La Maddalena ist sowohl der Name einer einzelnen Insel als auch eines ganzen Archipels, direkt vor der Nordostküste Sardiniens und es ist eines der großen Highlights Sardiniens. La Maddalena ist bekannt für glasklares, türkisfarbenes Wasser und weiße, traumhafte Sandbuchten Auch wenn die Anreise per Fähre zuerst etwas aufwändig klingt, solltet ihr diese Insel bei eurem Roadtrip auf keinen Fall auslassen.
Was die großen Highlights von La Maddalena sind, welche Strände ihr nicht verpassen dürft und wie das mit der Fähre genau funktioniert, erzählen wir euch jetzt.
Zuletzt aktualisiert: November 2026
La Maddalena im Überblick
Geschichte & allgemeine Infos
Der Archipel von La Maddalena liegt in der Straße von Bonifacio zwischen Sardinien und Korsika und besteht aus über 60 großen und kleinen Inseln aus Granit, die über die Jahrtausende von Wind und Wellen geformt wurden. Seit 1994 steht das Gebiet mit rund 180 Kilometern Küstelinie als erster Nationalpark Sardiniens unter Schutz.
La Maddalena selbst ist die einzige Insel des Archipels, die seit 1770 durchgehend bewohnt ist – entsprechend findet ihr hier die einzige Stadt der Inselgruppe mit Altstadt, Hafen und Festungsanlagen. Wegen ihrer strategischen Lage war die Insel lange Stützpunkt der italienischen Marine, zeitweise auch der US-Marine, und weckte schon im 18. Jahrhundert das Interesse von Napoleon Bonaparte.
Was macht La Maddalena so sehenswert?
Auch wenn das Archipel im Nordosten Sardiniens sehr klein ist, befinden sich hier einige der schönsten Strände und aufregendesten Küstenlinien ganz Sardiniens. Dabei glitzert das Wasser hier in so einem schönen türkisblau wie es nur an wenigen anderen Buchten auf Sardinien zu finden ist.
Die Strände auf La Maddalena sind vor allem in der Hochsaison auch ziemlich überlaufen (wie überall auf Sardinien), aber dennoch lohnt der Abstecher. Die Natur ist so unberührt und die beiden Hauptinseln (siehe nächstes Kapitel) sind noch so wenig bzw. gar nicht bebaut, dass die Natur hier absolut im Vordergrund steht. Für uns ist La Maddalena einfach eines der größten Highlights Sardiniens!

La Maddalena & Caprera: die zwei Hauptinseln des Archipels
Mit dem Auto erreichbar sind im Archipel nur zwei Hauptinseln. La Maddalena ist die größere und einzig bewohnte Insel mit Hauptstadt, Hotels und Campingplätzen. Die Stadt La Maddalena (auf der gleichnamigen Insel) ist mit rund 12.000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Archipels sowie der einzige Ort mit ganzjähriger größerer Besiedlung. Die historische Altstadt ist geprägt von engen Gassen, farbenfrohen Fassaden und Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte sorgen für lebendiges Treiben, während der Yachthafen Cala Gavetta als maritimer Mittelpunkt der Insel gilt und Segelboote aus dem gesamten Mittelmeerraum anzieht.
Über einen schmalen Damm, den Passo della Moneta, erreicht ihr von La Maddalena aus Caprera – die kleinere, komplett unbewohnte Nachbarinsel. Auf Caprera gibt es entsprechend keine Geschäfte oder Hotels und nur wenige Straßen, dafür aber tolle Strände und einen wunderschönen Küstenwanderweg, auf dem sich mehrere traumhafte Strände kombinieren lassen, von denen einige nur zu Fuß erreichbar sind. Die Insel Caprera hat wirklich nur sehr wenige Straßen und dafür sehr viel Grün, freilaufende Ziegen und eine ursprüngliche Natur, die euch sofort in ihren Bann zieht.
