Der Geirangerfjord ist nicht nur einer der bekanntesten Fjorde in Norwegen, sondern gleichzeitig auch UNESCO Weltnaturerbe und ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe. Der 15 km lange Fjord ist für die schneebedeckten Gipfel und die tosenden Wasserfälle bekannt, die man insbesondere bei einer Schifffahrt vom Wasser aus bewundern kann. Von daher gehörte ein Besuch des Geirangerfjords auch zu unserer Norwegen Reiseroute. Alles was ihr zur Anreise und den Aktivitäten wissen müsst, findet ihr in den nachfolgenden Abschnitten.

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Anreise

Den Geirangerfjord erreicht ihr am besten per Auto oder per Schiff. Von Juni bis August könnt ihr von Bergen aus mit den Hurtigruten von Bergen bis zum Geirangerfjord fahren. Die restlichen Monate über legen die Küstenlinienschiffe stattdessen in Ålesund an.

Die meisten werden jedoch mit dem Auto aus den unterschiedlichen Regionen von Norwegen zum Geirangerfjord reisen. Hierbei gilt es insbesondere zu unterscheiden inwiefern die Straßen nur in bestimmten Monaten oder ganzjährig zu befahren sind.

Ganzjährig befahrbare Straßen

  • Oslo über Lillehammer: Dombås – Åndalsnes – Sjøholt: ca. 8 Stunden, 550 km
  • Oslo über Lillehammer: Lom – Stryn – Hellesylt – Stranda: ca. 9 Stunden, 560 km
  • Bergen – Geiranger: über E39 ca. 8 Stunden, 430 km
  • Trondheim über Molde: über E39 ca. 7 Stunden, 400 km
  • Trondheim über Dombås: über E6 und E136 ca. 7,5 Stunden, 470 km

Nur im Sommer befahrbare Straßen

  • Oslo über Lillehammer inkl. Highlight Trollstigen: Dombås – Åndalsnes – Trollstigen – Valldal: ca. 7 Stunden, 490 km
  • Oslo über Lillehammer: Lom – Geirangerstraße (Nr. 63): ca. 6 Stunden, 410 km
  • Trondheim über Åndalsnes inkl. Highlight Trollstigen: Trollstigen – Valldal: ca. 6,5 Stunden, 410 km
Geirangerfjord Norwegen | Sehenswürdigkeiten & Tipps für deinen Besuch
Ausblick auf den Geirangfjord vom Ørnesvingen Aussichtpunkt

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Aktivitäten am Geirangerfjord

Nicht nur der Fjord selbst ist ein Highlight. In der näheren Umgebung des Geirangerfjord findet ihr zusätzlich die berühmte Bergstraße Trollstigen sowie “Die sieben Wasserfälle” die in den Geirangerfjord stürzen. Am meisten beeindruckt hat uns der Aussichtspunkt Geiranger Skywalk auf dem Berg Dalsnibba. Auf knapp 1500 m Höhe fühlt man sich, wie der König der Welt und hat eine atemberaubende Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Gipfel.

Dalsnibba – Geiranger Skywalk

Wenn ihr über die E15 auf die E63 kommt und weiter Richtung Geirangerfjord fährt kommt man unweigerlich an einer weiteren Passstraße vorbei, die zum Gipfel des Dalsnibba führt. Der Weg hinauf ist mit 15 € pro Auto nicht ganz günstig, dafür hat man auf fast 1500 Meter Höhe nicht nur einen klasse Blick auf den Geirangerfjord, sondern hat auch das Gefühl am wahrhaftigen Gipfel der Welt angekommen zu sein, weil man auf gleicher Höhe mit fast allen umliegenden Bergen ist und einen 360° Blick auf unzählige mit Puderzucker bedeckte Bergspitzen hat.

Und natürlich macht auch die Fahrt auf den Berg hoch und auch wieder runter eine Menge Spaß, wenn man so wie ich gerne rasant Auto fährt. Sabrina hat auf der Strecke hinunter leider etwas gelitten, aber da muss sie eben manchmal durch 😉

Flydalsjuvet Aussichtspunkt

Eine kostenlose Alternative für einen schönen Aussichtspunkt und tollen Fotospot ist der Flydalsjuvet Aussichtspunkt. Hier gibt es den, auf Google Maps als “Queens Chair” bezeichneten, Fotospot. Hierzu geht ihr links an den Toiletten vorbei und muss sich dann wieder links halten bis man zum Abgrund kommt. Dort muss der Fotograf stehen. Die Person, die ihr fotografieren wollt, muss dann einfach am Abgrund entlang laufen (Vorsicht!) bis kurz vor den Begrenzungszaun. Fertig!

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Ørnesvingen Aussichtspunkt

Der Ørnevegen (Adlerstraße) bezeichnet den steilsten Abschnitt der E63 in Richtung Eidsdal. In insgesamt 11 Serpentinen verläuft die Strecke vom Fjord bis auf 620 m Höhe. Der Name Adlerstraße ist dem obersten Teil der Strecke zu verdanken, die durch ein Adlergebiet führt.

