Eines direkt zum Anfang… 9 Tage sind eigentlich viel zu wenig für eine Rundreise durch Kroatien. Dieses Land hat so viel zu bieten, dass man auch mehrere Wochen dort verbringen kann. Da wir aber nur etwas mehr als eine Woche für unseren Roadtrip durch Kroatien hatten, haben wir uns die Rosinen heraus gepickt und uns auf die schönsten Ecken konzentriert. Der Hin- und Rückflug ging nach bzw. von Zadar aus (mit Ryanair). Dort haben wir uns einen Mietwagen genommen (über einen Preisvergleich bei billiger-Mietwagen.de), um damit eine 9 Tage Rundreise durch Kroatien zu machen.

Unser erster Tipp direkt zu Anfang: Falls es bei eurem Urlaub nicht auf ein paar Euro ankommt mietet Euch auch ein Cabrio. Mit offenem Dach an der Küste entlang zu fahren und einen freien Blick in alle Richtungen zu haben ist einfach fantastisch… jetzt aber zum Reisebericht und zur Route unseres Roadtrips durch Kroatien:

Tag 1: Fahrt von Zadar nach Dubrovnik

Da es in Zadar bei unserer Ankunft ordentlich geregnet hat, sind wir direkt gen Süden Richtung Dubrovnik gefahren. Das bedeutete zwar auf unserer Reiseroute durch Kroatien über 5 Stunden am Stück im Auto, aber die Wettervorhersage für Dubrovnik sah einfach zu gut aus im Vergleich zu Zadar. Der erste Regen hatte nämlich ganz schön auf die Laune gedrückt. Umso mehr haben wir uns gefreut als die ersten Sonnenstrahlen es uns erlaubt haben das Verdeck des Cabrios zu öffnen und das erste bisschen Urlaubsfeeling zu genießen. Trotz der schönen Aussicht war die Fahrt ganz schön anstrengend.

Da wir in Dubrovnik noch kein Zimmer gebucht hatten, mussten wir uns als erstes darum kümmern, bevor wir die Altstadt erkunden konnten. Nachdem das erledigt war, wollten wir so schnell wie möglich in die Altstadt. Es war ja schon spät. Unsere erste Idee war es, mit dem Auto direkt in die City zu fahren und dort zu parken.
Die Parkplätze direkt an der Altstadt sind wirklich extrem teuer. Daher empfiehlt es sich außerhalb zu parken und mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Das geht erstaunlich einfach und spart ne Menge Geld! Wir haben das an unserem ersten Abend aber nicht gemacht, da wir nicht wirklich viel Zeit hatten, wir haben daher im größten Parkhaus direkt oberhalb der Altstadt geparkt (Link zu Google Maps), von dem man nur 5 Minuten in die Altstadt läuft. Das Parken kostet hier je nach Saison dafür auch 3-5 € pro Stunde!

Tag 2: Dubrovnik

Die Stadtmauer

Am nächsten Tag auf unserer Rundreise durch Kroatien sind wir morgens mit dem Bus nach Dubrovnik gefahren, um uns dann direkt Karten für die Besichtigung der Stadtmauer zu holen. Die Stadtmauer ist die Top-Sehenswürdigkeit von Dubrovnik und eine der am besten erhaltenen Festungsanlagen von ganz Europa. Die im 8. Jahrhundert gebaute Mauer ist 1940 Meter lang und verfügt über 5 Festungen und insgesamt 16 Türme.

Insgesamt gibt es drei Zugänge zur Mauer:

  • Im Osten der Stadt direkt neben der St. Lukas Kirche
  • einen neben der Erlöserkirche, direkt ein Eingangstor zur Altstadt (dort sind wir rein)
  • und einen weiteren neben dem Schifffahrtsmuseum und der Festung Ivan

Während man um die Mauer läuft, kommt man an verschiedenen Festungen vorbei, in die man sogar von innen besichtigen kann. Wir können die Bewertungen in jeglichen Foren und auf TripAdvisor nur bestätigen. Es lohnt sich wirklich… auch bei einem Preis von knapp 15 Euro pro Person. Der Spaziergang über die Stadtmauern ist wunderschön und vermittelt nochmal einen ganz anderen Eindruck von Dubrovnik. Die Mauer umschließt den Stadtkern in einem ungleichmäßigen Vieleck mit mal breiteren und mal schmaleren Passagen. Dabei kann man einerseits den Ausblick in die innen liegende Stadt und andererseits auf das Meer und die umliegenden Hügel genießen.

