Korsika ist eine der abwechslungsreichsten Inseln im Mittelmeer und bietet auf kleinstem Raum schroffe Klippen, paradisische Strände, türkisblaue Buchten, wilde Flusslandschaften und jahrtausendealte Geschichte. Wer zum ersten Mal auf die Insel reist, steht schnell vor der Frage: Was darf ich auf keinen Fall verpassen? Und was sind die größten Korsika Highlights?
Wir waren im Sommer 2026 selbst über einen Monat mit unserem Campervan auf Korsika unterwegs und stellen euch hier die Sehenswürdigkeiten vor, die uns am meisten beeindruckt haben, ergänzt um ein paar weitere Highlights, die auf keiner guten Korsika-Liste fehlen dürfen.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026.
Korsika Sehenswürdigkeiten Karte
Für einen besseren Überblick findet ihr hier alle Sehenswürdigkeiten aus unserer Liste auf eine Google Maps Karte.
Die besten Highlights auf Korsika
#1 Bonifacio
Bonifacio ist mit seinen auf den weißen Kalksteinklippen thronenden Häusern vermutlich die eindrucksvollste und bekannteste Stadt Korsikas. Die südlichste Stadt Frankreichs liegt bis zu 80 Meter über dem Meer, und der Blick von der Zitadelle auf das türkisblaue Meer ist einer der spektakulärsten der ganzen Insel.
Man kann mehrere Stunden damit verbringen, durch die engen Gassen der Oberstadt zu schlendern und an der Kaimauer den Blick über die Klippen schweifen zu lassen. Die Altstadt von Bonifacio ragt wie eine langgestreckte Halbinsel ins Meer. Nördlich der Altstadt (und 80m tiefer) befindet sich der Naturhafen, der mit luxuriösen Yachten und einem tollen Blick punkten kann. Südlich der Altstadt gibt es dann die oben schon beschriebenen steilen Kalkfelsen zu bestaunen.

Geht auf jeden Fall auch den Wanderweg östlich der Altstadt entlang. Nach einigen hundert Metern habt ihr einen wundervollen Blick auf die steilen Felsen und die darauf thronenden Gebäude der Altstadt. Der Wanderweg führt dabei durch das sehenswerte Réserve naturelle des Bouches de Bonifacio.
Tipp: Kommt früh am Morgen oder am späten Nachmittag, dann ist es in den Gassen deutlich ruhiger und angenehmer als in der prallen Mittagshitze.
#2 Plage de Piantarella, Île Piana & die Grotte des Amoureux
Nicht weit entfernt von Bonifacio befindet sich der Strand Piantarella, der vielleicht nicht der tollste Korsikas ist. Er ist sehr langgezogen und fällt recht flach ab, aber zu den schönsten Stränden Korsikas gehört er nicht.
Dafür gibt es hier eine gute touristische Infrastruktur, ein kleines Restaurant, einen Kajak-Verleih und ausreichend (kostenpflichtige) Parkplätze.

Sehenswert machen ihn aber eine kleine vorgelagerte Insel (Île Piana) und eine kleine, aber feine Grotte. Zu beiden Sehenswürdigkeiten kommt ihr am besten per Kajak oder SUP, beides könnt ihr auch vor Ort leihen.
Vom Strand aus sind wir mit unserem SUP erst zur kleinen vorgelagerten Insel Île Piana und haben dort die vielen nistenden Möwen bestaunt. Die Insel ist ansonsten unbewohnt und es gibt hier auch keinerlei Infrastruktur. Dafür liegt ihr hier viel einsamer am wunderschönen Meer als am Strand auf der anderen Seite.
Dann sind wir noch ca. 20 Min. weiter zur Grotte des Amoureux gepaddelt. Das ist eine Höhle, die das Meer über Jahrtausende in den Fels gegraben hat. Sie hat nur knapp 20 Meter Durchmesser und mit etwas Glück seid ihr hier ganz alleine und könnt euch auf den schmalen Sandstrand der Höhle legen.
Wenn ihr genug habt, dann paddelt zurück zum Piantarella Strand. Auf dem Weg kommt ihr noch an einem sehr kleinen, aber wunderschönen Strand vorbei, dem Plage du petit Sperone. Von felsigen Landzungen eingerahmt geht es hier sehr flach ins Wasser und das Meer ist hier wunderbar türkisblau.
Fazit zum Highlight: Es ist hier zwar etwas voller und touristischer als an anderen Orten auf unserer Route, aber die Kombination aus kristallklarem Wasser, der kleinen, nur von Möwen bevölkerten, Insel und der kleinen Grotte hat uns dennoch total begeistert.
Tipp: Ein SUP oder Kajak lässt sich direkt am Strand von Piantarella ausleihen, die Höhle solltet ihr eher bei ruhiger See besuchen.
#3 Plage de Rondinara
Die fast kreisrunde Bucht von Rondinara zwischen Bonifacio und Porto-Vecchio zählt laut diverser Websites zu den schönsten Stränden Europas, und wir können das nach unserem Besuch nur bestätigen. Feiner weißer Sand, flaches und ruhiges Wasser und eine geschützte Lage machen die Bucht ideal zum Baden.

