Was kostet eine Rundreise durch Norwegen? Immer wieder liest und hört man, dass Norwegen zu den teuersten Reisezielen gehört. Aber ist das wirklich so? Wir haben euch alle Kosten unseres Norwegen Roadtrips zusammengestellt. Wir sind mit dem eigenen Auto angereist und haben die meiste Zeit in Hytten auf Campingplätzen übernachtet.

Infos zur Währung

Die Währung in Norwegen heißt Kronen (NOK). Der Umrechnungskurs liegt bei ca. 1 Euro = 10 Kronen. Das macht die Umrechnung dementsprechend einfach.

KronenEuro
100,99
1009,89
100098,88

Norwegen Kosten – Die Anreise

Wie heißt es doch so schön? Alle Wege führen nach Rom …. Norwegen 🙂 Wenn ihr nach Norwegen reisen wollt habt ihr, je nachdem was euer Startpunkt ist, diverse Optionen. Per Land, per Land und Wasser, per Luft.

Per Auto & Fähre nach Norwegen

Egal von wo ihr in Deutschland startet, ihr müsst zur deutsch-dänischen Grenze und dann komplett Dänemark durchqueren bis ihr in Hirtshals angekommen seid, einem kleinen Ort, der sich am (fast) nördlichsten Zipfel von Dänemark befindet. Dort nehmt ihr eine der 2 verfügbaren Fährgesellschaften (Colorline oder Fordline) für die Überfahrt nach Kristiansand in Norwegen. Beide Fähren fahren mehrmals am Tag und benötigen ca. 3 Stunden für die Überfahrt.

Dabei ist Colorline um einiges komfortabler als Fjordline, da es dort einen richtigen Aufenthaltsbereich gibt mit Restaurants und Geschäften. Bei Fjordline habt ihr nur einfache Sitzmöglichkeiten und wenig Komfort. Die Preise liegen bei beiden Gesellschaften bei knapp 200-300 Euro für ein Auto mit 2 Insassen für eine Hin- und Rückfahrt. Buchen könnt ihr das ganze auf der Webseite directferries.com.

Anreise mit Auto – ohne Fähre

Wenn ihr keine Fähre für die Fahrt nach Norwegen benutzen könnt oder wollt – z.B. weil ihr maximal flexibel bleiben wollt – dann könnt ihr es auch auf dem Landweg über Dänemark und Schweden versuchen. Die Strecke ist dann knapp 300 Kilometer länger, aber dafür seid ihr nicht von den Fahrtzeiten der Fähren abhängig. Ihr fahrt von Deutschland nach Dänemark, weiter über die Storebælt-Brücke und die Öresund-Brücke bis nach Schweden.

Über Kopenhagen und Göteborg fahrt ihr an der Küste entlang bis zur Grenze nach Norwegen.  Die Fahrt über die Brücken ist leider sehr kostspielig. Für einen einfachen PKW unter 6 Meter Länge kostet die einmalige Überfahrt über die Öresundbrücke 49 Euro und bei der Storebælt-Brücke bezahlt ihr nochmal 35 Euro. Ihr seht, dass sich die Überlandfahrt durch die Maut der beiden Brücken (hin und zurück knapp 170 Euro) weder finanziell noch zeitlich so richtig lohnt. 

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Anreise per Flugzeug und Weiterfahrt per Mietwagen

Wenn ihr kein eigenes Auto oder keine Lust habt so eine weite Strecke mit dem Wagen zu fahren, dann könnt ihr am besten mit dem Flugzeug anreisen. Nutzt dafür als Zielflughafen die Hauptstadt Oslo. Zahlreiche Fluggesellschaften verbinden Oslo mit allen relevanten Flughäfen in Deutschland. Flüge z.B. von Düsseldorf aus gibt es für Hin-und Rückflug (mit Zwischenstopp) schon ab 200 Euro pro Person.

Mietwagen sind in Norwegen generell etwas teurer als in Deutschland, was auch einer der Gründe war, warum wir uns entschieden haben mit dem eigenen Auto nach Norwegen zu reisen. Für einen Mittelklasse-Mietwagen mit sehr guter Versicherung (ohne Selbstbeteiligung) zahlt ihr im Sommer für 2 Wochen gut und gerne 1000 Euro. Wenn ihr eine günstigere Versicherungsart wählt (“Selbstbeteiligung wird erstattet”) dann bekommt ihr einen Mietwagen schon ab 500 Euro. 

