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Da wir leider nur 14 Tage Zeit hatten für unsere Rundreise durch Norwegen und wir mit unserem eigenen Auto auf die Reise gegangen sind, waren die von uns so heiß ersehnten Lofoten zu weit weg, um sie auf dieser Reise unterzubringen. So mussten wir uns bei unserem Roadtrip auf den Süden Norwegens beschränken. Aber mit Highlights wie Trolltunga, Kjeragbolten und dem Geirangerfjord hat der Süden mehr als genügend Ziele zu bieten, um dort einen abwechslungsreichen und spannenden Urlaub zu verbringen
Um euch ein paar Anhaltspunkte zu geben, falls ihr auch so eine Reise plant, haben wir hier ein paar Tipps und unsere Reiseroute zusammengetragen. Vielleicht hilft es euch bei eurer Urlaubsplanung.

Unsere gesammelten Tipps für Eure Norwegen-Reise

Einen Artikel, der sich ausschließlich mit Tipps und Tricks zu einer Rundreise in Norwegen beschäftigt (Wo übernachtet man? Wie schnell darf man fahren? etc.) haben wir hier geschrieben: Tipps und Tricks für Eure Norwegen Rundreise

Unsere Packliste

Wenn Euch unsere Packliste für Norwegen interessiert, mit den Dingen, die unserer Meinung wichtig sind auf einer Rundreise durch Norwegen, dann klickt hier.

Die Eckpunkte in Kürze

Wie viel Geld haben wir pro Person ausgegeben?

Pro Person ca. 1000 € für zwei Wochen inklusive:

  • Anreise mit dem Auto
  • Fähre (ca. 200€ hin und zurück für 2 Personen + Auto)
  • Übernachtungen auf dem Campingplatz (durchschnittlich 60€ / Nacht)
  • Einkäufe vor Ort (dies war glücklicherweise nicht soviel, weil wir das meiste mitgenommen haben)
  • Parkkosten (Parken ist in Norwegen extrem teuer!)
  • Souvenirs

Wie viele Kilometer sind wir insgesamt gefahren?

Insgesamt knapp 4500 Kilometer! Davon aber nur etwa 2500 in Norwegen. Die restlichen 2000 Kilometer haben wir auf der Hin- und Rückreise verbraten.

Wie häufig haben wir im Zelt übernachtet?

Gottseidank haben wir uns nicht extra ein neues Zelt gekauft. Wir hatten zwar geplant jeden zweiten Tag im Zelt zu übernachten, taten dies dann jedoch nur… einmal. Wir sind aber auch nicht die geborenen Camper. Nichtsdestotrotz haben wir bis auf 2 Tage (an denen wir uns ein AirBnB gemietet haben) immer auf Campingplätzen in Holzhütten übernachtet.

Das ist ein Punkt, den wir vor der Reise überhaupt nicht auf dem Schirm hatten. Wir dachten nämlich unser mitgenommenes Zelt müsste mit den sündhaft teuren Hotels in Norwegen konkurieren. Nur deshalb hatten wir uns das Zelt überhaupt mitgenommen. Als uns klar wurde, dass es eigentlich auf jedem Campingplatz auch mehr oder weniger bequeme Holzhütten für schmales Geld gibt, wollten wir das Zelt gar nicht mehr auspacken. Mehr zum Thema Übernachten in Norwegen erfahrt ihr in unserem Tipps & Tricks Artikel zu Norwegen.

Tag 0: Anreise per Fähre und erstes AirBnB

Wir sind aus dem Ruhrgebiet knapp 1000 Kilometer bis nach Hirtshals in Dänemark gefahren. Dort ist ein großer Fährhafen von dem diverse Fährgesellschaften zu verschiedenen Zielen in Norwegen starten. Wir hatten uns für Fjordline (Hirtshals -> Kristiansand) entschieden, was im Nachhinein keine gute Idee gewesen ist. Warum genau, das könnt ihr auch in unserem Tipps und Tricks-Artikel nachlesen. Die Fähre kostete ca. 100 € für 2 Personen und 1 Auto für eine Strecke und wurde noch 10 Euro günstiger, dadurch, dass ich mich im Fjord-Club angemeldet hatte (Diesen Gutschein gibt es aber aktuell leider nicht mehr – Stand Feb 2019).
Als wir gegen 20 Uhr in Kristiansand ankamen, sind wir noch ca. 30 Minuten weiter gefahren und hatten uns im beschaulichen Flekkefjord ein kleines AirBnB-Zimmer genommen. Weiter wollten wir nach einem anstrengenden Reisetag nicht fahren.