Alle anderen Inseln des Archipels sind ausschließlich per Boot erreichbar und stehen somit bei einer Rundreise von 1-2 Tagen bei den meisten Besuchern eher nicht auf dem Programm

Die weiteren Inseln des Archipels
Ingesamt gibt es noch 5 weitere Hauptinseln im La Maddalena-Archipel, die du teilweise auf Bootsausflügen besichtigen kannst. Wenn du aber nur wenige Tage Zeit hast, dann solltest du dich bei deinem Besuch auf die beiden auch mit dem Auto erreichbaren Hauptinseln La Maddalena und Caprera beschränken.
Spargi
Spargi ist eine unbewohnte Insel im Westen des La-Maddalena-Archipels und gehört zu den beliebtesten Zielen für Bootsausflüge. Berühmt ist sie vor allem für ihre feinen weißen Sandstrände und das außergewöhnlich klare, türkisfarbene Wasser. Die bekannteste Bucht, die Cala Corsara, bietet eine eindrucksvolle Kulisse aus hellem Sand, flachen Felsplatten und spektakulären Granitformationen, die über Jahrtausende vom Wind und Meer geformt wurden. Da die Insel unbewohnt und weitgehend naturbelassen ist, hat sie sich ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt.
Santa Maria
Santa Maria ist die nördlichste Insel des La-Maddalena-Archipels und wird nur von wenigen Menschen saisonal bewohnt. Im Vergleich zu den anderen Inseln ist sie flacher und grüner und bekannt für ihre ruhigen Badebuchten, den feinen Sandstrand und das kristallklare Wasser. Die entspannte Atmosphäre macht sie zu einem beliebten Ziel für Besucher, die Natur und Abgeschiedenheit suchen. Die meisten Bootstouren legen auch hier einen kurzen Stopp ein.
Budelli
Budelli ist vor allem für die berühmte Spiaggia Rosa bekannt, deren Sand durch winzige Fragmente von Korallen und Muscheln einen rosafarbenen Schimmer erhält. Zum Schutz dieses einzigartigen Naturraums steht die Insel unter strengem Naturschutz. Der Strand darf weder betreten noch zum Baden genutzt werden und kann nur aus der Entfernung bewundert werden.
Santo Stefano
Santo Stefano liegt südlich von La Maddalena und ist nur dünn besiedelt. Bekannt ist die Insel sowohl für ein exklusives Ferienresort als auch für ihre militärische Vergangenheit: Bis 2008 befand sich hier eine U-Boot-Basis der US Navy, die im Rahmen der NATO genutzt wurde. Heute prägen vor allem Ruhe und die natürliche Landschaft das Bild der Insel. Besuchen kannst du diese Insel bei normalen Bootsausflügen normalerweise nicht.
Razzoli
Razzoli ist die nordwestlichste Insel des La-Maddalena-Archipels und zeichnet sich durch ihre raue, zerklüftete Granitlandschaft aus. Auf den felsigen Anhöhen steht ein markanter Leuchtturm, der zu den Wahrzeichen der Insel zählt. Die Insel wird nur sehr selten von Touranbietern angefahren.
Reisetipps für La Maddalena
Anreise: Mit der Fähre von Palau nach La Maddalena
Um nach La Maddalena zu gelangen, müsst ihr erst nach Palau, im Nordosten Sardiniens, fahren. Dort gibt es einen großen Fährhafen von dem 2 Fährgesellschaften – Delcomar und Maddalena Lines – die Route mit fast identischen Preisen bedienen. Die Fähren fahren ganzjährig im Schnitt alle 30-60 Minuten und ihr müsst nicht reservieren.
Ihr könnt einfach zum Fährhafen fahren, am Ticketschalter ein Ticket kaufen (am besten gleich auch für die Rückfahrt) und fahrt dann aufs nächste Schiff. Die Überfahrt dauert nur 15-20 Minuten und ihr könnt im Auto sitzenbleiben oder auch an Board des Schiffes gehen und vom Deck aus das Meer bestaunen. Dort könnt ihr auch ein paar Snacks kaufen oder die Toilette aufsuchen.
