Corte gilt als das Herz Korsikas, mitten im Bergland gelegen, mitten einer alten Zitadelle und von den Schluchten Tavignano und Restonica umgeben. Hier kann man tolle Wanderungen unternehmen und prima durch die Altstadt schlendern.

Wir zeigen euch hier, was ihr in Corte sehen könnt und wielange ihr in Corte bleiben solltet.

Zuletzt aktualisiert: September 2026.

Fakten zu Corte
Beste Reisezeit: Mai bis September
Lage: Zentrales Bergland,
Zitadelle: erbaut 1419
Weitere Infos: Korsika Roadtrip in 14 Tagen

Highlights
Zitadelle mit Adlerhorst
Altstadt & Petit Train
Wanderung am Tavignano
Campingplätze am Fluss

 
 

Auf die Schnelle! Das ist unsere Hotelempfehlung:

Unser Tipp mitten in Corte

Die Highlights von Corte

Zitadelle und Altstadt von Corte

Die Zitadelle von Corte wurde 1419 vom korsischen Unternehmer Vincentello d’Istria auf einem markanten Felsvorsprung errichtet und ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt. Wir haben oben direkt bei der Zitadelle geparkt und sind von dort zu Fuß durch die Oberstadt mit ihren engen Gassen, Treppen und alten Häusern gebummelt.

In der Zitadelle selbst ist heute das Musée de la Corse untergebracht, das sich der korsischen Kultur und Geschichte widmet, falls euch nach dem Rundgang noch nach einem Museumsbesuch ist.

Nur wenige Meter entfernt von der Zitadelle befindet sich übrigens ein toller Aussichtspunkt. Vom Belvédère de Corte habt ihr einen spektakulären Blick auf die Zitfalle sowie auf das Zusammentreffen von der Flüsse Restonica und Tavignano über 100 Meter unter euch.

Die Altstadt von Corte ist zwar sehr touristisch, aber auch sehr schön anzusehen. Es gibt hier viele Restaurants und die obligatorischen Souvenierläden. Die Altstadt ist aber nicht sehr groß und damit schnell durchschritten. Der Rest der Stadt ist aber nicht wirklich sehenswert, daher solltet ihr euch auf die Altstadt beschränken.

Mit dem Petit Train durch Corte

Corte Korsika: Lohnt sich die Stadt in den Bergen? (2026)Im Sommer verkehrt in Corte ein kleiner Touristenzug, der Petit Train, mit rund 30-minütigen Rundfahrten durch die Stadt.

Wir haben die Tour gemacht und fanden sie eine nette, entspannte Ergänzung zum Spaziergang durch die Altstadt, besonders wenn ihr nicht die ganze Zeit zu Fuß unterwegs sein wollt bzw. mit Kindern unterwegs seid.

Der Zug durchquert die ganze Altstadt und hält u.a. auch direkt an der Zitadelle. Erwachsene kosten 7,5€ und Kinder 4,5€. 

Wanderung entlang des Tavignanotals

Direkt in der Nähe der Zitadelle startet der Sentier du Tavignano, ein alter Maultierpfad, der jahrhundertelang eine wichtige Handelsroute zur Westküste Korsikas darstellte.

Komplett durchwandert sind es bis zur Brücke Passerelle di u Russulinu rund 13 Kilometer einfache Strecke mit etwa 4 Stunden für Hin- und Rückweg, unterwegs passiert ihr smaragdgrüne Gumpen mit bis zu 5 Metern Tiefe. Es gibt zumindest am Anfang mehrere parallel verlaufende Pfade, von denen einer direkt am Wasser entlang führt und ein anderer weiter oben in den Bergen.

Wanderung im Restonica Tal in Corte Korsika

Der obere ist meistens viel besser zu laufen, dafür bietet er zwischendurch auch keine Abkühlung im Fluss. Der untere bietet immer mal wieder die Möglichkeit ins kühle Nass abzutauchen, aber dafür ist er auch recht beschwerlich zu gehen und erfordert teilweise auch etwas Kletterei. Wollt ihr einen einfachen Weg laufen, dann nehmt den oberen.

Die Wanderroute findet ihr hier bei Alltrails.