Ab der Ankunft im Fährhafen war ich schon extrem beeindruckt von der unglaublichen Natur. Ich hätte nie gedacht, dass die Fjords und felsigen Landschaften schon im tiefen Süden anfangen. Direkt von Anfang an herrschte in Norwegen ein starker landschaftlicher Kontrast zu Dänemark und sowieso zu Norddeutschland.

🚗 Fahrtstrecke: Flekkejford -> Kjeragbolten: ca. 130 km (ca. 2.5 h)

Tag 1: Kjeragbolten

Für den ersten Tag haben wir uns eine vermeintlich leichte Wanderung ausgesucht. Aber leider haben wir (und mit wir meine ich Sabrina :p) da etwas die Kilometerangaben durcheinander gebracht. Zusätzlich hatten wir extrem starken Regen, Nebel und Wind auf unserer Wanderung. Aber auch das lest ihr besser im entsprechenden Artikel nach:

🚗 Fahrtstrecke: Kjeragbolten -> Flateland: ca. 90 km (ca. 1:45 h)

Tag 2: Flateland Camping

Nach dieser ersten, extrem anstregenden Wanderung hatten wir uns einen Zwischenstopp auf unserer Reise zum Trolltunga überlegt, da wir sonst die Strecke nicht auf einmal geschafft hätten. Wir haben uns zufällig den Flateland Campingplatz ausgesucht, und dieser stellte sich wirklich als der schönste und idyllischste Campingplatz auf unserer ganzen Reise heraus. Er ist sehr geeignet für Familien und (was eher unüblich für Norwegen ist) relativ abseits der Straße gelegen. Wir haben uns dort eine Hütte gemietet, die ziemlich gut ausgestattet war. Vor den Hütten gab es noch eine große Wiese, die nicht komplett von Zelten in Beschlag genommen war, so dass man dort auch seine Decke ausbreiten konnte.

Wir haben uns dort so wohl gefühlt, dass wir ungeplant 2 Tage dort verbracht haben. Für einen Urlaub, in dem man sowieso nicht jeden Tag woanders sein will, sondern sozusagen eine “Homebase” haben will, ist dieser Platz perfekt geeignet.

Der Campingplatz bietet auch einiges an (familiären) Unterhaltungsprogramm. Es gibt ein kleines Kaninchen-Gehege und ein großes Zirkuszelt in dem an bestimmten Tagen Aufführungen für die Kleinsten aufgeführt werden. An der Rezeption kann man sich morgens frische Brötchen holen und wird auch sonst sehr freundlich und super hilfsbereit behandelt.
Wir hatten nämlich vorher angerufen, um eine Holzhütte zu reservieren, konnten aber nicht vor Schließung der Rezeption vor Ort sein. Der nette Mitarbeiter am Telefon meinte nur “no problem”, er würde den Schlüssel einfach in einer kleinen Box außerhalb der Rezeption deponieren. Wir sollten ihn uns einfach nehmen und am nächsten Tag zur Rezeption kommen, um zu bezahlen. Wow! Was ein Kundenservice!

Finden könnt ihr ihn hier bei Google Maps: Flateland Camping

Honnevje Badeplatz

In der direkten Umgebung des Campingplatzes gibt es wunderschöne Landschaften und auch einiges zu sehen. Unter anderem den Honnevje Badeplatz (Google Maps Link). Dies ist eine kleine Wasserlandschaft mit angehängtem Rastplatz und Toiletten, an der man auch baden oder einfach nur herumspazieren kann.

