Eine Sardinien Rundreise in 7 Tagen ist absolut machbar – wenn ihr euch auf eine Region fokussiert. Wir haben den Süden und Osten der Insel mit dem Mietwagen erkundet: von Cagliari über Chia und Sant’Antioco bis nach Cala Gonone, mit einer Schluchtenwanderung in der Gola di Gorropu und dem Abschluss in Villasimius. Unsere ehrliche Route, die schönsten Sardinien Highlights und alles was ihr für die Planung braucht, findet ihr jetzt hier.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

Sardinien Rundreise im Überblick

Sardinien Rundreise 7 Tage

Beste Reisezeit: Mai–Juni, September
Route: Cagliari → Chia → Cala Gonone → Villasimius
Anreise: Mietwagen, Flug nach Cagliari (CAG)
Weitere Infos: Roadtrip Italien

Highlights

Strände bei Chia & Villasimius
Schlucht Gola di Gorropu
Küstenstraße SP71
Grotta del Bue Marino

Sardinien Rundreise 7 Tage – unsere Route im Süden und Osten

In 7 Tagen haben wir den Süden und Osten Sardiniens erkundet – gestartet und beendet in Cagliari, von wo auch der Flug geht. Die Route ist als Rundkurs angelegt und lässt sich gut mit einem Mietwagen fahren. Hier der Überblick:

  • Tag 1: Ankunft Cagliari – Altstadt, Botanischer Garten, Bastione di Saint Remy
  • Tag 2: Pula → Chia (Strände, Dünen, Flamingos) → Portoscuso (ca. 130 km)
  • Tag 3: Sant’Antioco → Calasetta → Nido dei Passeri → Porto Pino (ca. 80 km)
  • Tag 4: Grotta di Su Mannau → Cala Gonone (ca. 220 km, quer über die Insel)
  • Tag 5: Wanderung Gola di Gorropu (ab Cala Gonone ca. 30 min)
  • Tag 6: Cala Gonone – Strand & Küstenspaziergang Richtung Cala Fulili
  • Tag 7: Grotta del Bue Marino → Villasimius → Cagliari (ca. 200 km) 

Beste Reisezeit & Mietwagen-Tipps für Sardinien

Wann sollte man nach Sardinien fahren?

Die beste Reisezeit für eine Sardinien Rundreise ist Mai bis Anfang Juni sowie September. Das Wetter ist angenehm, die Strände noch nicht überfüllt und viele Sehenswürdigkeiten haben geöffnet. Im Juli und August ist die Insel sehr voll und teuer – Unterkünfte dann unbedingt weit im Voraus buchen. Wir waren Anfang Mai dort und lagen damit leider noch etwas früh in der Nebensaison: Viele Orte und Läden wirkten ausgestorben, einige Sehenswürdigkeiten hatten geschlossen. Ein echtes Sardinien-Feeling bekommt ihr wirklich erst ab Mitte Mai.

Braucht man einen Mietwagen für Sardinien?

Ja, eindeutig. Ohne Mietwagen kommt ihr vor allem im Süden und Osten kaum an die schönen Strände und Naturhighlights. Öffentliche Busse fahren selten und nicht bis an die Küste. Eine Economy-Klasse reicht völlig aus – die Straßen sind gut ausgebaut. Bucht am besten mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung*: Sardinien hat viele enge Straßen und auf Feldwegen zu Stränden können Schäden entstehen. Wichtig: Auf Sardinien wird keine Maut erhoben. 

Tag 1 – Cagliari

Da wir an einem Sonntag morgens nach Sardinien geflogen und in Cagliari gelandet sind, sollte Cagliari auch der erste Stopp für unseren Sardinien Roadtrip sein. Ich hatte vorher viel recherchiert, ob man Cagliari an einem Sonntag besuchen sollte – die Internetrecherche ergab: Geschäfte geöffnet, sogar Flohmärkte. Tja… aber dann war doch alles anders als erwartet. Die meisten Läden hatten zu, die Flohmärkte bestanden nur aus 4–5 Ständen, und das Wetter war schlechter als angekündigt. Cagliari an sich ist eine wunderschöne und zugleich größte Stadt Sardiniens und bezaubert mit vielen kleinen Gassen und viel Charme. An normalen Tagen versprüht sie mit Sicherheit jede Menge Flair – aber an diesem Sonntag wirkte alles sehr ausgestorben. Wenn ihr also nach Cagliari wollt, dann besser nicht sonntags.

