Startpunkt und Parkplatz am Wanderweg

Der Parkplatz in Andernach-Kell ist zugleich Start- und Endpunkt der Wanderung, da es sich um einen Rundweg handelt. Der Parkplatz ist recht großzügig angelegt, so dass es dort genug Parkplätze gibt. Bei unserer Ankunft morgens gegen 9.30 Uhr waren nur 2 weitere Autos dort. Bei unserer Rückkehr am Nachmittag war der Parkplatz voll!

Schoko auf der Eifelwanderung
Schoko auf der Eifelwanderung

Highlights der Eifel Wanderung

Wir sind den Wanderweg vom Parkplatz aus gen Westen gelaufen. Wie rum ihr den Weg wandert ist aber eigentlich auch egal. Uns ist nur aufgefallen dass uns während der Wanderung mehr Leute entgegen kamen als mit uns gelaufen sind bzw. uns überholt haben.

Der Eifel Wanderweg Höhlen- und Schluchtensteig Kell gestaltet sich, insbesondere auf der ersten bzw. letzten 4 km (je nachdem wie rum man geht), sehr abwechslungsreich. Der Weg bietet die folgenden Highlights entlang des Wanderwegs:

  • sprudelnde Mineralquellen in den Römerbrunnen
  • Wolfsschlucht mit Wasserfall
  • Ruine des Kloster Tönisstein
  • Trasshöhlen
  • Viadukt des Vulkanexpresses
  • Panoramablick auf die Schweppenburg
  • Panoramablick über die Felder direkt vom Startpunkt

Insgesamt können wir sagen, dass der erste Teil der Wanderung – oder wenn man richtig herum läuft der letzte Teil – der weitaus spektakulärere ist. Auf den ersten Kilometern kommen die Wolfsschlucht und die Trasshöhlen, was unserer Meinung nach echt krasse Highlights sind, die man so nicht häufig in Deutschland sieht. Die letzte Hälfte der Wanderung hätten wir uns – auch weil wir schon ziemlich k.o. waren – auch schenken können. Landschaftlich war es nicht mehr so spektakulär. Aber da es ein Rundwanderweg ist, den man nicht so einfach abkürzen kann, geht das natürlich nicht so einfach.

Aber fangen wir erst mal ganz am Anfang an.

Die Wanderung Höhlen- und Schluchtensteig Kell

Wir sind von Parkplatz aus den Wanderweg links entlang der Straße gefolgt. Unsere Wanderung startete in den frühen Morgenstunden auf dem Hügel, auf dem der Parkplatz liegt. Die Felder um uns herum waren noch mit Raureif bedeckt und glitzerten in den goldenen Strahlen der aufsteigenden Sonne. Die Raureif-Schicht knirschte bei jedem Schritt unter unseren schweren Wanderschuhen. Schoko (unser süßer Hund) war entzückt von der frischen Kälte des Morgens und lief weit vor uns den Weg entlang. Bei Kälte ist er einfach viel besser drauf als bei Hitze.

Nach dem ersten Metern über die Felder folgte ein kurzer Abstecher durch ein kleines Waldstück, bevor es an Wiesen und verblühten Sonnenblumen entlang ging. Ein paar Meter weiter kamen wir dann mit den ersten vulkanischen Sehenswürdigkeiten in Berührung.

Römerbrunnen

Die Römerbrunnen sind mit kohlensäurehaltigen Wasser gefüllt, welches in den kleinen aus Ton geformten Brunnen vor sich hin brodelt. Hier steigen die Gase und Dämpfe aus dem darunter liegenden Vulkanen auf, die einen leichten Schwefelgeruch verbreiten. Auch neben den Brunnen sieht man immer wieder kleine Bläschen in den Pfützen aufsteigen. ACHTUNG: Dies ist kein Trinkwasser!

Die Wolfsschlucht

Nach dem ersten Teil der Wanderung überquert man zum ersten Mal die nicht sehr stark befahrene Straße, hinter der es einige Meter hinunter in die Wolfsschlucht geht. Der Weg ist mit einigen Stufen in Serpentinen angelegt. Am unteren Ende gibt es eine kleine Brücke von der man einen Blick auf den kleinen Wasserfall der Wanderung hat. Der weitere Weg führt durch die Wolfsschlucht, die links und rechts von kargen Steilwänden gesäumt ist.

