Das Cap Corse hat auf gerade einmal 40 Kilometern so viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten und Highlights zu bieten, dass eine schnelle Umrundung der Halbinsel kaum gerecht wird. Wir sind die komplette Strecke von Pietracorbara bis Saint-Florent gegen den Uhrzeigersinn abgefahren und haben daraus unsere ganz persönliche Rangliste der zehn Highlights auf Cap Corse zusammengestellt, die uns am meisten begeistert haben. Ganz oben auf unserer Liste steht dabei ganz klar die Küstenwanderung ab dem Strand von Barcaggio im Norden der Halbinsel, die für uns das absolute Highlight der gesamten Cap-Corse-Reiseroute war.
Wer die komplette Route mit allen Orten nachfahren möchte, findet die ausführliche Beschreibung in unserem Routen-Artikel, hier geht es um die Highlights selbst und warum sie sich lohnen.
Cap Corse ist kein Ort für Eilige, sondern für Entdecker. Wer hier einfach nur die Küstenstraße entlang rast, wird zwar mit wunderbaren Aussichten belohnt, verpasst aber das beste. Die Region wird trotz ihrer Nähe zu Bastia von vielen Reisenden ausgelassen. Es gibt ja noch soviel anderes zu entdecekn auf Korsika. Aber die kleine Halbinsel lohnt sich auf jeden Fall, wenn ihr 2 Wochen oder gerne noch etwas mehr auf Korsika verbringen könnt.
Fast nirgendwo sonst auf Korsika gibt es so spektakuläre Küstenstraßen, wo die Klippen direkt neben euch ins türkisblaue Meer abfallenund das Wasser dabei so schön glitzert, dass ihr nach jeder Kurve anhalten möchtet, um die Natur zu bestaunen.
Wo sich das anhalten aber besonders lohnt, das verraten wir euch nun in unseren Cap Corse Highlights
Zuletzt aktualisiert: September 2026.
Unsere Top 10 Highlights am Cap Corse
#1 Küstenwanderung vom Barcaggio Strand aus (Sentier des Douaniers)
Unser persönliches Highlight der gesamten Halbinsel ist die Küstenwanderung entlang des Sentier des Douaniers, die direkt am Strand von Barcaggio im äußersten Norden Korsikas startet. Der Weg führt an schroffen Klippen entlang, mit Blick auf den Sémaphore-Turm am nördlichsten Punkt Korsikas und auf die vorgelagerte Île de la Giraglia.
Was diesen Ort für uns über alle anderen Orte der Halbinsel stellt, ist die Kombination aus wilder, ursprünglicher Küstenlandschaft und der Tatsache, dass hier kaum touristische Infrastruktur den Blick stört.

Die Wanderung führt euch in 3-4 Stunden über insgesamt 12 km entlang der malerischen Küste und ist wirklich spektakulär. Wenn ihr nicht so weit laufen könnt oder wollt, könnt ihr auch jederzeit umkehren.
Als wir dort waren, war es ziemlich windig, unser Hund war davon aber kaum zu bremsen und ist begeistert durch die Wellen am Strand getobt, während wir den Blick über die Klippen einfach genossen haben. Die komplette Anfahrt, Parkmöglichkeiten und die Wanderung selbst beschreiben wir ausführlich in unserem Artikel zum Sentier des Douaniers.
Tipp: Kommt möglichst bei ruhigem Wetter, der Küstenabschnitt liegt exponiert und kann bei Wind ziemlich ungemütlich werden.
#2 Schwarzer Strand und Paoli-Turm in Nonza
Nonza thront spektakulär auf einer Klippe über einem der bekanntesten Strände Korsikas, dessen dunkle Farbe angeblich von einer ehemaligen Asbestmine oberhalb des Dorfes stammt.
Der quadratische Paoli-Turm aus dem Jahr 1760 bietet von oben einen Blick, der für uns zu den schönsten der ganzen Route zählt, bis hinüber nach Albo. Der Ort ist recht touristisch und auch schnell erkundet, aber dennoch einen Stopp wert
Alle Details zum Ort, dem Turm und den Parkmöglichkeiten findet ihr in unserem Artikel zu Nonza.
Tipp: Parkplätze sind in Nonza super rar, kommt am besten vormittags oder am späten Nachmittag, sonst weicht ihr am besten auf die wenigen Haltebuchten entlang der Straße aus.
#3 Kostenloser Wohnmobilstellplatz in Albo
Albo hat es allein wegen des coolen Stellplatzes auf unsere Liste geschafft: den bislang einzigen komplett kostenlosen und legalen Wohnmobilstellplatz, den wir auf ganz Korsika gefunden haben, nur zwei Gehminuten vom schwarzen Kieselstrand entfernt.
