Im Jahr 2018 hatten wir das Glück zweimal nach Andalusien reisen zu können. Beide Male sind wir mit Ryanair nach Malaga geflogen und haben uns einmal östlich und einmal westlich der Hafenstadt an der Costa del Sol gehalten.

Auch wenn Andreas anfangs zugegebenermaßen etwas skeptisch war gegenüber dem südlichsten Fleckchen Europas, so hat ihn dieser Landstrich doch spätestens am Ende unserer ersten Reise vollends überzeugt. Wir hätten nicht gedacht, dass Andalusien so vielseitig ist und mehr als Strände und endlose Gewächshäuser zu bieten hat.
Es gibt riesige Nationalparks mit kilometerlangen Wanderwegen, Fahrradstrecken, die sich durch Tunnel vorbei an bergigen Landschaften ziehen, historische Altstädte und natürlich viele tolle Strände, die zum entspannen einladen.

Unsere Highlights aus Andalusien haben wir hier mal notiert, damit ihr auch davon profitieren könnt. Falls Eurer Meinung nach was fehlt oder ihr noch andere Tipps habt, dann schreibt uns gerne einen Kommentar.

1. Via Verdes in Andalusien

Die Via Verdes (Grüne Strecken) sind eine der schönsten Möglichkeiten Andalusien mit dem Fahrrad kennenzulernen, und das ganz ohne nervigen Autoverkehr. Die Via Verdes (von denen es 117 in ganz Spanien gibt und 23 in Andalusien) sind ehemalige Zugstrecken, die als (Rad-) Wanderwege wiederbelebt wurden. Durchschnittlich sind diese 15 bis 35 Kilometer lang.
Die Vorteile dieser Via Verdes liegen auf der Hand: Man fährt durch wunderschöne hügelige Landschaften und das fast ohne Steigung. Statt über die Berge zu fahren fährt man nämlich durch Tunnel durch die Berge. Die längeren Tunnel sind sogar beleuchtet.

Während der Fahrt überquert man Brücken und Viadukte, fährt durch viele Tunnel, vorbei an Restaurants, Hotels mit Fahrradverleih und Kultur- und Naturschätzen.

Via Verde de la Sierra

Einer der schönsten Via Verdes führte praktischerweise in Sichtweise unseres AirBnB’s in Coripe vorbei. Der Via Verde de la Sierra führt auf 36 Kilometer durch die Provinzen Cádiz und Sevilla.

Somit sollte nach dem ersten entspannten Abend Tag zwei etwas aktiver ausfallen. Der Besitzer unserer Berghütte hatte uns bei unserer Ankunft etwas von dem direkt unter der Berghütte verlaufenden Radweg Via verde de la Sierra erzählt. Hierbei handelt es sich um die alten Trassen einer Eisenbahnstrecke, die vor einiger Zeit in Radwege umgebaut wurde. Die Via Verde de la Sierra ist ein 36 km langes Teilstück der alten Eisenbahnstrecke.

Und so kam es, dass wir diese wunderschöne Strecke entspannt im Sonnenschein entlang radelten. Neben der spektakulären Natur führte unser Weg auch über ein Viadukt und durch eine alten, beleuchteten, ca. 1 km langen Eisenbahntunnel. Durch den Tunnel zu fahren war schon ein bisschen unheimlich und irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass einem gleich der nächste Zug entgegen kommt.

2. Torcal del Antequerra

Eine kleine Wanderung im Torcal del Antequerra Naturpark sollte eigentlich unser erstes Highlight in Andalusien sein. Nachdem wir aber erst gegen 14 Uhr in Malaga gelandet sind konnten wir diesen Zwischenstopp auf unserem Weg nach Coripe nicht mehr einlegen. Der Naturpark besticht durch seine unzähligen, verschiedenen Felsformationen, die einem auf den insgesamt drei Wanderwegen begegnen. Die Wanderwege unterscheiden sich dabei hauptsächlich durch ihre Länge, so dass für jeden etwas dabei ist.