🚗 Fahrtstrecke: Flateland-> Odda: ca. 180 km (ca. 3 h)

Tag 3: Buarbreen Gletscher

Am dritten Tag wollten wir eigentlich den Trolltunga besteigen und wollten uns dafür auch 2 Tage Zeit nehmen. Aber aus diversen Gründen hat dies einfach nicht gepasst und so haben wir uns entschieden die Trolltunga-Wanderung zu verschieben und uns stattdessen eine andere Aktivität in der Nähe zu suchen. Tripadvisor spuckte auf die schnelle den Buarbreen Gletscher aus. So machten wir uns spontan auf den Weg zu unserem ersten Gletscher.
Was genau wir dort erlebt haben könnt ihr hier lesen:  Buarbreen – An Seilen hinauf zum Gletscher

🚗 Fahrtstrecke: keine, da beides in Odda liegt

Tag 4: Trolltunga

Auf den Weg zur Teufelszunge machten wir uns dann am 4. Tag. Dies sollte die längste Wanderung (22 km) unserer Reise werden. Die Route an sich empfanden wir zwar nicht als die schönste im Vergleich zum Rest, aber zumindest das Foto, was am Ende dabei heraus kam ist wohl eines der spektakulärsten, das man in Norwegen bekommen kann.

Wir sind super früh vom Campingplatz Odda losgefahren, um rechtzeitig am 50€ teuren Parkplatz zu sein. Trotzdem starteten zu dieser frühen Stunde noch viele, viele weitere Wanderer auch ihre Tour zur Trollzunge. Daher empfangen wir diese Wanderung auch eher als anstregend, nicht (nur) wegen der weiten Strecke, sondern weil wir aufgrund der schieren “Menschenmassen” nie wirklich die Natur um uns herum genießen konnten.

Bei Interesse könnt ihr hier genauer nachlesen, was wir erlebt haben und wo genau sich der Trolltunga-Parkplatz befindet: Trolltunga Wanderung– Tipps zur Anreise & zum Parken

🚗 Fahrtstrecke: Trolltunga-> Voringvossen: ca. 100 km (ca. 2 h)

Tag 5: Voringvossen

Auf den Besuch dieses Wasserfalls hatten wir uns im Vorhinein schon ziemlich gefreut. Die Wanderung dorthin ist relativ kurz und wenn man den richtigen Parkplatz gefunden hat dann ist man auch ziemlich schnell vor Ort.

Der richtige Platz, um seinen Wagen abzustellen ist von Osten kommend hier direkt hinter dem Tunnel (siehe Streetview-Einblendung unten). Geht dann entweder direkt über die Straße und folgt dem kleinen Weg der vor euch liegt, oder geht auf der rechten Straßenseite den etwas größeren Weg entlang. Dieser ist zwar etwas länger, weil er noch unter der Straße hindurch führt, dafür muss man aber nicht die Straße überqueren.

Der restliche Weg ist gut markiert bzw. es gibt auch gar keine Alternativen. Verlaufen kann man sich hier also nicht. Das Highlight des Weges ist sicherlich die kleine Hängebrücke, die man überqueren muss, um auf die andere Seite zu gelangen. Nach einigen Metern – den Wasserfall immer im Blick – ist man dann endlich direkt vor diesem imposanten Naturschauspiel. Am Ende des Weges kann man dann noch einen steinigen Hügel hinauf gehen, um noch näher an den Wasserfall zu kommen. Dieser Anstieg ist aber aufgrund der Nässe ziemlich rutschig und man sollte hier sehr vorsichtig sein. Oben spürt man auch richtig die Gischt, die einem ins Gesicht peitscht.

Die ganze Strecke über sind uns nur eine handvoll andere Wanderer begegnet. So hat man dann auch meistens genügend Zeit seine Fotos (und auch Selfies auf der Hängebrücke) zu machen.

Wenn man den Vossen dann noch von ganz oben sehen will, kann man (nach dem Rückweg) die Straße noch etwas weiter entlang zum ausgeschilderten Aussichtspunkt fahren oder noch etwas weiter bis zum einem großen Hotel, wo es eine weitere Aussichtsplattform mit einem etwas anderen Blickwinkel gibt.

