Der Voringfossen ist nicht nur einer der bekanntesten Wasserfälle im Süden von Norwegen sondern auch der dritt höchste. Obwohl der spektakuläre Wasserfall zu einem der meist besuchten gehört, haben wir bei unserem Besuch kaum andere Menschen angetroffen.

Der Voringfossen kann dabei auf zwei unterschiedliche Arten besucht werden. Einerseits habt ihr die Möglichkeit unten entlang des Flusses durch das enge und steile Måbødal zum Voringsfossen zu wandern und andererseits könnt ihr euch das Spektakel von einer Aussichtsplattform des Hadangervidde-Plateau anschauen.

Anreise zum Voringfossen

Der Voringfossen liegt an der Norwegischen Landschaftsroute Hadangervidda nahe der Rv7, die die beiden Orte Bergen und Oslo miteinander verbindet. Eine gute Aussicht von oben sowie eine Parkmöglichkeit hat man beim Hotel Fossli sowie bei der Voringfoss Cafeteria. Wenn ihr nicht nur einen kurzen Ausflug, sondern die Nacht am Voringfossen verbringen wollt, könnt ihr euch ein Zimmer im Fossli Hotel mieten. Eine Übernachtung hier ist ein Muss für Liebhaber alter Hotels. Man fühlt wie in einer anderen Zeit.

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Für die Wanderung durch das Tal am Voringfossen könnt findet ihr von Osten kommend direkt hinter dem Tunnel den richtigen Platz, um euren Wagen abzustellen (siehe Streetview-Einblendung unten, Parkplatz Storegjel). Geht dann entweder direkt über die Straße und folgt dem kleinen Weg der vor euch liegt, oder geht auf der rechten Straßenseite den etwas größeren Weg entlang. Dieser ist zwar etwas länger, weil er noch unter der Straße hindurch führt, dafür muss man aber nicht die Straße überqueren.

📍 Hier bei Google Streetview könnt ihr Euch den genauen Standort des Parkplatzes anschauen.

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Der Wasserfall

Der Voringsfossen in der Region Hadangervidda hat eine spektakuläre Fallhöhe von 183 m und wird vom Fluss Bjoreio gespeist. Der Zufluss zum Wasserfall wird seit dem Jahr 1980 zur Stromerzeugung reguliert. Der Fluss Bjoreio wird hierzu oberhalb des Wasserfalls durch den Sysendamm gestaut und die Wassermenge somit stark reduziert. Aus touristischen Gründen wird die Wassermenge im Zeitraum vom Anfang Juni bis Mitte September auf die natürliche Durchflussmenge erhöht.

Die Wanderung

Auf den Besuch des Voringfossen hatten wir uns im Vorhinein schon ziemlich gefreut. Die Wanderung zum Fuße des Wasserfalls ist relativ kurz und wenn man den richtigen Parkplatz gefunden hat ist man auch ziemlich schnell vor Ort. Der Weg zum Wasserfall ist dabei ein kleines Abenteuer, denn auch wenn die Strecke recht kurz ist, ist diese sehr uneben und teilweise müssen große Steine überquert werden. Man sollte also gute Schuhe tragen und vorsichtig sein, da die Steine teilweise aufgrund der Nässe sehr glatt sind.

Voringfossen Norwegen | Wanderung zum berühmten Wasserfall
Voringfossen Hängebrücke

Der Weg ist gut markiert bzw. gibt es auch gar keine Alternativen. Verlaufen kann man sich hier also nicht. Das Highlight des Weges ist sicherlich die kleine Hängebrücke, die man überqueren muss, um auf die andere Seite zu gelangen. Nach einigen Metern – den Wasserfall immer im Blick – ist man dann endlich direkt vor diesem imposanten Naturschauspiel.

Am Ende des Weges kann man dann noch einen steinigen Hügel hinauf gehen, um noch näher an den Wasserfall zu kommen. Dieser Anstieg ist aber aufgrund der Nässe ziemlich rutschig und man sollte hier sehr vorsichtig sein. Oben spürt man auch richtig die Gischt, die einem feucht ins Gesicht peitscht.

Fakten zur Wanderung

  • Länge: 1,7 km pro Strecke ab Parkplatz Storegjel; 3,7 km pro Strecke ab Voringfoss Cafeteria
  • Rundweg: Nein
  • Dauer: 1-1,5 Stunden ab Storegjel; 2,5-3 Stunden ab Voringfoss Cafeteria (Hin- und Zurück)
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Saison: Mai/Juni – Oktober (falls schneefrei)

Unser liebstes Reisegadget: Packwürfel

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Vielen Leuten werdet ihr auf der Wanderung nicht begegnen

Die ganze Strecke über sind uns nur eine Handvoll andere Wanderer begegnet. So hat man dann auch meistens genügend Zeit seine Fotos (und auch Selfies auf der Hängebrücke) zu machen.

Wenn man den Fossen (Wasserfall) dann noch von ganz oben sehen will, kann man (nach dem Rückweg) die Straße noch etwas weiter entlang zum ausgeschilderten Aussichtspunkt fahren oder noch etwas weiter bis zum Hotel Fossli, wo es eine weitere Aussichtsplattform mit einem etwas anderen Blickwinkel gibt.

Ausbau als Touristenattraktion

Da der Voringfossen in den letzten Jahren immer beliebter wurde, wurde die Anlage rund um den Voringfossen immer weiter ausgebaut. Im August 2020 wurde eine 47 m lange Treppenbrücke mit insgesamt 99 Stufen über das Tal eröffnet.

Darüber hinaus wurden auch neue Wege sowie ein neuer Aussichtspunkt angelegt. In 2021 beginnt eine weitere Bauphase, die noch weitere Aussichtspunkte und neue Wege umfassen wird. Nähere Infos hierzu findet ihr auf fjordnorway.com.


Habt ihr auch schon den Voringfossen besucht? Welche Aussicht hat euch besser gefallen? Hinterlasst uns doch einen Kommentar mit euren Erfahrungen.

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