Monteverde in Costa Rica ist einer der berühmtesten Nebelwälder Mittelamerikas und Heimat des farbenprächtigen Quetzals. Da auch das Wetter in Tamarindo eher grau und verregnet war, ging es an Tag 12 unseres Roadtrips durch Costa Rica weiter nach Monteverde in den Nebelwald in der Zentralregion des Landes. Der Nebelwald sollte nochmal ein ganz eigenes Erlebnis während unseres Roadtrips werden und sich von den bisher besuchten Regenwäldern Costa Ricas unterscheiden. Auch findet man hier den berühmten, farbenfrohen Quetzal, wobei ich unsere Chance diesen zu sehen eher als gering eingestuft habe. Die Anreise von Tamarindo aus führte uns ca. 160 km über mal mehr und mal weniger gut ausgebaute Straßen in den bergigen Nordwesten Costa Ricas.
Wir haben Monteverde im Juni 2019 im Rahmen unseres Costa-Rica-Roadtrips besucht.
Zuletzt aktualisiert: August 2026.
Tag 12 + 13 des Costa Rica Roadtrips: Monteverde
Monteverde liegt auf knapp 1500 Meter Höhe und diese müssen auf dem Weg mit dem Mietwagen auch überwunden werden. In gefühlter Schrittgeschwindigkeit schraubte sich unser kleiner Suzuki SUV die Serpentinen hinauf. Eine tolle Aussicht zu bestaunen gab es dabei leider nicht. Denn wie der Name Nebelwald schon sagt, erwartete uns genau das… jede Menge Nebel.
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Nur wenige Meter könnten wir durch die undurchdringbare, graue Suppe sehen. Auch wenn das hier zum typischen Wetter gehörte fragte ich mich, wie wir bei dem Wetter Tiere in den Wäldern entdecken sollten. Aber da wir erst am nächsten Tag in den Park wollten, war dies noch kein Problem.
Neben dem Nebel war auch das Klima ganz anders als zuvor noch an der Pazifikküste. Als wir in unseren kurzen Klamotten in Monteverde ankamen, war uns doch tatsächlich kalt. Ein ziemlich ungewohntes Gefühl auf unserer Reise. Auch hatten wir das erste mal seit Wochen wieder richtige Bettdecken in unserem Hotelzimmer (Montefresco Hotel Boutique – das große Zimmer mit Terrasse ist absolut zu empfehlen). Den Nachmittag entspannten wir auf unserer Terrasse mit Blick über die Dächer des kleinen Ortes und planten unsere Aktivität für den nächsten Tag.
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Selbst wenn man, wie wir, nicht vorhat eine der vielen, teuren Ziplining-Touren (für die Monteverde berühmt ist) zu unternehmen muss man sich noch zwischen den beiden Parks La Reserva Bosque Nuboso Santa Elena und dem biologischen Reservat Monteverde entscheiden.
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Für einen kleinen Aufpreis konnten wir in das Penthouse-Zimmer einziehen, das wirklich sehr groß war, ein eigenes Bad hatte und sogar eine eigene, riesige Terrasse mit tollem Ausblick. Wir haben uns dort wirklich sehr wohl gefühlt. Morgens gab es immer ein leckeres Frühstück und Abends konnten wir uns in der großen Gemeinschaftsküche selber was zu Essen kochen.

Biologisches Reservat Monteverde oder Santa Elena – welcher Nebelwald-Park ist besser?
Alle sprechen immer von Monteverde. In der Regel ist damit erstmal die Region rund um die Nebelwälder gemeint. Hier gibt es dann zwei private Naturreservate in der gleichen Bergregion, die besucht werden können. Die Natur ist somit in beiden Reservaten ähnlich. Trotzdem gibt es ein paar feine Unterschiede die wir euch kurz aufführen wollen.
Monteverde Cloud Forest Reserve (Infos, Stand 2026):
- Ca. 8 km Wanderwege auf 3 Trails
- Eine Hängebrücke (im Eintritt enthalten)
- Sehr touristisch
- Bus ab Banco Nacional für 2$, 4x täglich
- Geöffnet 7:30-16 Uhr
- Eintritt: ca. 29$ pP
Santa Elena Cloud Forest Reserve (Infos, Stand 2026):
- 12 km Wanderwege
- ein Aussichtsturm
- Kaum touristisch
- Bus ab Banco Nacional für 2$, 4x täglich
- Geöffnet 7-15 Uhr
- Eintritt: ca. 21$ pP
Tipp: Die Preise für Ausländer liegen deutlich über denen für Costa-Ricaner und ändern sich gelegentlich – am besten vor Ort oder auf der offiziellen Seite des Monteverde-Reservats bzw. der offiziellen Seite des Santa-Elena-Reservats gegenchecken.