Wo parkt ihr in Cagliari am besten?

Parken könnt ihr in der Nähe der Marina. Wir haben dort für 1 € pro Stunde geparkt – prüft die aktuellen Preise aber kurz vor Ort, da sich Parkgebühren in Italien regelmäßig ändern. Von dort aus könnt ihr Cagliari gut zu Fuß erkunden und die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten besuchen. 

Altstadt von Cagliari – enge Gassen im Stadtteil Castello

Sardinien Sehenswürdigkeiten in Cagliari

Die Altstadt von Cagliari wird Castello genannt und befindet sich auf einer Hügelspitze, von der aus der gesamte Golf von Cagliari überblickt werden kann. In der Altstadt befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten, die ihr bequem zu Fuß erkunden könnt.

Besonders schön fanden wir den Botanischen Garten Orto Botanico di Cagliari. Der botanische Garten wurde erstmals 1886 eröffnet und enthält eine Sammlung aus einheimischen Gewächsen, Heilpflanzen, biblischen Pflanzen, eine umfangreiche Kakteensammlung sowie seltene Pflanzen der verschiedenen Kontinente.

Auch solltet ihr euch die Bastione di Saint Remy nicht entgehen lassen. Von dort habt ihr einen wundervollen Ausblick über ganz Cagliari. Auf der alten Bastion befindet sich eine Aussichtsterrasse, die ein beliebter Treffpunkt für Touristen und die lokale Bevölkerung ist. Die große Panoramaterrasse Umberto I. zählt zusammen mit der darüber liegenden Terrasse Santa Caterina zu den schönsten Plätzen Sardiniens.

Auf dem Weg zur Bastione kommt ihr immer wieder an tollen Kirchen wie der Cattedrale di Santa Maria oder alten Ruinen vorbei. Nehmt am besten Google Maps zur Hand, um nichts zu verpassen. Eine wirklich schöne und besondere Tour, die ihr in Cagliari unternehmen könnt, ist ein Rundgang durch die unterirdischen Höhlen und Krypten – ein einmaliges Erlebnis und ein ganz anderer Einblick in die Stadt.

Gute Ideen für die Marschroute gibt es auch auf der offiziellen Webseite der Stadt Cagliari. Eine wirklich schöne und besondere Tour die ihr in Cagliari unternehmen könnt ist ein Rundgang durch die unterirdischen Höhlen und Krypten. Das ist ein einmaliges Erlebnis und ihr bekommt so einen ganz anderen Einblick in Cagliari.

 

Am Nachmittag haben wir noch einen Großeinkauf in einem Supermarkt gemacht und sind dann zum unseren B&B (Villa Rafael* – sehr zu empfehlen) nach Poggio dei Pini gefahren. Von Cagliari aus sind wir über die SS195 nach Poggio dei Pini gefahren. Die Straße führt an mehreren Salzseen vorbei auf denen man immer wieder die Flamingos sieht.

Wir haben am Abend noch einen Spaziergang zum See Lago Grande unternommen und danach eine sehr leckere Pizza bei Mama gegessen, bevor wir todmüde ins Bett gefallen sind.

Unsere Hotelempfehlung nach eurem Besuch in Cagliari

Etwa außerhalb inmitten der idyllischen Natur

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & Sehenswürdigkeiten
Villa Rafael – Sardinien

In der Villa Rafael* haben wir die erste Nacht unseres Sardinien Roadtrip verbracht. Das B&B liegt zwar etwas außerhalb, ist die Anfahrt aber absolut wert. Alles ist sehr liebevoll eingerichtet und die Besitzer des B&B sind sehr aufmerksam. Das herrliche Frühstück mit leckeren Croissants und frischem Obst gibt es auf der Terrasse mit Blick ins Grüne. Für uns war es einfach perfekt dort.