🚗Fahrtstrecke: Voringvossen-> Bergen: ca. 170 km (ca. 3 h)

Tag 6: Bergen

Für Bergen hatten wir uns knapp einen halben Tag Zeit genommen. Da wir sowieso eher Natur- als Stadtmenschen sind hat diese Zeit für uns definitiv ausgereicht. Sehenswert ist hier natürlich der Stadtteil Bryggen direkt am Hafen. Uns hat der plötzliche Kulturschock aufgrund der schieren Menschenmassen vor Ort aber so verschreckt, dass wir nicht viel länger geblieben sind sondern uns viel lieber direkt wieder auf in die Natur gemacht haben.

Die Stadt hat uns trotzdem echt gut gefallen, und wenn man kulturell interessiert ist dann kann man hier bestimmt gut 1-2 Tage verbringen.
Weitere Informationen zur Stadt findet ihr u.a. hier: https://www.visitnorway.de/reiseziele/fjord-norwegen/bergen/

🚗 Fahrtstrecke: Bergen-> Naeroyfjord : ca. 150 km (ca. 2.5 h)

Tag 7: Naeroyfjord

Der Naeroyfjord ist als engster Fjord der Welt wahrscheinlich ein fester Bestandteil auf jeder Norwegenreise. Umso mehr hat es uns überrascht, dass es direkt am Fjord eigentlich gar keinen Ort bzw. keinen wirklichen Aussichtspunkt gibt. Da wir keine Schiffsreise durch den Fjord machen wollten haben wir uns einen kleinen Wanderweg ausgesucht, um den Fjord auch mal aus anderen Perspektiven zu sehen. Und zwar den Rimstigen (Link zu Google Maps)! Um dorthin zu gelangen fährt man einfach links am Schiffsanleger vorbei und dann immer geradeaus, auch wenn es so aussieht, als dürfe man dort gar nicht entlang fahren. Nach einigen Kilometern – kurz bevor die Straße an einem kleinen Bauernhof endet – muss man so gut es eben geht am Rand der Straße parken.

Von dort geht es mehr oder weniger steil den Berg hoch wobei sich sehr schöne Aussichten auf den Fjord ergeben. Zu der wirklichen Länge des Wanderwegs haben wir aber leider keine verlässlichen Informationen bekommen. Als uns nach etwa 1.5h ein anderes (viel sportlicheres) Pärchen mit den Worten überholte, wir hätten gerade mal die Hälfte (!) des Weges nach oben geschafft, haben wir kurz verschnauft und sind dann umgekehrt.
Das war wohl auch die richtige Entscheidung, denn erstens ergeben sich laut dem einheimischen Pärchen die schönsten Blicke auf den Fjord sowieso auf der von uns schon gelaufenen Strecke. Und zweitens hatten wir ja noch einen weiten Weg vor uns und wollten vor Sonnenuntergang am Geirangerfjord ankommen.

🚗 Fahrtstrecke: Naeroyfjord -> Geirangerfjord: ca. 300km (ca. 6h)

Tag 8: Geirangerfjord

Der Geirangerfjord ist sicherlich eines der Höhepunkte im Süden Norwegens. Unsere Route zum Fjord begann aber mit einem kleinen Umweg.

Gamle Strynefjellsveg

Wir sind über die kleine Passstraße Gamle Strynefjellsveg gefahren. Die 27 km lange und im Winter gesperrte Nationale Touristenstraße führt durch wunderschöne und abwechslungsreiche Berglandschaften und sollte auf jeden Fall gefahren werden. Die Strecke ist einfach der Hammer. Wir sind mehrere Male auf dem Weg ausgestiegen, um zu Fuß die Gegend zu erkunden und Fotos zu machen. Das Farbenspiel zwischen der sattgrünen Natur, dem türkisblauen Gletscherwasser und den weißen Spitzen der umliegenden Berge bilden eine perfekte Kulisse. So perfekt, dass wir für die Strecke bestimmt dreimal so lange gebraucht haben, als es eigentlich üblich ist. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Tipp: Wir haben einige Zelte am Rande dieser Straße gesehen. So scheint es also möglich und auch erlaubt hier in der Nähe des Geirangerfjords zu zelten, was ansonsten aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten rings um den Fjord eher schwierig zu sein scheint.