  • Der “grüne” Wanderweg ist mit einer Länge von ca. 1,5 Stunden der kürzeste Wanderweg. Die Rundweg startet auf der rechten Seite des Besucherzentrums und endet auf der linken Seite des Besucherzentrums.
  • Der “gelbe” Wanderweg ist mit 3 Kilometern doppelt so lang wie der grüne und kann innerhalb von ca. 2 Stunden gelaufen werden. Start- und Endpunkt sind ebenfalls neben dem Besucherzentrum. Der gelbe Wanderweg bietet bei gutem Wetter eine spektakuläre Aussicht bis hin zur Küste.
  • Der dritte Wanderweg darf leider nur mit einem Guide gegangen werden. Die 4,5 km lange Tour wird Samstag, Sonntag und an den Feiertagen jeweils ab 10 Uhr gegen eine Gebühr von 10 Euro angeboten.
  • Weitere Infos in spanisch und englisch findet ihr unter http://www.torcaldeantequera.com/

Wie vorher erwähnt, wollten wir den gelben oder grünen Weg eigentlich entlanglaufen… wie das aber immer so ist, man plant alles ganz ausführlich und dann kommt doch alles anders. Wir haben uns auf unserer Route verfahren und viel länger zum einkaufen gebraucht als erwartet. So haben wir uns leider dazu entschieden die Wanderung ausfallen zu lassen und direkt zu unserer einsamen Berghütte in Coripe zu fahren um dort entspannt den Abend zu verbringen.

3. Caminito del Rey – Wanderung auf dem Königspfad

Ein Highlight auf das wir uns besonders gefreut haben war die Wanderung entlang des Königspfades Caminito del Rey. Die Wanderung führt auf Holzstegen durch die Schluchten des Geberlandes bei Malaga. Alle Details findet ihr hier in einem eigenen Artikel.

Caminito del Rey I Die ehemals gefährlichste Wanderung der Welt

 

4. Rio Chillar Flusswanderung

Der Rio Chillar… ein kleiner Fluss mit eisblauen Wasser, das den perfekten Kontrast zur Mittagshitze bietet. Die Wanderung durch (ja, wirklich durch und nicht entlang!) des Flusses kann auch während der Mittagshitze gut gelaufen werden. Ihr habt nämlich kontinuierlich die Möglichkeit euch abzukühlen. Die Wanderung führt die ganze Zeit durch den Fluss. Uns war vorher gar nicht bewusst, dass es solche Wanderungen gibt. Da das mal was komplett anderes war, war sofort klar, dass wir diese Wanderung machen wollen… und wir wurden nicht enttäuscht. Die Wanderung, stellte sich als eine der beeindruckendsten Wanderungen, die wir beide je unternommen haben.

Alle Details zu dieser außergewöhnlichen Wanderung gibt es hier:

Andalusien Flusswanderung – Tipps für den Rio Chillar

 

5. Nerja

Nerja befindet sich an der Costa del Sol im Süden von Spanien. Das ehemalige Fischerdorf ist ca. 70 km von Malaga entfernt und eignet sich als guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Sierra Nevada, Granada oder die umliegenden Bergdörfer. Alle Ziele sind in maximal 2 Stunden mit dem Auto zu erreichen.

Das Highlight von Nerja war für uns der Balcon de Europa. Hierbei handelt es sich um einen Felsvorsprung mit Blick auf den darunter liegenden Strand Playa de la Calahonda, das Meer und die Küste. Während man oben auf dem Felsvorsprung steht und einem der Küstenwind durch die Haare weht ist man ganz gebannt von dem Anblick auf die Felsenklippen und dem rauschenden Meer. Diese atemberaubende Küstenpromenade entlang des Balcon de Europa lädt zu einem Bummel ein, der anschließend in der malerischen Altstadt beendet werden kann.

Die Altstadt von Nerja besticht durch ihre engen Gassen, die mit Blumen verzierten Häusern, die Restaurant und Tapas Bars, die das andalusische Flair perfekt machen. Falls ihr keine Lust zum Bummeln habt könnt ihr eure Zeit auch bei einem ausgiebigen Sonnenbad am Strand verbringen. Den Strand Playa de la Calahonda erreicht ihr direkt vom Balcon de Europa über einen kleinen Weg, der sich entlang der Felswand nach unten schlängelt. Wenn ihr nicht zum Strand abbiegt könnt ihr am unteren Teil der Klippenwand entlanggehen und die großen Felsen und das rauschende Meer beobachten. Während es oben am Balcon de Europa recht voll ist hat man hier etwas mehr Ruhe um die berauschende Atmosphäre zu genießen.