Genaue Informationen zu Dubrovnik und der Stadtmauer findet ihr hier unter diesem Link.

Die Stradun und die Altstadt

Wenn man die Mauer verlässt, kommt man unweigerlich direkt in die Altstadt. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe vereint Baudenkmäler, Barockbauten und die oben erwähnte Stadtmauer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Im Herzen der Dubrovniker Altstadt befindet sich die große Fußgängerzone und beliebte Einkaufsmeile Stradun (kroatisch für “große Straße”), auch Placa genannt.

Hier reihen sich Läden an Cafés und barocke Bauten an Restaurants. Einige Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich am Stradun. Am Ende dieser Straße steht z.B. die bekannte Rolandsäule.

Die Stradun entstand bereits im 11. Jahrhundert. Bei einem Erdbeben im Jahr 1667 wurde sie aber weitestgehend zerstört, anschließend aber wieder komplett aufgebaut. Deshalb sehen die Gebäude entlang der Straße auch alle gleich aus.

Die Seilbahn

Falls man danach noch Zeit und Lust hat kann man mit der Seilbahn auf den Sergiusberg (Srd) hinauf fahren um nochmal einen Blick von oben auf Dubrovnik zu haben. Da dies aber auch recht teuer war (20 € p.P.) und wir so langsam weiter in die nächste Stadt mussten, haben wir diesen Ausflug nicht gemacht.
Genauere Infos zur Seilbahn gibt es hier: www.dubrovnikcablecar.com/

Die Altstadt von Dubrovnik selbst fanden wir wunderschön und sie sollte zu jeden Kroatientrip gehören.

Lies doch auch unsere anderen Artikel...

Tag 3: Makarska

Die Fahrt von Dubrovnik nach Makarska war auf unserem Reiseroute zurück Richtung Zadar die größte Teilstrecke mit ca. 3 Stunden. Makarska hatten wir nur durch Zufall entdeckt, da es wohl nicht zu den üblichen Stopps auf einer Kroatien-Rundreise gehört. Die Kulisse, die einen dort erwartet, sowie der nahe gelegene Biokovo Nationalpark sind aber definitiv einen Aufenthalt wert. Makarska ist ein wunderschönes kleines Städtchen mit einem süßen Hafen und einer beeindruckenden Bergkulisse im Hintergrund.

Wir haben uns dort spontan ein Zimmer in der Villa Ruza gebucht und können diese definitiv weiterempfehlen. Die Zimmer sind sehr schön und haben einen fantastischen Ausblick auf Makarska und den Hafen. Auf den einzelnen Etagen gibt es jeweils eine Gemeinschaftsküche, so dass man sich dort etwas zu essen zubereiten kann und dann sein Essen mit dem tollen Ausblick genießen kann.

Von Makarska aus ist man in ca. 10 Minuten am Eingang des Biokovo Nationalparks. Dort wird eine Gebühr von ca. 7 Euro pro Person fällig. Dieser Nationalpark ist gut für Wanderer geeignet und bietet an vielen Stellen einen tollen Ausblick auf Makarska und das Meer. Mit ein bisschen Glück begegnet man hier auch wilden Pferden.
Wer keine Lust hat zu wandern kann mit dem Auto eine enge 23 km lange Straße bis zum Gipfel des Berges fahren und von hier die Aussicht genießen. Die Fahrt über die enge Serpentinen Straße ist ein wirkliches Abenteuer und man sollte pro Strecke eine Stunde Fahrtzeit einkalkulieren. Außerdem sollte man sich auf entgegen kommende Busse und Autos einstellen. An einigen Stellen gibt es zwar Buchten zum überholen, aber trotzdem kann das ganz schön eng werden. Wer – so wie ich – gerne auf herausfordernden Strecken fährt ist hier aber genau richtig.

Eine guten Überblick über weitere Aktivitäten im Biokovo Nationalpark kann man hier finden.

Tag 4: Omis

An Tag 4 unseres Roadtrip durch Kroatien ging es nach Omis. Mit dem Auto sind es von Makarska bis Omis ca. 45-60 Minuten. Das war eine der kürzesten Teilstrecken unserer Rundreise durch Kroatien. In Omis kann man mehrere Sachen unternehmen… unter anderem gibt es hier einen echten Sandstrand direkt vor der Stadt. Das ist in Kroatien eine richtige Seltenheit.