Dalsnibba

Wenn man die Passstraße erfolgreich durchquert hat und sich nun wieder auf dem schnellsten Weg zum Fjord befindet, kommt man unweigerlich an einer weiteren Passstraße vorbei, die zum Gipfel des Dalsnibba führt. Der Weg hinauf ist mit 15 € pro Auto nicht ganz günstig, dafür hat man auf fast 1500 Meter Höhe nicht nur einen klasse Blick auf den Geirangerfjord, sondern hat auch das Gefühl am wahrhaftigen Gipfel der Welt angekommen zu sein, weil man auf gleicher Höhe mit fast allen umliegenden Bergen ist und einen 360° Blick auf unzählige mit Puderzucker bedeckte Bergspitzen hat.

Und natürlich macht auch die Fahrt auf den Berg hoch und auch wieder runter eine Menge Spaß, wenn man so wie ich gerne rasant Auto fährt. Sabrina hat auf der Strecke hinunter leider etwas gelitten, aber da muss sie eben manchmal durch 😉

Tipp: Bester Fotospot am Geirangerfjord

Um ein Foto wie dieses hier zu bekommen muss man nur an diesem Aussichtspunkt links an den Toiletten vorbei gehen und sich dann wieder links halten bis man zum Abgrund kommt. Dort muss der Fotograf stehen. Die Person, die ihr fotografieren wollt, muss dann einfach am Abgrund entlang laufen (Vorsicht!) bis kurz vor den Begrenzungszaun. Fertig!

Der kleine Ort am Geirangerfjord schien uns nicht wirklich interessant zu sein und es gab auch keine weiteren interessanten Aussichtspunkte unten am Fjord. Die einzige besondere Aussicht, die man dort hatte, war leider das riesige stinkende Kreuzfahrtschiff, das unablässig eine dunkelbraune Rauchwolke in den Himmel blies.

🚗 Fahrtstrecke: Geirangerfjord-> Trollkirka: ca. 130km (ca. 3,5h)

Tag 9: Trollkirka + Atlantikstraße + Trollstigen

Am neunten Tag machten wir uns auf die lange Fahrt bis nach Molde, um dort die Trollkirka zu besichtigen. Wir mussten dazu die Fähre in Vestnes nehmen. Da diese aber wohl an den beiden Tagen zuvor wegen Wartungsarbeiten nicht fuhr, bescherte uns das ganze über eine Stunde Wartezeit im Stau. Nach einer Übernachtung in einer einfachen Hütte auf einem Campingplatz nicht weit von der Fähre entfernt machten wir uns dann auf den Weg zur Trollkirche. Der Parkplatz befindet sich dabei direkt an der Hauptstraße und kann gar nicht verfehlt werden.

Die Höhle ist definitiv die kurze und einigermaßen steile Wanderung wert. In der ersten Höhle befindet sich nach einem kurzem Gang durch komplette Dunkelheit (eine Taschenlampe ist hier sehr hilfreich) ein kleiner aber bezaubernder Wasserfall. Sowas haben wir echt noch nie gesehen: Ein Wasserfall… in einer Höhle!
Um zur zweiten Höhle zu gelangen kann man durch einen schmalen Spalt die erste Höhle verlassen, um dann über eine Leiter wieder hinabzusteigen. Dort ist ein weiterer Wasserfall zu besichtigen. Wenn man diese auch wieder verlassen hat, kann man noch ein Stück höher steigen, wo sich eine weitere Höhle befinden soll. Diese haben wir aber leider nicht gefunden. Angeblich soll diese durch ein Loch im Boden erreichbar sein. Auf dem Plateau oberhalb der zwei ersten Höhlen weist auch ein kleines Holzschild auf diese 3. Höhle hin. Mit etwas Glück (und Zeit) solltet ihr diese also hoffentlich finden.