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Ørnevegen Aussichtspunkt mit Blick auf den Dalsnibba

An der obersten Serpentine wurde 2006 der Aussichtspunkt eröffnet, der einen Blick auf den Ort Geiranger, einige Wasserfälle sowie den Kreuzfahrtschiffen, die entlang des Fjordes ihren Weg fortsetzen, bietet.

Wenn man ganz weit in die Ferne schaut, kann man sogar den Geiranger Skywalk auf dem Dalsnibba erkennen.

Fjordhöfe

Wollt ihr den Fjord lieber zu Fuß erkunden, könnt ihr z.B. eine Wanderung zu einem historischen Bauernhof unternehmen. An den steilen Hängen des Geirangerfjords finden sich heute noch mehrere verlasse Bauernhöfe, die heute zum Teil restauriert wurden. Auch wenn die Lage etwas waghalsig scheint, hat das milde Klima mit im Sommer fast 24 Stunden Sonneneinstrahlung dafür gesorgt, dass hier sogar südländische Früchte wie Aprikosen angebaut werden konnten.

Folgende Fjordhöfe könnt ihr am Geirangerfjord besichtigen:

  • Den Hof Skageflå kann man vom Fjord aus über einen steilen Weg erreichen. Er liegt auf der Südseite des Fjords auf ca. 250 m.
  • Der Hof Blomberg liegt ebenfalls auf der Südseite des Fjords auf einer Höhe von 452 m. Den Hof kann man über einen Weg mit insgesamt 28 Kurven erreichen.
  • Der Hof Knivsflå liegt auf der Nordseite auf ca. 250 m beim Wasserfall „Die sieben Schwestern“. Um den Knivsflå zu erreichen kann man sich von einem Aussichtsboot an einen Punkt unterhalb des Hofes bringen lassen. Von dort aus kann man in ca. 45-60 Minuten hinauf zum Knivsflå wandern.

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Wasserfall „Die sieben Schwestern“

In der Nähe des Knivsflå Bauernhof befindet sich der Wasserfall „Die sieben Schwestern“. Die Wasserfälle entspringen der Hochebene oberhalb des Geirangerfjords aus den Knivsflå Flüssen. Die sieben Wasserfälle sind insbesondere während der Schneeschmelze von Mai bis Juli mit ihrer Fallhöhe von ca. 250 m ein atemberaubender Anblick.

Ihren Namen haben die Wasserfälle, da diese aus der Ferne an die Haarschöpfe von 7 Frauen erinnern. Den Wasserfall könnt ihr am besten bei einer Bootstour besichtigen. Von Mai bis September bietet der Geiranger Fjordservice Rundfahrten von 1,5 Stunden an. Alternativ könnt ihr auch den die Fähren zwischen Hellesylt und Geiranger nehmen um den Fjord vom Schiff aus zu erkunden.

Gamle Strynefjellsveg

Wir sind über die kleine Passstraße Gamle Strynefjellsveg gefahren. Die 27 km lange und im Winter gesperrte Nationale Touristenstraße führt durch wunderschöne und abwechslungsreiche Berglandschaften und sollte auf jeden Fall gefahren werden. Die Strecke ist einfach der Hammer. Wir sind mehrere Male auf dem Weg ausgestiegen, um zu Fuß die Gegend zu erkunden und Fotos zu machen.

Das Farbenspiel zwischen der sattgrünen Natur, dem türkis-blauen Gletscherwasser und den weißen Spitzen der umliegenden Berge bilden eine perfekte Kulisse. So perfekt, dass wir für die Strecke bestimmt dreimal so lange gebraucht haben, als es eigentlich üblich ist. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Nähere Infos zu dieser Traumstraße findet ihr hier: Gamle Strynefjellsvegen | Norwegische Landschaftsroute am Geirangerfjord

Trollstigen

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Trollstigen

Diese Serpentinenstraße lag fast auf unserem Weg nach Oslo. Und es ist schon eine ziemliche Freude diese hinauf zu fahren. Wobei ich sagen muss, es macht nicht so viel Spaß wie nach Dalsnibba hoch zu fahren. Auf dem Weg nach oben kommt man auch an einem Wasserfall vorbei, der sich von ganz Oben seinen Weg ins Tal bahnt.

Oben angekommen gibt es mehrere Aussichtspunkte und auch ein Restaurant mit einem eigenen Souvenirshop. Unserer Meinung nach sollte man sich diese kurvenreiche Straße definitiv angesehen haben.

Vor allem der Blick durch das Tal ist von oben ist sehr beeindruckend. Viel Zeit muss man hier aber nicht verbringen.


Wie haben euch unsere Highlights am Geirangerfjord gefallen? Und welche Empfehlungen habt ihr noch für uns? Verratet es uns in den Kommentaren.

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