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Mautstraßen und Fähren in Norwegen

Es gibt auf sehr vielen Straßen in Norwegen Abschnitte die mautpflichtig sind. Man wird per Schild einige hundert Meter vorher darauf hingewiesen, aber hat meistens eh keine andere Wahl (außer umzukehren) und ist daher quasi alternativlos. An der Mautbrücke wird man dann automatisch fotografiert, wovon man aber nichts merkt. Eigentlich müsste man die Mautgebühren an Kiosken oder Supermärkten entrichten, oder sich dort auch ein Guthaben anlegen.

Alternativ kann man dies auch schon von Deutschland aus tun. Wir haben uns aber für den einfachsten Weg entschieden und haben nichts gemacht. Caa. 6 Monaten nach unserem Urlaub kam die Rechnung (aus England von EPC plc- Euro Parking Collection). Diese war aber keinen Euro teurer, als das was wir vor Ort hätten zahlen müssen. Insgesamt mussten wir knapp 83€ zahlen.

Da insbesondere der Süden von Norwegen von vielen Fjorden durchzogen ist, muss man an einigen Stellen diese mit einer Autofähre überwinden. Auch wir haben auf unserer Reise innerhalb des Landes mehrmals die Fähre genommen.

Norwegen Preise – Hotels, Hytten, Zelten

Direkt am zweiten Tag ist uns aufgefallen, dass man ziemlich häufig an Campingplätzen vorbei kommt (eigentlich alle paar Kilometer). Durch eine kurze Internetrecherche fanden wir heraus, dass fast jeder Campingplatz auch einfache Holzhütten vermietet, die mit allem ausgestattet sind, was man braucht (außer einer Toilette) und mit einem Preis von 500-700 NOK (55-80€) auch recht bezahlbar sind. Und vor allem muss man eigentlich nie vorher buchen (auch wenn es ratsam sein kann bei beliebten Plätzen).

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Was kostet die Verpflegung in Norwegen?

Was wir vor unserem Norwegen Urlaub gehört hatten ist, dass Lebensmittel und eigentlich alles ziemlich teuer in Norwegen sei. Also hat sich die Frage gestellt, was wir mitnehmen und was wir vor Ort kaufen. Im Endeffekt hatten wir den Kofferraum voller Wasser, Apfelschorle, Reis, Nudeln, Bratkartoffeln und anderer Lebensmitteln, die haltbar und leicht transportierbar sind.

So mussten wir eigentlich nichts vor Ort kaufen! Okay, ab und zu haben wir im Supermarkt frisches Brot, Eier und Käse gekauft. Die Lebensmittel in den Supermärkten waren nicht so teuer wie vermutet. Bei den meisten Dingen konnten wir einen Aufschlag von ca. 30-50% zu den deutschen Preisen feststellen. So kostet ein Brot ca. 4-6 Euro im Supermarkt. Käse kostet auch um 4 Euro. Es gab aber durchaus auch günstige Lebensmittel. So haben wir ein Packung Rahmspinat für 1 Euro gekauft. Günstige Supermärkte sind z.B. Rema 1000 oder Coop.

Was kosten Aktivitäten in Norwegen?

Eine der Hauptaktivitäten in Norwegen ist kostenlos und gleichzeitig doch mit Kosten verbunden … das Wandern. Während die Wanderungen in der Regel kostenlos sind, sind es die dazugehörigen Parkplätze leider nicht. Und wer an dieser Stelle denkt “Na gut, dann zahl ich halt ein paar Euro fürs Parken”, der sollte sich gut festhalten.

Je nach Beliebtheit der Wanderung und der zur Verfügung stehenden Parkplätze kann das richtig teuer werden. Der Parkplatz am Trolltunga hat uns mal eben schlappe 50 Euro für den halben Tag gekostet.

Norwegen Kosten – Gesamtkosten unserer Rundreise

Was aber hat uns die 14 Tage Reise durch Norwegen nun insgesamt gekostet? Im Endeffekt war unser Aufenthalt in Norwegen günstiger als erwartet. Unser Roadtrip hat inklusive aller Kosten knapp 2.000 Euro und somit 1.000 Euro pro Person für 2 Wochen gekostet. Dafür das Norwegen als so teuer gilt, haben wir dies als recht günstig empfunden.


Habt ihr noch weitere Fragen zu den Kosten einer Norwegen Rundreise oder waren bei Euch die Kosten anders? Oder würdet ihr in die Liste der Reisekosten eines Norwegen Roadtrips noch weitere Kosten hinzufügen? Dann schreibt uns doch gerne einen Kommentar unter den Artikel!

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