Norwegen Packliste

Atlantikstraße

Die Atlantikstraße haben wir uns angesehen, weil diese sich nicht weit entfernt von der Trollkirka befindet. Aber leider sieht diese Straße aus der Nähe nicht so spektakulär aus wie auf Fotos. Im Grunde genommen wirkt diese Straße auch nur aus einem speziellen Blickwinkel so außergewöhnlich. Beim Darüberfahren merkt man davon gar nichts. Von daher würden wir davon abraten extra hier hin zu fahren, wenn ihr nicht sowieso in der Gegend seid.

Trollstigen

Diese Serpentinenstraße lag fast auf unserem Weg nach Oslo. Und es ist schon eine ziemliche Freude diese hinauf zu fahren. Wobei ich sagen muss, es macht nicht so viel Spaß wie nach Dalsnibba hoch zu fahren. Oben gibt es mehrere Aussichtspunkte und auch ein Restaurant mit einem Souvenirshop. Unserer Meinung nach sollte man sich diese kurvenreiche Straße definitiv angesehen haben. Vor allem der Blick durch das Tal ist von oben ist sehr beeindruckend.

🚗Fahrtstrecke: Trollkirka-> Vågåmo : ca. 200 km (ca. 4h)

Tag 10: Bitihorn

Für die nächsten drei Tage mieteten wir uns in eine gemütliche AirBnB Holzhütte in Vågåmo mit eigenem Kamin ein und nahmen diese als Ausgangspunkt für weitere Wanderungen und Touren. Für den ersten Tag hatten wir uns den Bitihorn ausgesucht. Dies ist eine Wanderung auf einen Berggipfel von dem man eine wunderbare 360° Aussicht auf den Jotunheimen Nationalpark hat. Um die Wanderung beginnen zu können, parkt man auf dem unten markierten Parkplatz, der sich direkt gegenüber des Samen-Zeltes mit den Souvenirs befindet.

Auf dem Parkplatz ist zwar ein Schild angebracht, auf dem auf norwegisch etwas von 5€ Gebühr steht. Da wir uns aber nicht vorstellen konnten wie diese Gebühr zu entrichten war – da dort auch kein Parkplatzwächter umher lief – haben wir einfach so unseren Wagen abgestellt und sind los gelaufen. Der Weg führt dann erst auf die Rückseite des Berges, um von dort einigermaßen steil auf die Spitze zu zulaufen.
Dabei ist der Blick nach hinten meistens der schönere, da man den Großteil der Zeit auf eine wunderschöne Seenlandschaft blickt während man nach vorne blickend immer den steil aufragenden Gipfel vor Augen hat.

Ganz nach oben haben wir es dann doch nicht geschafft, da einem auf halber Höhe der Wind schon ziemlich kräftig um die Ohren weht, aber den tollen Ausblick haben wir (von fast ganz oben) natürlich trotzdem sehr genossen. Wir hatten einen sehr weiten Überblick über einen Teil des Jontunheimen Nationalparks und wir konnten von oben sogar fast unser Auto auf dem Parkplatz sehen. Echt ein krasses Panorama!

🚗 Fahrtstrecke: keine, da wir in der gleichen Gegend geblieben sind.

Tag 11: Hulderstigen (und chillen im AirBnB)

An Tag 11 wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen und haben uns daher nur für eine kleine Wanderung am Hulderstigen (Google Maps Link) unternommen und sonst viel in unserer gemütlichen Holzhütte gechillt.

Der Hulderstigen ist ein komplett ebener Rundwanderweg im Jotunheimen Nationalpark. Wir haben ihn uns ausgesucht, weil wir zur Abwechslung mal etwas nicht so anstrengendes brauchten und dieser Weg dazu genau richtig war. Er wäre unserer Meinung nach auch passend, um ihn z.B. mit kleinen Kindern zu laufen. Man läuft u.a. an einem idyllischen See vorbei und durch tiefe Nadelwälder. Zwischendurch trifft man auch das eine oder andere Schaf und kann sich (Norwegen-typisch) in ein Gästebuch eintragen.