Das wissen natürlich auch andere, daher ist der Strand vor allem in der Hauptsaison extrem gut besucht und der kostenpflichtige Parkplatz oft schon mittags voll. Am Strand selbst fällt das aber gar nicht so auf, da sich die Menschenmassen aufgrund der Länge des Strands etwas verlaufen.
Dennoch lassen die vielen Touristen auch so einige Hinterlassenschaften zurück, denn auf keinem anderen Strand auf Korsika haben wir bisher so viel Müll herumliegen sehen.
Wir haben direkt in der Nähe auf dem sehr empfehlenswerten Campingplatz Rondinara übernachtet, mehr dazu findet ihr in unserem Artikel zum Camping auf Korsika.
#4 Calanche de Piana und Golf von Porto
Der eindrucksvolle Golf von Porto zählt seit 1983 zum UNESCO-Weltnaturerbe und schon die Anfahrt vom Norden über die Küstenstraße an den steilen Klippen entlang war für uns eine der spektakulärsten Fahrten auf ganz Korsika.
Die Calanche, die bizarren, rötlichen Granitfelsen zwischen Porto und Piana, ragen bis zu 400 Meter aus dem Meer, und bieten bei jeder Kurve immer neue Ausblicke. Der wirklich imposante Abschnitt der Straße ist zwar insgesamt nur wenige Kilometer lang, aber es gibt hier mehrere Aussichtspunkte und kleinere Wanderungen, um die Landschaft noch intensiver zu erleben.

Eine dieser Wanderungen führt euch zum sogenannten Hundekopf (Tête du Chien). Auf dieser nur knapp 30-minütigen Wanderung lauft ihr durch einen schönen Pinienwald und werdet am Ende mit wirklich eindrucksvollen Ausblicken aufs Meer und die Küste entlang bis nach Porto belohnt.
Eine weitere empfehlenswerte Wanderung ist der alte Maultierpfad, der aufgrund seiner nur wenigen Höhenmeter auch gut für Kinder geeignet ist. Beide Wanderungen sind am schönsten kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Sonne die Felsen in ein warmes Licht taucht.
Wir haben zusätzlich eine Bootstour ab Porto zum Naturschutzgebiet Scandola und zur Calanche de Piana* unternommen, die uns einen ganz anderen Blick auf die Felsformationen von der Wasserseite aus gegeben hat. Solch eine Bootstour ist wirklich sehr empfehlenswert, da man auch in mehrere kleine Höhlen hineinfährt und so wirklich sehr nah an die Felswände heran kommt.
Übernachtet haben wir in Porto auf einem schönen Campingplatz (Funtana a l’ora) direkt an einem Fluss, zu dem man in wenigen Minuten gelaufen ist und der sich auch gut zum Baden eignet.
Tipp: Bootstouren ab Porto zum Naturschutzgebiet Scandola und zur Calanche de Piana könnt ihr euch am besten vorab online sichern*, in der Hochsaison sind sie schnell ausgebucht.
#5 Wanderung durch die Spelunca-Schlucht
Unweit des kleinen Orts Porto auf dem Weg zu den hohen Bergen und dem kleinen Bergdorf Evisa liegen zwei sehr schöne Schluchten, von denen wir euch eine besonders ans Herz legen wollen.
Ihr parkt an einer Haarnadelkurve am Straßenrand und blickt dann schon auf die steilen Felswände von zwei imposanten Schluchten: Links seht ihr die Lonca-Schlucht und rechts die Spelunca-Schlucht. Beide Wanderungen bieten schöne Ausblicke und immer mal wieder Möglichkeiten im Fluss zu baden.
Dabei bietet die Lonca-Schlucht bessere Möglichkeiten währenddessen schwimmen zu gehen, die Wanderung durch die Spelunca-Schlucht ist dafür schöner zu erwandern.
Wandert ihr durch die Spelunca-Schlucht, dann lauft ihr auf einem historischen Maultierpfad vorbei an schroffen Felswänden zu einer alten Genueserbrücke.
Ihr benötigt für die Strecke zur Genueserbrücke ca. 30-45 Minuten und der Weg führt dabei größtenteils im Schatten entlang, was bei den hohen Temperaturen im Hochsommer sehr angenehm sein kann. An der Brücke selbst gibt es schattige Plätze zum Ausruhen und eine gute Möglichkeit zum Baden.
#6 Fangotal & Fangodelta
Im Nordwesten Korsikas liegt das wunderbare Fangotal, ein Naturschutzgebiet rund um den Fluss Fango mit smaragdgrünen Badebecken und dichten Wäldern.
Wir haben hier auf dem naturnahen Campingplatz Casa di Luna übernachtet, von dort aus kommt ihr mit dem Fahrrad (oder eurem Auto) in wenigen Minuten zu den Badegumpen im Tal.