Das zauberhafte B&B Villa Rafael bei Booking*

B&B mit zauberhaften Garten in Strandnähe

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & SehenswürdigkeitenDirekt in Pula befindet sich das hübsche Hotel Villa Margherita Suite & Charme*. Die Unterkunft liegt mitten im Grünen und hat einen wunderschönen Garten, in dem man auf den gemütlichen Liegen entspannen kann…. und der nächste Strand ist auch nur 700m entfernt.

Das strandnahe B&B Villa Margherita bei Booking*

Tag 2 – Pula, Chia und Flamingos

Pula

Für den zweiten Tag unseres Sardinien Roadtrip hatte ich Zwischenstopps in Pula, Chia und am Capo Malfantano eingeplant, bevor es zu unserem nächsten Hotel in Portocusco gehen sollte. Von Poggio dei Pini waren wir nach ca. 20 Minuten schon in Pula. Da es noch früh morgens war und alles geschlossen hatte entschieden wir uns erst zum Strand weiterzufahren und die Stadt später zu besichtigen.

Also ging es zuerst zum Spiaggia di Nora und zum Capo de Pula. Am Capo de Pula gibt es die Ausgrabungsstätte Area Archeologica di Nora – eines der bedeutendsten archäologischen Gebiete Sardiniens mit phönizischen, punischen und römischen Überresten. Der Eintritt ohne Führung kostet aktuell ca. 5 €, mit Führung mehr. Wir haben uns damals dagegen entschieden, würden aber heute auf jeden Fall mit einer Führung dort reinschauen – die Stätte hat sich laut Bewertungen sehr positiv entwickelt und gehört zu den meistbesuchten Sardiniens. Aktuelle Preise und Buchung findet ihr direkt beim Parco Archeologico di Nora

Pula selbst ist ein charmantes Dorf mit verwinkelten Gassen und alten Patrizierhäusern. Uns haben besonders die in vielen Straßen hängenden bunten Wimpel beeindruckt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese zu einem bestimmten Anlass dort hingen oder immer dort vorhanden sind. Ausgangspunkt für die Besichtigung der Stadt war für uns der Parkplatz an der Stadtverwaltung Commune di Pula. Der Parkplatz kostet lediglich 0,30 Euro die Stunde und ist ein zentraler Ausgangspunkt um das Dorf zu Fuß zu besichtigen.

Bei unserem Besuch der kleinen Gassen zeigte sich leider wieder, dass nur wenige Läden auf hatten und das kleine Städtchen sehr verschlafen wirkte. Das Leben kehrt anscheinend erst so richtig zur Hochsaison ein, wenn auch die Touristen da sind. Falls ihr also gerne durch die kleine Ortschaften bummelt solltet ihr nicht allzu früh vor der Hauptsaison nach Sardinien fliegen.

Chia

Nach dem wir durch die paar offenen Geschäfte gestöbert sind ging es weiter Richtung Chia. Chia besticht durch seine wunderschönen Strände und die zum Teil 30 Meter hohen Sanddünen. Auch gibt es in Chia einige vorgelagerte Salzseen, wo wir endlich die Chance hatten die Flamingos aus der Nähe zu betrachten.

Wir haben hierzu an der Einfahrt zum Spiaggia du Monte geparkt und konnten am Rand des Sees entlang laufen, bis wir einen guten Blick hatten um einige Fotos zu machen. Danach ging es weiter zum Spiaggia de su Guided. Geparkt haben wir hier auf dem Parkplatz der neben dem Wohnwagen-Campingplatz steht. Dieser kostet für Autos 4 Euro und ist somit recht teuer.

Falls ihr etwas Zeit habt könnt ihr auch versuchen auf der anderen Seite des Salzsees einen günstigeren Parkplatz zu finden. Für uns war es aber wichtiger schnell an den Strand zu kommen. Vom Parkplatz aus sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zum Strand. Am Spaggia di su Guided befindet sich auf der einen Seite des weißen Strandes das wunderschöne Meer mit Blick auf die davor liegenden Inseln und auf der anderen Seite ein Salzsee in dem wir auch ein paar Flamingos entdeckt haben. An diesem wunderschönen Strand konnten wir erstmal ein paar Sonnenstrahlen genießen und uns eine Pause gönnen.