Wer eine spektakuläre Wanderung über Stock und Stein erwartet, der ist hier sicherlich falsch. Aber wer einen entspannten Spaziergang durch eine sehr schöne Waldlandschaft sucht, dem sei der Huldigerstigen sehr ans Herz gelegt.

🚗 Fahrtstrecke: keine, da wir in der gleichen Gegend geblieben sind.

Tag 12: Knutshoe

Am nächsten Tag wanderten wir unser persönliches Highlight: Den Knutshoe. Das war für uns die schönste und atemberaubendste Wanderung unseres gesamten Urlaubs. Wir trafen kaum andere Menschen und hatten die meiste Zeit perfektes Wetter und oben angekommen hatten wir diesen unglaublichen Ausblick, der aussah wie gemalt. Wahnsinn!

Lest hier alles darüber: KNUTSHØE – Die bessere Alternative zu Besseggen

🚗 Fahrtstrecke: Vågåmo (wo unser AirBnB stand) -> Oslo: ca. 330km (ca. 4 h)

Tag 13: Lillehammer & Oslo

Am 13. Tag schauten wir uns auf dem Weg nach Oslo (wir hatten uns schon auf den Weg zurück Richtung Fähre gemacht) noch Lillehammer an. Oder zumindest das olympische Skisprung-Gelände. Das ist auch das Einzige weswegen mir die Stadt bekannt war. Und wir sind ehrlich, wir haben der Stadt auch nicht wirklich eine Chance gegeben. Aber dafür hatten wir ja auch keine Zeit. Wir waren ja nur auf der Durchreise. Um sich das Olympiagelände anzuschauen kann man einen Stopp einlegen, man muss es natürlich nicht. Wir fanden es ganz nett und es bedeutete für uns nur einen kleinen Umweg.
Dafür merkten wir schon auf dem Weg nach Lillehammer, dass wir Fjord Norwegen verlassen haben, denn die Fjorde, Berge und Seen wurden allmählich weniger. In der Gegend um Lillehammer und Oslo führt man sich auch gar nicht wirklich wie in Norwegen (zumindest von der Landschaft her), sondern eher wie im flachen Dänemark.

Oslo
In Oslo selbst haben wir dann wieder den Schock in Sachen Menschenmassen bekommen. Und wir haben zum ersten Mal auf dieser Reise wieder im Stau (!!) gestanden. Insofern war dieser Tag auch eine gute Vorbereitung auf den Alltag zuhause. Abgesehen davon hat uns Oslo aber nicht so sehr gefallen. Wenn man Souvenirs kaufen möchte ist die Innenstadt dafür natürlich prädestiniert. Aber man muss sich diese Stadt nicht unbedingt ansehen finden wir. Einen Vergleich zu anderen skandinavischen Hauptstädten wie z.B. Stockholm hält Oslo nicht wirklich stand.

🚗 Fahrtstrecke: Oslo  -> Larvik : ca. 140km (ca. 2 h)

Tag 14: Rückfahrt

Am letzten Tag nahmen wir (nach einer Übernachtung am sehr empfehlenswerten Gon Campingplatz) die Fähre in Larvik (Colorline), um wieder nach Hirtshals zu gelangen. Die Colorline-Fähre war auch um einiges größer als die Fjordline-Fähre auf dem Hinweg. Dies bedeutete auch dass es nicht wackelte und alles ruhig und angenehm war (Dazu aber mehr in unserem Norwegen Tipps&Tricks Artikel).
Im Inneren des Schiffs gab es auch Restaurants und andere Shops. Ein wirklich angenehmer Ausklang des Urlaubs.

Nach weiteren 1000 Kilometern durch das flache Dänemark und Norddeutschland waren wir dann endlich leider wieder zuhause und konnten nur noch sehnsüchtig an die geile Zeit in Norwegen zurück denken. Wir werden definitiv zurück kommen!

Suchst du noch weitere Tipps für Deinen Norwegen Urlaub? Schau dir unsere Tipps und Tricks für Eure Norwegen Rundreise oder unsere Packliste für Norwegen an!