Ich war ja erst ein wenig skeptisch, ob sich der Nebelwald tatsächlich so sehr von den bisherigen Parks unterscheidet. Aber ja, er unterscheidet sich wirklich. Die Bäume und Pflanzen sind alle von einer satten Schicht Moos und Farnen bedeckt. Alles ist noch grüner und der Wald erscheint noch dichter. Hinzu kommen die Nebelschwaden die immer wieder durch die Baumwipfel ziehen und dem ganzen eine magische Atmosphäre geben. Ich fühlte mich fast wie in einem magischen Märchenwald als wir die Wanderwege entlang schlenderten.
Wir trafen auf den Wegen kaum andere Menschen. Und das eine Mal, als wir welche trafen, starrten diese gebannt zu einem Baum hinüber. Da saß er… mit seinem schillernd grünen Federkleid, der roten Brust und seinem langen weißen Schwanzfedern. Der Quetzal. Ich traute meinen Augen kaum das wir so ein Glück hatten und er in ein paar Metern Entfernung vor uns auf einem Ast saß. Wir staunten noch über dieses wundervolle Geschöpf, während er im nächsten Moment schon seine Flügel ausbreitete und in die Höhe verschwand.
So hatten wir schon zu Beginn das Highlight der Wanderung erlebt. Auf den weiteren Wegen begleitete uns noch eine Horde Affen hoch oben in den Bäumen, während auf dem Boden immer wieder die Tausendfüßler unsere Wege kreuzten.

Geheimtipp: Der Ficus Tree in Monteverde
Nach dem Besuch des Santa Elena Naturreservats haben wir uns noch auf zu einem weiteren Highlight der Region Monteverde gemacht, dem Fikus Baum, durch den man durchklettern kann. Ihr habt richtig gehört: Ihr klettert nicht auf den Baum, sondern durch den Baum durch. Das ist durch die besondere Form des Baustamms möglich. Der Baum sieht aus wie eine Klettermöglichkeit in einem Abenteuerpark. Aber er ist echt und vollkommen natürlich.
Unten ist der Baum noch recht breit und man kann gut hinein gelangen. Der Baumstamm ist innen hohl und er sieht aus als wäre er von riesigen, hölzernen Schlingpflanzen umwachsen. So ist es auch ziemlich einfach hochzuklettern. Es ist wie ein großes Klettergerüst. Oben in ca. 50 Meter Höhe wird es natürlich ziemlich eng. Man passt dort auch nur noch alleine durch. Wenn man wendig genug ist, dann kann man auch ganz oben aus der Baumspitze seinen Kopf raus stecken und sich die Gegend angucken. Für jeden abenteuerlustigen Menschen (wie mich) ein unfassbares Erlebnis und in Monteverde definitiv ein Must-Do!
Um dort hin zu kommen kann man einfach am Straßenrand parken (Achtung: Wertsachen mitnehmen!) und muss dann ca. 100 Meter durch den Wald laufen. Ihr findet die Stelle zum Parken hier auf Google Maps. Wenn ihr Euren Wagen auf der Straße abgestellt habt, könnt ihr jeden der sichtbaren Trampelpfade in den Wald nehmen. Alle führen runter zu dem Fikus Tree.
Update: Der Ficus Tree steht mittlerweile auf Privatbesitz und ist eingezäunt. Ihr könnt ihn daher aktuell leider nicht mehr besichtigen bzw. besteigen – bitte vor Ort die aktuelle Zugänglichkeit prüfen.
Falls ihr noch weitere Tage in der Region verbringen wollt und somit noch Zeit und vor allem Geld übrig habt, dann gibt es in der Region noch viele weitere Aktivitäten, die ihr unternehmen könnt. Die meisten sind ziemlich teuer, was auf der Grund für uns war, diese nicht zu machen. Für Euch haben wir hier aber eine kleine Auswahl an möglichen Aktivitäten in der Monteverde Region zusammengestellt.