Tipp: Ihr müsst nicht die komplette Strecke laufen, schon ein kürzeres Stück entlang des Flusses mit einer Badepause lohnt sich.

Wanderung durch das Restonica Tal

Neben dem Tavignano lohnt sich auch das Restonica-Tal auf der anderen Seite der Stadt mit seinen Gletscherseen Lac de Melo und Lac de Capitello, Diese Wanderung ist vermutlich eine der Hauptgründe für die meisten Touristen, um in diese Gegend zu kommen. Leider ist seit einigen Jahren wegen eines Erdrutsches die Wanderung nur schwer zu erreichen und daher für uns für einen „einfachen“ Wanderausflug nicht optimal.

Der eigentlich Startpunkt der Wanderung ist per PKW nicht mehr zu erreichen. Ihr müsst von Corte aus (oder vom letzten Campingplatz vor der Sperrung (Camping Tuani) einen Pendelbus nehmen. Die Tickets dafür könnt ihr nur online in einer App kaufen. In der Hauptsaison sind die Tickets auch schnell vergriffen.

Corte Korsika: Lohnt sich die Stadt in den Bergen? (2026)

Für uns war diese Wanderung mit Kleinkind und Hund damit etwas zu beschwerlich. Erst Bus fahren, dann noch 2 Stunden zum eigentlichen Startpunkt laufen und dann erst die Wanderung starten. Daher haben wir das Restonicatal dieses mal ausgelassen.

Genauere Infos zur Anreise und zum Erwerb der Tickets findet ihr hier: Restonica-Shuttle ab Corte: Fahrplan und Buchung

Die Wanderroute findet ihr hier bei Komoot.

Wichtige Tipps für euren Corte Besuch

Anreise nach Corte

Corte liegt im Herzen Korsikas in den Bergen, aber ist dennoch sehr einfach zu erreichen, da mehrere, teils schnurgerade Schnellstraßen in die Stadt in der MItte der Insel führen. Von Norden führen die T80 und T20 und von Osten die T50 auf sehr geraden Straßen mitten nach Corte. In RIchtung Westen ist die T20 zwar etwas kurviger, aber dennoch gut zu fahren.

Wielange sollte ich in Corte bleiben?

Die Altstadt selbst ist schnell erkundet, hier reicht euch ein halber Tag. Weswegen es sich wirklich lohnt längere Zeit in Corte zu bleiben sind die Wanderungen durch die Täler Tavignano und Restonica. Wenn ihr viel und gerne wandert, dann plant 2-3 Tage ein für Corte.

Lohnt sich ein Besuch von Corte in Korsika?

Obwohl Corte wirklich sehr stark besucht wird (und das auch in der Nachsaison) fanden wir die Stadt nicht so schön und die Landschaft nur so okay. Die Stadt ist wirklich groß und nur die kleine Altstadt ist authentisch und schnuckelig. Der Rest ist eine normale französische Stadt mit Bahnhof, Autihäusern und wenig schöner Architektur. Und das, obwohl Corte mit nicht mal 8000 Einwohnern eigentlich noch ein Dorf ist. Es kommt einem aber nicht so vor.

Auch die Landschaft mit den umliegenden Bergen ist zwar schön, aber im Vergleich zu anderen Regionen Korsikas (wie der Region Porto oder dem Solanzera-Tal) nicht wirklich besonders in unseren Augen. Das gilt unserer Meinung nach auch für die Wanderung durchs Tavignanotal, die zwar sehr schön ist, aber nicht einzigartig in Korsika.

Die berühmte Wanderung durchs Restonicatal soll ein Wander-Highlight sein auf Korsika. Aufgrund der aktuellen Problematik mit der Anreise (siehe Infos weiter oben) haben wir diese Wanderung aber ausgelassen.

Bei einer erneuten Korikareise würden wir die Region Corte auslassen und lieber andere Regionen dieser wundervollen Insel bevorzugen. Wenn ihr nicht sehr wanderaffin seid und dennoch in diese Region reisen wollt, dann reicht euch auch 1 Tag in Corte.