Hast du noch Fragen oder Anregungen zu Norwegen oder unserem Artikel? Schreib uns doch einfach einen Kommentar!

9 Idee über “Unser 2 Wochen Roadtrip durch den Süden Norwegens | inkl. Reiseroute

  1. Sebastian sagt:

    Hallo Sabrina und Andreas,

    wir kommen gerade von unserer Norwegen Reise zurück. Unseren 16 tägigen Trip haben wir sehr an eure Reiseroute angepasst.

    Es war super schön, also vielen Dank für die super Tips!

    PS: Wir sind den Knutshoe und den Beseggen gelaufen und ich könnte nicht sagen welches die schönere Wanderung war. Klar, am Bessegen muss man mit ein paar mehr Menschen rechnen, gelohnt hat es sich aber trotzdem. Daher unser Tipp: beides machen. Ein Tag Pause dazwischen schadet aber nicht 😉

    Liebe Grüße

    Lena und Basti

    • Andreas sagt:

      Hallo Lena und Basti,
      Danke für euren lieben Kommentar! 🙂

      Das freut mich, dass wir euch so gut helfen konnten mit unserem Artikel!
      Das mit dem bessegen war uns ja auch schon klar, dass der auch sehr schön zu laufen ist, aber große Menschenmassen finden wir eben auch oft eher stressig.

      Vielleicht erweitern wir unseren Artikel nochmal mit Sachen, die wir *nicht* gemacht haben 😀
      Weil es gibt echt noch so viel coole Sachen da zu entdecken!
      Da kriegt man direkt wieder Fernweh! 🙂
      Lg,
      Andreas

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  5. Michaela Schwark sagt:

    Hallo ihr lieben, toller Artikel! Wir haben dieses Jahr auch eine zweiwöchige Norwegen Reise vor uns und werden uns wahrscheinlich sehr an eure Route halten. Das macht das ganze schon viel einfacher, danke dafür! Eine Frage hätte ich allerdings: Welche Reisezeit würdet ihr uns empfehlen? Wir haben uns Mitte Mai dafür vorgenommen. Wann wart ihr denn unterwegs?

    Liebe Grüße
    Michaela und Michael

    • Andreas sagt:

      Hi Ihr beiden,
      danke für Euer Lob. Wir sind im August unterwegs gewesen und hatten echt mega Glück mit dem Wetter. Abgesehen vom quasi Weltuntergang auf dem Kjeragbolten hatten wir eigentlich durchgängig nur Sonnenschein. Normal ist das jedenfalls nicht. Die beste Reisezeit ist ja so von Mai bis September. Von daher passt Eure Zeit schon recht gut. Ihr werdet dann vielleicht noch weniger Leute unterwegs sehen als sonst (weil es ja quasi die Schultersaison ist). Besonders auf den großen Wanderungen (z.B. Trolltunga) kann das ja schon ganz angenehm sein.
      Nur ist es dann auch etwas kälter, aber dagegen kann man sich ja mit der richtigen Kleidung wappnen.

      Wünsche Euch auf jeden Fall ne Menge Spaß in Norwegen. Ein wunderschönes Land. Falls ihr noch mehr Fragen habt dann gerne her damit 🙂
      LG,
      Andreas & Sabrina

  6. Michael sagt:

    Sehr schöne und informaive Seite von euch! Vielen Dank! Norwegen steht für mich als Motorradfahrer auch ganz oben auf der Liste – da ich Anfang Juni aber “nur” 2 Wochen habe, werde ich vielleicht mal mit dem Auto ggfs an eurer Runde ein Beispiel nehmen. LG aus Wattenscheid 🙂

    • Andreas sagt:

      Hallo Michael,
      danke für das Lob. Ich versuche auch ständig meinen Schwiegervater (auch Motorradfahrer) zu überreden, seine Touren mal in den hohen Norden zu verlegen.
      Echt ein wunderschönes Land und wir werden bestimmt bald wieder hinfahren.

      LG,
      Andreas

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