Unser Highlight in dieser Stadt war aber das Ziplining. Dabei rutscht man auf einem teilweise mehrere hundert Meter langen Seil, das zwischen zwei Schluchten aufgehangen ist. Mit einem Affenzahn gleitet man dann dieses Seil hinunter… unter einem nichts als Abgrund… und dir rutscht während der Rutschpartie das Herz in die Hose! Aber geil ist es trotzdem!
Einen detaillierten Bericht dazu gibt es hier in einem eigenen Artikel:

Tag 5: Split & Trogir

Von Omis nach Split braucht man nur ca. 45 Minuten. Split gehört als Programmpunkt wohl zu den meisten Kroatientrips… dementsprechend voll war es hier und dementsprechend kurz waren wir in Split. Split ist einer der großen Touriorte in Kroatien, so dass man keine Möglichkeit hat die Stadt in Ruhe zu genießen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die sehr schöne Altstadt und den Hafen entlang sind wir weiter in die nächste Stadt gefahren.

Wollt ihr mehr über die Sehenswürdigkeiten der Stadt erfahren, dann klickt auf diese Webseite:

Trogir

Nach ca. 40 Minuten und 30 km sind wir in Trogir angekommen. Dort war es im Gegensatz zu Split wieder ruhig und entspannt. In Trogir lohnt es sich einen kleinen Spaziergang zu machen und durch die kleinen Gassen zu bummeln. Leider hat es bei unserem Besuch etwas geregnet. Das hat die Stimmung etwas getrübt.

Den besonderen Charme und Flair hat Trogir den Römern zu verdanken. Diese trennten nämlich das alte Stadtzentrum durch einen Kanal vom Festland. So beginnt heutzutage jeder Ausflug in die Altstadt mit der Überquerung der alten Brücke und der beschwerlichen Suche nach einem Parkplatz. Wir haben direkt etwas außerhalb der Altstadt geparkt (nämlich hier) und sind dann ca. 10 Minuten gelaufen.

Eine Vielzahl an alten Türmen, Kirchen, Palästen sowie verwinkelten Gassen in der mittelalterlichen Altstadt lassen den Spaziergang zu einem echten Erlebnis werden. Wirklich an jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken.

Schon von Weiten ist der hohe Turm der beeindruckenden Kathedrale zu sehen, die auch das Wahrzeichen von Trogir ist. Möchte man die Kathedrale und den dazugehörigen Turm besichtigen, dann sind 20 KN (ca. 3 €) fällig.
Hat man weitere 15 KN (ca 2.50 €) übrig, dann kann man auch die Festung Kamerlengo besuchen. Diese zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert gebaute Festung diente einst der venezianischen Armee als Stützpunkt und ist heutzutage die zweite große Sehenswürdigkeit in Trogir.

Von Trogir aus ging es auf unserem Roadtrip durch Kroatien in rund einer Stunde weiter Richtung Skradin und dem berühmten Krka Nationalpark.

Tag 6: Skradin und Krka Nationalpark

Der Ort Skradin ist wirklich sehr, sehr klein und dient den meisten Leuten nur als Ausgangspunkt zum Krka Nationalpark. Hier hatten wir aber eine schöne kleine Übernachtungsmöglichkeit mit Blick auf den Fluss gefunden und bummelten abends noch etwas durch die süße, kleine Altstadt. Am nächsten Morgen sind wir ziemlich früh aufgestanden, um in den Park fahren.

Stündlich fährt von Skradin ein Boot zu einem der vielen Eingänge des Nationalparks. Das Shuttleboot ist im Eintrittspreis enthalten, genauso wie ein Shuttlebus, der zwischen Lozovac und Skradinski fährt. Der Eintritt kostet von Juli-August ca. 25 Euro pro Person. Die restliche Hauptsaison über sind es 15 Euro pro Person. Die Preise gelten dabei für alle Bereiche des Krka Nationalparks. Eine genaue Übersicht der Preise findet ihr hier.

Krka Nationalpark

Wenn ihr den Krka Nationalpark ohne viele andere Touristen genießen wollt, dann fahrt sehr früh los. Als wir gegen 11 Uhr dort waren, war es schon recht voll. Der Park ist sehr schön, absolut empfehlenswert und eines der Höhepunkte Kroatiens. Ein besonderes Highlight ist, dass man vor dem großen Wasserfall schwimmen darf. Durch den restlichen Park geht man über Holzstege, die immer wieder über Wasserfälle und kleine Wasserstellen führen.