Portoscuso per Küstenstraße SP71

Diese Pause hat allerdings dafür gesorgt, das wir unser letztes Ziel für diesen Tag nicht mehr erreicht haben. Eigentlich wollten wir noch zum Capo di Malfantano und die herrliche Aussicht dort genießen. Da wir jedoch noch 1,5 Stunden bis nach Portoscuso fahren mussten, hatten wir hierfür keine Zeit mehr.

Entschädigt wurden wir aber mit dem tollen Ausblick, den wir auf der Fahrt über die SP71 entlang der Küste genießen konnten. Die Straße solltet ihr auf jeden Fall auf eurem Sardinien Roadtrip nehmen. Hier kommt man an so vielen schönen Stränden und Aussichtspunkten vorbei, so dass wir am liebsten alle paar Minuten angehalten hätten. Wenn ihr also im Südwesten unterwegs seid, nehmt auf jeden Fall die Küstenstraße.

Aussicht Küstenstraße SP71 auf unserem Sardinien Roadtrip
Aussicht Küstenstraße SP71 auf unserem Sardinien Roadtrip

Das komplette Gegenteil haben wir dann bei der Einfahrt nach Portoscuso erlebt. Ich hatte bei meiner Planung den Ort nicht genau recherchiert. Ich wollte einfach einen guten Ausgangspunkt im Westen von Sardinien für weitere Ausflüge finden…so sind wir in Portocuso gelandet. Portoscuso besticht leider nicht mit dem Charme eines kleinen sardinischen Ortes. Vielmehr handelt es sich um eine recht große Stadt mit einem noch größeren Industriegebiet.

Glück hatten wir dann aber dennoch mit der Auswahl unseres B&B Le Ginsestre*. Dieses lag in der Nähe des Strandes mit Ausblick auf das Meer und ohne Blick auf die Industrieanlagen. Geärgert habe ich mich trotzdem ein bisschen, dass mir das vorher entgangen ist. Naja, der erste Abend mit Foccacia, Oliven, Tomaten, Erdbeeren und einem Bier auf unserem Balkon mit Blick auf den Sonnenuntergang war trotzdem sehr schön.

Hotelempfehlung im Südwesten

In den Bergen für Naturliebhaber

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & SehenswürdigkeitenBei meiner nächsten Sardinien Reise würde ich auf dem Bauernhof Arroccas de is istellas* übernachten. Bauernhof klingt vielleicht etwas altbacken und altmodisch … auf das Arroccas de is istellas trifft das aber definitiv nicht zu. Die Zimmer sind neu renoviert und sehr gemütlich eingerichtet. Hier kann man sich nur wohlfühlen.

Der idyllische Bauernhof bei Booking*

Tag 3 – Sant Antioco in der Nebensaison

Den dritten Tag unseres Sardinien Roadtrip haben wir auf Sant Antioco verbracht. Sant Antioco ist die zweitgrößte Insel Sardiniens und über eine Brücke mit dem Festland Sardiniens verbunden. Von Portoscuso aus kann man Sant Antioco in ca. 25 Minuten mit dem Auto erreichen. Auch hier zeigte sich, dass sich ein Besuch außerhalb der Hauptsaison eigentlich nicht lohnt.

Viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt hatten geschlossen und konnten lediglich von außen bzw. aus der Ferne besichtigt werden. Also haben wir uns nicht lange dort aufgehalten und sind weiter in den zweiten größeren Ort der Halbinsel, nach Calasetta, gefahren. Auch Calasetta wirkte sehr ausgestorben und nur mit Mühe konnten wir ein offenes Café für eine Pause finden. Danach ging es der Google Maps Karte nach weiter zu den einzelnen Stränden und Felsklippen.

Bei den Stränden im Süden und Westen muss ich leider sagen, dass ich diese nicht besonders ansprechend fand, die Strände waren voller vertrockneter Algen und Müll. Ich gehe davon aus, dass diese zur Hauptsaison regelmäßig gereinigt werden. Anders kann ich mir die guten Bewertungen online nicht erklären.