Dazu kommen ein freundlicher Esel, der von den Campern gefüttert wird, und traumhafte Sonnenuntergänge am Kieselstrand.
Ihr steht hier auf leider sehr staubigen bzw. sandigem Untergrund unter Bäumen zwischen dem offiziellen PKW-Parkplatz und einem Fluss. Es gibt viele schattige Plätze, kostenlose Entsorgung, einen Spielplatz und nebenan einen kleinen Supermarkt. Was will man mehr? Ihr findet den Platz hier bei Google Maps.
Wir wollten ursprünglich nur eine Nacht bleiben und sind am Ende zwei geblieben, mehr dazu in unserem Artikel zu Albo.
#4 Sandstrand und Camping in Pietracorbara
An der Ostküste überzeugt der Ort Pietracorbara mit seinem goldgelben, rund 450 Meter langen Sandstrand und dem Blick auf den Monte Stello im Hintergrund. Der Strand ist trotz der Restaurants und auch eines Bootsverleihs ruhiger, als vergleichbare Strände weiter südlich auf der Insel.
Wir haben hier auf dem Campingplatz La Pietra übernachtet und waren von der Lage direkt am Meer richtig begeistert, alle Details dazu in unserem Artikel zu Pietracorbara.
Tipp: Wer den Trubel der bekannteren Küstenorte weiter südlich meiden will, findet hier deutlich mehr Ruhe, auch in der Hauptsaison.
#5 Fischerdorf Erbalunga
Erbalunga hat uns mit seiner authentischen Architektur überrascht: enge Gassen, dicht aneinandergereihte Steinhäuser und ein halb verfallener Genueserturm auf einer schmalen Landzunge, die sich ins Meer schiebt. Der Ort ist klein genug für einen entspannten ein- bis zweistündigen Spaziergang mit Kaffeepause am Hafen, mehr dazu in unserem Artikel zu Erbalunga.
Tipp: Der öffentliche Parkplatz (Google Maps) lässt sich bequem per EasyPark-App bezahlen, oberhalb davon gibt es zudem einen kleinen Spielplatz.
#6 Die Küstenstraße D80
Die Straße D80 führt einmal um die komplette Halbinsel Cap Corse herum und schmiegt sich dabei fast immer sehr eng an der Küste entlang. Lediglich der hohe Norden wird ausgespart. Besonders im Westen des Cap Corse führt die Küstenstraße besonders nah am Meer entlang und besonders spektakulär wirkt die Fahrt, wenn man die Halbinsel gegenden Uhrzeigersinn umrundet.
Es gibt immer mal wieder Haltepunkte bzw. Aussichtspunkte neben der Strecke, um die Landschaft in vollen Zügen genießen zu können. Bedenkt aber, dass eine Fahrt im die Halbinsel sehr anstrengend sein kann, da die Straße, wie auf Korsika üblich, in ZickZack-Kurven entlang führt und es niemals nur geradeaus geht.
#7 Windmühle Moulin Mattei
Die restaurierte Windmühle auf dem Col de la Serra zwischen Botticella und Centuri-Port ist schon vom Parkplatz aus ein Fotomotiv, mit Blick über die gesamte Küstenlinie. Die Mühle trägt bis heute das Logo des gleichnamigen Cap-Corse-Aperitifs und ist in wenigen Gehminuten vom kostenlosen, aber tagsüber schnell gefüllten Parkplatz, erreichbar. Dahinter führen weitere Wanderwege über das kleine Plateau.
Für uns war das ein perfekter kurzer Zwischenstopp zwischen zwei längeren Etappen, ganz ohne Eintritt oder Wartezeit.
#8 Zitadelle und Hafen von Saint-Florent
Am südwestlichen Übergang des Cap Corse zur Hauptinsel liegt Saint-Florent mit seiner beindruckenden Genueser Zitadelle aus dem Jahr 1440 und dem nach Ajaccio zweitgrößten Yachthafen Korsikas. Auch wenn wir nur auf der Durchreise waren, hat uns die mondäne, entspannte Atmosphäre der Altstadt sofort gefallen, mehr dazu in unserem Artikel zu Saint-Florent.
Tipp: Saint-Florent eignet sich gut als Zwischensstopp vor der Weiterfahrt Richtung Désert des Agriates oder zurück ins Landesinnere.
#9 Fischerhafen Centuri
Centuri haben wir bislang nur auf der Durchfahrt gesehen, der Fischerhafen mit seinen bunten, mit grünem Serpentinstein gedeckten Häusern gilt aber als wichtigster Langustenhafen Frankreichs und zählt zu den meistfotografierten Orten der Westküste. Rund 20 Berufsfischer versorgen die Restaurants rund um den Hafen, ein eigener Besuch mit Zeit zum Verweilen steht bei uns für die nächste Cap-Corse-Runde noch aus.