Die Preise variieren je nach Saison und Fahrzeug, einen guten Überblick verschafft die folgende Tabelle. Die Preise gelten jeweils für hin & Rückfahrt:
| Fahrzeug | Nebensaison | Hauptsaison |
|---|---|---|
| 🚗 PKW bis 4 m Länge | ca. 25 € | ca. 45 € |
| 🚙 PKW über 4 m / SUV | ca. 30 € | ca. 65 € |
| 🚐 Wohnmobil / Camper bis 6 m | ca. 40 € | ca. 85 € |
| 🚶 Fußgänger | ca. 7 € pro Person | ca. 12 € pro Person |
Übernachten auf La Maddalena: Hotels & Campingplätze
Da La Maddalena die einzige bewohnte Insel des Archipels ist, gibt es hier auch die einzigen Unterkünfte vor Ort. Dabei befinden sich auch fast alle Hotels in oder um die Stadt La Maddalena herum. Dafür ist der Hauptort auch ein sehr guter Ausgangspunkt für Ausflüge über das Archipel. Die besten Hotels findet ihr hier bei Booking.com*
Seid ihr mit eurem Camper oder Wohnmobil unterwegs, dann habt ihr die Wahl zwischen nur 3 Campingplätzen auf der Hauptinsel. Wenn ihr in der Nebensaison reist, so wie wir, dann ist die Auswahl noch geringer, denn manche haben nur in der Hauptsaison geöffnet. Wir können euch (egal ob in der Haupt- oder Nebensaison den folgenden Stellplatz im Norden von La Maddalena empfehlen: Abbatogia Village (Google Maps)
Wildcampen ist übrigens keine gute Idee auf La Maddalena. Da die Insel ein Nationalpark ist, ist die Polizei hier rigoros und schickt euch weg wenn ihr außerhalb von Campingplätzen übernachten wollt.
Ganz anders als im restlichen Sardinien. Lest dazu mehr in unserem Artikel zum Wildcampen auf Sardinien.
Beste Reisezeit
La Maddalena und seine Strände sind wunderschön, in der Hauptsaison aber auch entsprechend überlaufen. In der Nebensaison im Mai, Juni oder zwischen September und Oktober hält sich der Andrang deutlich eher in Grenzen.
Rechnet dabei aber mit Wind: Der Mistralwind (ein kalter, trockener & oft stürmischer Fallwind über dem westlichen Mittelmeer) kann auf dem Archipel kräftig auffrischen und für spürbar stärkere Wellen sorgen, besonders an den offeneren Küstenabschnitten – ein Punkt, den ihr bei der Planung von Bootstouren oder Stand-Up-Paddling im Hinterkopf haben solltet.
| Zeitraum | Luft | Wasser | Wind | Fazit |
|---|---|---|---|---|
| Winter (Dez–Feb) | 9–15 °C | 13–16 °C | Hoch | Komplett ruhig, oft sehr windig |
| Frühling (Mär–Mai) | 11–23 °C | 14–18 °C | Mittel | Ideal für Wanderungen, Natur und Ausflüge |
| Neben |
21–28 °C | 22-24 °C | Mittel | Perfekte Mischung aus Sonne, wenig Trubel & warmen Meer |
| Haupt |
24–32 °C | 24–25 °C | Gering bis mittel | Bestes Badewetter, aber sehr viele Besucher |
| Herbst (Okt–Nov) | 13–24 °C | 19–22 °C | Mittel bis hoch | Noch oft sonnig, deutlich ruhiger |
Parken auf La Maddalena
Ein sehr guter Reisetipp für La Maddalena ist auf jeden Fall das Thema Parken. Während auf der Hauptinsel Sardinien an wirklich jedem Strand ausschließlich Bezahlparkplätze vorhanden sind, ist auf La Maddalena eigentlich jeder Strandparkplatz kostenlos.
Selbst in der Hauptstadt gibt es viele kostenlose Parkmöglichkeiten.
Highlights auf La Maddalena
La Maddalena ist die Hauptinsel des Archipels. Hier gibt es wunderbare Strände und traumhafte Buchten. Die unserer Meinung nach schönsten stellen wir euch nun vor.