In der Nähe von Nerja befindet sich auch eine Tropfsteinhöhle mit außergewöhnlichen Stalaktiten und Stalagmiten, die Cueva de Nerja. Neben den Tropfsteinen ist die Höhle auch für ihre Steinzeitmalereien bekannt. Die Höhle befindet sich ca. 6 km im Landesinneren in der Nähe des Dorfes Maro. Im Sommer finden in der Höhle auch immer wieder Konzerte statt.
Alle Infos zu Höhle gibt es hier: Cueva de Nerja

6. Cádiz

Cádiz im Südwesten von Andalusien liegt auf einer vom Meer umschlossenen Landzunge. Die Kombination aus der historischen Altstadt der Provinzhauptstadt, der unmittelbaren Lage am Meer und den Sehenswürdigkeiten machen Cadiz zum einem tollen und abwechslungsreichen Ziel für einen Tagesausflug. Wir hatten vor unserem Besuch die folgenden Highlights recherchiert… haben aber leider nicht alle geschafft.

Catedral de Cádiz

Als Orientierungspunkt dient eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Cadiz, die Catedral de Cádiz. Die Kathedrale wurde zwischen 1720 und 1830 erbaut und bietet mit ihrer weißen Fassade einen perfekten Kontrast zum dahinterliegende Meer. Das besondere Highlight der Kathedrale ist, dass ihr diese nicht nur einfach von innen besichtigen könnt, sogar auch den Glockenturm besteigen und somit die Aussicht über Cadiz genießen könnt. Der Besuch der Kathedrale kostet euch 5 Euro, darin ist auch der Besuch des Glockenturms enthalten.

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Teatro Romano

Wer auf Ausgrabungsstätten steht wird auch in Cadiz fündig. 1980 wurde bei Bauarbeiten das römische Theater in Cadiz wiederentdeckt. Das Theater befindet sich neben der Kirche des Heiligen Kreuzes und bot damals Platz für 20.000 Menschen. Wenn ihr einen Blick auf das alte Cadiz werfen wollt und euch die Geschichte des Ortes interessiert, seid ihr hier genau richtig.

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Bei der Torre Tavira handelt es sich um einen weiteren Aussichtspunkt in Cadiz, von dem aus ihr die Stadt von oben betrachten könnt. Neben dem wundervollen Weitblick kann man im Torre Tavira auch die erste in Spanien installierte Camera Obscura erleben. Leider ist auch dieser Aussichtsturm nicht kostenlos.

Der Eintritt pro Person liegt bei 6 Euro. Alle weiteren Informationen findet ihr auf der Tourismusseite zur Torre Tavira:

Parque Genovés

Wenn ihr den engen Gassen entfliehen und etwas Grün um euch herum haben wollt, könnt ihr eine Pause im Parque Genovés einlegen. Der botanische Garten mit über 100 Baumarten, Pflanzenbeeten und Brunnen liegt direkt am Meer und bietet euch Ruhe und insbesondere zur Mittagszeit ausreichend Schatten. Das satte Grün der Bäume bietet einen tollen Kontrast zur Altstadt und zeigt wie abwechslungsreich Cadiz ist.

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Cadiz Mercado Central

Bei jeden Städtetrip recherchieren wir, ob es Märkte gibt oder nicht. Wir lieben es einfach zu entdecken, was einen Ort ausmacht sowie das Gewusel der Menschen zwischen den Ständen. Auf solchen Märkten findet man viele lokal hergestellte Souvenirs und kann kulinarisch ausprobieren was die Landesküche ausmacht. Der Mercado Central in Cadiz befindet sich in einer großen Markthalle, in der Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse angeboten werden. Hier könnt ihr euch mit vielen Leckereien eindecken und die lokale Küche Andalusiens erleben.

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Castillo de San Sebastián

Ein weiteres historisches Gebäude in Cadiz ist die Castillo de San Sebastián. Hierbei handelt es sich um ein Burgfestung, die von Cadiz aus ins Meer hineingebaut wurde. Die Festung in der Bucht von Caleta bietet eine hervorragende Aussicht auf Cadiz und das Meer und ist dabei sogar kostenlos. Besonders schön ist ein Spaziergang zum Sonnenuntergang auf der Promenade bis hin zur Castillo de San Sebastian.