Nido dei Passeri

Schön fanden wir hingegen die Klippen am Nido dei Passeri. Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Insel San Pietro und kann die Felsen entlang spazieren. Das war definitiv unser Highlight auf Sant Antioco.

Danach wollten wir die Halbinsel eigentlich weiter umrunden, ab der Cala Lunga war jedoch die Straße gesperrt, so dass wir quer über die Insel zurückfahren mussten. Falls ihr im Sommer auf Sardinien unterwegs seid solltet ihr von Sant Antioco aus unbedingt eine Kajak Tour* unternehmen. Bei dieser Kajaktour erkundet ihr die wunderbare Natur der Halbinsel Sant Antioco vom glasklaren, sardischen Meer aus. Ihr erkundet Schluchten und kleine Höhlen und könnt euch immer wieder in kleinen Badebuchten abkühlen.

Kajak Tour in Sant Antioco*

Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir von Sant Antioco aus noch einen kurzen Abstecher nach Porto Pino an den Strand gemacht. Der Strand von Porto Pino liegt in einer größeren Bucht, wodurch es hier angenehm windstill ist und man es auch bei nicht so warmen Temperaturen gut aushalten kann. Falls ihr dort in der Nähe seid, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Da in unserem Fall schon wieder die Regenwolken in Anmarsch waren, haben wir uns leider nicht so lange dort aufgehalten und sind innerhalb von ca. 45 Minuten wieder zurück nach Portocusco gefahren. Auch wenn Portocusco mich nicht unbedingt überzeugen konnte hat der Ort einen schönen kleinen Strand an dem man gut spazieren gehen kann. Genau so verbrachten wir dann noch unseren letzten Abend bevor es am nächsten Tag weiter in den Nordosten der Insel gehen sollte.

Unser liebstes Reisegadget: Packwürfel

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & SehenswürdigkeitenEine Sache von unserer Packliste wollen wir euch vorstellen, da dies unser Chaos im Rucksack endlich in den Griff bekommen hat: Packwürfel*. Dies sind kleine Stoffwürfel, die man mit Klamotten füllen und per Reißverschluss verschließen kann. Man sieht was drin ist und kann es super in den Rucksack oder ins Auto packen.

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Tag 4 – Grotte di Su Mannau

Tag 4 unseres Sardinien Roadtrips begrüßte uns, wie sollte es auch anders sein, mit Regenwolken. Naja…da an diesem Tag mindestens noch 3-4 Stunden im Auto auf dem Plan standen war das ausnahmsweise mal nicht so schlimm. Unser geplanter Zwischenstop in Iglesias ist aber wortwörtlich ins Wasser gefallen, so dass wir als Alternative einen Besuch der Grotta di Su Mannau unternahmen.

Grotta di su Mannau

Von Iglesias aus dauert es ca. 45 Minuten bis man an der in der Bergen liegenden Grotte ist. Die Fahrt dort hin verläuft in ständigen Serpentinen bergauf und bergab durch das Terras Nieddas Bergmassiv.

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & SehenswürdigkeitenAn der Grotte stehen mehrere, kostenlose Parkplätze zu Verfügung und mit Getränken von der Bar kann man die Wartezeit bis zur Führung überbrücken. Der Eintrittspreis zur Grotte beträgt 10 Euro pro Person, die Führung beginnt alle 1,5 Stunden. Die Grotta di su Mannau ist eine insgesamt 8200 m lange Tropfsteinhöhle, die teilweise für den Tourismus erschlossen ist. Die Tropfsteinhöhle hat bis zu 30 m hohe Säle, durch die stählerne Wege und Treppen führen, die man mit einem Guide besichtigen kann.

Die Führung an sich dauert ca. 50 Minuten. Während unserer Führung wurden die Erklärungen zu den einzelnen Bereichen lediglich in Französisch erzählt. Für uns gab es eine Mappe mit den Erklärungen in Englisch. In Deutsch standen diese leider nicht zur Verfügung. Es lohnt sich definitiv an der Führung teilzunehmen. Wir fanden die Grotte mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten sehr beeindruckend.