Es gibt hier mehrere Möglichkeiten zum Wasser zu gelangen und je weiter ihr fahrt desto ruhiger wird es. Die Parkplätze entlang des Flusses sind grundsätzlich kostenfrei, dafür ist der Fußweg zum Wasser manchmal etwas beschwerlich.
Die Gumpen sind einfach herrlich zum schwimmen und entspannen. Das Wasser ist super warm und man kann hier prima einen ganzen Tag verbringen.
Fangodelta
Ein weiteres absolutes Highlight für uns war die Kajaktour im Fangodelta, bei der ihr auf eigene Faust durch hohes Schilf paddelt und dabei fantastische Ausblicke auf die umliegenden Berge habt. Die größte Attraktion hier sind die vielen Schildkröten, die sich entlang der Paddelstrecke auf kleinen Holzbrettern sonnen.
Ihr kommt wirklich sehr nah ran an die Tiere und habt somit (besonders auch für Kinder) ein wunderbares Naturerlebnis.
#7 Calvi
Wir sind eher zufällig in Calvi gelandet, waren am Ende aber richtig begeistert von dem kleinen Ort.
Die Hafenstadt im Nordwesten Korsikas liegt in der Region Balagne und gehört mit ihrer imposanten Zitadelle über der malerischen Bucht und dem kilometerlangen Sandstrand direkt unterhalb der Altstadt zu den meistbesuchten Orten der Insel, und das zu Recht.
Der Besuch der sehenswerten Zitadelle selbst ist kostenlos und bietet einen wirklich tollen Ausblick auf die Bucht und das Meer.
Von dort führen verwinkelte Gassen nach unten Richtung Hafen, vorbei an Restaurants, Souvenirläden und Eisdielen. Am Hafen lässt es sich wunderbar spazieren, und ihr könnt direkt in zahlreichen Restaurants mit Blick aufs Meer essen.
#8 Porto-Vecchio
Porto-Vecchio im Südosten der Insel ist ein guter Ausgangspunkt für die berühmten Strände der Region wie Palombaggia oder Santa Giulia. Die Altstadt mit ihrer genuesischen Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert liegt auf einem Hügel oberhalb des modernen Hafenviertels und lädt zum Bummeln durch die kleinen Gassen und Boutiquen ein.
Am besten parkt ihr direkt am großen Parkplatz am Jachthafen und lauft von dort hinauf, mit dem Auto in die Altstadt selbst zu fahren, lohnt sich nicht.
Für den steilen Aufstieg gibt es in den Sommermonaten eine touristische Bimmelbahn (Petit Train). Für den Besuch solltet ihr etwa einen halben Tag einplanen, am angenehmsten lässt es sich abseits der Mittagshitze durch die Gassen bummeln.
#9 Solenzara Fluss
Der Solenzara ist einer der bekanntesten und schönsten Badeflüsse Korsikas. Der Fluss entspringt im spektakulären Bavella-Massiv auf über 1200 Metern Höhe und schlängelt sich über rund 22 Kilometer hinab an die Ostküste Korsikas, wo er beim Ort Sari-Solenzara ins Meer mündet.
Die Solenzara ist berühmt für ihr glasklares, smaragdgrünes (und auch warmes) Wasser und die unzähligen, tiefen Naturpools (Gumpen), die perfekt zum Schwimmen, Klippenspringen und Entspannen geeignet sind.