Tipp für James Bond Fans: Die Festung diente als Kulisse für den Film “Stirb an einem anderen Tag”

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Playa de la Caleta

Ein weiterer Tipp, um den engen Gassen in Cadiz nach einiger Zeit zu entfliehen ist der Playa de la Caleta. Wenn man in Cadiz schon die ganze Zeit vom Meer umgeben ist sollte man es sich nicht entgehen lassen die Füße in das kühle Nass zu tauchen. Der Playa de la Caleta befindet sich zwischen den Festungen der Castillo de San Sebastián und Castillo de Santa Catalina. Hier könnt ihr entweder am Strand selbst oder in einer der zahlreichen Restaurants oder Bars eine Pause einlegen. Insbesondere zur Mittagszeit wird es hier recht voll. Am besten könnt ihr den Strand zum Sonnenuntergang besuchen. Dann ist es deutlicher leerer und ihr könnt das beeindruckende Farbenspiel der untergehenden Sonne in Ruhe genießen.

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7. Tarifa

Tarifa ist alleine schon aus dem Grund besonders, da es der südlichste Zipfel von Europa ist und man von dort aus bis nach Afrika schauen kann. Das an sich wäre schon ein Grund nach Tarifa zu kommen. Uns hat aber besonders die Atmosphäre dort gefallen. Der Ort ist ein Mekka für Surfer und Kitesurfer und genau das spürt man auch wenn man dort ist. Der Ort und die Menschen versprühen einfach eine entspannte und gelassene Stimmung, die man sofort annimmt. Wir hatten das Glück, dass während unseres Besuchs ein Straßenfest stattfand und wir so an den unterschiedlichen Ständen und in den kleinen Shops nach kleinen Souvenirs Ausschau halten konnten.

Die Nähe zu Marokko hat den Vorteil, dass man von hier aus mit der Fähre übersetzen kann. Wenn ihr genug Zeit habt macht also unbedingt einen Tagesausflug nach Marokko. Denkt hierbei aber unbedingt an euren Reisepass!

Eine weitere Möglichkeit für einen Bootsausflug bietet sich bei den angebotenen Wal- und Delphinbeobachtungen. Durch die hohe Population an Walen und Delphinen ist die Sichtung der Meeresbewohner so gut wie sicher. Hierbei solltet ihr aber die Bewertungen der einzelnen Anbieter genau unter die Lupe nehmen um sicherzustellen, dass die Wale und Delphine nicht gejagt werden.

Torre de Guadalmesí

Auch in Tarifa sollte eine kleine Wanderung nicht fehlen… und so entschieden wir uns nach kurzer Recherche zum Torre de Guadalmesí zu fahren. Das besondere hier bei ist, das sich der Turm auf einem ehemaligen Militärgelände befindet und man immer wieder von Schildern gewarnt wird, das Gelände nicht mehr zu betreten. Auch wir waren immer wieder kurz davor uns davon abhalten zu lassen.

Man wird direkt schon bei der Einfahrt auf das Gelände gewarnt, so dass wir erst man angehalten haben und uns fragten “Sollen wir jetzt wirklich da rein fahren? Ist das wirklich der richtige Weg?” Nach ein paar Minuten kamen aber ein paar andere Leute und sind ohne lange zu überlegen auf den Weg abgebogen. Das hat dann ausgereicht, um uns zu überzeugen und wir sind ebenfalls weitergefahren.

Am Ende der Straße befindet sich der 1588 unter König Philip II von Spanien in der Flussmündung des Guadalmesí errichtete Turm. Um den Turm stehen einige zerstörte Häuser, vielleicht einst genutzt von einer militärischen Einsatztruppe. Der Blick von der schroffen Küste auf den gegenüber liegende afrikanischen Kontinent ist faszinierend. Er scheint so nah, dass man fast denkt man könne hinüber schwimmen.

8. Weiße Dörfer in der Sierra Nevada

Mit diesem Ausflugstipp werden direkt 2 Ziele angesteuert. Einerseits ein Ausflug in die Sierra Nevada und andererseits ein Besuch der weißen Dörfern, die dort zahlreich vertreten sind. Die Sierra Nevada ist das höchste Gebirge im Süden Spaniens und normalerweise von November bis Mai von einer Schneehaube bedeckt. Bei einer Tour nach Granada könnt ihr aus der Ferne schon den ersten Blick auf die Sierra Nevada erhaschen. Ein zweiter Blick in Form eine Tagesausfluges lohnt sich auf jeden Fall.