Schon die Römer siedelten hier unter dem Namen Centurium, später ließ Pascal Paoli am Hafen eine Werft für die korsische Flotte errichten, wer also auch geschichtlichen Kontext zum Essen mag, ist hier goldrichtig.
Bonus: Wanderung auf den Monte Stello
Wer sportlicher unterwegs sein will, findet oberhalb von Pietracorbara im kleinen Dorf Pozzo den Ausgangspunkt für die Wanderung auf den Monte Stello, mit 1.307 Metern der zweithöchste Gipfel der Halbinsel. Für die Rundtour solltet ihr rund 6 Stunden und etwa 1.110 Höhenmeter einplanen, dafür belohnt euch der Gipfel mit einem Rundumblick über das gesamte Cap Corse bis zum Festland.
Wir haben es selbst bislang nicht bis nach oben geschafft, nehmen die Tour aber fest für unsere nächste Cap-Corse-Runde vor, allein die ersten Ausblicke vom unteren Wegabschnitt aus waren schon beeindruckend und haben unsere Vorfreude auf den kompletten Aufstieg nur noch größer gemacht.
Tipp: Weitere Infos findet ihr bei Alltrails.
Wie ihr die Cap Corse Sehenswürdigkeiten & Highlights am besten kombiniert
Habt ihr nur einen Tag Zeit, würden wir euch klar zur Küstenwanderung ab Barcaggio, dem schwarzen Strand in Nonza und einem kurzen Stopp in Albo raten, das lässt sich mit etwas Zeitdruck an einem Tag verbinden. Mit zwei bis drei Tagen könnt ihr zusätzlich Pietracorbara, Erbalunga und Saint-Florent einbauen und habt dazu noch Luft für einen spontanen Stopp bei einem der Weingüter rund um Rogliano, so verteilt sich die Strecke außerdem entspannter und ihr müsst nicht jeden Tag lange Fahrstrecken zurücklegen.
Zwei weitere Sehenswürdigkeiten, die Windmühle Moulin Mattei und die Burgruine bei Rogliano, liegen beide direkt an der Strecke und lassen sich fast nebenbei mitnehmen, ohne dass ihr dafür extra Zeit einplanen müsst. Centuri würden wir für eine ruhigere zweite Runde aufheben, wenn ihr euch wirklich Zeit für den Hafen und ein Langusten-Essen nehmen wollt. Sportliche könnten zusätzlich einen halben Tag für die Wanderung auf den Monte Stello einplanen, am besten direkt im Anschluss an die Übernachtung in Pietracorbara, dann müsst ihr für den frühen Start nicht extra anreisen.
Unsere Reiseroute um das Cap Corse haben wir hier beschrieben: Roadtrip durch das Cap Corse

Häufige Fragen zu den Cap-Corse-Highlights
Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten am Cap Corse?
Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Küstenwanderung ab Barcaggio und der schwarze Strand von Nonza, die komplette Rangliste mit allen 9 Sehenswürdigkeiten und Highlights findet ihr oben im Artikel.
Was ist euer absolutes Highlight am Cap Corse?
Die Küstenwanderung entlang des Sentier des Douaniers ab dem Strand von Barcaggio im Norden der Halbinsel, wegen der wilden, kaum touristisch erschlossenen Küstenlandschaft.
Wie viele Tage solltet ihr für die Cap-Corse-Highlights einplanen?
Die reine Umrundung schafft ihr an einem Tag, für alle Highlights mit Zeit zum Wandern, Baden und Verweilen würden wir eher zwei bis drei Tage empfehlen, plus einen zusätzlichen halben Tag, wenn ihr die Wanderung auf den Monte Stello mitnehmen wollt. Wir haben eine Woche auf der Halbinsel verbracht.
Welcher Strand am Cap Corse ist am bekanntesten?
Der schwarze Kieselstrand von Nonza, direkt unterhalb des historischen Paoli-Turms gelegen.
Wo gibt es am Cap Corse einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz?
In Albo an der Westküste, direkt am schwarzen Kieselstrand und nur rund 10 Autominuten von Nonza entfernt.
Kann man am Cap Corse Wein probieren?
Ja, mehrere Orte wie Rogliano, Tomino und Pietracorbara gehören zur AOC Muscat du Cap Corse, gerade rund um Rogliano findet ihr direkt an der Strecke kleine Weingüter mit Verkostung.
Wie startet man am besten in die Cap-Corse-Highlights?
Die meisten Rundfahrten starten in Bastia, wohin ihr mit der Fähre vom italienischen Festland übersetzt, Fahrt dann am besten gegen den Uhrzeigersinn, damit ihr die besten Ausblicke aus dem fahrenden Auto habt.