Mögliche Aktivitäten in der Region Monteverde:
- Monteverde Butterfly Garden – ca. 15,50$ (9-15 Uhr)
- Bat Jungle (Fledermaus-Ausstellung) – ca. 11$ (9-18 Uhr)
- Frog Pond (Frosch-Ausstellung) – ca. 10-12$ (9-20:30 Uhr)
- Selvatura Park (Hängebrücken & Canopy) – ca. 39$
- Curi-Cancha Reserve (gut für Vogelbeobachtung) – ca. 20$
- San Luis Wasserfall – ca. 8-10$
- Night Walk – ca. 20$, täglich ca. 19 Uhr
- Ziplining/Canopy-Touren – ab ca. 45$, je nach Anbieter
- Kaffeetour (z. B. Café Monteverde) – ca. 35$
- Schokoladentour (z. B. Caburé) – ca. 18$
Tipp: Die Preise ändern sich gelegentlich und variieren je nach Anbieter – am besten vor Ort oder online direkt beim jeweiligen Anbieter gegenchecken.
Was solltet ihr für Monteverde einpacken?
Packt für Monteverde unbedingt eine Regenjacke und etwas wärmere, lange Kleidung ein. Durch die Höhenlage und die ständige Feuchtigkeit im Nebelwald ist es dort spürbar kühler und feuchter als an der Küste – selbst in der Trockenzeit kann es neblig und frisch werden. Festes Schuhwerk lohnt sich für die oft rutschigen Waldwege.
Essen in Santa Elena und Monteverde
Die meisten Restaurants findet ihr im kleinen Ort Santa Elena, der als Basis für Ausflüge in beide Reservate dient. Von einfachen Sodas (typisch costa-ricanische Imbisse) mit günstigen Casados bis hin zu etwas gehobeneren Cafés und Restaurants für Reisende ist dort alles vorhanden. Für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich die zahlreichen Bäckereien und Kaffeehäuser im Ort.
Öffentliche Anreise nach Monteverde
Auch ohne Mietwagen erreicht ihr Monteverde gut: Es gibt direkte Busverbindungen von San José nach Santa Elena sowie Shuttle-Busse aus vielen touristischen Orten Costa Ricas, unter anderem auch über den Arenal-See mit einer Boot-Taxi-Bus-Kombination von La Fortuna. Plattformen wie BookaWay bieten eine gute Übersicht über Shuttle-Verbindungen und Preise. Innerhalb der Region fahren lokale Busse ab der Banco Nacional in Santa Elena mehrmals täglich zu beiden Nebelwald-Reservaten.
Mehr Inspiration für eure Costa-Rica-Reise findet ihr in unserem großen Costa-Rica-Roadtrip-Bericht sowie in unserer Übersicht der schönsten Nationalparks Costa Ricas.
FAQ: Monteverde in Costa Rica
Ist Monteverde einen Besuch wert?
Ja, definitiv. Der Nebelwald ist einzigartig feucht-grün, oft nebelverhangen und Heimat des seltenen Quetzals. Wer echten Regenwald mit Hochland-Nebelwald vergleichen möchte, sollte sich mindestens ein bis zwei Tage Zeit nehmen.
Monteverde oder Santa Elena – welches Reservat ist besser?
Beide liegen im gleichen Naturschutzgebiet und bieten ähnliche Natur. Monteverde ist bekannter und touristischer (ca. 29$ Eintritt, 8 km Wege), Santa Elena ist ruhiger und günstiger (ca. 21$ Eintritt, 12 km Wege). Wer Ruhe sucht, ist mit Santa Elena besser bedient.
Wie viel Zeit sollte man für Monteverde einplanen?
Ein bis zwei Tage reichen für einen Reservats-Besuch plus den Ficus Tree. Wer zusätzlich Ziplining, Kaffeetour oder Night Walk machen möchte, sollte einen dritten Tag einplanen.
Wie kommt man nach Monteverde?
Mit dem Mietwagen führt die Anreise über kurvige Bergstraßen auf ca. 1.500 Meter Höhe – rechnet mit deutlich mehr Fahrzeit als die Kilometerzahl vermuten lässt. Alternativ gibt es öffentliche Busverbindungen aus den größeren Städten Costa Ricas.
Sieht man den Quetzal garantiert?
Nein, eine Garantie gibt es nicht – aber die Chancen stehen gut, besonders früh morgens und mit einem lokalen Guide. Wir hatten Glück und konnten ihn aus wenigen Metern Entfernung beobachten.
Habt ihr noch Fragen zu Monteverde oder wollt uns einfach einen Kommentar hinterlassen? Immer her damit!