Weiße Dörfer

In der Sierra Nevada gibt es insbesondere 3 Dörfer, bei denen sich ein Besuch lohnt. Pampaneira, Capileira und Bubion. Alle drei Dörfer wurden aufgrund ihrer Architektur und der Beibehaltung der traditionellen Strukturen sowie der weißen Häuser mit ihren kleinen Schornsteinen zu historischen Dörfern ausgezeichnet. Die traditionelle Seite macht sich auch darin bemerkbar, dass man in den zahlreichen Läden viele lokal gefertigt Souvenirs, wie z.B. handgeknüpfte Teppiche, kaufen kann. Auch die traditionelle Küche findet sich hier in den zahlreichen kleine Restaurants.

Die kleinen Gassen mit ihren blumenverzierten Häusern bieten euch gute Fotomotive und immer wieder eine tollen Ausblick auf die Sierra Nevada. Einen noch besseren Ausblick bietet Bubion. Das Dorf liegt weiter oben in den Sierra Nevada und bietet ein Blick gleichzeitig auf die Sierra Nevada und das Mittelmeer.

Die um die Dörfer liegende, malerische Landschaft ist prädestiniert zum Wandern. Praktischerweise sind die 3 Dörfer durch Wanderwege miteinander verbunden und liegen so nah beieinander, dass man alle Dörfer an einem Tag zu Fuß besuchen kann. Die Wanderstrecke beläuft sich auf insgesamt 11 km und man benötigt ca. 4 Stunden. Weitere Informationen mit GPS-Daten findet ihr hier:

9. Ronda

Bei Ronda handelt es sich um eine Stadt an einer atemberaubenden Schlucht in der Provinz Malaga, die die Neu- und die Altstadt von Ronda voneinander trennen. Über die Schlucht führt die Puente Nuevo, die das Wahrzeichen und die Touristenattraktion von Ronda ist… und genau deshalb ist es hier auch extrem touristisch und überlaufen.

Wir waren gegen 10 Uhr morgens dort und es war schon ziemlich voll. Am besten sollte man Ronda morgens noch früher besuchen, um die einmalige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Denn abgesehen von den vielen Touristen ist die Schlucht mit der Steinbrücke und ihren vier Torbögen absolut sehenswert. Besonders im Sommer bilden die gelbbraunen Klippen der Schlucht und die Brücke einen perfekten Kontrast zum strahlend blauen Himmel und somit ein tolles Fotomotiv. Dazu geht ihr am besten die Schlucht hinunter um die Brücke in voller Pracht erleben zu können.

Neben dieser Sehenswürdigkeit bietet Ronda noch folgendes:

Kathedrale Santa Maria la Mayor

Am Rathausplatz in der Altstadt findet ihr die Kathedrale aus dem 5. Jahrhundert. Die Kathedrale wurde des öfteren neu erbaut und teilweise auch umfunktioniert. Wo wurde sie eine zeit lang auch als Moschee genutzt. Trotzdem besitzt das beeindruckende Gebäude noch viel vom ursprünglichen gotischen Stil. Um die Kathedrale zu besuchen, müsst ihr eine Eintritt von 4 € pro Person bezahlen.

Die arabischen Bäder – Baños Arabes

Von der Einkaufsstraße aus könnt ihr in ca. 10 Minuten über die Puente Viejo die arabischen Bäder erreichen. Da der Weg entlang der Klippen verläuft habt ihr einen tollen Ausblick auf die umliegenden Landschaft.

Die ca. aus dem 13. Jahrhundert stammenden Bäder befinden sich im Viertel San Miguel. Hier bekommt man einen guten Einblick darauf wie sich die Menschen vor hunderten von Jahren erholt haben. Um die Bäder zu besuchen müsst ihr 3,50 Euro bezahlen.

10. Sierra de Grazalema Natural Park

Der Naturpark Sierra Grazalema war definitiv eines unserer Highlights. Wir sind hier durch Zufall an einer Stelle auf einen der besten Aussichtspunkte, die wir jemals gesehen haben gelandet. Vom Mirador Puerto de las Palomas aus hatte man auf einer Höhe von ca. 1360 Meter einen 360 Grad Rundum-Blick auf die umliegenden Täler, Berge und die dahingleitenden Greifvögel. Und das beste daran… wir waren komplett allein. Auf der Fahrt zum Aussichtspunkt sind uns lediglich ein paar Motorradfahrer entgegen gekommen.