Neben den Wanderungen kann man auch unterschiedlich Bootstouren im Krka Nationalpark unternehmen. Ihr könnt die Insel Visovac mit dem Boot ansteuern, die Wasserfälle von Roški Slap bestaunen oder auch das Kloster und die Festung besuchen. Nähere Informationen zu den Touren findet ihr hier.

Nachdem wir den ersten Teil des Krka Nationalparks gesehen haben sind wir mit dem Boot zurück nach Skradin gefahren und von da aus Richtung Roski Slap. Das ist ein anderer Teil des Krka Nationalpark, den man wohl auch per Boot erreichen kann, aber in viel kürzerer Zeit (ca. 30 Minuten) mit dem Auto.

Roski Slap

Dort hat man die Möglichkeit wandern zu gehen und eine schöne Aussicht auf den Fluss zu haben. Es herrscht zwar eine ganz andere Atmosphäre vor als im eigentlichen Krka Nationalpark (weniger Wasserläufe und Wasserfälle) aber es ist trotzdem sehr sehenswert. Hier gibt es auch eine Höhle, deren Anblick man sich mit Hunderten Stufen erarbeiten muss. Die Oziđana Höhle ist aber nicht wirklich sehr lang. Obwohl wir dort auch eine Fledermaus entdeckt haben muss man sich diese Höhle nicht unbedingt anschauen. Vor allem da man wieder komplett runter vom Berg muss, um auf der anderen Seite (wo man die tolle Aussicht auf den Fluss hat) wieder den Berg besteigen zu können.

Dieser Weg zum Aussichtspunkt auf den Fluss ist aber uneingeschränkt zu empfehlen. Er ist zwar eher beschwerlich, da man fast die ganze Zeit über den nackten, rutschigen Bergrücken läuft und es keine wirklichen Wege gibt, die Aussicht vom windigen Gipfel aus ist aber wirklich phantastisch!

Tag 7: Nationalpark Plitvicer Seen

Ein weiteres Highlight und sogleich ein mega Touri-Hotspot während einer Rundreise durch Kroatien ist der Nationalpark Plivicer Seen. Der Nationalpark ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zudem ein UNESCO-Weltnaturerbe. Auch hier gilt wieder: Startet eure Wanderung durch den Park so früh wie möglich. Zum Nationalpark könnt ihr einfach mit dem Auto fahren und vor Ort auf einem der kostenpflichtigen Parkplätze parken. Der Parkplatz kostet pro Stunde ca. 1 Euro bzw. 10 Euro für ein Tagesticket. Der Eintritt in den Nationalpark beträgt für einen Erwachsenen in der Hauptsaison ca. 20 Euro. Der Eintritt umfasst dabei die Benutzung des Panoramazuges und des Elektroboots.
Alle Infos findet ihr auch auf der Homepage des Plitvicer Nationalparks.

Der Nationalpark hat mehrere Wanderrouten von unterschiedlicher Länge. Wir haben uns für die Route C entschieden, die ca. 4-6 Stunden dauern sollten und aus einer Wanderung und einer Bootsfahrt bestand. Route C führt dabei an den größten und attraktivsten Wasserfällen vorbei (“Veliki slap”, “Veliki” und “Mali prštavac”) genau wie an unzähligen kleineren Wasserfällen. Obwohl wir schon früh morgens dort waren, war es teilweise so voll, dass man sich mit einer großen Menschenmenge über die Holzstege bewegt hat.

Teilweise sind ganze Schulklassen an uns vorbei gezogen. Trotzdem ist dieser Nationalpark ein absolutes Muss auf Eurer Tour durch Kroatien. Wie dort die Holzstege direkt durch und über das Wasser gebaut wurden ist wirklich unglaublich. Man hat dadurch das Gefühl wirklich mitten in der ursprünglichen Natur zu sein als nur durch einen gut ausgebauten Nationalpark zu laufen.