Spaggia Testa del Polpo
Der Testa del Polpo ist für uns mit Abstand der schönste und spektakulärste Strand auf La Maddalena. Hier bekommt ihr ein Stück Seychellen-Feeling, denn am Strand gibt es meterhohe rundliche Felsen und der Sand ist wirklich sehr puderzuckerig.
Diesen Anblick müsst ihr euch aber erarbeiten: Der Testa del Polpo Strand liegt auf der sehr kleinen Insel Giardinelli, die über eine kleine Brücke mit der großen Hauptinsel La Maddalena verbunden ist. Und wenn ihr Giardinelli erreicht habt, dann warten immer noch mindestens 10 Minuten sehr holprige und anstrengende Schotterstraße vor euch. Am Ende wartet ein großer Schotterparkplatz, auf dem ihr kostenlos parken könnt.
Direkt nördlich davon liegt der Spiaggetta Isabella und südlich davon ein namenloser Strand, die beide auch echt nett sind, aber mit dem Testa del Polpo auf keinen Fall mithalten können. Ihr solltet also den schmalen Pfad zwischen den großen Felsen nehmen, und steht in weniger als 3 Minuten auf dem Puderzuckersand mit Meer auf beiden Seiten des Strands.
Ihr solltet ihr der Hauptsaison sehr früh hier sein, denn der Strand ist natürlich – trotz der beschwerlichen Anreise – extrem beliebt.
Spaggia Bassa Trinita
Der Strand Bassa Trinita liegt im Norden von La Maddalena am Ende einer Sackgasse mit begrenzten Parkmöglichkeiten. In der Hauptsaison könnte es daher eng werden, am Parkplatz und auch am Strand. In der Nebensaison könnt ihr den Strand aber in vollen Zügen genießen.
Das besondere am Bassa Trinita sind die schönen Holzstege über die großen Dünen, die imposanten Granitformationen und der sanfte Einstieg ins Wasser.
In der Hauptsaison gibt es hier auch eine kleine Bar mit Snacks und Getränken.
Spiaggia dello Strangolato
Am fast nördlichsten Punkt von La Maddalena, in der Nähe des von uns empfohlenen Campingplatzes Abbatogia Village, befinden sich die beiden recht einsamen Strände Spiaggia dello Strangolato und Spiaggia di Abbatoggia. Hierhin veirren sich meistens nicht viele Touristen, demzufolge könnt ihr (zumindest in der Nebensaison) die Strände auch ganz für Euch alleine haben.
Die Strände versprüchen vielleicht nicht das Seychellen-Feeling wie manch andere auf der Insel, aber durch die Ursprünglichkeit und die Ruhe hier machen sie diesen Nachteil mehr als wett.
Wollt ihr nach dem Baden noch etwas wandern, dann sei euch die nördlich gelegene kleine Halbinsel Punta Abbatogia empfohlen. Hier führen einige Wanderwege über die ursprüngliche Felseninsel und hinter jeden Kurve könnt ihr mehr der wunderbaren Natur Sardiniens entdecken.
Punta Marginetto Spiaggia
Eine kleine, wunderschöne Bucht mit kristallklarem Wasser und einfachem Zugang zum Meer, perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Schnorcheln kann sich hier auch lohnen, daher packt eure Schnorchelmaske ein. Vorsicht: Hier gibt es auch diese Art von FIschen, die eure Füße anknabbern, wenn ihr im Wasser steht.
Parkplätze stehen entlang der Zufahrtsstraße zum Strand zur Verfügung

Die Hauptstadt La Maddalena
Zugegeben, die Hauptstadt gehört nicht zu den größten Highlights der Insel, aber sehenswert fanden wir sie dennoch. Perfekt für einen kleinen Abstecher bevor die Fähre zurück nach Palau geht. Die Altstadt besteht aus farbenfroher Architektur und man kann schön durch die kleinen Gassen schlendern.
Es gibt hier viele Restaurants und eine erstklassige Eisdiele (Gelateria La Finestrella) direkt gegenüber des Fährhafens.