Beim Blick hinauf sieht man die alten Abbruchkanten der Schlucht. In der Schlucht folgt man dem Bachlauf, den man immer wieder über kleine Holzbrücken überquert. Echt ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Ruine Kloster Tönisstein

Nach der Schlucht führt der Weg weiter durch den Wald und führt an einer weiteren Sehenswürdigkeit vorbei, die man fast übersehen kann. Zwischen den Bäumen, steht die zum Teil zugewachsene Ruine des Klosters Tönisstein. Aufgrund der Wegbegrenzung kann diese lediglich aus der Ferne betrachtet werden. Super spektakulär ist diese aber auch nicht. Also ist es zu verschmerzen, dass man nicht näher ran darf.

Die Trasshöhlen

Nach der nächsten Überquerung der Straße folgen die Trasshöhlen. Das Gestein der Trasshöhlen ist einst durch den Ausbruch des Laarcher-See-Vulkans entstanden. Die vormals lockeren Schichten der Glutlawine sind über die Zeit zu einem Gestein gebacken, welcher Trass genannt wird. Seit dem 16. Jahrhundert wurde dieses Gestein von Holländern abgebaut. Die Trasswände wurden ausgehöhlt, so dass die heute zu besichtigen Trasshöhlen entstanden sind.

Nach den Trasshöhlen wird die Straße überquert, über die das Viadukt führt. Hier unten im Tal haben wir eine erste längere Pause gemacht. Da die Sonne noch nicht sehr hoch stand und das Tal noch im Schatten lag breitete sich innerhalb von wenigen Minuten die Kälte in uns und auch in unserem Schoko aus. Der Arme fing heftig an zu zittern.

Glücklicherweise sorgte der nächste Abschnitt der Wanderung dafür, dass uns schnell wieder warm wurde.

Der Schweppenburgblick

Zum nächsten Aussichtspunkt der Eifel Wanderung ging es sehr steil bergauf, bis wir einen Blick über die umliegenden Täler hatten. Der Weg entlang der Hangflanke bot immer wieder Ausblicke auf die umliegende Vulkanlandschaft. An einem Aussichtspunkt reicht der Blick bis auf die Schweppenburg, die mit ihren gelben Türmen zwischen den grünen Bäumen thront. Zur Weihnachtszeit ist der Wanderweg entlang der Hangflanke geschmückt mit vielen, kleinen Krippen die man immer wieder zwischen den Ästen und Moos erblickt. Insbesondere für Kinder ist dies eine schöne Abwechslung auf dem Weg. Teilweise sind diese Krippen nur wenige Zentimeter groß, teilweise aber auch einen halben Meter und mehr.

Echt sehr schön anzuschauen, aber dementsprechend voll war es auch auf diesem Teilstück der Wanderung.

Der Rückweg der Wanderung Höhlen- und Schluchtensteig Kell

Von der Hangflanke aus erreicht man nach einiger Zeit wieder die freien Felder, von denen man in der Ferne schon die Fahne des Parkplatzes sehen kann. Wir waren schon ziemlich fertig, unsere Beine wollten nicht mehr so wie wir. Wobei, so richtig wollten wir eigentlich auch nicht mehr 😀

Aber unser kleiner Schoko ist gelaufen wie ein junger Welpe. Er hätte uns fast ziehen können. Aber nach insgesamt ca. 12 km und knapp über 4 Stunden war auch er froh wieder auf der Rückbank unseres Autos Platz zu nehmen. Und wir natürlich auch. Wir tranken noch den letzten Schluck warmen Tee aus unserer Thermosflasche und schauten uns direkt die tollen Fotos auf unseren Handys an. Was ein anstrengender und schöner Tag….


Wie hat euch die Traumpfad Wanderung Höhlen- und Schluchtensteig Kell in der Eifel gefallen? Welche andere Wanderung habt ihr schon in der Eifel unternommen? Teilt es uns gerne in den Kommentaren mit.

2 Kommentare zu “Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig Kell | Tipps zur Eifelwanderung

  1. Jasmin Schweizer sagt:

    Hi ihr zwei,

    großes Kompliment bezüglich Bildmaterial!
    Sieht nacht einer wunderschönen Winterwanderung aus und liest sich auch so – auch wenn der zweite Teil der Wanderung wohl nicht so spektakulär war.

    Finde auch man darf sich ruhig mal die eigene Heimat genauer ansehen 🙂

    LG Jasmin von https://thehiketribe.com

    • Andreas sagt:

      HI Jasmin,
      ja das finden wir auch. Man muss ja nicht immer nur in die Ferne streben. Dafür gibt es hier auch viel zu schöne Ecken 🙂

      VG,
      Andreas

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