Tag 8: Paklenica Nationalpark & die Winnetou Schlucht

Unseren letzten kompletten Tag unserer Rundreise durch Kroatien starteten wir am frühen Morgen im Paklenica Nationalpark mit einer Wanderung zu einer Tropfsteinhöhle. Unsere kurze Wanderung war sehr schön, allerdings auch richtig anstrengend. Wir haben ca. 2 Stunden gebraucht, bis wir oben am Höhleneingang waren. Der Paklenica Nationalpark ist ein Eldorado für Kletterer, welche man auch an den steilen Felswänden des Parks überall hängen sieht. Aber auch Wanderer kommen hier nicht zu kurz. Es gibt zahlreiche Wanderwege, die einen durch das gesamte Gebiet des Nationalparks führen. Infos dazu gibt es u.a. auf den folgenden Webseiten:

Die Manita Pec Höhle

Die Höhle kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen und dies auch nur zwischen 10 und 13 Uhr! Als wir oben ankamen, warteten der Guide und 4-5 andere Wanderer schon auf uns und nach kurzer Wartezeit ging es dann auch schon in die Höhle. Drinnen waren es ca. 10-15 Grad, was sich eigentlich kalt anhört. Bei Außentemperaturen von über 30 Grad ist das jedoch eine schöne Abkühlung. Deswegen hatten wir natürlich auch keine Jacken dabei wie anscheinend alle anderen Wanderer.
Wir haben freundlicherweise vom Guide Fleecejacken angeboten bekommen, die wir aber ehrlicherweise nicht gebraucht hätten. Denn wie gesagt… wir waren froh über die kühle Luft und die fehlende Sonne in der Höhle.

Die Führung durch die Manita Pec Höhle

Die Führung in der Höhle war ziemlich kurzweilig und wir haben viele Fakten über die Geschichte der Höhle gehört. Leider durfte man in der Höhle nicht mit Blitz fotografieren, was sich nicht gerade positiv auf unsere Erinnerungsfotos auswirkte (Deswegen gibt’s hier auch keine aus der Höhle!).
Nach einer halben Stunde war die Führung schon vorbei und wir machten uns auf den Rückweg. Es gibt natürlich größere Höhlen auf der Welt und der Weg hinauf war nicht der leichteste. Trotzdem haben wir es nicht bereut. Wer sich aber nicht wirklich für Tropfsteinhöhlen interessiert, der sollte vielleicht lieber eine klassische Wanderung im Park machen. Denn Routen gibt es dort genügend.

Zum Abschied nach der Führung hat Sabrina noch einen kleinen Diss vom Guide bekommen. Denn als wir fragten, ob wir an diesem Tag wohl zeitlich noch eine bestimmte Wanderroute im Park schaffen würden entgegnete der Guide mit Blick auf Sabrinas Trekkingsandalen, dass dies zeitlich schon möglich sei, aber natürlich nicht mit normalen Flip Flops! Bäm! Das hat gesessen.
Auch nach wiederholter Erklärung, dass dies wirkliche Wandersandalen wären und keine billigen FlipFlops, ließ sich der Guide nicht umstimmen und wir haben es dann dabei belassen.

Zarmanja-Schlucht

Gut, dass wir nicht noch eine weitere Wanderung im Park gemacht haben, denn ich wollte unbedingt noch zur Winnetou-Schlucht. Ich interessiere mich zwar null für die Winnetou-Filme, aber diese Schlucht sah auf dem Foto so spektakulär aus, dass wir sie uns auf jeden Fall ansehen mussten.
Der Weg dorthin ist nicht ganz so einfach zu finden. Man muss an einem bestimmten Punkt die Hauptstraße verlassen (dort weist auch ein kleines Schild auf den Aussichtspunkt hin) und dann noch einige hundert Meter eine unbefestigte Straße entlang fahren bis man endlich an der Schlucht ist. Dort hat man dann aber eine wahnsinns Aussicht.

Der genaue Aussichtspunkt ist 📍hier auf Google Maps zu finden!

Unseren letzten Abend in Kroatien haben wir in einer kleinen aber sehr schönen Unterkunft in Rovanjska verbracht. Unsere Unterkunft Rooms & Appartments Dora lag in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Paklenica und auch zu Zadar. Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet. Die Highlights sind aber definitiv die Schildkröten im Hof und das hervorragende Frühstück. Die Besitzern backt jeden morgen super leckere Muffins und sorgt dafür, dass man vollgefuttert und zufrieden in den Tag starten kann.

Tag 9: Zadar

Unseren letzten halben Tag unseres Roadtrips durch Kroatien, verbrachten wir in Zadar. Wir dachten eigentlich Zadar wäre nur das übliche Eingangstor für die Billigflieger und sonst nicht der Rede wert. Dem ist aber nicht so. Zadar hat eine wirklich schöne Altstadt, liegt direkt am Meer mit einer schönen Promenade und man kann sich dort super die Zeit vertreiben. Bis zu unserem Abflug konnten wir hier entspannt ein Eis essen und die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

Die Altstadt von Zadar ist ein wirkliches Freiluftmuseum mit wunderschönen Bauten, historischen Ausgrabungsstätten und schmalen Gassen zum Spazieren. Dazu gibt es viele Restaurants und Bars zum Verweilen und jede Menge Souvenirgeschäfte um Mitbringsel zu kaufen.