Bootstour zu den anderen Inseln des Archipels
Wie schon erwähnt könnt ihr nur die beiden Inseln La Maddalena und Caprera mit dem Auto erreichen. Für alle anderen Inseln braucht ihr ein Boot bzw. müsst eine organisierte Bootstour buchen. Wenn ihr mehr als nur 1-2 Tage habt und auch wenig besuchte Inseln sehen wollt, dann kann solch eine Bootstour genau das richtige für euch sein.
Je nach Wetterlage und Saison fährt das Boot 2-4 Buchten bzw. Strände an zu denen ihr ansonsten nicht kommen würdest. Die meisten Bootstouren starten auf dem Festland in Palau, uns ist nur ein Anbieter bekannt, der auch von La Maddalena aus startet. Die folgenden Anbieter haben wir für euch recherchiert:
▶ Die besten Anbieter
- Delfino Tours (startet auch von La Maddalena aus)
- Dalù Boat (max 12 Personen pro Boot)
- Bootstour über GetyourGuide buchen* (inkl. Mittagessen und Getränken)
Highlights auf Caprera
Caprera ist die unbewohnte Nachbarinsel, die nur so vor wilder Natur strotzt. Was ihr hier unternehmen solltet und welche Strände am schönsten sind, erzählen wir euch jetzt.
Spiaggia di Cala Garibaldi
Am Ende einer langen Schotterstraße liegt der schöne Spiaggia di Cala Garibaldi. Der letzte Teil der Straße ist sehr ausgewaschen und holprig, aber du kannst dir jederzeit am Rand der Straße einen Platz zum Parken suchen. Ansonsten fährst du bis zum Ende durch, wo sich ein kleiner, kostenloser Parkplatz befindet.
Der Strand selbst besteht nicht aus feinem Puderzuckersand, sondern eher aus körnigem Sand und Kiesel, was beim Laufen etwas unangenehm sein kann. Dafür klebt der Sand nach dem Schwimmen nicht überall am Körper.
Hinter dem Strand befindet sich eine scheinbar verlassene Hotelanlage, was dem ganzen irgendwie eine Lost-Place-Atmosphäre gibt.
Cala Serena
Etwa 20 Minuten zu Fuß vom Parkplatz des Cala Garibaldi entfernt liegt diese wunderschöne Bucht. Ihr seid hier eingerahmt von hohen Felsen und Macchiabüschen und der Einstieg ins Wasser ist hier sehr flach, was den Strand ideal für Familien mit kleinen Kindern macht.

Cala Capranese
Nach etwa 30-45 Min. Wanderung vom Parkplatz der Cala Garibaldi aus erreicht ihr diesen einsamen Strand. Je nach Jahreszeit kann es sein, dass ihr noch einen kleinen Bach überqueren müsst, bevor ihr zum Wasser kommt.
Heftige Granitfelsen rahmen diesen kleinen Strand ein, den ihr mit Glück Vormittags noch für euch alleine haben könnt. Das Wasser ist kristallklar und fällt flach ab.

Cala Napoletana
An der Nordspitze der Insel Caprera liegt dieser Strand am Ende einer ca. einstündigen Wanderung vom Parkplatz an der Cala Garibaldi. Am Ende geht es nochmal bergauf und dann ziemlich steil bergab, mit kleinen Kindern würden wir diesen Strand also eher nicht empfehlen.
Dennoch ist dieser Strand einer der schönsten Strände auf La Maddalena und trotz seiner Abgeschiedenheit sehr beliebt und in der Hauptsaison stark besucht.
Wanderung entlang der schönsten Buchten auf Caprera
Einer der größten Nachteile der Insel Caprera ist auch ein schöner Vorteil. Die meisten Strände der Insel Caprera können nicht direkt mit dem PKW, sondern nur zu Fuß erreicht werden. Der Vorteil ist hierbei, dass es einen sehr tollen Küstenwanderweg im Norden von Caprera gibt, der alle von uns oben erwähnten Strände miteinander verbindet.
Nach der Cala Serena biegt der Weg nach Osten ab und ihr lauft zu einem breiten, gut ausgebauten Wanderweg, der die schnellste Verbindung zwischen dem Parkplatz und den Stränden im Norden darstellt.