Übernachten in Corte: 3 Campingplätze im Vergleich

Wildcamping ist auf Korsika verboten, mehr dazu in unserem Artikel zum Camping auf Korsika. Daher haben wir uns einen Campingplatz in Corte gesucht. Wir wollten ursprünglich auf einem der beiden Campingplätze direkt an schönen Badegumpen übernachten und haben deshalb gleich drei Plätze in und um Corte ausprobiert.

Zuerst waren wir auf dem Camping Alivi di a Restonica, einem recht neuen Platz direkt an der Restonica, von dem aus ihr in rund 10 Gehminuten in der Altstadt seid und direkten Zugang zum Fluss habt. Als wir am Nachmittag ankamen, waren allerdings schon alle Plätze belegt. Uns hat der Platz zudem nicht so gut gefallen, da die einzelnen Parzellen nur durch aufgemalte Striche getrennt sind und ihr entsprechend wenig Privatsphäre habt.

Danach sind wir zum Camping Chez Bartho gefahren, der direkt hinter der Zitadelle am Tavignano liegt und von dort einen schönen Blick auf die Zitadelle bietet. Auch hier war am Nachmittag fast alles belegt, und die einzelnen Stellplätze sind recht klein, was uns nicht so gut gefallen hat. Der Zugang zum Fluss ist aber wirklich schön, auch von hier aus kommt ihr zu Fuß nach Corte.

Corte Korsika: Lohnt sich die Stadt in den Bergen? (2026)

Am Ende haben wir uns entschieden, auf dem etwas außerhalb gelegenen Camping Mercone zu übernachten. Die Atmosphäre hier ist deutlich entspannter, die Parzellen sind besser aufgeteilt, und wir haben uns richtig wohlgefühlt, weshalb wir gleich zwei Nächte geblieben sind. Kleiner Abstrich: Die Sanitäranlagen sind schon in die Jahre gekommen, und auch der eigentlich gut ausgestattete Spielbereich müsste dringend erneuert werden.

Hotelempfehlung in Corte

Seid ihr mit dem Mietwagen unterwegs und sucht lieber ein Hotel statt eines Campingplatzes, können wir euch das Hôtel du Nord* empfehlen. Das traditionsreiche Haus aus dem Jahr 1861 liegt zentral nur wenige Gehminuten von der Altstadt und der Zitadelle entfernt, bietet eine Bar, klimatisierte Zimmer mit Stadtblick und ein Frühstücksbuffet mit lokalen Spezialitäten.

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Häufige Fragen zu Corte Korsika

Wann wurde die Zitadelle von Corte erbaut?

Die Zitadelle wurde 1419 unter Vincentello d’Istria errichtet und ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt.

Was ist der Nid d’Aigle in Corte Korsika?

Der Adlerhorst (Nid d’Aigle) ist ein Felsvorsprung am Rand des Zitadellen-Felsen, erreichbar über 166 Stufen, am besten sichtbar vom Belvédère-Aussichtspunkt.

Wie lang ist die Wanderung entlang des Tavignano?

Komplett bis zur Passerelle di u Russulinu und zurück sind es rund 13 Kilometer, ihr müsst aber nicht die ganze Strecke laufen, schon ein kürzeres Stück mit Badepause lohnt sich.

Welcher Campingplatz in Corte ist empfehlenswert?

Für uns war Camping Mercone der Favorit wegen der entspannten Atmosphäre und besser aufgeteilten Parzellen, auch wenn die Sanitäranlagen etwas in die Jahre gekommen sind und er ca. 10 Autominuten von der Altstadt entfernt liegt. Alivi di a Restonica und Chez Bartho liegen direkter am Fluss, sind aber am Nachmittag (auch in der Nachsaison) schnell ausgebucht.

Gibt es in Corte einen Touristenzug?

Ja, im Sommer verkehrt der Petit Train mit rund 30-minütigen Rundfahrten durch die Stadt.

Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten in Corte?

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten zählen die Zitadelle mit dem Nid d’Aigle, die Altstadt mit ihren engen Gassen, der Belvédère-Aussichtspunkt mit Blick auf den Zusammenfluss von Restonica und Tavignano sowie die Wanderungen durch das Tavignano- und das Restonica-Tal.

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