Die Meeresorgel

Die bekannteste (und bestimmt auch modernste) Sehenswürdigkeit in Zadar ist sicherlich die Meeresorgel, die sich – oh wunder – direkt am Meer befindet. Das ist eine Steintreppe, die ins Meer führt, und unter der unterirdische Röhren verbaut sind, die durch die Wellenbewegungen des Wassers orgelhafte Geräusche erzeugen. Faszinierend, aber nach einiger Zeit auch etwas nervig. Aber definitiv eine große Touristenattraktion.

Direkt daneben befindet an der Uferpromenade befindet sich der “Gruß an die Sonne”. Das ist ein weiteres modernes Kunstwerk, das aus vielen beleuchteten Glasplatten besteht, über die man sogar drüber laufen kann. In den Abendstunden ist der “Gruß an die Sonne” stark besucht, da viele Touristen zum Sonnenuntergang hier her kommen und die bunten Lichtspiele unter den Glasplatten betrachten.

Falls Euch die weiteren zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt interessieren, die wir bei weitem nicht alle gesehen haben, schaut doch auf dieser Seite vorbei: https://www.kroati.de/kroatien-dalmatien/zadar.html

Blind, taub und flauschig

Bei unserem Spaziergang zurück in die Altstadt, um noch ein paar Souvenirs zu kaufen, hörten wir plötzlich ein leises Fiepsen. Wir gingen den Geräuschen nach und konnten es zuerst gar nicht glauben, denn neben einem Hauseingang gab es einen vergitterten Verschlag, aus dem uns ca. ein halbes Dutzend Katzenbabys mitsamt ihren Katzenmamis entgegen fiepten. Was ein unglaublich süßes Spektakel. Manche der kleinen Geschöpfe waren noch so jung, dass ihre Augen sich nach der Geburt noch gar nicht geöffnet hatten.

Sabrinas Helferinstinkt wurde natürlich sofort geweckt und wir überlegten uns einen Weg, um diesen kleinen Geschöpfen was Gutes zu tun. Kurzerhand suchten wir den nächsten DM auf (ja, die gibt es auch in Kroatien) und kauften etwas Katzenfutter und Katzenmilch. Wir stellten den hungrigen, kleinen Fellbündeln die Leckereien hin und sahen noch eine Zeit lang zu, wie sie sich darüber her machten.
Unsere gute Tat für diesen Tag war getan und wir konnten uns guten Gewissens auf zum Flughafen machen. Ein wunderschöner Roadtrip in Kroatien war leider viel zu schnell zu Ende.


Weitere Tipps für eure Kroatien Rundreise

  • Wenn ihr es Euch finanziell erlauben könnt, dann bucht euch ein Cabrio. Der freie Blick, den man dadurch auf die Natur hat, lohnt sich.
  • Für die Fahrt nach Dubrovnik fährt man ein kurzes Stück durch Bosnien-Herzegowina. Bei den meisten Autovermietern ist dies auch kein Problem. Benutzt diese Durchfahrt doch, um bei einem kurzen Einkauf Land und Leute etwas kennen zulernen.
  • Versucht so früh wie möglich in den Nationalparks zu sein, dann ist es noch nicht so voll und ihr habt die Natur weitestgehend für Euch

2 Idee über “Kroatien Roadtrip in 9 Tagen | Reisebericht & Reiseroute

  1. Pingback: Kurztrip nach Andalusien | Lohnt sich eine 3 Tage Rundreise in Südspanien? - Roadtripsta

  2. Lisa & Stefan | reisehunger sagt:

    Hallo Sabrina & Andreas,

    vielen Dank für Euren super Beitrag und den Einblick in Eure Route! Wir planen für diesen Sommer auch einen Roadtrip und haben Kroatien auch in die engere Auswahl genommen. Eure Route hat unsere Zielfindung nochmal vereinfacht – wir werden allerdings mit dem Wohnmobil und nicht mit dem Cabrio unterwegs sein. 😉

    Liebe Grüße
    Lisa & Stefan | reisehunger

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