Nach einiger Zeit endet aber der gut ausgebaute Weg und ihr lauft wieder über Stock und Stein. Kurz bevor ihr den nördlichsten Punkt erreicht, kommt ihr an der Cala Capranese vorbei. Hier müsst ihr einen kurzen Umweg in Kauf nehmen, um zum Strand zu gelangen. Lauft ihr den Weg weiter dann geht es noch etwas bergauf und dann recht steil bergab, bis ihr den Strand Cala Napoletana erreicht.
Von hier könnt ihr dann noch etwas an der nördlichen Küste entlang gehen und in einem Bogen wieder zum Hauptweg gelangen, den ihr dann wieder zurück zum Parkplatz folgt.
Wir sind die Wanderung mit Hund und Kleinkind gelaufen und das hat wunderbar funktioniert, auch wenn ihr euer Kind an manchen schwierigen Stellen tragen müsst.
Spiaggia del Relitto
Die Anfahrt zum Spiaggia del Relitto kann durchaus als sehr anstrengend bezeichnet werden. Die letzten 2 km der Schotterpiste sind wirklch sehr holprig und erfordern recht gute Fahrkünste. Auch ist der Parkplatz recht klein, so dass ihr in der Hauptsaison früh morgens kommen müsst, um einen freien Platz zu ergattern.
Der Zugang zum Meer ist wirklich sehr flach und das Wasser schimmert in den schönsten Blautönen. Ihr könnt euch hier Sonnenliegen mieten und eine kleine Beachbar gibt es auch.
Die Besonderheit dieses Strands ist ein altes, rostiges Schiffswrack, was hier am Strand liegt. Wirklich schön ist das aber nicht und mit seinen rostigen Nägeln eher eine Gefahr. Passt hier also auf!

Häufige Fragen zu La Maddalena Sardinien
Müsst ihr die Fähre nach La Maddalena reservieren?
Nein: Ihr könnt einfach zum Hafen in Palau fahren und dort ein Ticket kaufen. In der Hochsaison lohnt sich trotzdem etwas Zeitpuffer.
Was kostet die Fähre nach La Maddalena?
PKW kosten je nach Saison 25-45 Euro für eine Hin- und Rückfahrt. Mit dem Camper oder Wohnmobil zahlt ihr ca. 40-85 €.
Welche Inseln des Archipels könnt ihr mit dem Auto erreichen?
Nur die Insel La Maddalena und, über den Damm Passo della Moneta, die Insel Caprera. Alle anderen Inseln des Archipels erreicht ihr nur per Boot.
Ist La Maddalena ein UNESCO-Welterbe?
Nein, zumindest noch nicht offiziell: Der Archipel steht auf der UNESCO-Vorschlagsliste, ist aber kein bestätigtes Weltnaturerbe.
Wie lange solltet ihr für La Maddalena einplanen?
Für einen ersten Eindruck reicht ein Tagesausflug, wer aber auch Caprera und mehrere Strände sehen möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen.
Ihr plant mehr als nur einen Tagesausflug? In unserem Sardinien Roadtrip in 7 Tagen zeigen wir euch, wie sich La Maddalena in eine größere Rundreise über die Insel einbauen lässt.
Kann man auf La Maddalena Sardinien wildcampen?
Da die Inselgruppe als Nationalpark ausgezeichnet ist, darf man hier leider nicht wildcampen. Auch das „Parken“ über Nacht wird hier in der Natur nicht so toleriert wie im restlichen Sardinien. (vgl. unser Artikel zum WIldcampen auf Sardinien). Laut unserer Erfahrung und den Gesprächen mit anderen Campern ist die Polizei hier sehr strikt und schickt euch weg bzw. verhängt ein Bußgeld. Ihr solltet euch also auf die offiziellen Campingplätze beschränken.
Auf La Maddalena gibt es übrigens insgesamt 3 Campingplätze, von denen in der Nebensaison auch nur noch 2 geöffnet haben. WIr können den Platz Abbatogia Village (Google Maps) ganz im Norden empfehlen. Dieser Platz liegt spektakulär direkt an der Küste und bietet verschiedene Wanderwege direkt vom Platz aus.