Wichtig: Den aktuellen Eintrittspreis und die Führungszeiten findet ihr am besten direkt auf der offiziellen Webseite der Grotta di Su Mannau – die Preise können sich jährlich ändern. Als wir dort waren kostete der Eintritt 10 €. 

Anreise Cala Gonone

Von der Grotte aus ging es innerhalb von ca. 3 Stunden (ca. 216 km) quer über die Insel nach Cala Gonone. Der Ort ist nur über eine beeindruckende, kurvige Straße zu erreichen. Das ehemalige kleine Fischerdorf ist inzwischen ein Touristenort, in dem es hauptsächlich Hotels, Bars, Restaurants und Souvenirläden gibt. In der Hauptsaison wird es hier mit Sicherheit überlaufen sein. Anfang Mai kann man jedoch in Ruhe durch die kleinen Gassen und am Strand entlang bummeln. Der Strand von Cala Gonone ist ein leicht rötlicher Kieselstrand. Dies gepaart mit dem türkisblauen Meer und dem Gebirge im Hintergrund ergibt ein wunderschönes Panorama.

Sardinien Roadtrip - Besuch des Strandes Cala Gonone
Sardinien Roadtrip – Besuch des Strandes Cala Gonone

Den Abend haben wir mit einem kleinen Spaziergang verbracht, bevor wir in der Pizzeria Zio Pedrillo essen waren. Das kleine Restaurant liegt zwar nicht an der Promenade ist dafür aber um einiges günstiger und bietet sehr leckeres Essen.

Hotelempfehlung in Cala Gonone

Sardinien Roadtrip | 7 Tage Rundreise - Tipps & SehenswürdigkeitenÜbernachtet haben wir in Cala Gonone im Palmasera B&B*. Das zauberhafte B&B liegt auf dem Gelände des dazu gehörenden Campingplatzes. Wir haben unsere Zeit dort sehr genossen und uns sehr wohl gefühlt. Die Zimmer waren modern eingerichtet, das Personal war sehr freundlich und das Frühstück umfangreich. Von dem Hotel aus läuft man keine 10 Minuten bis zum Strand.

Das traumhafte Palmasera bei Booking*

Tag 5 – Schluchtenwanderung Gola di Gorropu

Für Tag 5 hatten wir uns eine Wanderung im Supramonte Gebirge rausgesucht – die Gola di Gorropu. Die Gola di Gorropu ist eine der tiefsten Karstschluchten Europas, gebildet vom Fluss Riu Flumineddu und von bis zu 500 Meter hohen Wänden umgeben. Der Parkplatz liegt ca. 30 Minuten per Auto von Cala Gonone entfernt – die Anfahrt ist allein schon ein Highlight mit spektakulären Ausblicken auf das Supramonte Gebirge.

Ausblick auf das Supramonte Gebirge auf dem Weg zur Gola di Gorropu

Die Parkgebühr beläuft sich auf 4 € für einen halben Tag (7–13 Uhr) und 6 € für einen ganzen Tag. Vom Parkplatz aus geht ihr rechts die Straße hinab und über die Betonbrücke, danach startet der Wanderweg links. Der ca. 7 km lange Weg führt durch Wälder und immer wieder am Fluss Riu Flumineddu entlang bis zum Eingang der Schlucht – ca. 1,5–2 Stunden.

Am Eingang zur Schlucht erhaltet ihr eine kurze Sicherheitseinweisung. Der Eintritt kostet 6 € für Erwachsene und 4 € für Kinder (6–17 Jahre), Helme können ausgeliehen werden. Wichtig: Die Schlucht ist täglich nur von 10:00–14:45 Uhr geöffnet, alle Besucher müssen bis 15:30 Uhr wieder draußen sein. Kommt also früh! Die Wanderung ist in drei Abschnitte eingeteilt: Die ersten zwei Abschnitte sind für Anfänger geeignet, der dritte nur für erfahrene Kletterer.

Was erwartet euch in der Gola di Gorropu?