Wenn man seinen Wagen auf dem kleinen Parkplatz des Aussichtspunkts abgestellt hat muss man den Berg hoch durch ein großes Eisentor gehen. Es sieht zuerst wie Privatgelände aus, aber man kann einfach durch das Tor durch und dann ca. 20 Minuten bergauf gehen. Ganz oben angekommen befindet sich eine kleine heruntergekommene Wetterstation und es offenbart sich ein grandioser Ausblick auf 2 Täler. Zusätzlich konnten wir unglaublich viele Adler sehen, die fast auf der gleichen Höhe wie wir durch die heiße Luft schwebten.
Auf der einen Seite Fällt der Hügel flach in Richtung des Sees ab und auf der anderen Seite gibt es eine steile Felskante, so dass sich das Tal ganz plötzlich und beeindruckend vor einem auftut.

Die Sierra de Grazalema eignet sich auch perfekt für jede Menge Wanderungen. Eine Übersicht findet ihr hier:

11. Übernachten in einer einsamen Berghütte mit perfektem Sternenhimmel

Wenn ihr auch mal etwas Abstand von der Hektik des Alltages braucht können wir euch auf jeden Fall empfehlen eine einsame Berghütte zu mieten. Diese Ruhe ist man aus seinem Alltag zu Hause nicht gewöhnt, genauso wenig wie der spektakuläre nächtliche Himmel, bei dem ihr sogar die Milchstraße erkennen könnt.

Wir haben unsere einsamen Hütten immer über AirBnB (über unseren Link erhältst du 25€ Rabatt auf deine erste Reise) gefunden in dem wir nach freistehenden Häusern gesucht haben, die man auch für sich ganz alleine mieten kann. Zweimal bekamen wir so komplett freistehende Hütten in den Bergen, ohne Nachbarn und mit wunderbaren Ausblicken auf die Natur. Man kann sich auch super als Familie oder als Gruppe von Freunden für einige Tage in eine entsprechende Unterkunft einquartieren und muss noch nicht mal viel dafür bezahlen. Bei AirBnB gibt es solche Hütten schon ab 50€/Nacht.

Die unglaubliche Ruhe und Abgeschiedenheit, die man in solchen Hütten erleben kann erzeugte in ganz spezielles Erlebnis. Dadurch dass es auch kaum künstliche Lichtquellen in solchen Gegenden gibt kann auch auch wunderbar den Sternenhimmel beobachten. Wir wollten aus unserer einen Hütte in den Bergen auch gar nicht mehr weg und hätten am Liebsten unseren ganzen Urlaub dort verbracht.

 

Habt ihr noch Tipps zu Andalusien oder Fragen zu unseren Ausflugszielen? Lasst uns doch einen kurzen Kommentar da!

4 Idee über “Unsere 11 Highlights in Andalusien

  1. Laura sagt:

    Klingt richtig toll! Ich war vor ein paar Jahren auch in Andalusien, hab mich allerdings auf die bekannten Städte wie Sevilla, Granada, Cadiz, Cordoba und Malaga konzentriert.
    Zu welcher Jahreszeit wart ihr denn dort und wie lange?
    Liebe Grüße
    Laura

    • Sabrina sagt:

      Hallo Laura,

      uns zieht es immer in die Natur. Aber über die Städte haben wir auch schon viele, tolle Artikel gelesen. Welche Stadt hat dir denn am besten gefallen?
      Wir waren letztes Jahr im Juli 3 Tage östlich von Malaga und im Oktober 5 Tage westlich von Malaga….und beide male wären wir gerne viel länger geblieben.

      Liebe Grüße
      Sabrina

  2. Steffi sagt:

    Hallo ihr Zwei,
    euer Artikel ruft in mir sofort das Fernweh hervor. Ich liebe Andalusien. Wir haben dort vor einigen Jahren einen kleinen Roadtrip unternommen und schwärmen noch heute davon. Cádiz hat es uns beiden sehr angetan. Wenn wir das nächste Mal dorthin reisen (und das wird definitiv irgendwann passieren) werden wir wohl noch den Naturpark Sierra Grazalema einplanen. Wunderschön!

    Liebe Grüße
    Steffi

  3. Patrick sagt:

    Hallo, ich lese super gerne eure Beiträge! Super geschrieben + genau das was man wissen möchte!
    Mit was bearbeitet/schneidet ihr eure Videos? Sieht super aus!
    VG
    Patrick

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