Es gibt viele schöne Bademöglichkeiten am Fluss und diese sind auch der Hauptgrund für die meisten Besucher des Solenzara.
Gleichzeitig beginnt hier schon einige Kilometer von der Küste ein beindruckendes Bergpanorama, das euch bis hoch auf den Bavella-Pass begleiten wird. Weitere Infos zur Region bekommt ihr in unserem detaillierten Artikel zum Solenzaratal.
#10 Restonica-Tal bei Corte
Die Restonica bei Corte gilt als einer der schönsten Flüsse Korsikas, mit zahlreichen glasklaren Becken zum Baden.
Diese Wanderung ist vermutlich eine der Hauptgründe für die meisten Touristen, um in diese Gegend zu kommen. Leider ist seit einigen Jahren wegen eines Erdrutsches die Wanderung nur schwer zu erreichen und daher für uns für einen „einfachen“ Wanderausflug nicht optimal.
Der eigentliche Startpunkt der Wanderung ist per PKW nicht mehr zu erreichen. Ihr müsst von Corte aus (oder vom letzten Campingplatz vor der Sperrung (Camping Tuani) einen Pendelbus nehmen. Die Tickets dafür könnt ihr nur online in einer App kaufen. In der Hauptsaison sind die Tickets auch schnell vergriffen.
Genauere Infos zur Anreise und zum Erwerb der Tickets findet ihr hier: Restonica-Shuttle ab Corte: Fahrplan und Buchung
Die Wanderroute findet ihr hier bei Komoot.
#11 Cap Corse
Die etwa 40 Kilometer lange Halbinsel im Norden Korsikas wird wegen ihrer Form auch Zeigefinger Korsikas genannt. Trotz der Nähe zu Bastia, an der die meisten Fähren ankommen, ist es hier noch relativ ruhig und untouristisch. Wollt ihr also das ursprüngliche Korsika erleben und keine Menschenmassen, dann seid ihr hier richtig.
Während die Ostküste der Halbinsel eher flach und mit sanften Hügeln übersät ist, fällt die Westküste mit ihren steilen Felsen steil zum Meer hin ab. Auch das Fahren ist an der Westküste mit den vielen Serpentinen etwas anstrengender als auf der östlichen Seite.

Besonders sehenswert sind die Orte Erbalunga, Centuri und der kleine Ort Nonza mit seinem markanten schwarzen Kiesstrand.
Am besten umrundet ihr das Cap gegen den Uhrzeigersinn, also von Bastia aus Richtung St-Florent, so habt ihr auf der kurvigen Westküstenstraße die Aussicht auf der Beifahrerseite und könnt entspannter fahren. Eine Umrundung lässt sich problemlos an einem Tag schaffen, mit zwei Tagen (oder mehr) habt ihr aber deutlich mehr Zeit für Zwischenstopps an den kleinen Buchten.
#12 Filitosa
Filitosa im Südwesten der Insel ist Korsikas wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte. Hier stehen kunstvoll behauene Menhire der alten Korsen neben den Befestigungsanlagen der Torreaner, die die Insel bereits rund 1800 Jahre vor unserer Zeitrechnung besiedelten.
Geöffnet ist die Anlage von April bis Anfang November täglich von 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder von 6 bis 17 Jahren, kleine Kinder haben freien Eintritt.
Für den Rundgang von rund 1,5 Kilometern solltet ihr etwa 1,5 Stunden einplanen. Für Geschichtsinteressierte ein Muss abseits der üblichen Strand- und Küstenziele.
Häufige Fragen zu Korsika Sehenswürdigkeiten
Was ist die bekannteste Sehenswürdigkeit auf Korsika?
Bonifacio mit seinen auf Klippen gebauten Häusern gilt als die meistfotografierte und bekannteste Sehenswürdigkeit Korsikas.
Wie viele Tage braucht ihr, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Korsikas zu sehen?
Für die wichtigsten Highlights solltet ihr mindestens 10 bis 14 Tage einplanen, da die Insel (besonders im Westen) sehr bergig ist und die Strecken zwischen den Zielen oft länger dauern, als die reine Distanz vermuten lässt.
Welche Sehenswürdigkeiten auf Korsika eignen sich für Familien mit Kindern?
Strände wie Rondinara oder Petit Sperone mit ihrem flachen, ruhigen Wasser, die Badebecken im Fangotal und an der Solenzara sowie die Kajaktour im Fangodelta sind bei Familien mit Kindern besonders beliebt.
Ist die Calanche de Piana ein Naturschutzgebiet?
Ja, der Golf von Porto mit der Calanche zählt seit 1983 zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Wo könnt ihr auf Korsika übernachten, wenn ihr die Highlights im Süden besuchen möchtet?
Rund um Bonifacio, Rondinara und das Bavella-Massiv gibt es zahlreiche Campingplätze, Details dazu findet ihr in unserem Artikel zum Wildcamping auf Korsika. Aber auch Hotels aller Preisklassen gibt es an der Südküste zu genüge. Ihr findet diese z.B. bei Booking.com*