Der Weg führt immer wieder über große Felsen entlang der immer enger werdenden Schlucht, die von senkrechten, teilweise überhängenden Kalksteinwänden gebildet wird. Im Sommer ist der Fluss in der Mitte fast ausgetrocknet. Als wir im Mai dort waren, stand das Wasser so hoch, dass wir durch knietiefes Wasser waten mussten, um in den zweiten Abschnitt zu gelangen.

Bereitet euch auf nasse Füsse vor

Da wir nicht darauf vorbereitet waren und unserer Hosen nicht weit genug hochkrempeln konnten, sind wir nach der Flussdurchquerung mit nassen Hosen weitergewandert. Nehmt am besten Wandersandalen oder Wasserschuhe mit. Barfuß den Fluss zu durchqueren ist aufgrund der spitzen Kieselsteine nicht gerade angenehm. Das Ende des zweiten Abschnittes erreichten wir nach ca. 20 Minuten. Der dritte Abschnitt der Schlucht war von noch tieferen Wasser abgetrennt, so dass man hätte schwimmen müssen. Da das Wasser sehr kalt und es an diesem Tag zudem noch regnerisch war, sind wir nicht bis zum dritten Abschnitt gekommen. Für uns hieß es an dieser Stelle also umkehren und zurück wandern.

Nach unserer Wanderung ging es zurück zum Hotel um dort eine kleine Pause einzulegen. Den Abend verbrachten wir schließlich indem wir zuerst durch die vielen Souvenirläden gebummelt sind. Danach gab es noch ein hervorragendes Abendessen im Restaurant Favoritana mit Ausblick auf den Strand und das Meer. Das Restaurant Favoritana war etwas teurer als das Zio Pedrillo. Dafür bekamen wir kostenlos Prosecco, Oliven, Focaccia und eine wunderschöne Aussicht… genau so wie man es sich im Urlaub vorstellt.

Tag 6 – Cala Gonone Strand und Küstenspaziergang

An Tag 6 unseres Sardinien Roadtrip waren wir sehr faul. Den halben Tag haben wir am Strand gelegen und das schöne Wetter und Eis aus der Gelateria Fancello genossen. Da wir später aber doch noch den Drang nach etwas Bewegung hatten sind wir Richtung Cala Fulili gelaufen. Das erste Stück kann man über den Strand zurücklegen, bevor man auf die Hauptstraße abbiegen muss. Von der Hauptstraße aus gehen immer wieder Wege zu kleine Buchten hinunter, an denen man das türkisblaue Meer ganz alleine genießen kann.

So kam es auch, dass wir recht viel Zeit während des Spazierganges vertrödelten und spätestens als sich unserer Mägen mit einem Knurren meldeten wieder Richtung Cala Gonone umkehrten. Der Spaziergang hat jedoch dazu geführt, dass ich mich Abends noch etwas genauer mit der Strecke auseinandergesetzt habe und diese für den nächsten Tag nochmal auf unserem Plan gelandet ist.

Tag 7 – Grotta del Bue Marino und Villasimius

Meine Recherche am Vorabend zeigte, dass man über die Hauptstraße entlang der Küste bis zur Bucht Cala Fulili fahren kann. Dort endet die Straße, so dass man dort parken muss. Vom Ende der Straße aus führt ein Wanderweg erstmal steil bergab bis man auf Meereshöhe ist. Geht man nun links kommt man zur Bucht Cala Fulili und kann den Tag am Strand genießen. Wer noch weiter wandern möchte kann gegenüber direkt wieder steil bergauf gehen.

Der Wanderweg entlang der Küste führt zu einem Zugang der Grotta del Bue Marino – einer der schönsten Sardinien Sehenswürdigkeiten überhaupt. Wir sind zu Fuß hingekommen und haben die Höhle vom Fußweg aus geschlossen vorgefunden. Kein Wunder: Die eigentliche Touristenbegehung ist nämlich ausschließlich per Boot vom Hafen Cala Gonone aus möglich. Das Boot kostet ca. 18 € Hin- und Rückfahrt, der Höhleneintritt nochmal ca. 10 € – dafür bekommt ihr eine geführte Tour durch einen der spektakulärsten Tropfsteinräume Sardiniens. Die Bootsfahrt dauert ca. 30 Minuten, der Besuch in der Höhle ca. 1 Stunde. Aktuelle Abfahrtszeiten und Buchung: grottabuemarino.com.

Tipp: Wer die Grotta del Bue Marino per Boot besucht, kann die Tour direkt mit einem Halt an der Cala Luna verbinden – eine der schönsten Buchten Sardiniens. Einfach hinfahren und abends per Boot zurück nach Cala Gonone. 

Da für uns die Zeit knapp wurde, mussten wir den Rückweg antreten. Wer mehr Zeit hat, kann die Küstenwanderung fortsetzen und bis zur wunderschönen Cala Luna weiterwandern – oder einfach per Boot hinfahren und abends zurück nach Cala Gonone fahren. 

Anreise Villasimius

Da wir noch einen langen Rückweg auf unserem Sardinien Roadtrip vor uns hatten, konnten wir leider nicht mehr zur Cala Luna wandern und mussten stattdessen zurück zum Auto. Von Cala Gonone aus ging es innerhalb von ca. 3 Stunden bis nach Villasimius. Die ersten 30 Kilometern führten am Gipfel des Supramonte Gebirges entlang mit einer kontinuierlich spektakulären Aussicht. Auch danach konnte man auf dem kompletten Weg bis Villasimius die schöne Aussicht genießen, so dass die 3 stündige Autofahrt auch etwas Schönes hatte.

In Villasimius haben wir den letzten Nachmittag unseres Sardinien Roadtrips mit Eis essen, bummeln und einem Spaziergang zum Strand verbracht. Villasimius ist eine kleine sardische Gemeinde im Süden von Sardinien, die sich im Laufe der Zeit zu einem Touristenort entwickelt hat. Dies liegt mit Sicherheit auch an dem kilometerlangen wunderschönen Sandstrand vor Villasimius. Hier konnten wir nochmal die Füsse in das leider noch sehr kalte Meer halten bevor es innerhalb von einer Stunde weiter Richtung Cagliari ging.

In Cagliari verbrachten wir unseren letzten Abend bei einer leckeren, italienischen Pizza bevor es früh am nächsten Morgen zurück nach Hause ging.

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Häufige Fragen zum Sardinien Roadtrip (FAQ)

Lohnt sich eine Sardinien Rundreise in 7 Tagen?

Ja, 7 Tage reichen gut für eine Region – entweder Süden oder Norden. Wir haben den Süden und Osten mit Cala Gonone kombiniert und konnten sehr viel sehen, ohne uns zu hetzen. Für die ganze Insel plant lieber 10–14 Tage ein.

Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?

Mai bis Anfang Juni und September sind ideal – angenehme Temperaturen, keine überfüllten Strände, günstigere Preise. Im Juli und August ist die Insel sehr voll und Unterkünfte teuer. Vor Mitte Mai (wie bei uns) ist es oft noch zu früh: Viele Orte wirken ausgestorben und nicht alle Sehenswürdigkeiten haben geöffnet.

Braucht man für Sardinien zwingend einen Mietwagen?

Ja, vor allem im Süden und Osten der Insel. Öffentliche Busse fahren selten und nicht bis zu den schönen Stränden. Eine Economy-Klasse reicht aus, bucht am besten mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.

Wie teuer ist ein 7-tägiger Sardinien Roadtrip?

Das hängt stark von der Reisezeit ab. In der Nebensaison (Mai, September) sind Mietwagen und Unterkünfte günstiger als im Hochsommer. Plant grob: Mietwagen ab ca. 200–400 € die Woche, Unterkünfte (B&B) ab ca. 70–120 € pro Nacht, Essen ab ca. 15–25 € pro Person und Mahlzeit.

Welche Sardinien Route empfehlt ihr für 7 Tage im Süden?

Unsere Route: Cagliari → Pula/Chia → Sant’Antioco → Portoscuso → Cala Gonone (Gola di Gorropu) → Villasimius → Cagliari. Wer mehr Strandtage möchte, kann Cala Gonone kürzen und dafür länger in Chia oder Villasimius bleiben. 


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